Forum: Politik
Ex-Kanzleramtsminister: Bahn-Aufsichtsrat hat "keine Kenntnis" über Posten für Pofall
AFP

Neue Wendung im Fall Pofalla: Der Bahn-Aufsichtsrat hat nach eigenen Angaben "keine Kenntnis" von der Schaffung eines neuen Vorstandsressorts für den Ex-Kanzleramtschef. Der SPIEGEL hatte über Widerstand in dem Gremium gegen die geplante Berufung berichtet.

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euslei 05.01.2014, 21:13
10. Pofalla oder die Verwilderung demokratischer Sitten

An dem Fall Pofalla ist wieder mal festzustellen, dass die Demokratie in der BRD nicht mehr funktioniert. Die Merkel wird hier wieder geschont, wer soll den glauben, dass die Merkel nicht frühzeitig in diesen Fall eingeweiht wurde, denn ohne ihre Zustimmung, würde der Pofalla den Job nicht bekommen. In den Medien kein Wort darüber, obwohl der Zusammenhang doch vollkommen klar ist. Mehr Demokratie wagen, war das Wort von Willy Brandt 1969, was erleben wir heute mit Unterstützung der Medien, Demokratieabbau und die Mehrheit der Deutschen nimmt es billigend in Kauf.
In den Medien wird dann, wenn es um den Übergang von Politiker in die Wirtschaft geht, immer wieder G. Schröder angeführt, obwohl, dies mit den gegenwärtigen Ereignissen überhaupt nichts zu tun hat. Er ging in die Wirtschaft, als er abgewählt wurde, von Klaeden, Wissmann, Koch gingen aus ihren Ämtern auf ihre neue Positionen. Lügen und diffamieren war aber schon immer bei den "Christen" ein wichtiger Bestandteil, der politischen Auseinandersetzung.

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buntesmeinung 05.01.2014, 21:13
11. Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt,

Zitat von sysop
Neue Wendung im Fall Pofalla: Der Bahn-Aufsichtsrat hat nach eigenen Angaben "keine Kenntnis" von der Schaffung eines neuen Vorstandsressorts für den Ex-Kanzleramtschef. Der SPIEGEL hatte über Widerstand in dem Gremium gegen die geplante Berufung berichtet.
das riecht nicht nach Versorgung, das ist Versorgung!
Und ich bin keinesfalls damit einverstanden, dass abgehalfterte Politiker solche Versorgungsposten auf Kosten der Steuerzahler bekommen.
Mir sind schon die Ausgaben für Herrn Wulff zuviel, der nach so kurzer Amtszeit den vollen Ehrensold mit allen zusätzlichen Vergünstigungen erhält.
Allmählich reicht es!

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citizen_k 05.01.2014, 21:16
12. Agendaisten finden Partei übergreifend Anschlussverwendung

Es gab mal einen Kanzlerkandidaten, der nicht all zu häufig an den Bundestagssitzungen teilnahm (ist ja auch unschädlich für den Bezug von Diäten und Aufwandsentschädigung), aber genügend Zeit hatte - unterm Strich - sich als Dampfplauderer den Nimbus eines Klartexters zu erplappern und zu erschreiben. Dieses Geschäftsmodell der Diätenaufstockung (nicht zu Verwechseln mit Hartz-IV-Aufstockung) ist fürs erste oder ein für alle mal obsolet.
Herr Pofalla hat seinen Verzicht auf den Posten des Kanzleramtsministers damit begründet, dass er mehr Zeit für sein Privatleben haben wolle. Könnte er ja allein mit seinem Bundestagsmandat auch haben, zugegebenermaßen nur mit der MdB-Diät, die so kärglich ja auch nicht ist.
Aber offenbar haben etliche in den 1940-ern und 1950-ern geborenen Arbeitkinder, die durch die Politik empor gekommen sind, das unstillbare Bedürfnis zu zeigen, was alles möglich ist. Gerhard Schröder zeigt sich ja auch mehr amüsiert als verwundert, was alles möglich ist.
Solange wir, Gott sei Dank, eine ganz normale und keine lupenreine Demokratie haben, sind solche Leserbriefe noch möglich. Grüße an die Jungs und Mädels von BND.

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buntesmeinung 05.01.2014, 21:16
13. Und ich bin dafür,

Zitat von senapis
Um dem Vorwurf von Versorgungsmentalität und Vetternwirtschaft aus dem Wege zu gehen, sollte dieser Job mit Stellenbeschreibung öffentlich ausgeschrieben werden. Eine Legislaturperiode als Karenzzeit für Pofalla sollte das Minimum sein!
dass dieser Posten gar nicht erst wieder eingerichtet wird.
Was Herrn Pofalla angeht, sollte er sich an seine eigenen Worte erinnern:
Anstand und Karenzzeit!

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tomatosoup 05.01.2014, 21:21
14. Na, bravo!

Wer hat denn nun die Meldung über Pofallas bevorstehende Vorstandstätigkeit in die Medien lanciert? Er selber? Seine Freunde? Seine Feinde? Köstlich, das! Na, bravo! Hoffentlich verschwindet Herr Pofalla bald in der Versenkung, aber ohne weich zu fallen. Entsetzlicher Typ.

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dwg 05.01.2014, 21:25
15.

Zitat von einwerfer
Ihr sitzt in diesem und bekommt Euer Geld (mind. 20000 €/anno) nur, weil die Bundesregierung als Alleininhaber der Bahn Euch da hingeschickt hat. Und Ihr werdet genau das tun, was der Anteilseigner will, ok ?
Genau! Die Bundesrepublik ist 100% Eigner der Deutschen Bahn AG und wenn Frau Merkel in dieser Eigenschaft da einen Ihr gewogenen Aufpasser hin schicken möchte, dann wird das geschehen, auch wenn sich der Aufsichtsrat glaubt zieren zu müssen.

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portisat 05.01.2014, 21:28
16. Sollte die Satire-Internet-Seite Postillon,

die die (eigene?) Meldung von Pofallas Wechsel in den Bahn-Vorstand ja anscheinend als erste veröffentlicht hat (http://www.der-postillon.com/2014/01/ex-kanzleramtsminister-ronald-pofalla.html), die gesamte etablierte Politik- und Medien-Elite an der Nase herumgeführt und bloßgestellt haben, dann wäre das ein echter Hammer. Das könnte sogar eine Regierungskrise auslösen und wäre mit Sicherheit für Pofalla das endgültige, verdiente Aus.

Vielleicht gibt es ja doch noch eine schlagkräftige außerparlamentarische Opposition in Deutschland.

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Kusnezow 05.01.2014, 21:28
17. Es war ein gerade erst eingestellter Zeitreisender.

Zitat von marthaimschnee
Na wat denn nu? War der Coup des Postillon etwa der, die übrigen Welt glauben zu machen, sie hätte die Ente gar nicht bei denen abgeschrieben?
Da er von seinem Heimatplaneten Geschichtsbücher aus dem 23. Jahrhundert mitgenommen hatte, konnte er den Postillion-Artikel einen Tag bevor die Informationen bekannt waren schreiben.
Aus Versehen hat er sie dann auch einen Tag zu früh veröffentlicht.

Jetzt hat er Angst weil er bei seiner Rückkehr dafür, auf seinem Heimatplaneten vor dem Intergalaktischen-Tribunal, zur Rechenschaft gezogen wird.

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walter_e._kurtz 05.01.2014, 21:32
18. Widerlich

Zitat von senapis
Widerlich's G'schmäckle Um dem Vorwurf von Versorgungsmentalität und Vetternwirtschaft aus dem Wege zu gehen, sollte dieser Job mit Stellenbeschreibung öffentlich ausgeschrieben werden. Eine Legislaturperiode als Karenzzeit für Pofalla sollte das Minimum sein!
...trifft´s auf den Punkt.
Zumal P. vor zwei Wochen als Rücktrittsgrund "Kürzertreten wegen Familie" angab.
Das Ding wurde ein halbes Jahr lang eingestiehlt; auf welche Entscheidungen, die Bahn betreffend hatte er, sagen wir mal ein Jahr lang zurückblickend, Einfluß nehmen können?
Aber da reiht er sich ja in eine nette Reihe ehrenwerter Herrschaften (und Damen :-)) ein.
Glaube nicht, daß Pofalla ablehnen wird, eher schon wird dem Aufsichtsrat der Boden unter den Füßen zu heiß.
...wenn überhaupt!?

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whitemouse 05.01.2014, 21:35
19. Übergangsgelder

Eine mindestens 2jährige Karenzzeit nach einer Regierungsbeteiligung sollte es geben. Selbstverständlich auch und gerade bei selbstänsiger Tätigkeit etwa als Rechtsanwalt, da auch da die Kontakte wesentlicher Mandatierungsgrund sein können. Es ist nicht zuviel verlangt, für das viele Geld (Übergangsgelder) eine gewisse Zeit des Nichtstuns hinsichtlich allem, was mit Kontakten zur Politik hat, zu fordern, bevor eine Tätigkeit in der Wirtschaft aufgenommen wird (was sich vermutlich bei Karenz mitunter in Luft auflösen wird).

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