Forum: Politik
Ex-Grüne Elke Twesten: Niedertracht in Niedersachsen
DPA

Die Zollbeamtin Elke Twesten gibt mit ihrem Wechsel von den Grünen zur CDU ein Beispiel für den diskreten Charme der Bourgeoisie.

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aschie 07.08.2017, 21:34
210. Verfassungsrechtler

"Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat"
Welcher Mensch hat jemals seiner Verfassung zugestimmt?
In den USU dürften die alle schon tot sein.
England? Die haben nicht mal eine.Frankreich? da wurde auch niemand gefragt.
Theoretisch müssten wir alle 20 Jahre neu abstimmen lassen es kommen ja immer neue neue Menschen dazu die haben das ja auch nicht legitimiert.Eine Verfassungsgebende Versammlung gabs schon und mindestens 20 Bundestagswahlen danach.
Kritiesieren ist schön und gut nur was soll sich denn ändern damit es besser wird .
Bestimmt ist nicht alles perfekt aber das Grundgesetz hat sich bewährt.Wollen sie das wirklich komplett in Frage stellen?

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Aberlour A ' Bunadh 07.08.2017, 21:37
211. hätten wir ein besseres Deutschland?

Zitat von Rationalist
Nun, wenn ein Abgeordneter keinem Fraktionszwang unterliegt, kann er sich verhalten, wie es seinem Gewissen entspricht. Wenn Frau Twestens von den Grünen in die CDU wandert, ist das völlig in Ordnung. Wenn sie bei ihrer alten Partie keinen Beifall mehr findet, zieht sie in eine andere um. Mir imponiert das. Wenn Abgeordnete der CDU, denen Frau Merkels Politik nicht gefiel, ebenso gehandelt hätten, hätten wir ein besseres Deutschland.
Kleiner Einwand: Das Deutschland, das Sie offensichtlich präferieren, wäre in meinen Augen natürlich das schlechtere Deutschland. Einer politischen Partei beizutreten heißt, sich auf Grundsätze festzulegen. Das heißt nicht, dass in jedem Punkt immer alle gleicher Meinung sind. Daher hat jede Partei ihre Flügel. Und so kommt es, dass z.B. der Arbeitnehmerflügel der CDU in manche Fragen näher an der Sozialdemokratie ist als am eigenen Wirtschaftsflügel. Deswegen muss man aber nicht gleich die Partei wechseln. Das ist doch lächerlich. Nehmen Sie zum Vergleich mal einen Kämpfer vom alten Schrot und Korn wie Wolfgang Bosbach. Ich bin bestimmt nicht seiner Meinung, aber wie er um seine (Minderheiten-)Position in der CDU gekämpft hat, nötigt mir Respekt ab. Und die Differenzen die Bosbach mit der Führung seiner Partei hat, sind bestimmt gewichtiger als Märchen vom bösen Wolf. Apropos böser Wolf: Er musste sich sogar mal von Merkels damaligen Kettenhund Ronald Pofalla derbe abmeiern lassen. Ist er deswegen zur AfD gewechselt? Bosbach: "selbst mit vier Promille" nicht. Das heißt nicht, dass ein Politiker nicht mal die Partei wechselt oder wechseln sollte. Schließlich wollen wir ja nicht, dass sich jemand bis zur Selbstaufgabe verbiegt. Es ist nur eine Frage der politischen Hygiene wie das geschieht und vor allem zu welchen Zeitpunkt. Tut mir leid, mir imponiert das Verhalten von Frau Twesten überhaupt nicht. Im Gegenteil. Unabhängig von der jeweiligen Partei die betrachtet wird. Wenn das Schule machen würde, würde die Politik aus meiner Sicht das letzte bisschen Vertrauen auch noch verlieren. Politiker die nach Karrieregesichtspunkten je nach Bedarf die Parteien wechseln wie Gerd Schröder die Ehefrauen. Nein Danke.

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vo_je 07.08.2017, 21:41
212. Viel Lärm um nichts

Frau Twesten hat die Seiten gewechselt, die sich ja zum Verwechseln ähnlich sind. So what? Die SPD heult; aber in diesem Zusammenhang darf daran erinnert werden, daß ihre Dirigenten verstummten, als Frau Ypsilanti von den eigenen Genossinnen auf das Übelste im Stich gelassen wurde. Frau Twesten hat in brutaler Weise deutlich gemacht, was wohl für die meisten Abgeordenten gilt: der Eigennutz steht an erster Stelle, und das Gemeinwohl ist die ideologische Floskel, mit der sie sich maskieren. Im Übrigen: Wer würde sich wohl noch wählen lassen, wenn das fürstliche Einkommen, das den Landes- wie Bundestagsabgeordneten gewährt wird, auf das durchschnittliche Einkommen in diesem Land herabgesetzt würde? Auch wenn es blauäugig klingen mag: Es wären die Glaubwürdigen, die nicht Korrumpierbaren, die Unabhängigen.

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