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Ex-Europaabgeordneter der Grünen: Cohn-Bendit sieht Brexit als Vorbild für andere EU-
AFP

Der Brexit hat nur negative Folgen? Nicht unbedingt, sagt Daniel Cohn-Bendit, Ex-Europaabgeordneter der Grünen. Die EU könne sich "gesundschrumpfen", wenn mehr Länder Großbritannien folgen.

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the_seer 31.12.2017, 13:12
120. Das bleibt zu schön, um wahr zu sein

Selbstverständlich wäre es das Beste, wenn die Staaten, die die europäischen Werte grundsätzlich, teilweise kategorisch, ablehnen die EU verlassen würden. Wobei hier auf jeden Fall noch das im Artikel nicht erwähnte Rumänien hinzuzuzählen wäre. Leider wird das ein Wunschgedanke bleiben, auf die milliardenschweren Zahlungen aus der Gemeinschaft wollen gerade diese Staaten nämlich nicht verzichten. Und daran, dass man dauerrebellierende Staaten auch gegen ihren Willen aus der Gemeinschaft entfernen kann, hat bei der Konstruktion der EU mit zugehörigen Gesetzen und Verträgen leider niemand gedacht. Vermutlich einzig überhaupt denkbare Möglichkeit wäre daher, diesen Staaten den Geldhahn abzudrehen, vielleicht kommt es dann doch noch zum erhofften „freiwilligen“ Austritt von Rumänien und Gleichgesinnten. Klar ist, dass die EU in der derzeitigen Form ein Witz ist und dies leider letztendlich auch dazu führt, dass immer mehr Wähler in der EU politisch radikale, die EU ablehnende, Parteien wählen.

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udo88 31.12.2017, 13:17
121. Wollt ihr das totale Europa?

DCBs Ansichten sind einfach nur zum gruseln. GB ist wirtschaftlich so stark wie letztplazierten 20 (!!) EU Staaten. Merkels Politik der offenen Scheunentore, ohne Sinn und ohne Verstand haben den Ausschlag für den Brexit gegeben. Statt die richtigen Schlüsse und Konsequenzen aus diesem Fall zu ziehen soll man jetzt EU Länder die eine andere Meinung zum Thema Flüchtlinge haben ausgrenzen und ausschliessen. Grüne Ideologie pur. Dümmer gehts nimmer. Die Grünen waren schon immer der Meinung dass das deutsche Volk per se böse ist und ausgedünnt werden muss um es zum guten zu verändern. Nun, andere Länder sind da anderer Meinung. Interessant wäre es wenn GB und andere willige Länder eine wie auch immer geartete Union gründen würden mit einem gemeinsamen Markt, gemeinsamen Finanzmarkt aber ohne Personenfreizügigkeit bzw. mit einer reglementierten. Warum muss man mit Gewalt Dinge durchsetzen die massive Probleme in der Bevölkerung hervorrufen? Das wird nicht gutgehen. Die Staaten sollen selbst bestimmen können / dürfen wer sich zum leben und arbeiten niederlässt.

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Japhyryder 31.12.2017, 13:18
122. Mal nicht so melodramatisch

Daniel Cohn-Bendit in "tiefe Resignation Verfallen"? Wäre mir neu. Ich fand den immer zuversichtlich und leidenschaftlich. Und er war und ist einer, der sich für Europa einsetzt. Immer. Aber er scheut sich nicht unbequeme Fragen zu stellen. Und das finde ich gut. Weil er damit Barrieren aufbricht und Denkanstöße liefert. Den Leuten nach dem Mund zu reden, war seine Sache nie.

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junghecker 31.12.2017, 13:18
123. Widersprüchlich

Cohn-Bendit hat die Osterweiterung der EU in der Vergangenheit als Garantie für den Frieden in Europa vehement verteidigt, obwohl schon damals viele ökonomsiche und politische Argumente dagegen genannt wurden. Nun tut er mit seiner Ausladung dieser rechtsextremen Länder so, als ob er die Weisheit mit Löffeln gefressen hätte. Etwas mehr Selbstkritik wäre ngebracht...., aber soetwas hört man ja bekanntlich von Politilkern nicht.

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scratchpatch 31.12.2017, 13:22
124. Interessenausgleich mit Polen wäre etwas anderes als mit den Briten

So einfach wird das wohl nicht. Beim Brexit geht es ja nicht nur um rechtliche Konstruktionen, sondern auch um einen Interessenausgleich. Mit Polen sähe so ein Interessenausgleich ganz anders aus. Das erinnert mich ein bisschen an Trump und Nafta, dann wäre Großbritannien Kanada und Polen Mexiko. Ich glaube, Polen hätte bei einem EU-Austritt sehr, sehr, sehr schlechte Karten. Auch wenn es da z.B. sicherheitspolitische Interessen der EU gibt, so wüsste man doch, dass Polen mit seiner anti-russischen Haltung nie auf westlichen Beistand verzichten würde/könnte/wollte. Vielleicht wäre das aber auch heilsam für polnische Ambitionen, mal zu sehen, wie das ist, alleine da zu stehen. Besser wäre sicher ein Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Vielleicht bekommen wir ja bald mal eine Regierung und dann können Merkel und Macron loslegen mit der Neugestaltung Europas. Sicher kann das nicht nur den Haushalt betreffen, sondern auch Entscheidungsprozesse, die nicht von einem Mitglied oder gar einer Region (CETA und Wallonien) blockiert werden können.

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santoku03 31.12.2017, 13:23
125.

Es täte der EU in der Tat gut, wenn die ehemaligen Ostblockländer, die mit der EU ohnehin (außer Abkassierenvon Subventionen) nichts am Hut haben, die EU verlassen und auf den Beziehungsstatus etwa der Türkei zurückfallen würden. Leider ist denen das Hemd näher als der Rock, und daher wird es beim Stänkern und Kassieren bleiben.

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niacoupr 31.12.2017, 13:26
126. 625 EUR/Jahr pro EU-Beamten?

Zitat von mr_stagger_lee
Die EU Verwaltung leistet sich um 28 Staaten zu koordinieren etwas mehr als 40000 Beamte und Angestellte. Die Stadt Hamburg hat 60000. Runtergerechnet auf jeden EU Bürger kostet der "gigantomanische Apperat" 0,05 Euro ( 5 Cent) pro Nase pro Jahr. Wow, wie ineffizient!
Die EU hat etwas mehr als 500 Millionen Einwohner. Wenn die EU-Verwaltung also nur (Zitat) „0,05 Euro ( 5 Cent) pro Nase pro Jahr“ kosten soll, macht das bloss 25 Mio. Euro pro Jahr. Folglich soll also jeder der 40 000 Eu-Beamten und Angestellten also nur 625 EUR pro Jahr kosten („verdienen“)?
Vielleicht kann man in England doch etwas überzeugender rechnen als in Brüssel - oder unter anderen EU-Apologeten?

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graf koks 31.12.2017, 13:27
127.

Zitat von Freidenker10
Natürlich geht es nicht um das deutsche Geld, aber trotzdem schön wenn man es bekommt und am besten natürlich mehr davon, man will ja was zum Verteilen haben um Abhängigkeiten zu schaffen! Warum soll Europa denn ums Verrecken eine Einheit werden, wenn deren Bevölkerungen das nicht wollen? Es reicht doch einen gemeinsamen Markt zu haben und ein paar flankierende Regeln, warum muss es denn Europa total sein? Wollen die Brüsseler am Ende nur ihre eigenen Pfründe schützen? Ein derart gigantonomischer Apparat wie die Brüsseler Bürokratie kostet Unsummen und die beteiligten Personen beziehen Gehälter und Absicherungen ( von denen Herr Cohn-Bendit auch sehr gut leben kann und will ) von denen die allermeisten in der Herkunftsländern nur träumen können! Mir kommt die Brüsseler Politik eher wie ein Selbstzweck vor, aber das wiederum haben sie mit der derzeitgen deutschen Politik gemein...!
Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen, und natürlich geht es nicht um das Geld der Deutschen.
An dem Tag, an dem die Zahlungen aus Berlin ausbleiben, bricht die EU wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ein Jammern und Wehklagen geht durch die Flure in Brüssel, die Bankhäuser in Griechenland, die Mafia-Paläste in Italien. Der einzige Anreiz, den Zirkus mitzumachen, ist hinfort.

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santoku03 31.12.2017, 13:28
128.

Zitat von the_seer
Selbstverständlich wäre es das Beste, wenn die Staaten, die die europäischen Werte grundsätzlich, teilweise kategorisch, ablehnen die EU verlassen würden. Wobei hier auf jeden Fall noch das im Artikel nicht erwähnte Rumänien hinzuzuzählen wäre.
Das wird leider auch daran scheitern, dass dEUschland diese Länder (insofern ganz analog zum Deutschen Reich) als Pufferstaaten gegen Russland braucht und diese das genau wissen.

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Thomas_3477 31.12.2017, 13:33
129. Mit Deutschland und Skandinavien

Der Brexit könnte vielleicht viel schneller zu einer Nord-EU werden, als den vielen meist linken Politikwissenschaftlern lieb ist.
Wenn Staaten nur normale Wirtschaftsbeziehungen mit freiem Handel haben wollen, dann könnten sich England, Deutschland, Holland, Visegrad, Österreich und Skandinavien zusammenschließen.

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