Forum: Politik
Europawahl in Großbritannien: Die Brexit-Klatsche
Tolga AKMEN/ AFP

Tories und Labour erzielen bei der Europawahl in Großbritannien desaströse Ergebnisse, das Zweiparteiensystem liegt in Trümmern. Vor allem Nigel Farage profitiert - und könnte den Brexit-Kurs der neuen Regierung beeinflussen.

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Ökofred 27.05.2019, 09:43
1. Wahlbeteiligung

"Die Wahlbeteiligung ist laut BBC im Vergleich zur vergangenen Europawahl im Jahr 2014 leicht gestiegen: auf etwa 37 Prozent." Danach brauch man nicht mehr weiterzulesen. Für GB ist das Wahlergebnis wenig relevant, für Europa auch nicht, da diese Abgeordneten ja bald wieder weg sind. Schlimm genug, dass Farage sich auf einer dicken Pension aus seiner "Tätigkeit" als EU Abgeordneter ausruhen kann.

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PeterVietz 27.05.2019, 09:51
2. Pro-Brexit Farage und Tories habe gerage mal 40 %

Die Parteien, die gegen den Brexit sind (auch mehrheitlich Labour) haben rund 60 %.
Von einem Erfolg der Brexitianer kann keine Rede sein!
So wird auch eine zweite Volksabstimmung ausgehen und die Briten in der EU bleiben.

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PeterVietz 27.05.2019, 09:51
3. Pro-Brexit Farage und Tories habe gerage mal 40 %

Die Parteien, die gegen den Brexit sind (auch mehrheitlich Labour) haben rund 60 %.
Von einem Erfolg der Brexitianer kann keine Rede sein!
So wird auch eine zweite Volksabstimmung ausgehen und die Briten in der EU bleiben.

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chinawoman 27.05.2019, 09:53
4. Liebe Briten,

wie kann es sein das ihr nur eine Wahlbeteiligung von 37% habt???? Ich denke etwa 50% sind für einen Verbleib in der EU??? Nur am Maulen, dann aber wieder nicht wählen gehen! Und der Feigling Farage, der nur Unruhe stiftet und sich, wenn es Ernst wird und er Verantwortung übernehmen soll, still und leise vom Acker macht, bekommt wieder 31% der Stimmen.

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skeptiker-today 27.05.2019, 09:55
5. Europawahl als 2.Referendum

Da sollte man meinen, dass die Briten diese Europa Wahl als 2.Referendum nutzen - und dann so eine lächerliche Wahlbeteiligung...
Und die, die wählen gehen, sind pro brexit..
Wo waren denn die ganzen Pro-Europa Befürworter ?!
So wird das nichts, und Farage und Johnson lachen sich krumm....

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Gerdd 27.05.2019, 09:59
6. Gut.

Von 52% sind sie nun runter auf 32%.
Denn unter den Umständen dieser Wahl darf man wohl davon ausgehen, daß jeder, der den Brexit will, diesem Farage hinterhergerannt sein müßte. Also: Es läßt schon nach. Klar, daß die ein zweites Referendum fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

Und daß das Regieren (oder auch der Versuch) für Parteien existenzbedrohend sein kann, das haben wir in den letzten Jahren schon oft gesehen - angefangen in Frankreich, aber auch bei Westerwelles FDP und derzeit in der GroKo - SPD wie Union - gab und gibt es das schon.

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Europa! 27.05.2019, 10:04
7. Bankrott der Klassengesellschaft

Nie wieder Torys, nie wieder Labour! Die alles entscheidende Frage: Wird es der Jugend in GB gelingen, das verkrustete Mehrheitswahlrecht ganz zu zerschlagen? Es kommt nicht darauf an, wer der "Erste" ist (Politik ist kein Pferderennen), es kommt darauf an, den Willen des Volkes zu formulieren und in die Tat umzusetzen. GB steht vor großen politischen Umwälzungen. Das junge Europa kann sie beschleunigen.

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rosengregor 27.05.2019, 10:16
8. Sieg von LibDems und Grünen

Die LibDems und mit leichten Abstrichen auch die die Grünen sind die Sieger dieser Europawahl im UK. Verlierer sind Labour und Tories. Die Brexit-Wähler haben sich hinter Farage und seiner Nonsense-Ein-Thema-Partei versammelt.

Damit haben die Briten zwar einmal mehr vor aller Welt ihre innere Zerrissenheit demonstriert und mit einer niedrigen Wahlbeteiligung auch ihre generelle momentane Politikunfähigkeit.

Daneben aber werden nun britische Liberale und britische Grüne im Europaparlament konstruktiv an der Bildung einer neuen Kommission mitwirken und alle, die aus der Wahl im UK eine Groteske machen wollten, in ihrer Krakeler-Ecke stehen lassen.

Die Tories hingegen werden UK nun vermutlich endgültig zerlegen. Schon Cameron hatte die Referenden in Schottland und über den Brexit nur ausgerufen, um innerparteilichen Gegnern entgegen zu kommen und so seine persönliche Macht zeitlich etwas zu strecken. Europa oder UK waren ihm herzlich egal. May wollte das Votum umsetzen und hat es versäumt, selbst politisch zu werden. Sie war nur Bürokratin und ist an einer bürokratisch nicht zu bewältigenden Aufgabe gescheitert. Wer auch immer jetzt PM werden sollte, wird versucht sein, mit einem harten Brexit dem Elend ein Ende zu machen und wird damit vor allem der Prosperität und ggf. auch dem Bestand von UK in seinen jetzigen Grenzen ein Ende bereiten.

Die einzige vernünftige Option, die jeder PM hingegen jetzt hat, ist es, dem Parlament ein Ulitimatum zu stellen: Enweder, das Parlament liefert innerhalb eines Monats einen von einer Mehrheit getragenen konkreten Brexit-Vorschlag, der auch eine realistische Aussicht hat, von der EU mitgetragen zu werden oder aber der Brexit-Antrag wird zurückgenommen und erst wieder eingereicht, wenn es eine Mehrheit für einen konkreten und EU-kompatiblen Austritt innerhalb des UK gibt. Das gäbe zwar ein Riesengezeter bei den Brexeteers, aber es wäre der notwendige Befreiuungsschlag, der einerseits der Vernunft Raum verschaffte und andererseits auch das demokratische Votum der Europawahl akzeptierte, nämlich konstruktiv in der EU mitzuwirken.

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LutzP 27.05.2019, 10:19
9. Pro-Europa Parteien gleich auf

Die Wahl (mal ausgenommen die geringe Wahlbeteiligung) zeigt doch nur die Zerissenheit. Liberaldemokraten und Grüne, beide eindeutig pro-europäisch, kommen zusammen auf 32%, wie die Brexit-Partei.
Man könnte die Wahl auch in die Richtung interpretieren, dass diese beiden Parteien stark dazugewonnen haben.

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