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EVP-Spitzenkandidat Weber im EU-Wahlkampf: Nennt mich Manfred
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Manfred Weber zieht als Spitzenkandidat der Christdemokraten in die Europawahl. Damit ist der erste Schritt an die Spitze der EU-Kommission getan - doch ein Hinterzimmer-Deal könnte ihn noch ausbremsen.

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kaltmamsell 08.11.2018, 19:47
10. Die kenne ich nicht: EVP, Weber, Stubb und Timmermans

EVP existiert so vor sich hin, keine Ahnung, wofür sie stehen. Weber kommt von uns, Stubb von den Finnen, ein nettes Land, dessen Bewohner zu einem beträchtlichen Teil ein Wochenendhaus und ein Boot haben, in aller Bescheidenheit, schon cool. Würde ich hier ein Krickel-krackel-aufwärts-Däumchen zeichnen können, wäre ich evtl. durchaus dabei. Timmermans ist aus den Niederlanden, da kann man schon erschrecken, wenn man holländische Sterbehilfe-Stories liest. Da möchte man einen Deichdamm dagegen bauen.
Insgesamt gefragt: Welcher absolute Entscheidungsirrsinn geht da komplett am Wähler vorbei? Herr Weber hat es in aller Ruhe immerhin geschafft, dass man ihn nicht "Manni" nennt, was schon ganz schön ähnlich wie "Money" klingen würde. Da könnten sich andere Polit-Kandidaten in unserem Land durchaus daran orientieren.

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kumi-ori 08.11.2018, 20:20
11.

Zitat von qjhg
da läßt sich ein Abgeordneter der CSU zum Spitzenkandidaten de4 Konservativen aufstellen, dessen Partei so europafeindlich ist, dass sie europafreundliche Kandidaten vorschiebt, mit Europapolitik jedoch nichts am Hut hat, ja vielmehr bekämpft.
Weber ist doch nur der Kandidat speziell der Union. Die anderen Fraktionen (Sozialdemokraten, Grüne, Linkspartei, Liberale) werden ihre eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Und wer schließlich das Rennen macht, darüber stimmt dann das Europaparlament ab.

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Idinger 08.11.2018, 21:01
12. Ist doch

Zitat von qjhg
da läßt sich ein Abgeordneter der CSU zum Spitzenkandidaten de4 Konservativen aufstellen, dessen Partei so europafeindlich ist, dass sie europafreundliche Kandidaten vorschiebt, mit Europapolitik jedoch nichts am Hut hat, ja vielmehr bekämpft.
eine gute Nachricht: Jetzt wissen wir EU-Wähler für das kommende Ereignis endlich, dass unsere Stimme für die EVP (oder Manfred) zugleich eine Billigung der EU-Politik der CSU und von großen Europäern (Orban etc) bedeutet.

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skeptikerjörg 08.11.2018, 21:07
13.

Zitat von brux
Das ist falsch. Der Kommissionspräsident wird vom Parlament gewählt. Der Rat hat nur das Vorschlagsrecht, also eben nicht das letzte Wort. Es ist deshalb nicht wahrscheinlich, dass der Rat jemanden vorschlägt, der im Parlament keine Chance hätte. Und das Parlament wird eben wünschen, dass der Vorschlag die Mehrheitsverhältnisse im Parlament berücksichtigt.
Werfen Sie mal eine vorsichtigen Blick in die Verträge von Nizza und Lissabon. Das Europäische Parlament bestätigt den Vorschlag des Europäischen Rates oder lehnt ihn ab. Wählen tut es nicht. Wäre auch irgendwie kurios. Die Kommission ist, wenn man so will, die Exekutive des Europäischen Rates, arbeite nach dessen Vorgaben und Anweisungen. Und der "Wahlsieger" der Europawahl sollte nach aller Logik den Präsidenten des Europaparlamentes stellen.
Wäre nicht das erste Mal, dass die Staats- und Regierungschefs jemanden nominieren, der NICHT der stärksten Fraktion des Europaparlaments entstammt. Und warten wir mal ab, wie stark nach der Wahl EFDD und ENF werden. Jedenfalls ist unwahrscheinlich, dass die EVP eine absolute Mehrheit einfährt, die nötig wäre, um den Kandidaten des Rates zu verhindern.

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hugahuga 08.11.2018, 21:43
14.

Es war Merkels Fehler sich nicht für die Nachfolge von Jens Weidmann auf dem Posten des EZB Chefs stark zu machen. Wenn jetzt auch noch der - unwichtere - Posten des Kommissionspräsidenten nicht an Weber gehen sollte - gehen die Deutschen leer aus.
Aber auch das könnte beabsichtigt sein - denn dass Merkel fremdgesteuert ist, darf man wohl als Fakt ansehen.

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hugahuga 08.11.2018, 21:46
15.

Zitat von harke
Ich bleibe da lieber beim "Sie", Herr Weber. Die CSU stand noch nie für Europa. Zumindest nicht für ein gleichberechtigtes Europa. Europa sollte Deutschland nützen. Alles andere war hinderlich.
"Europa sollte Deutschland nutzen" - frommer Wunsch. Wird auch immer aein Wunsch bleiben. Fragen wir doch mal - who rules the EU?

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scratchpatch 09.11.2018, 12:40
16. Weber ist nicht Seehofer

Ich bin seit längerem ein heimlicher Fan von Manfred Weber (aber ganz sicher nicht von der CSU). Mir hat auch gut gefallen, wie er Seehofer bei seinem Kleinkrieg im Regen stehen ließ, auch wenn er dafür erst einmal in die hinteren Reihen abgedrängt wurde, aber inzwischen ist klar, dass das eine kluge Entscheidung war. Man sollte ihn nicht in einen Topf werfen mit Seehofer und Söder, sondern sich genau ansehen, was er zu sagen hat. Wenn er weiterhin klug agiert, kann er wirklich viel bewegen, die Dynamik bringt er ja mit.

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