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Ex-Brexit-Minister: David Davis erhebt Vorwürfe gegen Deutschland und die EU
REUTERS

"Feindselige Aktionen europäischer Staaten": Kurz vor dem Showdown meldet sich der ehemalige Brexit-Minister David Davis im SPIEGEL zu Wort. Er sagt: Theresa May wird scheitern - und Schuld daran trägt auch Angela Merkel.

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citi2010 12.01.2019, 05:43
250.

Zitat von Claes Elfszoon
... wirklichkeitsfremde Hybris. Ohne die Briten verlieren die entwickelten Staaten der EU unausweichlich ihre Sperrminorität. Das heißt, sie können in Zukunft leicht überstimmt werden von denen, die eine andere Mentalität im Zusammenhang mit Finanzgebaren, wirtschaftlicher Prosperität und Einhaltung von Regeln haben. Die Mehrheit der zahlenden Länder hat (Deutschland ausgenommen) schon vor zwei Jahren erklärt, dass sie diese Politik nicht mittragen werden. Was wird dann mit der EU? Selbst wohlmeinende Fachleute prognostizieren in den nächsten Jahren Veränderungen gegen die die Wünsche der Briten für einen Verbleib, sich sehr bescheiden ausnehmen werden. Natürlich hätte die EU ohne Not eine andere Strategie gegenüber dem Austritt fahren können, das hätte Deutschland, den Niederlanden, den Skandinaviern etc. viel besser getan und wäre zukunftsträchtig gewesen. Was nun folgt ist die Zersplitterung der EU und niemand wird sie noch verhindern können (trotz imperialer Attitüde). Warum? Die Spekulation auf einen Niedergang der britischen Wirtschaft wird sich ebenso nicht bewahrheiten, wie die Fantasien über einen politischen Bedeutungsverlust des UK im globalen Rahmen.
Alle neutralen Studien und Erhebungen sowohl in der EU, in UK und von der Weltbank widersprechen ihrem hoffnungsvollen Lied.
In Europa sind 2/3 der Wähler zufrieden. Sollten die Suppenkasper in Budapest und Watschau auch einen Exit wollen wäre auch das kein Ende der EU. Im Gegenteil.
Aber Putin lacht sich einen. 2 Feinde zerlegen sich gerade. Nur die EU hat er nicht zu Fall gebracht.

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heidebock 12.01.2019, 06:55
251. D.D. muss etwas falsches geraucht haben

.... man sehnt förmlich den 29.03 19 herbei, dann sind hoffentlich Fakten geschaffen, die Bestand haben.
Das Genörgel und Gejammer der Insulaner wird hingegen sicherlich stärker und lauter....so what....

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scratchpatch 12.01.2019, 06:59
252. Deutsche Verhältnisse

Das sind ja fast schon deutsche Verhältnisse, jetzt kopiert Davis schon deutsche Politiker und Medien: Merkel ist schuld. Darauf hatten wir doch eigentlich ein Patent angemeldet.
Das hat wenigstens mal Unterhaltungswert in diesem zähen Brexit-Streit.
Verständlich, dass Leute wie Davis nicht akzeptieren wollen, dass die EU die Interessen ihrer eigenen Bürger höher ansetzt als die der Briten und dass die britischen Politiker womöglich selbst schuld sind an ihrem Schlamassel. Macht nichts, er kann dann ja in einem Fantasie-Land Großbritannien die EU durch Handelsbeziehungen mit dem Commonwealth ersetzen und ein so großes, mächtiges Reich aufbauen, dass die EU dagegen ganz klein aussehen wird. Dann kann er es uns mal so richtig zeigen, auch wenn Merkel dann seit Jahrzehnten nicht mehr da sein sollte.
Erst mal muss das Fantasie-Land allerdings Realität werden...
Wenn nicht - Merkel ist schuld, nicht vergessen.

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funatiker 12.01.2019, 07:56
253. Geachichte wiederholt sich doch

Großbritannien hat sich selbst in eine nicht beherschbare, bzw unvorteilhafte Lage gebracht, statt dieses einzugestehen gibt es Deutschland die Schuld und beginnt zu intrigieren.
Mit Polen, Griechenland und Ungarn sind schon mindestens 3 Verdächtige zur Stelle, die sich auf dieses Spiel einlassen werden, wenn Frankreich dann auch seine interne Probleme nicht in den Griff bekommt wird es dunkel gür Deutschland werden...
Erinnert mich irgendwie an das Vorspiel vom ersten Weltkrieg...

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janos71 12.01.2019, 07:56
254. GB ist stark

Das die Europäer ein Rosinen picken nicht zulassen können hätte dem Mann längst klar sein müssen. Sollte GB nach Jahren des BREXITS besser dastehen werden auch ander Länder folgen. Das es auch mit weniger EU geht zeigen die reichen Länder Norwegen und Schweiz. GB sollte sich diese Länder zum Vorbild nehmen denn kein Schweizer/ Norweger würde gerne mit den Niedriglöhnern aus Deutschland tauschen wollen. Das was die Schweizer/ Norweger an Lebensstandard erreicht haben ist in der EU bisher nicht erreicht. Weiterhin hat GB mit den USA einen starken Partner im Rücken.

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invisibleman 12.01.2019, 07:57
255. Allerdings

Zitat von hergen.heinemann
vorzuwerfen, sondern insbesondere, dass sie im Vorfeld der Austrittsankündigung der Briten ihnen nicht in unserem eigenen Interesse entgegengekommen ist, um die gröbsten Fehlentwicklungen der EU gemeinsam zu korrigieren. Wir werden die Briten noch vermissen, wenn uns die Südländer im Europarat majorisieren, um Finanzen locker zu machen und wir uns nicht mehr dagegen wehren können.
Das fängt mit der gemeinsamen Arbeitslosenversicherung an und hört bei Eurobonds noch lange nicht auf.
Glaubt jemand, dass wir die knapp eine Billion Target2 Guthaben jemals wiedersehen?
Raus aus diesem Verein, in dem nur jeder an seinen Vorteil denkt!
Raus so schnell es nur geht.

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holy64 12.01.2019, 08:00
256. Arroganz der Briten

die EU muss sich gegen jede Sonderlocke zur Wehr setzen, sonst funktioniert die EU bald nicht mehr. Dass das System EU geändert werden muss steht für mich außer Frage, aber dann bitte für alle. Die Briten wollten schon immer Sonderrechte haben. Bei Austritt sind sie eben ein Drittland wie viele andere auch. Sie haben ja ihre weltweiten britischen Kolonien, mit denen können sie Handel treiben.

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Ranus 12.01.2019, 08:05
257. Dass Mister Davis

sich über Merkel und die EU beschwert finde ich eher beruhigend. Meine größte Sorge war nämlich, dass sich Juncker, Tusk und Co. von den Engländern über den Tisch ziehen lassen. Der Brexit ist eine historische Fehlentscheidung. Aber das liegt nun mal an England. Schade um dieses tolle Land.

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jotha58 12.01.2019, 08:09
258. Na,

da hat Herr Davis aber ganz schön lange gebraucht, bis er Deutschland und die EU als Sündenböcke erkannt hat. Schließlich ist er ja schon seit dem 08. Juli 2018 kein Brexit Minister mehr. Ich bin echt froh, das die EU durch Herrn Barnier (Frankreich) vertreten wurde und ich bin froh, aber auch erstaunt wie groß der Zusammenhalt innerhalb der EU ist. Was aus dem Brexit raus kommt, werden wir sehen. Damals warben in London Busse für den Brexit. 350 Mio GBP pro Woche wurden für den NHS versprochen. Nun schwadroniert Herr Rees-Mogg, mit den 39 Mrd GBP die man einspart, rum, weil man die Schlussrechnung nicht mehr begleichen will. Zahlungsausfälle sind bei den Ratingagenturen gar nicht beliebt. Wer ist dann Schuld?

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Achmuth_I 12.01.2019, 09:42
259. Wo leben Sie?

Zitat von janos71
Das die Europäer ein Rosinen picken nicht zulassen können hätte dem Mann längst klar sein müssen. Sollte GB nach Jahren des BREXITS besser dastehen werden auch ander Länder folgen. Das es auch mit weniger EU geht zeigen die reichen Länder Norwegen und Schweiz. GB sollte sich diese Länder zum Vorbild nehmen denn kein Schweizer/ Norweger würde gerne mit den Niedriglöhnern aus Deutschland tauschen wollen. Das was die Schweizer/ Norweger an Lebensstandard erreicht haben ist in der EU bisher nicht erreicht. Weiterhin hat GB mit den USA einen starken Partner im Rücken.
1. Wieso sollte es ein Problem sein, dass eine bestimmte Anzahl an Staaten die EU verlässt?
2. Wieso sollte es ein Problem sein wenn es einigen Ländern besser gehen sollte?
3. Die Norwegen/Schweiz Lösung wurde nicht von der EU sondern von GB abgelehnt.
4. Was hat die EU mit den Löhnen in Deutschland zu tun?
5. Belegen Sie doch die tollen Vorteile aus der US-Partnerschaft.

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