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Ex-Europaabgeordneter der Grünen: Cohn-Bendit sieht Brexit als Vorbild für andere EU-
AFP

Der Brexit hat nur negative Folgen? Nicht unbedingt, sagt Daniel Cohn-Bendit, Ex-Europaabgeordneter der Grünen. Die EU könne sich "gesundschrumpfen", wenn mehr Länder Großbritannien folgen.

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jkbremen 31.12.2017, 10:42
30. Absolut richtig

was CB sagt und zwar sowohl in Bezug auf Austritt nicht gemeinschaftswilliger Staaten (Polen, Ungarn, Tschechien, Dänemark) und nicht gemeinschaftsfähiger Staaten (Zypern, Malta, Bulgarien, Rumänien) angeht, als auch was weiteres Zusammengehen von Deutschland, Frankreich, Benelux und Österreich angeht.
Wichtigstes Ziel muss sein, in der EU Handlungsfähigkeit zu gewinnen.

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jjcamera 31.12.2017, 10:44
31.

Zitat von syt
sind,sich an Europa zu beteiligen,sollten sie besser einen eigenen Weg finden.Nur seine Vorteile aus einer Mitgliedschaft zu ziehen,geht nicht auf Dauer.
Europa ist keine Wahlgemeinschaft, sondern ein Kontinent. Ein Kontinent, der sich in der Geschichte immer wieder zusammenraufen musste.
Sie machen "Landkartenspielchen", so wie Herr Cohn-Bendit und schon viele vor ihm, die versuchten, die Grenzen Europas neu zu ziehen. Das ging nie gut aus. Mit friedlichen Mitteln kann man ein Land nicht von der Karte streichen.
Warum sollten die Polen zum Beispiel, die schon mehrfach in der Geschichte Europas von Franzosen, Deutschen und Russen überfallen oder besetzt wurden, jetzt vor ein Ultimatum gestellt werden: Wenn ihr nicht nach unserer Pfeife tanzt, dann raus aus Europa?

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bikerrolf 31.12.2017, 10:44
32. Völlig richtig

Die EU wird nur als Werte- Gemeinschaft überleben. Die Reduktion auf einen Kern von Staaten, die sich nicht als Speerspitze von Nato und USA verstehen, ist besser als Beitrittsverhandlungen mit dem Westbalkan oder der Türkei. Nur eine auf ihren Kern geschrumpfte EU wird die Bürgern für eine weitere Vertiefung gewinnen können.

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franz.v.trotta 31.12.2017, 10:44
33.

Aber was sagt eigentlich die mächtigste Frau der Welt zu diesen Überlegungen und Plänen. Unterstützt sie die Vorhaben Macrons? ist sie für eine kleine oder eine große EU, befürwortet sie den Brexit und sieht darin ein Modell für andere Länder, will sie die weitere Emanzipation von den USA, u.a. auf dem Gebiet der Rüstung? -- Wartet sie ab, wie sich die Dinge entwickeln? Wird sie die kühle, rationale Naturwissenschaftlerin bleiben, die die konservativen Blätter bejubeln? -- Man würde schon gern mal etwas erfahren. Vielleicht heute abend?

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stadtmusikant123 31.12.2017, 10:48
34. xxx

Zitat von lesheinen
Cohn-Bendit spricht den Grundfehler der EU an: Jeder Staat konnte und kann potentiell beitreten und dann mit dem Prinzip "Einstimmigkeit" die EU ad absurdum führen. Ein Zwang zum Zusammenraufen ist auf der einen Seite gut, auf der anderen öffnet er der Erpressung Tür und Tor. Weiter sind Urteile des Europäischen Gerichtshofes für manche Staaten nicht das Papier wert, auf dem sie stehen, wie kürzlich zu sehen war. Die Urteile werden einfach ignoriert, eine Zwangsvollstreckung ist nicht möglich. Auch ein Webfehler. Diese Missachtung sollte mit automatischen Sanktionen verknüpft sein. Die EU muss sich nicht unbedngt gesundschrumpfen, es reicht, das Prinzip der Einstimmigkeit abzuschaffen und eine gewisse Mehrheit ausreichen zu lassen, wobei die Anzahl der Stimmen nach der Kopfzahl der Bevölkerung gewichtet sein sollte. Da wird mancher Staat in den sauren Apfel beißen müssen, auch Deutschland, aber dann kann man sehen, wer es ernst meint mit EUROPA oder wer es nur als Vehikel für Partikularinteressen benutzt. Jetzt ist das natürlich zu spät. Solche Änderungen können ja nur einstimmig beschlossen werden, und diese Einstimmigkeit herbeizuführen ist schwieriger als die Quadratur des Kreises. Also verbleibt wirklich nur das von Cohn-Bendit angesprochene Gesundschrumpfen.
Wir haben ja jetzt schon überwiegend Mehrheitsentscheidungen.

Gewichtete Stimmen bzw. Abstimmungen.

Nur leider wir da immer wieder vergessen, das die Stimmen , die die einzelenen Länder haben , nicht dem Bevölkerungsanteil entsprechen.
Kleine Länder sind überproportional vertreten. Das müsste erst einmal auf demokratische Beine gestellt werden.

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jkbremen 31.12.2017, 10:50
35. und falls

nicht gemeinschaftswillige und nicht gemeinschaftsfähige Länder aufgrund von Subventionen nicht austreten wollen, dann kann ja auch Deutschland - ggfs. mit Frankreich - den Austritt erklären. Ohne Deutschland ist dann schnell Schluss mit dem EU-Club und Deutschland und Frankreich können dann mit einigen wirklich Willigen eine neue EU gründen und die alten Fehler vermeiden.

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kobra21 31.12.2017, 10:50
36. Es geht ums Geld!

Ohne das Geld aus Deutschland geht es in der EU nicht. Vergessen wird dabei gerne, dass es sich um das Geld der deutschen Steuerzahler handelt.
Die Menschen in Deutschland, die zu 30% die EU und ihre Politik fianzieren, wurden und werden nicht gefragt, ob sie überhaupt diese Politik wollen.
Wir hatten doch die EWG, die hervorragend funktionierte. Sie war überschaubar und effektiv.
Der Vorschlag von Cohn-Bendit zielt doch nur darauf ab, dass
kritischen Ländern (damit den Menschen in diesen Ländern) ein
Maulkorb verpasst werden soll.
Demokratie sieht anders aus.

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herhören 31.12.2017, 10:52
37. So ist es

Hier spricht einer, der keine diplomatischen Rücksichten nehmen muss, aus, wie es gehen kann. Eine europäische Verfassung, eine handlungsfähige europäische Regierung, eine einheitliche Finanz- und Verteidigungspolitik und das ohne die, denen Nationalismus über alles geht. So, und nur so, hat Europa und damit auch Deutschland eine gute Zukunft.

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denny101 31.12.2017, 10:52
38.

Zitat von petra.blick
Europa wird als Bürgerzwinger wahrgenommen und die Industrie/Politik ist der Wächter.
Das sehen nur Menschen so, die weder die Zusammenhänge begreifen noch den Durchblick haben für das, was die EU uns bei allen Schwierigkeiten bisher schon gebracht hat.
Ich sehe sie als einzigartiges Projekt, als Befreiung von nationalstaatlicher Enge, als Fortschrittsmotor, als Garant für Umweltschutz und Bürgerrechte.

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opinio... 31.12.2017, 10:54
39. konsequent werden und bleiben

EU, dabei geht es um viel Geld und Wirtschaft, aber nicht ausschließlich.
Es geht um Europäische ethische Werte. Und wenn man genauer hinschaut, so sind es Westeuropäische Werte und Kultur. Auch wenn es bald 2000 Jahre her sind, das Römische Reich zeigt auch hier noch Nachwirkungen. Auf keinen Fall zu vernachlässigen ist der Zusammenhang von Sprache und Kultur haben unterschiedliche Wurzeln. Auch diese Sicht ist bei den Brüsseler Bürokraten nicht stark entwickelt, weshalb man darauf nicht ausreichend Rücksicht genommen hat.

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