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Ex-Bezirksbürgermeister in Berlin: Heinz Buschkowsky nennt SPD "Klugscheißerpartei"
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Mit Sätzen wie "Multikulti ist gescheitert" polarisiert Heinz Buschkowsky seit Langem. Nun hat der langjährige Bürgermeister von Berlin-Neukölln seine eigene Partei im Visier.

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az26 22.07.2018, 13:32
10. "Multikulti ist gescheitert" = rassistisch?

Was soll dieser Satz. Klar, der klingt hipp und flappsig, und wenn man nur jeden machen ließe wie er wolle, wird schon etwas draus. Das Gegenteil, nicht im geringsten erfolgreichere, war die Leugnung der Konservativen, Deutschland wäre Einwanderungsland und irgendwann gingen alle wieder nach Hause.
Wenn man jeden so werkeln lässt wie er lustig ist, ohne auf eine geglückte Integration zu schaun, denn alles Andere wäre ja faschistisch und nationalistisch und rassistisch, dann entwickelt sich eben wenig zum Guten. Dass es Leute bei uns gibt, die kein Wort Deutsch sprechen, sollte alarmieren. Hier hat die Integration versagt und diese Leute können jedem Rattenfänger aufsitzen, ob der nun türkisch oder russisch spricht. Hier tötet man aber lieber den Boten, wenn einem die Botschaft nicht gefällt.

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friedrich_eckard 22.07.2018, 13:37
11.

Ich hätte diesem Wiedergänger Gustav Noskes ja gerne ein paar Nettikeiten spendiert, aber etwas Besseres als das, was Stefan Liebich zum Thema anzumerken hatte fällt mir auch nicht ein - jedenfalls nichts Veröffentlichungsfähiges. Sich seinerzeit von der - damals noch - PDS mitwählen lassen, dann dann heute solche Aussagen... das charakterliche Unwerturteil, das sich allein aus solchem Verhalten zwingend ergibt, wäre netiquettewidrig und im Hinblick auf den § 185 StGB strafrechtlich relevant - also lassen wir's und überlassen wir ihn dem Beifall, der ihm ja jetzt sicherlich und verdientermassen aus dem rechten Sumpf geklatscht werden wird.

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spon_12 22.07.2018, 13:40
12.

Ist das nicht der gleiche Buschkowsky der jetzt Geld damit verdient, Menschen in prekären Situationen beim Entblößen zuzuschauen?

http://www.spiegel.de/kultur/tv/zahltag-bei-rtl-hartzer-im-kartoffelhimmel-a-1218968.html

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rainercom 22.07.2018, 13:41
13. Ich gehe mal davon aus das sich hier einige

der letzten 18% der SPD Wähler ihre Meinung kund getan haben.

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Larnaveux 22.07.2018, 13:43
14.

Zitat von Ein Stein!
[...] Er hatte bereits in der Vergangenheit mit polarisierenden und teils rassistischen Aussagen wie "Multikulti ist gescheitert" für Furore gesorgt. [...] Die realistische Bestandsaufnahme (und zulässige Bewertung) "Multikulti ist gescheitert" ist im Auge des Verfassers bereits "rassistisch"? Ich lade den Autor gern ein, mich bei meiner Tätigkeit in der berliner Öffentlichkeit, grundsätzlich im gesamten Stadtgebiet, überwiegend jedoch Kreuzberg und Neukölln, einmal zu begleiten! Ersatzweise kann er in diesen Ortsteilen Menschen befragen, deren Tätigkeit ebenfalls in der dortigen Öffentlichkeit liegt. Folgenden Personenkreis schlage ich ihm vor: Polizei, Feuerwehr, Kassierer/in, Bus-/U-/S-/Trampersonal, Rettungsstelle, Sozialamtsmitarbeiter ... (und alle weiteren, die sich beruflich mit der entsprechenden Klientel abgeben müssen [ohne Ausweichmöglichkeit]). Wäre auf seine anschließende Bewertung äußerst gespannt!
Tja, wer heute eine Meinung äußert, die der Multikulti-Begeisterung nicht sofort folgt, der hat eben keine Meinung mehr, sondern er ist rassistisch = böse. Dass es heutzutage Menschen geben könnte, die einfach unterschiedliche Ansichten haben (dürfen), scheint manchen ein Gräuel zu sein.

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fblars 22.07.2018, 13:43
15. Buschkowsky ist ein Mann der Praxis

Die linke Heuchelei und marxistisch-rosarote Brille sollte die SPD schnellstmöglich auf den Müll werfen, wenn sie noch eine Chance haben möchte. Ihre Wähler wählen sie nur noch aus Altersstarrsinn, neue Wähler sind nicht in Sicht.
Buschkowsky hat Recht mit seiner Bestandsaufnahme, dass dann Maulereien und Beschwichtigungen aus dem Elfenbeinturm nicht lange auf sich warten lassen ist auch erwartbar.
Multi-Kulti ist gescheitert, das ist nicht rassistisch sondern wahr, wir haben es nach ca. 50 Jahren muslimischer Zuwanderung nicht vermocht die Zuwanderer zu integrieren, dies sind zwei Generationen.
Lieber Spiegel, vielleicht hättet ihr Euer neues Gebäude in Billstedt und nicht in der Hafencity errichten sollen.

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chunga50 22.07.2018, 13:44
16. Herr Buschkowsky sieht das ganz richtig!

Die SPD hat sich schon sehr lange von den Themen, Sorgen und Nöten der Mehrheit der Bevölkerung entfernt. Stattdessen
beschäftigt sie sich ausgiebig mit Randgruppenthemen, mit denen man keine Wahlen gewinnt. Sie feiert sich mit Randgruppenthemen wie der "Ehe für alle" als sei es ein "Jahrhundertwerk". Sie lässt zudem bei den schwerwiegenden Problemen der Flüchtlings- und Asylpolitik eine atemberaubende Realitätsferne und einen unangemessenen "Hyperhumanismus und Hypermoralismus" erkennen und vernachlässigt dadurch stets den staatlichen prioritären Schutzauftrag gegenüber der einheimischen Bevölkerung. Ihren Niedergang muss sich die Partei selbst zuschreiben.

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zweiter 22.07.2018, 13:45
17. Weniger "Arbeiter" in den Gremien - klar!

Die "Arbeiter" deren Idealen die SPD im verqualmten Hinterzimmer des Ortsvereins träumt, die gibt es schon lange nicht mehr in großer Zahl. An deren Niedergang hat die SPD aber schon viel länger kräftig gearbeitet. Heute ist sie die Partei der Transferleistungsempfänger und die Lobbyorganisation des Selbstbedienungsladens der angeblichen "Sozial-"Industrie - auf Kosten derer, die in Deutschland noch arbeiten ....

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carahyba 22.07.2018, 13:48
18. Klugscheisser ...

Buschkowski ist selber ein Klugscheisser, er greift bestehende Mißstände auf und wendet sie populistisch, das macht er seit 40 Jahren.
Zitat Buschkowski:
"Wenn ich in den Siebzigerjahren hier in Berlin-Neukölln in eine Ortsvereinsversammlung der SPD gegangen bin, dann saßen da etwa 50 Leute, die in der Gegend zu Hause waren: Polizeibeamte, Müllfahrer, Rentner - ein Querschnitt der Stadtbevölkerung", sagte der Politiker, der sein Amt 2015 aus gesundheitlichen Gründen an Franziska Giffey aufgegeben hatte, der "Welt am Sonntag". "Wenn Sie heute in die gleiche Versammlung des gleichen Ortsverbandes gehen, dann sitzen da vielleicht acht Figuren, von denen mindestens ein Drittel erst vor sechs Monaten nach Berlin gezogen ist."

Von wegen.
Als ich in den 70ger Jahren noch SPD-Mitglied war, in einer der grössten SPD-Abteilungen Neköllns, zwischen Hermannstrasse und Karl-Marx-Strasse, da tauchten vielleicht 15 Leute auf, zwischen 65 und Scheintot. Als Stundent, Anfang 20 hatte ich Redeverbot, ähh, obwohl ich mich meldete war ich niemals auf der Rednerliste.

Ein Schulkamerad, genau so doof wie ich, wir sassen immer zusammen in der Schule in der letzten Reihe, alter SPD-Adel, wurde dann auch SPD-Sekretär in Neukölln. Der schmiss mich dann auch wegen Linksabweichung aus der SPD.
Na ja, wurde auch höchste Zeit. Alleine wäre ich vieleicht nicht gegangen, war schon besser so.

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Larnaveux 22.07.2018, 13:51
19.

Zitat von adrianhb
Multi-Kulti ist nicht gescheitert, Multi-Kulti ist Realität.
Der Grundgedanke von Multikulti war ein Miteinander von Kulturen, ein gegenseitiges Befruchten im positiven Sinne. Der Glaube, man müsse nur Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringen, und schon kommt etwas Tolles, Neues heraus.

Das, was wir heute haben, ist jedoch vielmehr ein Haufen unterschiedlicher Parallelkulturen, die sich nur allzu oft eben nicht überschneiden, sondern - streckenweise vollkommen abgeschottet - nebeneinander existieren. Manchmal auch recht konfliktbeladen und nicht gegenseitig befruchtend.

Keine Frage, es gibt auch positiven Austausch zwischen den Kulturen, ansonsten allerdings haben wir heute zwar keine Monokultur mehr (wiewohl, hatten wir die wirklich?), sondern ein Konglomerat vieler teilweise inkompatibler Gesellschaften.

Insofern ist es zwar vollkommen klar, dass wir einen Staat haben, in dem sich viele Kulturen tummeln, aber der eigentliche Gedanke von Multikulti, der hat nicht wirklich funktioniert.

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