Forum: Politik
Ex-Außenminister Fischer: "Deutschland wird sich bewegen müssen"
AFP

Das Verhältnis zwischen Europa und den USA ist schlecht wie selten zuvor: Ex-Außenminister Joschka Fischer warnt vor den gefährlichen Folgen eines Handelskriegs und fordert Deutschland auf, mehr in die Verteidigung zu investieren.

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Fuscipes 21.02.2019, 21:01
110.

"Deutschland hat nach 1945 der Weltpolitik entsagt und hat sich vor allem einer militärisch gestützten Außenpolitik verweigert".
Einer militärisch gestützten Außenpolitik verweigert, Außenpolitik ohne Militär gerät aus wieder der Mode, Europa mochte selbst ein bisschen mehr Amerika spielen. Halte das für eine schlechte Idee.
2002 sagte Fischer: "Ist die Frage der Ressourcenverteilung nicht eine der ganz harten sicherheitspolitischen Verteilungsfragen der Außenpolitik für Frieden und Stabilität im 21. Jahrhundert, die wir kooperativ lösen müssen? Und ist der Unilateralismus wirklich eine Perspektive? Ich meine klar, nein. In all diesen Punkten gibt es in der Perspektive zwischen Europäern und den USA deutliche Differenzen", da war wenigstens noch Kooperation mit drin.
Wenn die USA sich selbst als UNO begreifen, dann versteht der Rest der Welt das irgendwann nicht mehr. Für Verteidigung wäre der Natohaushalt aller europäischen Staaten ausreichend, für Kriege außerhalb aber nicht, und die dürften ohne UN Mandat auch nicht sein. Eine Polizei arbeitet außerdem auch nicht mit Kriegswaffen.

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FakeBot 21.02.2019, 21:04
111.

Zitat von irobot
Da ich dazu nichts Vernünftiges gefunden habe, rate ich einfach mal. Das Zitat ist frei erfunden. Oder?
Angeblich aus 2008. "Angeblich" deswegen, weil in dem Quellenverweis ein "Möglicherweise" steht.

http://de.wikimannia.org/Joschka_Fischer#cite_note-1

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janone 21.02.2019, 21:06
112. Sicherheit nur mit USA?

"Europäische Sicherheit kann derzeit ohne die USA nicht garantiert werden." Das ist eine kühne Behauptung. Ich sehe es anders: Die USA gefährdet die Europäische Sicherheit. Sei es durch austritt aus dem INF-Vertrag oder durch Wirtschaftsspionage im Gewand der Terrorbekämpfung. Europa täte gut daran, sich endlich von den USA zu lösen und eigenständige Politik zu betreiben.

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TomTheViking 21.02.2019, 21:10
113. de Fischer un sien Utopien

Vom Grünen Troll zum Nabuko Pipeline Phantast. Verblendete Ideologen wählen Grün und sägen weiter am Ast.
Leider sitzen wir alle auf Selbigen, sonst wär's mir glatt egal.

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1berliner_ 21.02.2019, 21:11
114. in der Konsequenz...

Man gebe uns endlich mehr Atombomben! Dadurch wird alles besser... Da werden wir uns richtig sicher fühlen... Und nicht zwischen irgendwelchen Großmächten aufgerieben...

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Lektorat Berlin 21.02.2019, 21:15
115. Und

Zitat von Blattgold
erzählt sein Aussenministerschulwissen.
was für Wissen haben Sie zum Thema zu bieten? Oder beschränkt sich Ihre Kernkompetenz am Ende auf das Herabwürdigen des Wissens anderer?

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Osservatore 21.02.2019, 21:20
116. Einseitig

Zitat von irobot
Naja, bei Polen haben die Russen fleißig mitgemischt. Und Finnland angegriffen. Und sich das Baltikum unter den Nagel gerissen. Und so weiter und so fort...
Vielleicht sollten Sie nicht unterschlagen, aus welchen ideologischen Gründen Hitler-Deutschland Russland überfallen hat: Aus einem tief verankerten Antislawismus, aus einer tief verankerten Arroganz gegenüber den sog. "Untermenschen", dem übrigens auch viele Polen, Tschechen, Slowaken und Jugoslawen zum Opfer fielen. Das wird geflissentlich vergessen und einseitig fokussiert. Warum, das kann man in verschiedenen Forenbeiträgen gut nachvollziehen. Das Verdrängte drängt nach oben, unter dem Deckmäntelchen angeblicher Demokratie und Menschenrechte. Gut, dass das immer mehr Leute erkennen.

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HeisseLuft 21.02.2019, 21:24
117. Von absoluten Zahlen

Zitat von rudi_ralala
Wir oft haben Sie diesen Beitrag eigentlich schon gebracht. Der stimmt hinten und vorne nicht. Eine Armee die 65 Milliarden kostet, soll einer Armee von 1.000 Milliarden überlegen sein. Selbst wenn dummerweise absolute Zahlen nicht helfen aber dieser Beitrag wird durch ständige Wiederholung nicht wahrer und ist schlicht hahnebüchend. Das würde jedes Kind in der 1. Klasse verstehen. Es wird Zeit, dass Deutschland aufrüstet und endlich 100 Milliarden für die Armee ausgibt:-(
Hier, für Sie, hier geht es um Zahlen. Allerdings solche für Panzer.

https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-16037745.html

Kampfpanzer hat Russland tatsächlich mehr. Und ein Kind vielleicht ab der zweiten Klasse sollte zu verstehen beginnen, dass uns die USA vielleicht nicht helfen können oder wollen - und sich zu Recht nicht als Militärschirm Europas und speziell Deutschlands verstehen muss.

Nein, Deutschland braucht nicht mehr Panzer als die 20.300 russischen. Aber ein paar mehr einsatzbereite als gegenwärtig wohl doch.

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HeisseLuft 21.02.2019, 21:27
118. Gähn

Zitat von janos71
den Russen / Chinesen / Iraner / Nordkoreaner muss immer nur oft genug wiederholt werden damit ein Teil der Bevölkerung wirklich glaubt die hätten konkrete Pläne um hier einzumarschieren und dann wie damals die Römer ein über mehrere Jahrhunderte währendes Reich aufzubauen. Der Einzige dem diese Geschichten nützen sind dem MIK denn der lebt von Angst, Furcht und Waffen. Bei einem Rüstungsetat der USA von ca. 600 - 700 Milliarden Dollar kann man sich ganz gut vorstellen welche Szenarien notwendig sind damit dieser Batzen Geld zur Verfügung gestellt wird. Die USA ist zum Teil abhängig von ihrer eigenen gigantischen Waffenindustrie und die Deutschen sind zumindest abhängig von ihrer Autoindustrie.
Sie haben ja so recht. So was passiert heute nicht mehr.

Das hat schon die sogar gesetzlich festgelegte Blockfreiheit der Ukraine deutlich bewiesen. Trotz ihrer etwas desolaten Armee leben sie bis heute sicher und friedlich an den Grenzen Russlands.

So wie auch Georgien und Moldawien.

Nicht wahr?

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tobiaswerner 21.02.2019, 21:28
119. Russland, die USA u. vor allem wir sind durch die Schule dreier WK

gegangen. Deshalb reden wir ja immerhin fast nur vom Frieden und von Abrüstung, so falsch ist und war das ja nicht. Man findet bloß nicht wirklich aus diesem Teufelskreis heraus, leider. Diese Reden bleiben und blieben so letztlich immer nur Sonntagsreden.

Aber gerade Deutschland sollte dies können und tun - nicht nur bei der Flüchtlingskrise, wo man das auch noch übertrieben und ungeschickt tat und tut. Man kann die strategischen Großfehler so nicht wirklich ausgleichen, weil man ansonsten im Strudel der Weltläufe mitsamt den bestintegrierten Flüchtlingen sogar mit untergeht.
Wir haben in der Tat eine etwas höhere Verantwortung, wir können und sollten in der Tat etwas schlauer und noch selbstreflektiver als andere sein, weil wir in all diesen drei großen Weltkriegen stets im Zentrum waren - und stets auch mit aktiv!

Nun haben wir, vor allem wir, von einem scheinbaren Ende des letzten, des Kalten Krieges massiv profitiert - aber eben auch nur wir! Weil dieser Krieg eben nur für uns zu Ende war. Nur hier viel die Mauer! Nicht im Weltraum, nicht in den Weltmeeren, nicht bei den Raketensilos der Großmächte. Wir haben keine Armee mehr, kann man sagen, unsere Armeen konnten quasi beide verschwinden, weil wir uns vereinigt haben - wir hatten und haben die Friedensdividende!

Und so gilt es, nochmal eine große Weltfriedenskonferenz zu machen, wo sich dann auch die anderen Weltmächte versöhnen und weitere, immer noch offene Fragen endlich auch zu lösen - anstatt immer wieder und weiter anzuheizen, auf dass auch all die anderen Länder endlich in den Genuss einer solchen Friedensdividende kommen. Das gilt es immer wieder - bzw. überhaupt - klar und weltöffentlich herauszustellen.

Der Fehler der deutschen/westeuropäischen Politiker und Eliten war und ist es doch, dass man meinte, dieser Kalte Krieg sei mit dem Fall der Mauer nun allüberall vorbei. Nein, er hat sich nur akzentuiert, muss man sagen. Und wir sind hier ein zentrales Puzzelteil: Wenn wir uns von den USA lösen, besteht zwischen Russland und den USA klar und offen eine Pattsituation - und so können sich diese dann befrieden. Heute denken die USA, dass sie die Gewinner des Kalten Krieges sind und waren, Russland kann und will das aber so nicht akzeptieren. Russland ist sozusagen in Vorleistung gegangen, nun muss auch der Westen "liefern". Er bekommt dafür aber eben sehr viel - nämlich Weltfrieden und die Möglichkeit, die doch allzu begrenzten Mittel besser, ja sinnvoll, zu nutzen... Nochmal: Dafür muss man doch immer und immer wieder in den USA und Russland werben. Man muss dem ganzen Rüstungs-Irrsinn endlich eine postive Version entgegensetzen: Yes, we can!

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