Forum: Politik
Ex-Bundespräsident: Wulff rechnet mit den Medien ab
AP

Christian Wulff attackiert die Medien: In einem kontrovers geführten Gespräch mit dem SPIEGEL beklagt der Ex-Bundespräsident die Diffamierung seiner Person - und fordert eine schärfere Presse-Regulierung.

Seite 14 von 47
hooverphonic 19.07.2014, 22:41
130.

Zitat von strangler
und auch wenn man sich bei der Person von Joachim Gauck über deren Ausmaß streiten mag, so ist er doch der erste (!) Präsident, mit dem ein Großteil der Bevölkerung menschlich etwas verbinden kann, nach all den angestaubten Politikern oder großen Karrieristen wie Weizsäcker und Köhler
Das meinen Sie nicht im Ernst?! Richard v. Weizsäcker war ja wohl *die* Idealvorstellung eines charismatischen Volksvertreters "mit Aura und Esprit" (Reinhard Mey). Köhler war gegen ihn ein kleines Licht; aber v. Weizsäcker derart im gleichem Atemzug zu verunglimpfen geht mir dann doch etwas zu weit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Buggybear 19.07.2014, 22:48
131. Das eigentliche Problem...

Ist, dass die Medien durch zunehmenden Kostendruck gezwungen sind Sensationen zu präsentieren um die Konsumenten zum Kauf zu bewegen. Einen Politiker zu demontieren ist einträglicher, als ihm zu loben. Wer hätte schon die Zeitung gekauft, wenn die Headline "Wulff macht einen guten Job" gewesen wäre? So schiesst eine unkontrollierte vierte Gewalt leicht über das Ziel hinaus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
twistedbrain 19.07.2014, 22:49
132. So viel...

..zum Thema Souveränität eines Bundespräsidenten.
Vorgeschoben geht es Ihm um Pressekultur und Fairness, aber im Grunde ist das nur die Stimme eines Kleinkindes, das versucht Andere für die eigenen Fehler verantwortlich zu machen. Ein schweigsamer Job wäre für Sie angemessen. Findet sich bestimmt was in der Industrie, mit dicker Kohle natürlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flowpower22 19.07.2014, 22:51
133.

Zitat von deb2011
Mal abgesehen von der Weinerlichkeit und der maßlosen Selbstüberschätzung dieses Mannes: Dieser Mann ist sehr hoch gestiegen, und er ist dann sehr bald sehr tief gefallen. Das muss man aushalten können, auch die Medien muss man aushalten können - insbesondere dann, wenn man ein fürstliches Gehalt vom Steuerzahler bekommt. Eine schärfere Presse-Regulierung lehne ich ab. Sinnloses und teuflisches Unterfangen, das nichts bringt.
Sie haben ja Nerven! Man soll ja seinen Mitmenschen nichts Schlechtes wünschen, aber vielleicht Tate ihnen eine Woche Wulff mal ganz gut. Der Mann ist durch eine mediale Holle der Einheitsfront gegangen und um Jahre gealtert.

Die HugenbergPressefront hat auch systematisch alle politischen Köpfe zu Tode gehetzt, bis nur noch einer uebrig war. Wenn es in der Wirtschaft keine Kartelle geben darf, um Fair es zu garantieren, dann ja wohl erst recht bei den Medien

Beitrag melden Antworten / Zitieren
handsome.devil 19.07.2014, 22:53
134.

Wulff wäre gut beraten, endlich mal Ruhe zu geben, innezuhalten und sich ernsthaft mit seinen Fehlern bzw. Ungeschicktheiten auseinanderzusetzen und sodann zu erkennen, dass er seinerzeit als Bundespräsident schlicht untragbar geworden war - wenn er denn jemals tragbar war. Stattdessen lässt er keine Gelegenheit aus, im Gespräch zu bleiben; sicher nicht zu seinen Gunsten. So wird er ein zweiter Kachelmann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
io_gbg 19.07.2014, 22:53
135.

Zitat von sysop
Christian Wulff attackiert die Medien: In einem kontrovers geführten Gespräch mit dem SPIEGEL beklagt der Ex-Bundespräsident die Diffamierung seiner Person - und fordert eine schärfere Presse-Regulierung.
Wulff ist stets ein Karrierist reinsten Wassers gewesen. Man hat schon früher, in den Wahlkämpfen zum niedersächsischen Landtag, nie gewusst, wofür der politisch eigentlich steht.

Des weiteren ein reiner Berufspolitiker, Machtpolitiker (aber von Gnaden anderer), seit Anfang 20.

Er hätte nie Bundespräsident werden dürfen. Es war reines Machtkalkül Merkels und die peinlichen drei Wahlversuche, die es brauchte, bis er dann Präsident sein durfte, zeigTen das deutlich.

Das alles ändert nichts an der Schäbigkeit seiner früheren Freunde von der Bild-Zeitung und Consorten, aber, das hätte er ja wissen können.


Leider ist das Niveau der Bundespräsidenten seit Von Weizsäcker sehr zurückgegangen. Herzog, Rau, Köhler – alles zweite Wahl. Wulff, Gauch, dritte Wahl.

Man sollte überlegen, ob man zum Beispiel eine Bestimmung in das GG einzieht, dass nur Bundespräsident werden kann, wer VORHER zehn Jahre lang keine politischen Ämter ausgeübt hat und vor allem keine parteipolitischen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rs671 19.07.2014, 22:53
136. bitte den Mund geschlossen halten

Herr Wulff wäre noch heute BP, wenn er damals glrich Tacheles geredet hätte. Nun die Medien zu schelten, ist billig und einfallslos. Einfach den Mund halten und das dicke Amtsgehalt genießen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nikolaus1962 19.07.2014, 22:54
137. Weinerlichkeit?

ich frag mich nur wo da Weinerlichkeit ist. Wulf hat Mist gebaut aber auch Menschen die Mist bauen haben ein Recht darauf fair behandelt zu werden und vor allem hat Wulf auch wie jeder andere Mensch auch, das Recht bevor seine Schuld nicht bewiesen ist, das er von den Medien nicht vorverurteilt wird. Das er mit den Medien abrechnet ist nur allzu verständlich und, das Recht hat er. Was würden Sie sagen wenn man sowas mit Ihnen machen würde? Wulf hat sehr teuer bezahlt und es gibt überhaupt keinen Grund mehr auf ihn rum zu trampeln. Er hat bezahlt und er hat gebüßt und jetzt muss es endlich mal gut sein. Er hat Mist gebaut aber er hat niemanden getötet und kein Menschenleben auf dem Gewissen und so wie Sie reagieren ist, das doch sehr unverhältnismäßig.

Zitat von deb2011
Mal abgesehen von der Weinerlichkeit und der maßlosen Selbstüberschätzung dieses Mannes: Dieser Mann ist sehr hoch gestiegen, und er ist dann sehr bald sehr tief gefallen. Das muss man aushalten können, auch die Medien muss man aushalten können - insbesondere dann, wenn man ein fürstliches Gehalt vom Steuerzahler bekommt. Eine schärfere Presse-Regulierung lehne ich ab. Sinnloses und teuflisches Unterfangen, das nichts bringt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Suppenelse 19.07.2014, 22:59
138. Wulff hat Recht

Zitat von sysop
Christian Wulff attackiert die Medien: In einem kontrovers geführten Gespräch mit dem SPIEGEL beklagt der Ex-Bundespräsident die Diffamierung seiner Person - und fordert eine schärfere Presse-Regulierung.
Offen gesagt ist das letztgenannte auch mir des öfteren in den Sinn gekommen, denn das, was im Fall Wulff gelaufen ist, sowohl von der Springer-Presse wie auch von Seiten einstiger "Qualitätsmedien", sprengt jeden Rahmen. Es muss möglich sein, sich dagegen zur Wehr zu setzen - wer das mit Einschränkungen der Pressefreiheit verwechselt, hat nichts verstanden und versteht unter Presseheit offenbar den Freibrief für Boxkampf-Meinungsmache inklusive Persönlichkeitsverletzungen, nicht aber saubere Berichterstattung.

Die Mehrheit der Deutschen scheint inzwischen verstanden zu haben, was damals passiert ist, und nachdem sich alle den Schaum von damals vom Mund gewischt haben, war während des armseligen Gerichtsverfahrens und nach dem erwartbaren Freispruch fast so etwas wie Reue sichtbar.

SPIEGEL-Redakteur Peter Müller versucht im verlinkten Video, die Weste des SPIEGEL reinzuwaschen, was ihm in meinen Augen nicht gelingt. Das Ende der Causa Wulff hat große Teile der gesamten deutschen Presselandschaft bis auf die Knochen blamiert - auch den SPIEGEL. Wahre Größe wäre das Eingeständnis "Wir haben maßlos übertrieben" - oder auch schlichtweg "Wir haben großen Mist gebaut".

Den Ehrensold - so bescheuert der Name sein mag - gönne ich Wulff von Herzen, möge der sozialneidzerfressene Stammtisch noch so zetern. Man muss das ganze fast als Schmerzensgeld betrachten, und dafür ist es immer noch nicht viel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jenoc 19.07.2014, 22:59
139. Orientierungslos im eigenen Weihrauch

Zitat von sysop
Christian Wulff attackiert die Medien: In einem kontrovers geführten Gespräch mit dem SPIEGEL beklagt der Ex-Bundespräsident die Diffamierung seiner Person - und fordert eine schärfere Presse-Regulierung.
Der Spiegel und spon waren damals nichts weniger als die Hauptakteure in einem unberechtigten, ungerechten und völlig unwürdigen, ekelhaften Kesseltreiben gegen den Bundespräsidenten.

Das aktuelle, selbstgerechte und billige Statement des Redakteurs Müller unterstützt dieses Bild. Insbesondere ist es ein Witz, dass er sich quasi selbst die Gelegenheit eines Kommentars zum Interview einräumen kann, während die Gegenseite dazu mangels des entsprechenden Medienzugangs natürlich keine Chance hat. Eine derart durchschaubare, selbstreferenzielle Meinungsmache gehört sicher nicht zu den höchsten Errungenschaften des Pressewesens.

Medien missbrauchen zunehmend ihre Rolle als vierte Macht im Staat. Die Erzeugnisse aus dem Spiegel Verlag fördern diese Erkenntnis nachhaltig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 14 von 47