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Ex-Bundespräsident: Wulff will Büro und Mitarbeiter für 280.000 Euro im Jahr
dapd

Zusätzlich zu den 199.000 Euro Ehrensold könnte Christian Wulff die Steuerzahler künftig weitere 280.000 Euro im Jahr kosten: Nach SPIEGEL-Informationen will der ehemalige Bundespräsident das gleiche Recht wie seine Vorgänger - und fordert ein Büro inklusive Mitarbeiter.

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ernestof 09.03.2012, 23:12
1470. Bundesverdienstkreuz

Zitat von agnosie
Ich gehe davon aus, dass Wulff seine Familie in seinem Büro beschäftigen wird und, wenn's geduldet und bezahlt wird, als sein eigener Fahrer (Kappe auf/Kappe ab) sich noch ein Zubrot verdienen wird. Sein Haus in Großburgwedel kann doch trefflich mit zu bezahlenden Büroräumen aufwarten und liegt ja auch zentraler in diesem unseren Lande als Berlin.... Schließlich wird er ja jetzt wohl seine Urlaube selber bezahlen müssen - und auch im Bayerischen Wald gibt's nichts umsonst.
Ja, so könnte es kommen ! Denn mit 52 Jahren braucht Wulff eigentlich keinen Fahrer, höchstens nach Alkoholgenuß ! Und wenn die ganze Familie mitfährt, ist im Auto kein Platz für eine weitere Person.
Und im Konvoi möchte er wohl auch nicht ständig fahren, zumal er sich ja künftig ausschließlich in Freizeit und Urlaub befindet......
Und eine fremde Sekretärin braucht er auch nicht - er hat doch eine hübsche junge Frau. Der könnte er in maximal zwei Wochen seine Memoiren über die Zeit als Bundespräsident diktieren.....
Und was kommt als nächstes ? Nach einer gewissen Schamfrist - die sich CW diesmal sicher gönnen wird - die Forderung nach dem Bundesverdienstkreuz am Bande. Wetten daß ?! Schaun mer mal...!
Seinen Platz in der Geschichte hat er sich jedenfalls schon gesichert :
Als Bundesabzocker.

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Wolfgang Ehle 10.03.2012, 14:11
1471. 280.000 für Integration

Zitat von sysop
Zusätzlich zu den 199.000 Euro Ehrensold könnte Christian Wulff die Steuerzahler künftig weitere 280.000 Euro im Jahr kosten: Nach SPIEGEL-Informationen will der ehemalige Bundespräsident das gleiche Recht wie seine Vorgänger - und fordert ein Büro inklusive Mitarbeiter.
Wenn es stimmt, dass CW bei den Migranten wegen seiner Äusserungen zum Thema Integration ein hohes Ansehen besitzt, dann soll er doch bitte seine Einkünfte und sein Büro nutzen, um an diesem Thema weiter zu arbeiten. Eine gute halbe Million kann die Integrationspolitik hierzulande gut gebrauchen. Und er könnte auch wieder in den SPIEGEL blicken.

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Eliza 10.03.2012, 14:33
1472. Nachlesen!

Zitat von cbothmer
Wenn ich erkenne, dass ich mein Amt nicht mehr ausüben kann und deshalb zurücktrete, ist das ein politischer Grund. Die Ursache spielt dabei keine Rolle. Ich trete ja nicht wegen der Verfehlungen zurück, sondern weil ich die politischen Auswirkungen erkenne und darauf reagiere.
Das scheint mir Wortspielerei zu sein, aber egal.

Tritt einer jedoch zurück, weil er weiß, dass er straffällig geworden ist, dann ist das ein sehr negativer persönlicher Grund.

Welches von beidem das Motiv Wulffs war, wissen wir nicht, aber die gerichtliche Klärung des ihn betreffenden scharfen Vorteilsannahme-Verdachts wäre bis zu einer Aussage sehr wohl noch abzuwarten gewesen.

Bis dahin hätte man ihm lediglich einen Abschlag auf seinen Sold bezahlen und diese "Mitarbeiter" verweigern müssen. Denn bis er nicht vollständig entlastet ist, wozu benötigt er dann solche teuren Mitarbeiter? Welche "Repräsentationsaufgaben" für Deutschland, wofür man ihm diese Privilegien gewährt, würde ihm bis dahin jemand anvertrauen wollen?

Dass das Bundespräsidialamt, besetzt mit Bundespräsidenten-Loyalisten, allein entscheiden durfte, auch ohne Abwarten der gerichtlichen Klärung, ist ein Fehler unseres Gesetz-Systems über die Köpfe des gesamten Volks hinweg. Das war mit höchster Wahrscheinlichkeit eine Fehlentscheidung und stellte einen verwerflichen Eingriff in das um Wulff schwebende staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren dar. Das stikllschweigend hinzunehmen, gehört sich nicht für Demokraten.

Der Verdacht auf Vorteilsannahme im Amt bei Wulff ist nämlich mittlerweile nicht nur ein Anfangs- sondern ein dringender Verdacht. Das akribische Gutachten von H. H. von Arnim zu diesem Punkt, wiewohl seit 14.1.2012 online veröffentlicht, ist nirgends zünftig widerlegt worden. Das Stillschweigen, das es seltsamerweise umgibt, scheint auf eine Strategie des Totschweigens hinzudeuten. Cui bono?

Siehe hier: Neues Gutachten zu Wulff-Kredit: "Grenze der Strafbarkeit eindeutig überschritten" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (dem Link im zweiten Absatz "Neuen zeitschrift für Verwaltungsrecht" folgen.)

Immerhin. Der Präsident des Verfassungsgerichts Voßkuhle und sein Stellvertreter Kirchhof sind trotz Einladung dem Wulff-Zapfenstreich ferngeblieben, mit der schwerwiegenden Begründung, dass sie in das gegen Wulff laufenden Ermittlungsverfahren nicht eingreifen wollten.

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Montanabear 10.03.2012, 16:14
1473. Wulff

Zitat von KTRoadkill
Herr Christian Wulff hat altrömisch dekadent offensichtlich jeden Bezug zur Realität verloren und wie er in der wahrgenommen wird. Hat der Mann denn so gar niemanden, der ihm sagt, was ihm gut tut?
Er tut doch, was ihm gut tut und kopierte damit ein paar Seiten aus Schroeders Tagebuch : "Tue so, als sei nichts gewesen,die Wogen werden sich glaetten." Teflonpraesident nennt man das bei uns .
Schroeder hat aus persoenlichen Gruenden Neuwahlen angesetzt - wie ehrenhaft ist das denn ? Und sind irgendwelche Verguetungen gekuerzt worden ? Da wurde nicht gefordert, dass irgendjemand zuruecktritt.

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Eliza 10.03.2012, 16:21
1474.

Zitat von Montanabear
Schroeder hat aus persoenlichen Gruenden Neuwahlen angesetzt
Aha? Hatte auch der ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren gegen sich laufen?

Ach übrigens... Was für Bezüge erhält eigentlich ein US-Präsident, der in durchaus arbeitsfähigem Alter aus höchst persönlichen Gründen aus dem Amt scheidet (wie zB Nixon geschieden ist?), weißt du das vielleicht?

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