Forum: Politik
Ex-Bundespräsident: Nur 15 Prozent der Deutschen glauben an Wulff-Comeback
dapd

Mit dem Zapfenstreich im Schloss Bellevue endet Christian Wulffs politische Karriere. Endgültig - wenn es nach der Mehrheit der Deutschen geht. Nur 15 Prozent trauen dem Ex-Bundespräsidenten laut einer Umfrage noch ein Rückkehr in ein hohes Amt zu.

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Palmstroem 08.03.2012, 15:48
110. BILD fühlt sich nicht dem Gemeinwohl verpflichtet

Zitat von will-shakespeare
Die Antwort ist schlicht: Natürlich in erster Linie weil BILD Auflage machen will. Bad news is good news, sex sells etc. Es ist BILD doch relativ egal, um wen es geht.
Stimmt, BILD erklärt selbst, um was es ihr wirklich geht:

"Wir leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, die das Ideal der alles überwölbenden und versöhnenden Gemeinschaft gottlob hinter sich gelassen hat. Zu der gehört es nun einmal, dass der Journalist zwar der Wahrheit, nicht aber dem Gemeinwohl verpflichtet ist und es natürlich auch um Auflage geht. Die Formen, die das annimmt, mögen nicht immer die feinen sein – am Ende steht aber der schöne Effekt, der im Zweifelsfall auch ein unintended effect sein kann: Licht kommt ins Dunkel ..."(Die WELT)

"Axel Springer hat das abgelaufene Jahr mit einem Rekordergebnis abgeschlossen..... Der „Bild“- und „Welt“-Verlag erzielte einen Überschuss von 289 Millionen Euro."(handelsblatt)

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conny2 08.03.2012, 16:08
111. Symbiotische Beziehung?

Zitat von Palmstroem
Stimmt, BILD erklärt selbst, um was es ihr wirklich geht: "Wir leben in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, die das Ideal der alles überwölbenden und versöhnenden Gemeinschaft gottlob hinter sich gelassen hat. Zu der gehört es nun einmal, dass der Journalist zwar der Wahrheit, Die Formen, die das annimmt, mögen nicht immer die feinen sein – am Ende steht aber der schöne Effekt, der im Zweifelsfall auch ein unintended effect sein kann: Licht kommt ins Dunkel ..."(Die WELT) "Axel Springer hat das abgelaufene Jahr mit einem Rekordergebnis abgeschlossen.....(handelsblatt)
Da wäre es doch gut, wenn es die Mitglieder der arbeitsteiligen Gesellschaft, v.a. ihre führenden Köpfe, den Journalisten und Presseleuten etwas schwerer machen würden, ihre Gewinne einzufahren. Doch leider ist das Gegenteil der Fall, wie das Beispiel Wulff sehr exemplarisch zeigt. So gibt eins das andere.

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arnold_s 08.03.2012, 16:37
112.

Zitat von conny2
Ich glaube auch nicht, dass die Wulff-Affaire schnell vergessen wird. Man wird nicht mehr so oft davon sprechen, das schon. Aber wenn bei anderen Leuten ähnliches Verhalten zur Debatte steht, wird alles wieder präsent sein. Wulff hat in Sachen der Raffgier von Politikern Maßstäbe gesetzt.
Ja, denn er hatte sein Konto überzogen und musste sein Haus auf Kredit finanzieren. SOOOOO raffgierig war er... Wulffs Schwäche war nicht Raffgier sondern Mangel an Geld. Welche Ehefrau eines anderen Spitzenpolitikers käme denn sonst in die Verlegenheit, einen Skoda leasen (und die Leasingkonditionen rechtfertigen) zu müssen... Wenn man darüber nachdenkt, dann ist es einfach unglaublich, aus welchen Dingen man Wulff Stricke gedreht hat...

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pkeszler 08.03.2012, 16:42
113.

Zitat von Palmstroem
"Axel Springer hat das abgelaufene Jahr mit einem Rekordergebnis abgeschlossen.....(handelsblatt)
Auch wenn man persönlich nicht zum Rekordergebnis der Springerpresse beigetragen hat, sollte man den Medien trotzdem dankbar sein, wenn sie die Menschen über das Beziehungsgeflecht zwischen Politik, Wirtschaft, Finanzwelt usw. aufklären. Durch die Nachforschungen der Presse und der TV-Magazine wurden bereits viele Missstände aufgedeckt und den Menschen vermittelt. Und unsere Politiker dürfen sich nicht mehr so sicher sein, wie die Beispiele Wulff und zu Guttenberg zeigten, dass die Menschen alle Missstände und Betrügereien einfach akzeptieren und hinnehmen.

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knieselstein 08.03.2012, 17:27
114. Ja man sollte schon der Springer Presse

Zitat von pkeszler
Auch wenn man persönlich nicht zum Rekordergebnis der Springerpresse beigetragen hat, sollte man den Medien trotzdem dankbar sein, wenn sie die Menschen über das Beziehungsgeflecht zwischen Politik, Wirtschaft, Finanzwelt usw. aufklären. Durch die Nachforschungen der Presse und der TV-Magazine wurden bereits viele Missstände aufgedeckt und den Menschen vermittelt. Und unsere Politiker dürfen sich nicht mehr so sicher sein, wie die Beispiele Wulff und zu Guttenberg zeigten, dass die Menschen alle Missstände und Betrügereien einfach akzeptieren und hinnehmen.
dankbar für die sachliche und objektive Berichterstattung sein, deshalb haben Sie 2011 auch nur 7 von den 20 ingesamt in 2011 für ALLE Zeitungen ausgesprochenen Rügen des Presserates erhalten. In den letzten 10Jahren waren es nur 84 von 319.

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will-shakespeare 08.03.2012, 17:28
115. gefühlter Mangel

Zitat von arnold_s
Ja, denn er hatte sein Konto überzogen und musste sein Haus auf Kredit finanzieren. SOOOOO raffgierig war er... Wulffs Schwäche war nicht Raffgier sondern Mangel an Geld. Welche Ehefrau eines anderen Spitzenpolitikers käme denn sonst in die Verlegenheit, einen Skoda leasen (und die Leasingkonditionen rechtfertigen) zu müssen... Wenn man darüber nachdenkt, dann ist es einfach unglaublich, aus welchen Dingen man Wulff Stricke gedreht hat...
na, das beschämt uns jetzt aber!
Mangel an Geld?
Vielleicht war es doch eher sein Mangel an Fähigkeit mit Geld umgehen zu können! Oder Mangel an Realitätssinn. Falsche Freunde, an denen er offenbar glaubte, sich in puncto Lebensstandard messen zu müssen.

Sie können mir nicht erzählen, dass er bei seinen Einkünften gezwungen war, sein Konto derart zu überziehen, wenn er nicht einen völlig unangemessenen Lebensstil gepflegt hätte. Bitte bleiben Sie etwas sachlicher!

Auch Bezieher von Durchschnittseinkommen müssen selbst nach Scheidung mit ihren Gehältern auskommen. Da wird es wirklich eng und da muss man dann schon mal leider ein paar schmerzhafte Einschnitte verkraften.

Selbst Jan Fleischhauer schätzte Wulffs verbleibendes Nettoeinkommen nach Unterhalt noch auf 3000 Euro monatlich.
Also bitte, mit Maschmeyer & Co kann man da zwar nicht mithalten, aber anständig leben geht allemal noch, selbst mit EFH in Großburgwedel!

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turekat 08.03.2012, 17:31
116. Zustimmung, aber

Zitat von restauradores
5. ein Teil seiner "Taten" Grund genug sind, dass die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die ist sicher NICHT nicht dem "Mediendruck" gefolgt. Im Gegenteil, bevor ein Staatsanwalt gegen einen Bundespräsidenten ermittelt wird er sich das 1000 mal überlegen, die Gründe 1000 mal auf Rechtmäßigkeit geprüft haben, ansonsten wäre das sein Ende
Ich stimme dieser Aussage zu und freue mich, dass Sie unserer Staatsanwaltschaft zubilligen, in der Causa Wulf rechtsstaatlich vorgegangen zu sein und nicht aufgrund des öffentlichen Geschreis tätig geworden zu sein. Wenn man allerdings einige Kommentare der vergangenen Monate gelesen hat, wie da über die STA hergezogen wurde (von Merkel's Kettenhunden war die Rede und Schlimmeres), dann kommt einem das Grausen. Die Wulff-Kritiker, die dermaßen mit unserer STA umgegangen sind haben m.E. kein Anrecht, dass ihre "Argumente" als seriös eingestuft werden.
Ich hoffe Sie stimmen mir in diesem Punkt zu.

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will-shakespeare 08.03.2012, 17:51
117. Interview zu Wulffs Jobaussichten

Zitat von knieselstein
hätten Sie sich besser an die Originalquelle gehalten und in der Staatskanzlei bei Hannelore Krafts Medienabteilung nachgefragt ;-)
Okay, Sie unterstellen damit offenbar, der WDR sei parteihörig.
Hier das Interview mit Unternehmensberater Christoph Dyckerhoff im Wortlaut, zitiert aus

Interview: "Wulff weiß nicht, was er angerichtet hat" | tagesschau.de

Ich hoffe, Sie misstrauen nicht auch dieser Quelle... ;-)

"tagesschau.de: Nicht wenige Beobachter gehen davon aus, dass Wulff auf den Ehrensold finanziell angewiesen ist. Sehen Sie eine Chance, dass er beruflich wieder Fuß fasst?

Dyckerhoff: Wer Wulff einstellt, muss ein negatives Echo fürchten. Natürlich sind heute Netzwerke in der Wirtschaft gefragt. Natürlich kennt Wulff einige hochinteressante Telefonnummern. Aber wir stellen immer wieder fest, dass gerade auch die Wirtschaft hohe ethische Maßstäbe setzt. Ich bezweifele, dass ein gut geführtes Unternehmen es sich erlauben kann, einen Mann mit einem solchen Lebenslauf einzustellen. Eine solche Einstellung würde den Ruf eines Unternehmens eher beschädigen als fördern.

Auch wenn die Meinungen über Wulffs Amtszeit auseinander gehen - fest stehen dürfte, dass sie kurz, aber heftig war. Das wird so schnell niemand vergessen. Ein Unternehmen, das im eigenen Haus auf einen hohen ethischen Standard setzt, kann sich nicht erlauben, so einen Mann wie Wulff mit dieser Vita als Berater oder ähnliches einzustellen.
"Wulff müsste erst die Kurve kriegen"

tagesschau.de: Aber hat nicht jeder eine zweite Chance verdient?

Dyckerhoff: Das ist im höchsten Maße davon abhängig, welchen Erkenntnisgewinn er selbst aus diesem ganzen Geschehen zieht. Wenn Wulff zum Beispiel selbst offiziell Stellung beziehen und Abbitte leisten würde, dann hätte er eine zweite Chance verdient. Aber dafür müsste er erst die Kurve kriegen."

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pkeszler 08.03.2012, 18:10
118.

Zitat von knieselstein
dankbar für die sachliche und objektive Berichterstattung sein, deshalb haben Sie 2011 auch nur 7 von den 20 ingesamt in 2011 für ALLE Zeitungen ausgesprochenen Rügen des Presserates erhalten. In den letzten 10Jahren waren es nur 84 von 319.
Sie verdrehen die Beiträge so, wie es Ihnen in den Kram passt. Ich habe nicht die Springerpresse gelobt, sondern die Medien allgemein, die für die
Aufklärung der Bevölkerung sorgen. Allerdings hat die BILD im Fall Wulff einen entscheidenten Beitrag zur Aufklärung des Beziehungsgeflechts in Niedersachsen geleistet, nachdem sie Wulff vorher stark hofiert hat. Die Gründe zu nennen überlasse ich Ihnen, da Sie ohnehin immer alles besser wissen.

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knieselstein 08.03.2012, 19:27
119. Die Springerpresse ist ein Teil der

Zitat von pkeszler
Sie verdrehen die Beiträge so, wie es Ihnen in den Kram passt. Ich habe nicht die Springerpresse gelobt, sondern die Medien allgemein, die für die Aufklärung der Bevölkerung sorgen. Allerdings hat die BILD im Fall Wulff einen entscheidenten Beitrag zur Aufklärung des Beziehungsgeflechts in Niedersachsen geleistet, nachdem sie Wulff vorher stark hofiert hat. Die Gründe zu nennen überlasse ich Ihnen, da Sie ohnehin immer alles besser wissen.
von Ihnen pauschal so hochgelobten Medien, ich habe nur ergänzende nachprüfbare Fakten zur "Hauptaufklärungsquelle" hinzugefügt, deren Chefredakteur übrigens das Berliner Kammergericht in einer Urteilsbegründung bescheinigte, dass er als Chefredakteur der Bild „bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung Anderer sucht“ Das war in einem Prozeß gegen die taz und das Urteil ist rechtskräftig

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