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Ex-Brexit-Minister: David Davis erhebt Vorwürfe gegen Deutschland und die EU
REUTERS

"Feindselige Aktionen europäischer Staaten": Kurz vor dem Showdown meldet sich der ehemalige Brexit-Minister David Davis im SPIEGEL zu Wort. Er sagt: Theresa May wird scheitern - und Schuld daran trägt auch Angela Merkel.

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ramuz 11.01.2019, 20:51
140. Wieso das denn?

Zitat von medienskeptiker
richtig erkannt ! Nur hat man nicht damit gerechnet,dass auch Deutschland darunter leiden wird.
Was veranlasst Sie zu der etwas hirnlosen Annahme, dass "Deutschland" ( wer soll das sein, b.t.w. ? ) darunter "leiden wird"?

Damit braucht auch keiner zu rechnen.

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Bradyman 11.01.2019, 20:52
141. little england

Da hier wieder fantastische Zahlen über die Bedeutung UKs für die Wirtschaft hierzulande herum geistern ein Blick auf die Fakten
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Aussenhandel/Tabellen/RangfolgeHandelspartner.pdf?__blob=publicationFile
Danach gehen gerade 6,6% der D-Exporte nach UK. Im übrigen sollte sich jeder über zwei zentrale Fakten im klaren sein (auch Dumpy Davis, Jacob Meek-Rogue oder Bollocks Johnson): UK liegt laut der britischen Statistikbehörde ONS bei der Produktivität (Wertschöpfung/Stunde) sogar noch hinter Italien, von Frankreich oder Deutschland gar nicht zu reden. Zudem haben die Brits zwar ordentliche Wachstumsraten gehabt aber auch mit etwa doppelt so hohen Defiziten der Leistungsbilanz bezahlt: Wachstum auf Pump. An dieser Art Klemme hat sich Erdogan gerade die Finger verbrannt und die Brits haben alle Chancen, es genauso zu machen. Dann landen sie da, wo sie 1976 Richtung gestartet sind: Mit dem damals größten Hilfskredit des IWF, um eine Zahlungsbilanzkrise in den Griff zu kriegen.

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ramuz 11.01.2019, 20:55
142. Paar Fragen...

Zitat von medienskeptiker
Natürlich sind EU Waren substituierbar-- Wie kommt man auf die schräge Idee ,dass sie es nicht wären? und zum Handelsbilanzüberschuss Deutschland. Ja USA und UK liegen auf Platz 1 und 2 Je ca 50 Mrd danach kommen Frankreich mit ca 40 Mrd, Österreich mit ca 20 Mrd. Spanien,Schweden,Italien mit je ca 10 Mrd das grösste Defizit hat man mit China . ca 16 Mrd und dann mit den 3 Ländern Vietnam+Niederlande+ Russland . Zusammen auch ca 16 Mrd, Ich sehe also keine Fehlinformationen des Vorposters.Sie könnten sich schlauer machen.
Wie?
Welche durch welche?
Zu welchem Preis?
Mit welcher Frist?
Woher?
Zu welchen Bedingungen?

Sie sind dran...

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fatal.justice 11.01.2019, 20:55
143. Imperiales Gehabe?

Zitat von Claes Elfszoon
... keinen Fall gut für alle. Wieso will die EU aufhören ein Verbund zu sein, dem alle gerne angehören, weil man Vorteile davon hat? Warum wollen die aktuell (noch) zuständigen "Sachwalter" der EU unbedingt ein imperiales Gehabe kultivieren, in dem einige bestenfalls aus Angst vor Nachteilen bleiben?
Das ist doch wohl ein kakophonischer Witz. Entweder wissen Sie nicht, was "imperial" bedeutet, oder möchten gerne mit einem Fremdwort um sich schmeißen. Niemand wurde gezwungen, der EU beizutreten (nicht mal GB, wenn auch vergleichbar spät). Die meisten Staaten traten ein, um Vorteile zu genießen. Niemand aus Angst, benachteiligt zu werden. Denn: Eine Benachteiligung Äußerer existiert nicht. Man gehört halt nicht dem Wirtschaftsraum an, der Vorteile bot oder bietet. Warum möchte ganz Südosteuropa beitreten? Von Albanien bis Mazedonien ist man sich sicher, dass stressfreie Handelsbeziehungen besser sind, als das, wie es momentan läuft. Das ist noch immer klar wie Kloßbrühe.

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commitment 11.01.2019, 20:58
144. Schön, dass der Brexit uns Kontinental-Europäer so eint.

Das ist eine angenehme Nebenwirkung.
Unsere EU hat sich intern noch nie so zerstritten wie die USA oder GB es im Moment tun. Das sind jeweils lediglich eine Nation! Aber alle halten die EU für einen zerstrittenen Haufen.
Fazit: Die EU ist ein Wunder für ihre Kraft, viele Nationen zu einen. Die Geschwister hauen sich, die Eltern sind sich oft nicht einig, der eine oder andere Spross wird auch mal bevorzugt. Aber nicht nur an Weihnachten halten sie doch zusammen.
Da sollten die USA und GB beim Nachbarn mal durchs Fenster schauen. Zwecks Konfliktlösung.

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theodtiger 11.01.2019, 20:59
145. mal nachdenken!

Zitat von medienskeptiker
Welche riesigen Vorteile hatte UK? Bitte nicht wieder mit dem Rabatt kommen--zuerst die Fakten recherchieren. Wie hoch waren die Nettozahlungen UKs in den letzten 4 Jahren im Vergleich mit Frankreich und Italien? Danke
Die EU schafft durch Binnenmarkt und gemeinsame Politiken z.B. im Umwelt- und Verbraucherschutzbereich (die einzelne Staaten alleine gar nicht durchführen könnten), so viel Mehrwert für alle Mitgliedstaaten und deren Bürger, dass der Vergleich mit Nettozahlungen völlig irreführend ist. Dies gilt insbesondere auch für exportbasierte Volkswirtschaften wie Deutschland bei Waren und GB bei Finanzdienstleistungen.

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lanzelot72 11.01.2019, 21:01
146. @medienskeptiker (128)

Die Fakten, extra für Sie: Der britische Rabatt belief sich 2017 auf 4,937 Mrd. Euro. 2018 ist noch nicht abgerechnet. Quelle: ec.europa.eu. Glad to help!

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m-hd 11.01.2019, 21:01
147. Blair bei den Tories?

Zitat von at.engel
... Die Torries haben schon extrem kuriose Sammlung an unfähigen Typen - ich lasse Blair mal beiseite (das ist ein Kapitel für sich) ...
Sie wissen schon, dass Tony Blair von der Labour-Patei ist?

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treime 11.01.2019, 21:02
148. Ehemaliger...

Ehemaliger Minister... Wieso ist der ne News wert?

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linksrechtsmitte 11.01.2019, 21:08
149. Logisch, denn seine Kaste gewinnt als Einzige!

Zitat von ch.weichberger
Hat nie ernsthaft verhandelt... Er wollte immer ...NO DEAL...
Sie haben vollkommen Recht! Der Grund dafür ist, dass die politische Verwaltungskaste in UK der einzige Gewinner bei einem NO DEAL ist. Von Anfang an war es das Ziel, mit den zurückgewonnenen Kompetenzen den gehobenen englischen Schichten eine zusätzliche Einkommensquelle im erweiterten Verwaltungsapparat zu schaffen. Das könnte klappen. Verlierer sind Industriearbeiter und Angestellte in international verknüpften Dienstleistungssektoren. Auch die Bankenmetropole London, die nur durch die EU eine derartige Bedeutung bekommen konnte, wird sich wohl nach neuen Geschäftsmodellen umschauen müssen. Ein Modell Singapur wird die EU vor ihrer Haustür zu verhindern suchen und wissen. Amerikanische Unternehmen, die ihre Cloud-Server in UK haben müssen umziehen. Sensible Daten dürfen demnächst nicht mehr über UK gehandelt werden. Die ganzen Freiberufler - Vermittlungen(und das sind viele und große) werden weniger lukrativ für das Geschäft in der EU, denn sie werden einiges an Verwaltung zusätzlich stemmen müssen. Für die Bevölkerung eines Hochlohnlandes wie UK ist der harte Brexit vorerst ein finanzieller Crash. Mag sein, dass das in 10 oder 20 Jahren anders aussieht, doch die EU kann jedes Drittland, das mit UK ein Handelsabkommen zu günstigeren Konditionen anstrebt, unter Druck setzen. Die Verhältnisse, die das Empire einmal kennzeichneten existieren nicht mehr. Der Einfluss von UK auf seine alten Kolonien ist geringer als die Briten glauben, denn: "it´s business, stupid!", und da ist UK eben 1 und die EU 10 ... ! Dass wir nur verlieren werden ist ebenso falsch, denn alle Unternehmen, die Zulieferer in UK haben, werden sich auf dem Rest-EU-Markt nach neuen Partnern umsehen müssen. Fertigungen, die von großen Unternehmen in UK angesiedelt waren, werden von der Hauptinsel nach Irland(Republik) oder aufs Festland verlagert werden. Das alles war den Brexiteers sehr wohl bewusst, jedoch nachgelagert. Sie handeln ausschließlich im Interesse ihrer eigenen Kaste, die als einzige gewinnen wird. Diese Kaste hat es den einfachen Briten jedoch gut verkauft und versucht es noch immer zu vermarkten. Alles, was schief geht kann man ja locker der EU im Allgemeinen und Deutschland im Speziellen und Merkel im Persönlichen anhängen.
Das ist die Logik des harten Brexit, nichts anderes! Deswegen haben Sie vollkommen Recht!

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