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Ex-Brexit-Minister: David Davis erhebt Vorwürfe gegen Deutschland und die EU
REUTERS

"Feindselige Aktionen europäischer Staaten": Kurz vor dem Showdown meldet sich der ehemalige Brexit-Minister David Davis im SPIEGEL zu Wort. Er sagt: Theresa May wird scheitern - und Schuld daran trägt auch Angela Merkel.

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medienskeptiker 11.01.2019, 20:31
130.

Zitat von schwäbischalemannisch
Scheint wohl etwas echauffiert zu sein, dass er selber sich nicht hat durchsetzen können. Ungeregelt und ein Jahr. Das kann abwärts gehen wie mit Griechenland. Nur auf höherem Niveau. Und ja. Es kann nicht sein, dass GB unberechtigte Vorteile aus dem Brexit zieht. Alles andere wäre auch falsch.
Der Vergleich mit Griechenland ist völlig substanzlos.

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medienskeptiker 11.01.2019, 20:33
131.

Zitat von kalim.karemi
Der EU sowie der aktuellen Merkeladministration wäre ein erfolgreiches GB nach einem Brexit ein kapitaler Dorn im Auge. Daher wird blockiert, gebremst und verhindert, wo es nur möglich ist.
richtig erkannt ! Nur hat man nicht damit gerechnet,dass auch Deutschland darunter leiden wird.

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Woschn 11.01.2019, 20:35
132. Feige, Egoistisch und Unsolidarisch

Die Briten tun so als hätten sie gerade was gewonnen. Aber, im Prinzip haben sie nur verloren. Und sie werden noch viel mehr verlieren. Wenn man aus einer Solidargemeinschaft (ja!) austritt, weil man für sich keine Vorteile mehr darin sieht, dann ist das Egoismus. Und diese Rücksichtslosigkeit sollte auf keinen Fall belohnt werden.

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Luscinia007 11.01.2019, 20:36
133.

Zitat von kalim.karemi
Der EU sowie der aktuellen Merkeladministration wäre ein erfolgreiches GB nach einem Brexit ein kapitaler Dorn im Auge. Daher wird blockiert, gebremst und verhindert, wo es nur möglich ist.
So ein Blödsinn! Wenn die Briten mit einem Brexit besser dran wären, müssten sie jetzt nicht jammern.
Aber es scheint ja, dass die Briten die Hilfe der EU brauchen, damit der Brexit ein success wird.
Aber Brexit ist denen ihr Ding, da muss die EU nicht dafür von ihren Grundregeln - noch dazu zum Schaden der EU - abweichen.
Ein Brexit wird nie ein Erfolg werden, außer die EU zieht den Jammerlappen frische EU-Windeln an und päppelt die Brexit-Briten intravenös mit EU-Geldern wieder hoch.
Aber das kann ja nicht der Sinn der Brexit-Übung sein - zumindest für die EU-Seite.
Aber die Briten wollten sich die Rosinen aus der EU rauspicken, um den Brexit zum Erfolg zu machen. Da sagt die EU zurecht nein.

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Claes Elfszoon 11.01.2019, 20:38
134. Was für eine ...

Zitat von StefanKomarek
Vielleicht hat David Davis Recht und Angela Merkel hat dafür gesorgt, dass die Briten keinen Gewinn aus dem Brexit ziehen. Wenn ja, dann hätte Frau Merkel einen guten Job gemacht. Es kann doch nicht angehen, dass ein Land aus der EU austritt, um sich seinen Verpflichtungen dort zu entziehen und nachher gegenüber den EU-Partnern besser dasteht als vorher. Wer in der EU ist, hat Vorteile und Pflichten. Wer den Pflichten nicht mehr nachkommen will, darf auch keine Vorteile mehr haben. Ich bin inzwischen überzeugt, dass ein harter Brexit die beste Lösung wäre. Liebe ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Der harte Brexit wird die EU und Deutschland einige Milliarden kosten, na und, das ist es aber wert. Das Gegenteil, ein „Remain“ hielte ich für schlimmer. Weder Tories noch Labour haben als Parteien klare Positionen zum Brexit bzw. zu einem Verbleib in der EU. Es gibt nur eine Ansammlung widersprüchlicher, sich bekämpfender Partei-Gruppierungen. Sowas würde jede Form einer konstruktiven Zusammenarbeit und Weiterentwicklung innerhalb der EU sabotieren. Lasst du Briten mal ihren eigenen Weg gehen. Wenn es ihnen in drei, vier Jahren besser geht als heute, nun, dann ist die EU vielleicht doch nicht die beste Lösung für Europa. Fall sie aber durch den Brexit verlieren, werden sie von sich aus wieder zurückwollen – und dann sie sie wieder herzlich willkommen, nur ohne die bisherigen Extrawürste.
... wirklichkeitsfremde Hybris. Ohne die Briten verlieren die entwickelten Staaten der EU unausweichlich ihre Sperrminorität. Das heißt, sie können in Zukunft leicht überstimmt werden von denen, die eine andere Mentalität im Zusammenhang mit Finanzgebaren, wirtschaftlicher Prosperität und Einhaltung von Regeln haben.
Die Mehrheit der zahlenden Länder hat (Deutschland ausgenommen) schon vor zwei Jahren erklärt, dass sie diese Politik nicht mittragen werden. Was wird dann mit der EU? Selbst wohlmeinende Fachleute prognostizieren in den nächsten Jahren Veränderungen gegen die die Wünsche der Briten für einen Verbleib, sich sehr bescheiden ausnehmen werden. Natürlich hätte die EU ohne Not eine andere Strategie gegenüber dem Austritt fahren können, das hätte Deutschland, den Niederlanden, den Skandinaviern etc. viel besser getan und wäre zukunftsträchtig gewesen. Was nun folgt ist die Zersplitterung der EU und niemand wird sie noch verhindern können (trotz imperialer Attitüde). Warum? Die Spekulation auf einen Niedergang der britischen Wirtschaft wird sich ebenso nicht bewahrheiten, wie die Fantasien über einen politischen Bedeutungsverlust des UK im globalen Rahmen.

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neanderspezi 11.01.2019, 20:39
135. Dieser David Davis sollte schon mal eine Rechnung für die EU aufmachen

Schuldlos unter Schuldigen, das heißt 27 Schuldige, darunter das besonders schuldige Deutschland, haben dem um einen fairen Abschied bemühten Großbritannien mit ihrer harten ungnädigen Haltung beim Abschiednehmen einen in Zukunft zu ermittelnden sehr bedeutenden Schaden finanzieller Art zugefügt, der nach dem finalen Trennungsakt gefälligst zu begleichen ist und zwar zielt dies eindeutig auf Deutschland, das einen nicht unerheblichen Betrag an GB, gestreckt über mehrere Jahre, abführen muss, um nicht den Zorn des Empires heraufzubeschwören, was für das weitere Auskommen der EU unter den strengen Augen der Briten sich als sehr wichtig erweisen wird. Dieser David Davis, stellvertretend für so ehrwürdige Brexiteers wie Nigel Farage, Boris Johnson und Jacob Rees-Mogg, spricht hierzu schon mal eine sehr deutliche Sprache.

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medienskeptiker 11.01.2019, 20:44
136.

Zitat von ramuz
"Nur deshalb verweigerte man GB ein umfassendes Freihandelsabkommen wie z. B. Kanada mit CETA." Ja, ganz in echt jetzt: Man hat ihnen Kanada+++ + CETA + EFTA + EU + CH + NORWAY + WTO + Money + Allinclusive verweigert! "So sad, so bad" ( D. Trump, 'wenn ich mich recht erinnere' [D. Davis, wenn ichmich recht erinnere]). Was soll der immer wiederkehrende dümmliche Hinweis auf den Export? Der bricht doch niemandem weg - die Briten brauchen weiterhin Waren aus der EU, die nicht substituierbar sind. Sie werden halt für die Briten schlicht merklich teurer. Und die EU expoertiert weiter nach GB ! So: Who cares? Und mit den Rankings der Absatzmärkter der EU bzw. Ds sollten Sie sich nochmal deutlicher schlau machen... Ach so.. Ihr Beitrag war die reine Satire, die mein Beitrag wiederum nicht toppen kann? Ja dann.... !
Natürlich sind EU Waren substituierbar-- Wie kommt man auf die schräge Idee ,dass sie es nicht wären?

und zum Handelsbilanzüberschuss Deutschland. Ja USA und UK liegen auf Platz 1 und 2 Je ca 50 Mrd danach kommen Frankreich mit ca 40 Mrd, Österreich mit ca 20 Mrd. Spanien,Schweden,Italien mit je ca 10 Mrd das grösste Defizit hat man mit China . ca 16 Mrd und dann mit den 3 Ländern Vietnam+Niederlande+ Russland . Zusammen auch ca 16 Mrd,
Ich sehe also keine Fehlinformationen des Vorposters.Sie könnten sich schlauer machen.

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espressotime 11.01.2019, 20:48
137.

Immer haben die anderen Schuld, aber Hauptsache Kolonien auf der ganzen Welt. So zu bemitleiden sind die Briten nicht.

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From7000islands 11.01.2019, 20:48
138.

Zitat von Atheist_Crusader
Dieses kontinentale Gleichgewicht sollte nur verhindern, dass eine einzelne Macht je stark genug würde um effektiv gegen Großbritannien vorzugehen. Da steckte kein Stück Friedensliebe dahinter, nur knallharte Eigeninteressen. Konzentrierte Macht stört sie nur wenn es nicht ihre eigene ist. Ja, die Zeiten können sich theoretisch wiederholen, aber theoretisch ist es auch möglich dass die Briten wieder zu einer Bedrohung des Friedens werden. Wenn man sich mal anschaut wer so in den letzten Jahrzehnten in den diversen Kriege mit dabei war, dann halte ich das für wahrscheinlicher als dass Deutschland oder Frankreich nochmal loslegt. Speziell wenn man bedenkt wie die Briten mit den dunkleren Kapiteln ihrer eigenen Vergangeheit umgehen. Aber eine Katastrophe ist das Ausscheiden der Briten nicht. London war nie mit vollem Herzen bei der Sache, man wollte immer Abstand von diesen als minderwertig empfundenen Ausländern. Sie wollten nie voll dabei sein und hätte man die EU nach ihren Wünschen umgestaltet, wäre sie nicht lebensfähig gewesen. Ist ihr Weggang ein Verlust? Sicher. Aber den größeren Verlust wird die Insel davontragen. Spätestens wenn sie versuchen all ihre tollen neuen handelsabkommen abzuschließen und merken wie es sich mit einem auf ca. 20% geschrumpften Verhandlungsgewicht verhandelt. Und zum Thema "besondere Schmach"... seien wir mal ehrlich, das wäre in jedem Fall passiert. Die Briten haben eine Menge Hass auf die EU aber keine vernünftigen Vorstellungen von ihrem eigenen Wert. Das MUSS zu Unstimmigkeiten führen. Wenn das Gegenüber ein verzogenes Kind ist, dann wird auch der fairste Verhandlungspartner als unfair empfunden.
Wieso auf 20% geschrumpftes Verhandlungsgewicht? Hat die EU jemals etwas Wichtiges gegen USA , China oder Russland erreicht? Sie hat kräftig an Katastrophen wie Irak, Libyen und IS mitgearbeitet.

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medienskeptiker 11.01.2019, 20:49
139.

Zitat von fatal.justice
Was denn sonst? Eine Belohnung desjenigen, der austritt, wäre aus Sicht der EU komplett unsinnig, wenn man sich als Union erhalten möchte. Neben Polen kenne ich keine andere Nation, die mehr Nutzen von der festländischen Union hatte, wie das Vereinigte Königreich. Mit Bestrafung oder Geißelung hat das rein gar nichts zu tun - reiner Selbsterhaltungstrieb. Mir persönlich wäre es lieber, die Insel würde weiterhin teilnehmen wollen - anstatt mal wieder kleinkriegsähnliche Scharmützel zu führen.
Welche riesigen Vorteile hatte UK? Bitte nicht wieder mit dem Rabatt kommen--zuerst die Fakten recherchieren. Wie hoch waren die Nettozahlungen UKs in den letzten 4 Jahren im Vergleich mit Frankreich und Italien?
Danke

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