Forum: Politik
Europawahl: FDP plant gemeinsame Fraktion mit Macron
Gonzalo Fuentes/ REUTERS

Die deutschen Liberalen wollen sich mit der EU-Wahlliste des französischen Präsidenten Macron zusammentun und eine gemeinsame Fraktion in Brüssel bilden. FDP-Chef Lindner schwärmt von einer "Erneuerung Europas".

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Hörbört 12.05.2019, 18:17
10. Rauchzeichendeutung

Zitat von bibabuzelmann
.. jetzt also ein Bündnis auf Europaebene mit der Besserverdienerpartei. Das ist Wasser auf die Mühlen der Gelbwesten. Hätte ich an seiner Stelle nicht gemacht, aber nun gut, die Zeit der Camouflage ist wohl vorbei.
Als Macron noch gar keine konkreten Ziele benannt hatte, seine Pläne und Absichten mithin noch unklar waren, wurde er schon vom Zentralorgan des Geldadels (der FAZ) abgefeiert, als habe er das Dreiklassenwahlrecht wieder eingeführt. Mir reichte das zur Früherkennung. Und das war auch eine korrekte Mutmaßung, wie sich dann herausstellte.

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engelchen5711 12.05.2019, 18:22
11. Hallo Macron und Lindner, die Erschlafften grüßen Euch

Nun machen Macron und Lindner also gemeinsame Sache, die europäische Fraktion der Besserverdienenden, der Schönen und Reichen und der Miethaie. Sie wollen also Europa dynamisieren. Das heißt, sie wollen die unterstützen, die sich die Taschen füllen auf Kosten der Arbeitnehmer und Mieter. Nun ist die Maske gefallen, die wahre Fratze wird sichtbar. Macron kennt ja die Gelbwesten schon, Lindner wird sie noch kennenlernen. Und wenn es so weitergeht, werden sie sich auch in Deutschland bilden. Das dauert nur immer etwas länger, ist aber hinterher dafür um so heftiger.

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rainbow-warrior999 12.05.2019, 18:26
12. Macron und die Lobbyisten-Spaßpartei

Renaissance für die Feudalisierung Europas ?! Wenn ich sehe, daß auch Ciudadanos dabei sind (die wollten noch bis zur Parlamentswahl in Spanien zusammen mit der rechtsextremen VOX koalieren!) gibt mir das schon zu denken.
Man ist ja vom "schönen Christian" einiges gewöhnt, - aber "Erneuerung Europas" mit illiberalen Macronschen "Reformen " auf Kosten des Gemeinwohls ? Geht gar nicht. Das Thema sollte er den Profis überlassen ;-) , dazu
https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2017/07/Kompass_Broschuere_2Seiten_web.pdf

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jacobi 12.05.2019, 18:37
13. Macron ist (dann) erledigt

Dann kann ihn ja wohl niemand mehr ernst nehmen. Es könnte sich auch mit "die PARTEI" verbrüdern. Das wäre auch nicht schlimmer.

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ingen79 12.05.2019, 19:12
14. #5

Ich würde nicht sagen die Partei der Besserverdiener sondern die der Leistungsträger. Europa muss mit China konkurrenzfähig bleiben und das wird man sicherlich nicht wenn man die Sozialleistungen erhöht.

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DietrichHorstmann 12.05.2019, 20:13
15. Leistungswegträger

scheint mir der zutreffendere Begriff. Wie kann ich möglichst viel von den Leistungen der Arbeitenden wegtragen in mein Vermögen , ist das Interesse der selbsternannten Eliten.

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seine-et-marnais 13.05.2019, 11:33
16. Die Streber der Politik

Bei der Initiative ist mehr 'Schein als Sein' mehr politisches Strebertum als sonst was im Spiel. Macron selbst wird etwa 20% in Frankreich gewinnen, das sind rund 15 Sitze, die Liberalen in Benelux, Ruttes Partei ist klein, und er selbst 'Koalitionschef' einer sehr heterokliten Koalition, Verhofstadt in Belgien hat keine allzugrosse Anhängerschaft und Bettel ist zwar Regierungschef, aber Luxemburgs Abgeordnete sind gezählt. Lassen wir mal inklusive den Dänen, Österreichern, Ungarn und Spaniern 50/60 Sitze zusammenkommen, das ist nicht die Welt. Damit wird Macron nicht die Mehrheiten im EU-Parlament umwerfen, und es sind zuwenige um das Parlament zu 'erpressen', eine pressure group zu bilden um als Zünglein an der Waage die EU-Politik und das EU-Personenkarusell mitzubestimmen.
Wenn die FDP glaubt da mitbestimmen zu können wird sie wohl sehr schnell auf den rauhen Boden der Wirklichkeit zurückkehren. Wenn Macron Europapolitik machen will, dann nimmt das zur Zeit sehr germanophobe Züge an. Merkel ist in Europa nicht sehr beliebt, und Macrons 'Renaissancekoalition' ist eher darauf angelegt Merkel Paroli bieten zu wollen, und Macron wird versuchen die Aldepolitik zu bestimmen. Verhofstadt lässt sich das gefallen, bei Rutte bin ich mir da nicht sicher, aber die FDP sollte da mit sehr, sehr viel Vorsicht reingehen. Alde-Politiker sind so etwas wie Streber in der EU-Politik, sie wollen Macht und Einfluss gewinnen, zumindest einige ihrer Spitzen, und da ist abzusehen wie in dieser 'Fraktion' in kurzer Zeit 'gekeilt' werden wird.

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