Forum: Politik
Europawahl-Duell zwischen Weber und Stubb: Kein Streit, nicht einmal über Orbán
KIMMO BRANDT/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Europas Christdemokraten wählen ihren Spitzenkandidaten für die Europawahl - und Manfred Weber ist der klare Favorit. Sein Gegner Alexander Stubb war in einer Debatte von vornherein chancenlos.

jsavdf 08.11.2018, 05:47
1. Was wurde denn in den Einzelgesprächen

So besprochen? Ging es Themen wie Umweltschutz, den Umgang mit den USA oder China. Das Zusammenwachsen oder das Überleben der EU? Stellen die Abgeordneten den Inhalt (stichpunktartig) auf ihrer Webseite dar um ihren Wählern zu erklären warum Herr Weber der richtige ist? (Politik wird von Politikern erklärt, das wäre mal ein Fortschritt)
Wenn nicht, dann muss er sich den Vorwurf von Hinterzimmergesprächen gefallen lassen, bei denen die Stimme gegen einen Vorteil getauscht wird, einen Posten, ein Amt etc. das hatten wir mit Angela Merkel jetzt 16 Jahre in Deutschland und in der EU würde diese so zustandegekommende Kandidatenkür nicht zur Debattenkultur beitragen. Das Problem ist, solche Politiker wie Herr Weber haben ihr ganzes Leben auf diesen Posten hingearbeitet, und durch diese Taktik wissen Sie dass nichts anbrennt. Übrigens werden wir das gleiche Theater bei der Vergabe des CDU-Vorsitzes sehen.

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Dr.Ama 08.11.2018, 10:00
2. Provinzler gegen Kosmopolit

Was ist eigentlich mit diesem abfälligen Vergleich gemeint? Was sind denn eigentlich Kosmopoliten? Antwort: Kosmopoliten sind Menschen, die virtuell über den Wolken leben, dort freie Sicht ohne Grenzen haben, mehrsprachig sind, in fernen Ländern gelebt und/oder gearbeitet haben und überall dort Freunde und Kollegen haben. Was sie nicht (mehr) haben, ist verständnisvolle Sicht auf uns andere, die wir unter diesen Wolken, erklärtermaßen als Provinzler leben. Sie versuchen, uns ihre Sicht der Dinge, ihre Lebensweise aufzunötigen, ohne zu erkennen, dass wir dem, mangels Gelegenheit und Zugehörigkeit nicht folgen können. Fazit: als Provinzler fühle ich mich von einem Provinzler besser vertreten, als von einem Kosmopoliten.

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Europa! 08.11.2018, 10:56
3. Wer auch immer

Der neue Kommissionspräsident tritt ein schweres Amt an. Nach Jahrzehnten der scheinbar grenzenlosen Expansion und der immer neuen Befugnisse, muss Brüssel jetzt lernen, die Autonomie der Mitgliedstaaten wieder stärker zu respektieren, die Kritiker zu integrieren, die Grenzen zu sichern und die EU damit im Inneren zu festigen. Der EVP kommt dabei eindeutig die Schlüsselrolle zu. Sie muss die EUROPÄISCHE IDENTITÄT auch gegen die Globalisierung definieren und verteidigen. Bodenhaftung - sei es in Finnland oder sei es in Bayern - ist dabei das Wichtigste.

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schorri 08.11.2018, 12:43
4. Weber und Orban

Weber hat für Orban gestimmt.
Und wer für Orban stimmt, ist als Kommissionspräsident untragbar.
Die EU braucht Zusammenhalt, nicht Spaltung, nationale Egoismen und Leute, die nur Geld aus der EU saugen wollen, ohne sich an gemeinsamen Aufgaben zu beteiligen.

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