Forum: Politik
Ex-Geheimdienstchef: "Großbritannien erlebt einen politischen Nervenzusammenbruch"
REUTERS

Die Tory-Spitzenkandidaten ohne Format, der Ruf des Landes international beschädigt: John Sawers, Ex-Chef des britischen Geheimdienstes MI6, hat in einem Interview mit den Brexit-Akteuren abgerechnet.

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OHaus 06.07.2019, 16:25
10. Seit langem die beste Zusammenfassung

Atheist_Crusader, Sie haben mir aus der Seele gesprochen. Für mich war das der beste Beitrag, den ich zu diesem Thema jemals gelesen habe.

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spon_7302413 06.07.2019, 16:25
11. Wer anderen eine Grube gräbt.

Wessen Geistes Kind die Hardcore-Brexiters sind, sollte inzwischen jeder mit Verstand begriffen und erfasst haben. Wenn sich die Bevölkerung eines Landes oder einer Region mehrheitlich darauf einigt, den submedioker Begabten hinterher laufen zu wollen, müssen sie wohl kollektiv auf die Nauze fallen und damit ein anschauliches Beispiel für alle anderen liefern. Denn offenbar konnte sich niemand vorstellen, wie jämmerlich und kleinkariert eine vorgebliche "Elite" sein und sich aufführen kann, um ihrem individuellen Trotzbedürfnis einer in die Bedeutungslosigkeit verdrängten Kaste angemessene Geltung zu verschaffen. Die werden alle nicht darunter leiden, denn das sind ja zumeist die zwar wenig Kompetenten, aber dafür umso weicher Gebetteten aus der englischen Oberschicht. Bezahlen werden - wie immer, wenn sich die Oberschicht ihre Eskapaden leistete - die Mittelschicht und diejenigen, denen es ohnehin nicht sonderlich gut geht. Schon heute ist Britannien auf dem absteigenden Ast, die Wirtschaftskraft geht zurück, die Investoren verlassen das Land. Alles vorhersehbar, alles geleugnete Fakten, wie gehabt. Und auch konsequent. Ein imaginäres "Empire", pathologisch paranoid, eitel, seinem ehemaligen kolonialen Weltmachtstatus nachtrauernd, zerlegt sich selbst. Und nach dem vorhersehbaren Scheitern sucht Britannien vermutlich einen Sündenbock. Natürlich nicht bei den wahren verantwortlichen, denn das wären ja alle Initiatoren und Claqueure selbst, sondern irgendwo da draussen... wo die Feinde leben ... ach, wer konnte es vergessen, natürlich ist an allem Kontinentaleuropa schuld, wer auch sonst... ;-)

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obachmann 06.07.2019, 16:26
12. @2

1. "Man hat die Bürger eine Entscheidung treffen lassen, die in ihren Umfang und Folgen so komplex ist, dass sie ganz einfach nicht in Laienhände gehört." Es haben genau diejenigen entschieden, die es betrifft und welche die Folgen der Entscheidung tragen, nämlich die Bürger selbst. Das nennt man übrigens Demokratie. 2. "Man hat die Entscheidung um einen gravierenden Kurswechsel für die Zukunft des Landes mit einer hauchdünnen Mehrheit gewinnbar gemacht. Derart einschneidende Änderungen benötigen üblicherweise mehr als eine simple Mehrheit." Mehrheit können knapp sein. Aber Mehrheit bleibt auch dann Mehrheit.
3. "Anschließend hat man das Ganze dann noch als politisches Manöver ohne Not für bindend erklärt." Stimmt nicht, man hat es bereits vorher für bindend erklärt. 4. "Die komplette Kampagne war von Lügen und Fehlinformationen gezeichnet (und von der jahrzehntelangen Tradition der Anti-EU-Hetze gewisser Personen, Parteien und Medienorgane fange ich mal gar nicht an), primär (aber nicht ausschließlich) auf der Leave-Seite." Beide Seiten haben übertrieben. Das gehört zu jeder Abstimmung. Übrigens auch in Parlamenten.

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vaikl 06.07.2019, 16:26
13. Die demokratischen Prozesse...

..haben im Brexit nicht ihren Niederschlag, sondern ihre Hinrichtung gefunden. Dank Boris und Nigel.

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Schartin Mulz 06.07.2019, 16:35
14. Das Land

war, was die EU-Mitgliedschaft angeht, schon lange "gespalten". Und es wäre auch weiter "gespalten", wenn das Referendum knapp gegen den Brexit ausgegangen wäre.
Wenn die Mehrheiten bei einem so wichtigen Thema so knapp sind, wird immer eine Hälfte total unzufrieden sein.
Egal, wie man zum Brexit steht, dadurch, dass in deutschen Medien nur Briten zu Wiort kommen, die gegen den Brexit sind, entseht hier ein faasches Bild der Stimmungslage. Wie die EU-Wahlen geziegt haben, ist trotz der bisher gescheiterten Verhandlungen immer noch ein großer Teild er Briten FÜR den Brexit.

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robert.hasedonk 06.07.2019, 16:37
15. Ist es ein Nervenzusammenbruch der Gesellschaft?

Oder doch nicht eher eine Funktion der schwindenden Kompetenz der Führungskräfte des politischen Apparats, der schleichend in den letzten Jahren immer unfähigere Leute in Position brachte. Das ist der Konstruktionsfehler des Nepotismus, wenn die Zirkulation der Eliten nicht funktioniert.

Das Peter-Prinzip von 1969 sagt aus, dass in einer Bürokratie jeder Beschäftigte bis zu seiner Stufe seiner individuellen Unfähigkeit aufsteigt. Ich setze hinzu, dass Unfähigkeit oben sich auf die ganze Organisation in einem Beziehungsgeflecht (Vit. B.) mit zunehmenden Auswirkungen der Inkompetenz in deren Aufgabenerfüllung auswirkt. Unten haben Sie dann irgendwann nur noch Deppen.

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bernie_witzbold 06.07.2019, 16:40
16. So isses...

Zitat von iasi
(...)Ständig werden irgendwelche Experten aufgefahren, die immer ganz genau wissen, was das Beste ist.
Man sollte keine "Experten" mehr "auffahren", sondern nur noch iasi fragen, was das Richtige ist! Eben noch haben Sie ja gezeigt, warum die Sachsen-AfD trotz Versemmeln der Wahlliste alle Stimmen in Sachsen bekommen sollte. Und jetzt der Brexit...

Mit Experten wie Ihnen würde wahrlich alles besser auf der Welt!

Mein Gott, hätten die Briten mal Experten befragt, statt diesen Brexit-Schwachsinn in die Hand von Dilettanten zu legen. Hierzulande wird es hoffentlich nie zu "Volks"abstimmungen zu lebenswichtigen Fragen kommen.

Wie sagte F.J.Strauß immer so schön: Vox populi vox Rindvieh!

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klimaterium 06.07.2019, 16:42
17. @Haarfoen

"The difference between intelligence and stupidity is that the former is limited the latter is not.".

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frenchie3 06.07.2019, 16:44
18. @9 Antworten auf Ihre Fragen

"Und was war es nochmal, das einen Geheimdienstchef derart qualifiziert, dass er solche Analysen erstellen kann?" Vielleicht sein Job? Unter vielem anderen Offensichtlichen. "....warum lässt er sich denn nicht wählen?" Sorry, so blöd wie die Frage ist wird SpOn eine passende Antwort nicht veröffentlichen. "...irgendwelche Experten aufgefahren, die immer ganz genau wissen, was das Beste ist". Stimmt, man hätte besser Sie gefragt

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Pfaffenwinkel 06.07.2019, 16:46
19. Die Briten sind Masochisten

Anders ist es nicht zu erklären, warum sie sich den Brexit antun.

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