Forum: Politik
Ex-Brexit-Minister: David Davis erhebt Vorwürfe gegen Deutschland und die EU
REUTERS

"Feindselige Aktionen europäischer Staaten": Kurz vor dem Showdown meldet sich der ehemalige Brexit-Minister David Davis im SPIEGEL zu Wort. Er sagt: Theresa May wird scheitern - und Schuld daran trägt auch Angela Merkel.

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Tadeuz2 11.01.2019, 21:52
170. Wenn der Bauer...

nicht schwimmen kann, ist bekanntlich die Hose daran schuld.

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medienskeptiker 11.01.2019, 21:53
171.

Zitat von linksrechtsmitte
wir werden evtl. ein oder zwei Zehntel Wachstum direkt durch den geringeren Handel einbüßen. Das wird aber dadurch kompensiert, dass massiv Industrien in die EU umsiedelt, denn der Absatzmarkt ist nicht UK, sondern die EU. Wir werden mehr Handel mit anderen EU - Partnern haben und das wird sich dann eher zu unseren Gunsten auswirken.
Man wird sehen. Sie sagen 1-2 Zehntel..Ich sage : ein halbes Prozent--Unterschätzen Sie das nicht in einer Phase wo das deutsche Wirtschaftswachstum ohnehin Richtung 1 Prozent geht..das nächste halbe Prozent aus der nahenden Zollpolitik der USA gegen Deutschland (und Japa) also PKWs und aus der Wachstumseuphorie die noch letztes Jahr herrschte wird plötzlich eine Rezession.

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Lektorat Berlin 11.01.2019, 21:54
172. This

ist disgusting, Mr Davis. Shame on you.

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HansGnodtke 11.01.2019, 21:55
173. Tolle Union

Wenn die Briten den Tenor hier im Forum (vermutlich siehts anderswo in "old Europe" nicht anders aus) hätten selbst die bisherigen Brexit Skeptiker noch mal handfesten Anlaß darüber nachzudenken, ob nicht doch der Austritt aus dieser Union die einzig vernünftige Alternative war. Im Zweifel werden die Wirtschaftsstarken Mitglieder der Anglosphere und des Commonwealth, darunter Nordamerika, Australien Indien usw. mittelfristig die destruktiven Rachereaktionen Macrons, Merkels und des Euro-Herkules Juncker kompensieren können. In Resteuropa können wir uns dann auf die Vertragsverletzungsverfahren gegen die Osteuropäer und die nächsten Rettungsaktionen für den Club Med konzentrieren. Dazu werden wir dann, nach Wegbrechen des britischen Marktes und dem Abdriften dieses schon rein geographisch unverzichtbaren Partners in der Sicherheitspolitik die Feststellung machen, dass die EU, D allen voran, eine erhebliche Zeche zu zahlen hat und das als Gegenleistung dafür, dass sich die Meisten hier jetzt mal so richtig toll drauf freuen, dass es den Briten bald dreckig geht...wäre ich Brite würde ich spätestens jetzt sagen: Nix wie raus da, egal wie....

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r20110107 11.01.2019, 21:56
174. Wie war das noch mit dem Indienbesuch von T. May?

Die Zeiten des Empire sind nun mal vorbei. Mit Hilfe der EU spielte GB eine ghrössere Rolle.
Wenn es ein paar Staus wegen der Lieferungen vom Festland gibt....- alles ganz einfach?
Die Grenze zu Irland ...ganz einfach?

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Luscinia007 11.01.2019, 21:57
175.

Zitat von treime
Ehemaliger Minister... Wieso ist der ne News wert?
Weil er zu denjenigen MPs gehört, die sich jetzt schon in Erwartung des Scheiterns des u.a. von ihm ausgehandelten Brexit-Deals im Rennen um die May-Nachfolge durch markantes Geschrei positionieren wollen.
Ein Rücktritt als Minister ist bei den Tories nur eine Rochade in eine bessere Stellung, um von dieser Position aus gegen den amtierenden PM einen effektiveren und finalen Dolchstoß führen zu können.^^

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linksrechtsmitte 11.01.2019, 21:57
176. Sag ich doch

Zitat von pepe-b
Mit Verlaub: das ist schlichtweg Unsinn. Das Parlament ist mehrheitlich gegen den Brexit, sondern macht ihn nur widerwillig. Die Wirtschaft ist gegen den Brexit, die führende Elite ist gegen den Brexit. Die einzigen, die den Brexit wollten, sind Nationalisten und die haben sich mit Lügen die ungebildete Unterschicht zunutze gemacht. Nur DIESE zwei Gruppen wollen den Brexit, KEINE andere Gruppe.
Wenn Sie mal nachdenken und schauen, wer diese Nationalisten(diejenigen, die heute noch was zu sagen haben) sind und aus welcher Schicht diese kommen, was deren Vorfahren für Karieren im UK hatten, dann bleibt die Erkenntnis, dass diejenigen, die heute den Brexit vorantreiben, zu einem Großteil aus dem alten Verwaltungsadel kommen, die zu Imperialer Zeit reich geworden sind. Nationalismus geht für mich heutzutage mit einer gewissen geistigen Behinderung einher. Diese Damen und Herren sind aber alles andere als dumm. Demzufolge erhoffen sie sich mehr Einfluss, Macht und Einkommen oder alles. Wenn Sie recht haben, und das Unterhaus mehrheitlich gegen den Brexit ist, dann wird er nicht kommen - mal sehen.

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Sal.Paradies 11.01.2019, 21:57
177. Hoffentlich ist all das bald zu Ende

Bis vor ca. 3 Monaten dachte ich temporär noch "vielleicht gibt es ein Exit vom Brexit", aber nach den ganzen vogelwilden Erklärungen der englischen Minister und nachdem ich einige Sitzungen des englischen Parlament verfolgen konnte, bin ich froh, wenn diese Brexit-Geschichte bald ein Ende haben wird. Gut, die Engländer hatte viele Jahre ihre Extrawürste, aber wenn es um spezielle Begehrlichkeiten vor allem der Südländer ging, konnten wir uns auf sie verlassen, dass sie mit uns gegen die größten Verücktheiten stimmten und an unsere Seite standen. Ich frage mich ganz ernsthaft, was zum Teufel auf der Insel in den letzten Jahren vorgefallen ist? Egal von welcher Partei, alle scheinen von allen guten Geistern verlassen. Selbst Labour-Chef Jeremy Corbyn scheint inzwischen in einer Blase zu leben, die nichts mehr mit der Realität zu tun hat? Ganz ehrlich = ich bin nur noch froh, wenn wir diese verrückten englischen Gockel endgültig los sind. Wenigstens so lange, bis eine neue Generation an englischen Politikern herangewachsen ist, mit denen man wieder sachlich sprechen kann. Gegenüber diesem wirren Haufen erscheinen ja selbst die Italiener berechenbar......

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gruffelo 11.01.2019, 22:00
178. @newest_2: Stimmt, wo er Recht hat hat er Recht...

Zitat von newest_2
..wie gehässig manche geg GB sind. „Größtmöglichen Misserfolg. Wirtschaftliches Chaos. Selbst schuld.“ Und dann werden alle Nachteile aufgezählt, die wir ja schultern mussten. „Griechenlandrettung,Währungszone,Migration.“ Schon mal nachgedacht? Ist das nicht vielleicht unsere eigene Schuld, dass wir die haben?! Und ganz verständlich, wenn die Briten das nicht wollen? Klar gibt es dumpfe Populisten wie Farage, aber die Fehler der EU sowie deren komplette Uneinsichtigkeit, diese als solche zu erkennen gepaart mit Bürokratie und Rechthabertum in Brüssel sind genauso für den Brexit( und die Krise der EU) verantwortlich wie die Populisten, die das ausnutzen. Wenn das nicht endlicherkannt wird, wird die EU einen langsamen Tod sterben.
Stimmt, die Brexit Wahl ist nur deshalb pro-Brexit ausgefallen, weil die Bürokraten in Brüssel viel falsch machen und - nicht zu vergessen - auch wegen der Migrationspolitik von AM. Insofern, die Grundlage hierfür und die Munition für die Brexiteers hat der Kontinent zuhauf geliefert. Denke, das Unverständnis hier im Forum für DD's Vorhaltungen liegt eher daran, dass im Austrittsprozess die Briten (und insbesondere die Brexiteers) tatsächlich bislang keine besonders beeindruckende Figur abgeben, Empire hin oder her. Ich mag sie trotzdem, unsere englischen Freunde, und egal wie der Brexit sich vollzieht, sie bleiben unsere Nachbarn, mit denen wir auch in Zukunft eng zusammenarbeiten werden. Und wie auch bereits ein anderer Forist bemerkte: der finale Akt der EU ist noch nicht vorbei, das letzte Kapitel noch nicht geschrieben, und vielleicht stehen am Ende trotz allem die Engländer besser da als die Kontintaleuropäer - etwa wenn uns der Euro um die Ohren fliegt, die Italiener wieder mal rumspinnen, die Franzosen denken sie könnten Ihre wirtschaftliche Malaise beheben, indem sie weniger arbeiten und dafür mehr Geld verdienen, die Griechen ihre Pensionen anheben, ohne das Geld dafür zu haben, etc etc...

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medienskeptiker 11.01.2019, 22:01
179.

Zitat von linksrechtsmitte
Es zählen nicht die Investitionen, sondern die Renditen, und da waren die Briten Europameister! Das wird sich für die nächsten 15 Jahre ändern, leider. Alle Argumente für den Brexit waren in Wirklichkeit Argumente für ein Remain. Durch die Osteuropäischen Gastarbeiter war UK die am schnellsten wachsende Wirtschaft Europas. Europäische und internationale Firmen haben seit dem Beitritt der Britten zur EU massiv in UK investiert, um von da aus Europa zu beliefern. Mit britischem Geld subventionierte Uni-Absolventen in Kontinentaleuropa kamen nach UK, um deren Wirtschaft zu befeuern. Das Geld, das man aussendet, kommt mehrfach zurück! Das ist moderner Imperialismus, aber den haben die Brexiteers nicht verinnerlicht.
Was hat DAS mit meinem Hinweis auf die Nettozahler zu tun?

Habe ich irgendwo gesagt,dass ich den Brexit für gut halte? NEIN. Aber darum geht es nicht. Er wurde beschlossen via Referndum --und ich bin nicht jemand der einen Volksentscheid einfach gerne vom Tisch streift--wie dumm man ihn persönlich auch immer beurteilen mag. Demokratie produziert manchmal auch Unangenehmes. So ist das halt.
Was jetzt ihre "Investitionen" und "Renditen" (wofür übrigens?) da zu suchen haben,ist mir ohnehin schleierhaft? Wohin gehen StudentInnen eher studieren? Nach Deutschland oder auf eine der vielen hochrenomierten britischen Universitäten? Und wohin gehen die besten Absolventen? Entscheiden die nach Nationalität oder nach Gehaltshöhe- Bleiben Sie bitte beim Thema und bleiben Sie rational.

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