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Ex-Europaabgeordneter der Grünen: Cohn-Bendit sieht Brexit als Vorbild für andere EU-
AFP

Der Brexit hat nur negative Folgen? Nicht unbedingt, sagt Daniel Cohn-Bendit, Ex-Europaabgeordneter der Grünen. Die EU könne sich "gesundschrumpfen", wenn mehr Länder Großbritannien folgen.

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witwe_bolte 31.12.2017, 10:30
20. Verlassen, entlassen, zwingen?

Bei jede Überlegung darüber, das Länder die EU verlasen sollen, wollen, müssen, muss bedacht sein:
Mit dem Beitritt zu EU erlangt jedes Land die Mitgliedschaft in der EU solange das Land es will.

Weder in den Statuten zum Beitritt, noch als Mitglied in der EU stehen Gesetze dafür, nach denen ein Land in der EU, welches diese verletzt, von der EU zum Austritt aus der EU gezwungen werden kann.

Denn wer von der EU soll das bestimmen und auch durchsetzen? Die EU - Kommission, die weder die rechtlichen Grundlagen dafür vorweisen kann noch eine Exekutive befehligt ein EU-Mitglied gewaltsam, gegen dessen Willen von der EU zu trennen?

Was also bleibt ist der freiwillige Austritt eines Landes aus der EU. Und damit fängt es eigentlich erst richtig an:
Denn die Länder, die von der EU - Mitgliedschaft sich Vorteile versprechen, mit finanziellen Hilfen rechnen können, warum sollten die auf die Idee verfallen die EU zu verlassen, wo sie doch keiner zwingen kann?

Nur Länder, die Geberländer, Länder die mehr Nachteile als Vorteile in der EU erleben, die kommen auf den Gedanken die EU zu verlassen. Und merken die Geberländer das Großbritannien trotz des Verlassen der EU sich gut entwickelt und EU - Probleme los geworden ist, welche sie fesseln, dann werden genau die starken EU-Länder sich überlegen, Großbritannien als Vorbild vor Augen zu folgen.

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chiefseattle 31.12.2017, 10:31
21. Wunschdenken

Schön wär's ja. Allerdings kann man kein Land aus der EU rausschmeissen. Solange Polen, Ungarn, etc. Millionenbeträge einheimsen, werden sie nicht gehen wollen. Die Visegrad-Union ist ein politisches Phantasiegebilde und keine wie immer geartete Union. Unterstützung kann daher nur von den USA, Russland oder der Türkei kommen, wahlweise.

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henry.miller 31.12.2017, 10:32
22.

Mir reicht ein wirtschaftlicher Zusammenhang nicht. Die EU sollte die Völker zusammenbringen und gemeinsame Werte schaffen. Das hat bis heute auch gut funktioniert. Aber irgendwie fühlt sich ja ein jeder eingeschränkt, wovon eigentlich, weiß niemand

Welche Alternative gibt es? Nationalismus?

Was den Brexit angeht: Übriggeblieben ist ein gespaltenes Land mit 0,6% Mehrheit für den Brexit. Selbstgemachte Probleme, werden zu solchen der EU umformuliert.

Wohin das die Briten führen wird, sehen wir noch. Alleine ist man selten stärker.

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Liberalitärer 31.12.2017, 10:34
23. Nato

Zitat von seppfett
Für die Bevölkerung dieser Staaten wird das aber dramatisch wieder Spielball zwischen Ost und West zu werden. Ein Austritt aus der EU ermöglicht Russland wiederum direkten Einfluss auf diese Staaten zu nehmen - eine Russ-Union, ob freiwillig oder nicht, ob NATO oder nicht, könnte die Folge sein. Im Prinzip handeln die Nationalisten in Ungarn und Polen bereits im Interesse Russlands : Ein Puffer zwischen Ost und West.
Oft gesagt, aber nicht bewiesen. Die NATO ist - wie Sie schreiben - auch noch da und z.B. die Polen werden nicht so schnell zu Russophilen mutieren. Germanophil werden sie allerdings auch kaum werden. DCB sieht das schon richtig, man kann niemanden zwingen. Wenn man in der EU bleiben will, dann muss man gewisse Dinge schlucken, wenn man das nicht will, dann ist es auch nicht der Weltuntergang. Wichtiger für Menschenrechte etc. ist ohnehin der Europarat.

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nic 31.12.2017, 10:36
24.

Gesundschrumpfen ohne Frage sehr gute Idee. Was seine Begeisterung für Macron betrifft, erstmal ein klares Nein von mir.

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Havel Pavel 31.12.2017, 10:37
25. Gesundschrumpfen ist gut

die Frage stellt sich allerdings wer zählt am Ende zu den "Kranken" und gerade dies ist wohl eine derzeit kaum seriös zu beantwortende Frage! Wer mit offenen Augen und vielleicht noch unverblendet durchs Leben geht dem kommen so manche Zweifel! Und dazu noch ausgerechnet aus dem Munde eines Cohn Bendit solche Sprüche zu hören haben noch etwas ganz besonders Pikantes an sich! Details hierzu kann ich mir wohl ersparen.

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lupenrein 31.12.2017, 10:37
26. Cb

macht eine Prognose und diese ist richtig.
Frankreich wird seine nationale Identität , so wie BG,
niemals aufgeben.
Deutschland dagegen wird als Nation von der Landkarte
verschwinden und als internationales Vielvölker-Veerwaltungdprotektorat
fungieren.
Vorher aber wird Deutschland, solange wie möglich noch als
Goldesel und Leferant von Hilfstrulppen die westlichen Werte
verteidigen, das alles natürlich historisch bedingt.

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mr_stagger_lee 31.12.2017, 10:40
27. irrsinniger gigantomanischer EU Bürokratie Apperat

Die EU Verwaltung leistet sich um 28 Staaten zu koordinieren etwas mehr als 40000 Beamte und Angestellte. Die Stadt Hamburg hat 60000. Runtergerechnet auf jeden EU Bürger kostet der "gigantomanische Apperat" 0,05 Euro ( 5 Cent) pro Nase pro Jahr. Wow, wie ineffizient! Heerscharen an Behörden in den 28 Mitgliedsstaaten die sich alle untereinander ins Benehmen setzen müssten, wäre da natürlich deutlich cleverer. Man sollte mal UK fragen wieviel zusätzliche Stellen sie nach dem Brexit planen um alle zusätzlichen admin. Aufgaben zu bewältigen.

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Atheist_Crusader 31.12.2017, 10:40
28.

Ganz Unrecht hat er nicht: die EU sollte nur aus Ländern bestehen die tatsächlich die europäische Idee unterstützen und nicht bloß Vorteile abgreifen wollen.

Aber... wie will man das verwirklichen? Freiwillig gehen werden die wohl nicht so leicht - es sei denn man schafft ein paar Regeln ab die es ihnen erlauben ihre Egotour zu fahren (wie die Konsenspflicht). Und rausschmeißen ist nicht nur schwierig, sondern wäre auch ein Schlag ins Gesicht der überzeugten pro-Europäer in diesen Ländern.

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stadtmusikant123 31.12.2017, 10:42
29. immer mehr Brüssel ist simpel und stupid

Macrons Ideen als Zukunft für die EU zu betrachten zeigt überdeutlich, dass CP an von einer noch zentralistischeren EU träumt alsl es viele eben nicht so wollen.

Die Idee mit dem EU-Fond und Finanzminister ist vom Grundsatz her ein Rohrkrepierer, weil der nicht mehr zu korrigierende Fehler der ist, das wirtschaftlich unterschiedlich starke Volkswirtschaften mit einer Währung hantieren.Der Euro für alle ist ein Riesenbullshit.
Diesen Fehler lässt man derzeit auf Kosten der Bürger durch die EZB-Politik kaschieren.

Die Jahre (Jahrzehnte) , die es dauern wird, bis die Volkswirtschaften annähernd gleich stark entwicklet und wettbewerbsfähig sind, werden mit einer Null-Zins- und Inflationspolitik teuer erkauft werden müssen.
Und auch dann ist es mehr als nur fraglich , ob die unterschiedlichen Volkswirtschaften nicht doch weiter auseindander gedriftet sind.

Die alte Idee, dass des eine "harte Euro-Gruppe" und eine "weiche Euro-Gruppe" geben sollte, bis man annähernd ein gleiches Niveau hat wäre sinnvoller, als das Heil in immer mehr Brüssel zu suchen.

Dazu kommt noch, dass wir immer noch keine demokratische Struktur in der EU haben, solange nicht jede Wählerstimme gleich viel wert ist, ist die ganze EU zum Scheitern verurteilt. Der Wähler wird sich auf ewig einlullen lassen.

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