Forum: Politik
Ex-Außenminister Fischer: "Deutschland wird sich bewegen müssen"
AFP

Das Verhältnis zwischen Europa und den USA ist schlecht wie selten zuvor: Ex-Außenminister Joschka Fischer warnt vor den gefährlichen Folgen eines Handelskriegs und fordert Deutschland auf, mehr in die Verteidigung zu investieren.

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whitemouse 21.02.2019, 20:24
100. Amerika

Die Ablehnung des wichtigsten deutschen Wirtschaftsprojekts überhaupt, Nord Stream 2, liegt ja voll auf der US-hörigen grünen Linie. Zur Bedeutung Russlands für Deutschland und umgekehrt kein Wort. Richtig ist allerdings wohl, dass Deutschland sich selbst (mit europ.Partnern) um seine Verteidigung kümmern muss.

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dlaber 21.02.2019, 20:25
101. Leider nur das übliche Bla, Bla,

und auch von Fischer der typisch deutsche Ansatz, wonach böse Politik von "befreundeten Staaten" gerne auf einzelne Personen reduziert wird (die Amerikaner sind gut, nur der Trump ist böse; die Türken sind gut, nur der Erdogan ist böse und damals waren ja auch eigentlich alle Deutschen gut, nur der Hitler war böse...), wohingegen die Russen und die Chinesen uns stets alle nur bedrohen und bekriegen wollen, egal wer dort an der Macht ist. Wohin man aktuell auch blickt, es scheint nur noch Politiker zu geben, die in jahrzehntelangen Klischees und in ihrem schwarz-weissen Weltbild weiterhin gefangen bleiben...

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irobot 21.02.2019, 20:29
102.

Zitat von isar56
ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas ( und der Welt) sind. ..... Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verwendet werden. Hauptsache die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.>
Da ich dazu nichts Vernünftiges gefunden habe, rate ich einfach mal. Das Zitat ist frei erfunden. Oder?

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bigkahoona 21.02.2019, 20:29
103. @#3 bigroyaleddi

Jugendlicher Idealismus ist das Eine. Das Andere ist das was man auch im angelsächsischen Raum inzwischen mit dem Begriff „Realpolitik“ bezeichnet.
Joschka Fischer spricht unbequeme Wahrheiten aus. That‘s „Realpolitik“.

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irobot 21.02.2019, 20:32
104.

Zitat von tobiaswerner
Und nochmal das Verstehen von Russland. Das Deutschland der Weimarer Republik war eine Demokratie. Dann hat man dort einfach einen Diktator gewählt, der hat Russland dann, beginnend bei Polen dann auch noch mit einer Kriegslüge und einen Friedensvertrag brechend.
Naja, bei Polen haben die Russen fleißig mitgemischt. Und Finnland angegriffen. Und sich das Baltikum unter den Nagel gerissen. Und so weiter und so fort...

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pygmy-twylyte 21.02.2019, 20:52
105. Mit Beharrlichkeit und hoher Diplomatie Probleme lösen

Fischer hat sich radikal geändert - vom Steine werfenden Revoluzzer über den Turnschuh tragenden grünen Minister hin zum ideologiefreien Elder Statesman. Damit scheint er hinsichtlich Altersweisheit zu Größen wie Helmut Schmidt und Heiner Geißler aufzuschließen. Von Gerhard Schröder in Diensten des "lupenreinen Demokraten" Putin kann das leider nicht gesagt werden. In der Einschätzung der Beziehungen zwischen den USA und Europa bzw. Deutschland stimme ich mit Fischer überein: Eine Verteufelung Trumps bzw. das Warten auf die Ära nach Trump löst kein einziges Problem und käme einer verheerenden Vogel-Strauß-Politik gleich. Es gilt, als mit einer Stimme sprechendes Europa aufzutreten und zu handeln, bzw. sich mit der Welt- und Schutzmacht USA zu arrangieren, das heißt hohe Diplomatie an den Tag zu legen und Kompromisse zu erzielen, mit denen beide Seiten - ohne Gesichtsverlust - leben können. Alles andere wäre kontraproduktiv, vor allem für das exportabhängige Deutschland.

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tobiaswerner 21.02.2019, 20:54
106. Auf die Kraft der Vernunft setzen

Hitler hatte, wenn man so will, noch ein halb humanes Ziel - Frieden, Wohlstand, Größe, Expansion - nur seiner Leute, dabei allerdings Großverbrechen gegen andere. Nicht aber war selbst diese brutale Bewegung ja für die Auslöschung der gesamten Menschheit, auch hatten ja selbst die Nazis einige und auch größere internationale Verbündete, die man nicht ausschalten wollte.

Heute stellt sich die Situation aber so dar, dass zwei Länder, Mächte, die ganze Welt vernichten können. Beide mit Waffen, die eigentlich verboten sind!

Wenn man so penibel - siehe Krim - auf das Völkerrechts setzt wie die BK - dann müsste man gerade auch diese beiden Länder doch immer wieder offen anklagen, diese Waffen nun endlich abzuschaffen.
Gut, dazu müsste man soetwas wie Konsequenz kennen und auch strukturell denken können.

Man kann aber auch bei diesen beiden Großmächten davon ausgehen, dass sie mit diesem Apokalypse-Feuer zwar spielen, es aber in Wirklichkeit nicht anwenden wollen und - moralisch besehen - können.
Denn wenn man damit oder so einen Krieg gewinnen würde - man würde damit nie wirklich glücklich! (Genauso wie auch die Nachfahren siegreicher Nazis es nicht geworden wären, da all das irgendwann ja eben auch rausgekommen und hochgekommen wäre!).

Ein kluge und wirklich humanistische Politik sollte auf diese Grundverständnis des menschlichen Wesens setzen. Und wenn dies dann auch den beiden Hauptkontrahenten bewusst wird, ja dann bemerken diese, dass diese Mengen solcher Waffen man dann so eben auch bzw. wirklich nicht braucht, da man sie ja eben nicht einsetzen kann und dass von daher ganz substanzielle und wirkliche große Abrüstungsverhandlungen und Verträge wirklich im Interesse aller sind. (Wenn dann unter eine UNO für eine gewisse Übergangszeit noch ein paar wenige dieser Waffen und Trägersysteme doch noch vorgehalten werden, für noch unterentwickelte "Spinnerstaaten", wo man vielleicht noch nicht so weit denkt (von mir aus Nordkorea), ja dann kann man das ja noch tun.

Jetzt aber noch eine Weltraumforce einzurichten und dergleichen, diese A-Waffenrüstungspirale nicht zurück, sondern auch noch weiterzudrehen, ja das geht wirklich an den Grundbedürfnissen großer Menschenmassen, ja genaugenommen sogar aller Menschen, massiv vorbei, das muss oder sollte von daher unterbleiben.

Solche Reden und Gedanken wünschte man sich von einer BK auf einer MSK oder vor der UNO. Es gilt hierfür das Bewusstsein zu schärfen, ja dieses weltöffentlich wieder herzustellen.
Präsident Wilson, ein lange verstorbener US-Amerikaner, hat dies ja immerhin im Rahmen von Versailles getan - und die Herstellung solche Zuständ sogar versucht. Und ein bisschen hat ja sogar Herr Trump diesen Versöhnungsfaden in Helsinki aufgegriffen und auch Herr Putin ließ sich dort dann etwas darauf ein.
Nochmal: Das gilt es aufzugreifen!

Also bitte: Endlich aus diesen Wahnvorstellungen und alten Kämpfen mal rauskommen - es gibt genug andere Probleme und genug neue und andere, Kampf- bzw. Konfliktfelder...!

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RalfHenrichs 21.02.2019, 20:56
107. Und wenn wir die Verteidigungsausgaben nicht erhöhen

sondern drastisch senken, was passiert dann? Überfallen dann die Russen Deutschland? Quatsch. Die einzige Folge wäre, dass wir dann das Geld in Infrastruktur, Soziales und Bildung stecken könnten. Wäre nicht das schlechteste. Fischer hat - wie er selbst sagt - weder Trump noch Brexit vorhergesehen - nicht einmal am Wahltag. Er hat also schlicht Null Ahnung von der Wirklichkeit. Der Rest des Interview zeigt dies ebenso deutlich. Ein Schwätzer, mehr nicht.

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salomon17 21.02.2019, 20:56
108. Klare, sachliche Analyse

Für mich hat Herr Fischer hier glasklar die Lage analysiert, und ich stimme ihm in allen Punkten zu.

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thequickeningishappening 21.02.2019, 21:00
109. Vom Steinewerfer gegen Die Nachrüstung

zum Außenminister zum Transatlantiker!

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