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Ex-CIA-Chef Leon Panetta: "Dann läuft etwas schrecklich falsch im Weißen Haus"
AP

Weiß Donald Trump noch, was er tut? Leon Panetta, US-Verteidigungsminister unter Barack Obama und Joe Biden, kritisiert die Iran-Politik der aktuellen Regierung - und wundert sich über die seltsamen Entscheidungsabläufe im Kabinett.

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KingTut 27.06.2019, 19:31
10. Besessen

Trump ist davon Besessen, das Erbe von Präsident Obama zunichte zu machen. Seinen abgrundtiefen Hass gegen ihn hat er oft genug geäußert. Das ist die Triebfeder für seine kathastrophalen Entscheidungen, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte US-Politik ziehen. So sehr ich das iranische Regime ablehne und dessen baldiges Ende inständig herbeisehne, so sicher bin ich mir, dass das Atomabkommen, an dem immerhin auch Russland und China beteiligt waren, der richtige Weg gewesen ist. Aber weil Obama diesen Deal vereinbart hatte, wird er von Trump abgelehnt und durch eine unberechenbare Politik ohne Konzept ersetzt. Dass Trump erst zehn Minuten vor dem Angriff genaue Zahlen über die Opferzahlen erfahren haben will, kann die Washington Post als Lüge Nr. 10.001 ihrer langen Liste hinzufügen. Ja, die 10.000er Marke wurde schon durchbrochen!
Glückwunsch an den Spiegel für dieses aufschlussreiche Interview. Alle Menschen mit Sachverstand wissen, wie gefährlich die aktuelle Lage ist, die noch dadurch verschärft wird, dass das Pentagon quasi führungslos ist.
Die hochverdiente frühere Außenministerin Madleine Albright hat in mehreren Interviews, unter anderem bei CNN und MSNBC wiederholt die Konzeptlosigkeit der US-Außenpolitik kritisiert, durch die langjährige Verbündete brüskiert und Autokraten/Diktatoren wie Putin, Kim usw. hofiert werden. Ich wünschte, es gäbe mehr Amerikaner, die sich der verheerenden Wirkung von Trumps Außenpolitik bewusst sind. Leider wissen viele nichts vom Rest der Welt und haben offenbar kein Problem damit, dass ihr Idol sie täglich mehrmals belügt. Es macht einen fassungslos.

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Ole_Ostpreiß 27.06.2019, 19:31
11. die einzige Lösung

den Iran Konflikt zu lösen scheint derzeit ( so seltsam das auch klingt ) ein "Regime Change" in den USA ... denn mit Trump ( dessen Wort schon am nächsten Tag nicht gilt ) wird der Iran sicherlich Nicht sprechen ...

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carlitom 27.06.2019, 19:33
12.

Zitat von kaypee
Wieso steht hier“US-Verteidigungsminister unter Barack Obama und Joe Biden“ War Joe Biden denn je Präsident oder wird er schon als künftiger Präsident angekündigt?
Er war Vizepräsident, weshalb die Aussage passt. Ist Ihnen das entgangen?

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locust 27.06.2019, 19:44
13. @ jetrabbit #2

Können Sie nicht lesen? Haben Sie das Interview überhaupt (ganz) gelesen. Kritisiert wird die anscheinend fehlende Kommunikationsabfolge, die planlose und wenig zielführende Strategie und ein fehlender militärischer und politischer Weitblick, die nicht dauerhafte personelle Besetzung von Ministerien in der Verteidigungsadministration etc. So habe ich die (berechtigte) Kritik verstanden. Haben Sie auch eine?

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didel-m 27.06.2019, 19:45
14. Trump wird den Krieg partout verhindern. Da ist jeder Trick recht

Das passt sicher so Manchem nicht in den Kram, weswegen man meint, daß es schief läuft. Der ganze Nahe Osten ist ihm ein lästiger geerbter Klotz am Bein. Bisher geht er gut damit um, nämlich deeskalierend und zurückziehend. Weshalb wohl ist auch mit Kim in Fernost noch nichts passiert, im Gegenteil, man schreibt sich Briefe.

Die riesigen Baustellen liegen nämlich für Trump bekanntlich daheim. Und auch nur damit lassen sich traditionell in A Wahlen gewinnen.

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finchen0598 27.06.2019, 19:45
15. ..und es gibt die Theorie

..dass ein kriegführender Präsident wieder gewählt wird, weil dann der Laden geschlossen hinter der Administration steht und wenn die Fahnen wegen und der Patriotismus ausgepackt wird, bleibt kein Ami- Auge trocken.....aber das ist auch nur ne Theorie.....

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Bananenschale 27.06.2019, 19:47
16. Ich wundere mich auch!

Zitat von kalim.karemi
was ist das für eine selten däm... Einlassung?
Wenn die nicht authentisch wäre, wäre der Beitrag über den Haufen moderiert worden. Und ja, diese Einlassung ist - höflich gesagt - merkwürdig, denn: Was ist neu daran, daß US-Präsidenten es nicht immer allzu genau mit der Wahrheit nehmen, sprich, daß sie lügen? "Ey, das kommt vom Präsidenten! Das muß doch reichen!" Und mit der Vertagstreue haben die USA sowieso ein grundsätzliches Problem. Trump ist eher Symptom aber nicht die Ursache. Die liegt m.E. im Kongreß und im dahinter stehender Establishment. Die USA sind international kaum noch satisfatkionsfähig. Wenn juckt es denn noch wirklich, wenn Trump wieder eine Lüge auftischt? Sich darüber aufzuregen lohnt nicht.

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Atheist_Crusader 27.06.2019, 19:48
17.

Zitat von stroemfeld
Es sollte einem eher zu denken geben warum die grossen Kriegstreibermedien so hart mit Trump ins Gericht gehen für die Dinge die unter Obama und nahezu allen seinen Vorgängern niemanden interessiert haben... Könnte es sein das sich der Mann eben nicht hat kaufen lassen? Er mag vielleicht ein Arschloch sein, das ist aber schon alles, wer sich wirklich für die Hintergründe interessiert der liest mal bei Wikileaks nach was Obama (Kabinettzusammenstellung aufgrund von Citigroup Email Wunschliste) oder hillary Clinton (Vorwahlmanipulation, clintonfoundation) so am stecken hat, wer sich dann über Trumps Ausdrucksweise aufregt oder glaubt das der Kerl nach 40 Jahren in der Öffentlichkeit plötzlich ein Rassist sein soll, der sollte vielleicht mal seine Sichtweise überprüfen... Ich empfehle allen den Youtuber jimmy dore, ein ex comedian der nicht gekauft ist wie der Rest der US journalie...
Faszinierend wie mal so viel - überwiegend fiktiven - Dreck über Obama und Clinton finden kann, aber keine Sekunde daran denkt wie die gleichen Vorwürfe auf Trump zutreffen.

Sich nicht kaufen lassen? Lobbyisten im Kabinett? Schauen Sie sich doch mal sein Kabinett an. Und zum Thema zwielichtige Geschäfte Trumps könnte ich hier locker das Zeichenlimit ausschöpfen und nur an der Oberfläche kratzen.

Trumps Ausdrucksweise soll kein Problem sein? Doch, ist es. Mal abgesehen davon dass ein Präsident nicht klingen sollte wie ein betrunkener Hauptschulabbrecher mit Hirnschaden: seine Worte sind offizielle Politik. Was er sagt beeinflusst die Politik und das diplomatische Miteinander. Wer nicht kapiert warum das wichtig ist, dessen politisches Verständnis ist wohl irgendwie in den naiven Teenie-Jahren steckengeblieben.

"Plötzlich" Rassist ist er auch nicht geworden. Das war er schon immer. Dazu muss man sich nur mal angucken was er so die letzten Jahrzehnte für Senf von sich gegeben hat oder wofür er verklagt wurde (z.B. seine Weigerung an Schwarze zu vermieten). Alles sehr gut dokumentiert. Wenn SIe das nicht gemerkt haben... spricht das nicht unbedingt für ihr Urteilsvermögen.

Und natürlich, die "Journallie" ist alles gekauft. Bis auf die, die was gutes über Trump berichten, neh? Fox und Konsorten sind die guten, die vertrauenswürdigen, die nicht gekauften . und es ist reiner Zufall dass sich gleichzeitig auch jene sind die Trump 24/7 den Hintern küssen. Die sind aber nicht gekauft, gell? Die sind nur ehrlich, neh?

Gehen Sie bitte zurück in ihre Echokammer. Den Unfug will wirklich Niemand hören.

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peter.teubner 27.06.2019, 19:51
18. Panetta sagt

"durch die Unfähigkeit beider Seiten", aber worin liegt bitteschön die Unfähigkeit des Iran? Was könnte man von ihnen Verlangen, was auch wir in solch einer Situation bereit wären zu geben? An den Vertrag haben sie sich der Iran, soweit das bekannt ist, gehalten. Die Regierung der USA den aufgekündigt. Die Bringeschuld liegt also bei den USA und es ist einzig und allein die USA, die unfähig ist die Situation zu entspannen. Wir sollten langsam mal untersuchen, was die wirklichen Triebkräfte der Regierung der USA sind.

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astat 27.06.2019, 19:51
19.

Zitat von kalim.karemi
was ist das für eine selten däm... Einlassung?
Selten dämlich ist es wohl eher zu bestreiten, dass Trump der Wahrheit den Krieg erklärt hat. Denn das hat er nachweislich und ohne jeden Zweifel. Die Anmerkung der SPON-Redaktion ist völlig zutreffend. Danke dafür!

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