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Ex-Ministerpräsident von Hessen: Auch Roland Koch attackiert Merkel
Uwe Anspach/ DPA

Angela Merkel gerät nach der CDU-Wahlpleite in Thüringen zunehmend in die Kritik von Parteifreunden. Hessens Ex-Regierungschef Roland Koch wirft der Bundeskanzlerin "Argumentationsenthaltung" vor.

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biba_123 29.10.2019, 17:34
1. Koch hat Recht!

Man kann nur hoffen, dass die Cdu auf dem Parteitag Klarschiff macht und Merkel in den Ruhestand schickt. Man, bei Adenauer ist es denen auch gelungen, eine altersstarrsinnige, die Realität nicht mehr wahrnehme Person aus dem Kanzleramt zu bringen. Wie muffig und dadurch radikaler muss es denn noch werden in diesem, unserem Lande?

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guttifan 29.10.2019, 17:42
2.

Jetzt kommen die ganzen erzkonservativen Leute, die vormals vor Merkel den Schwanz eingezogen und sich verdrückt haben, aus der Deckung, jetzt wo Merkel nach 14 Jahren tatsächlich ausgelaugt und geschwächt wirkt.
Der Himmel bewahre uns davor, dass so überlebte Typen aus der Kohl-Ära nochmal die Politik der BRD bestimmen können. Es kann einem übel werden bei dem Gedanken.

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burlei 29.10.2019, 17:44
3. Es hat ja lange gedauert ...

... aber jetzt, nach 14 Jahren und dem absehbaren Abschied Merkels vom Kanzlersessel trauen sich die CDU-Granden gaaaaanz vorsichtig aus der Deckung. In den letzten 30 Jahren CDU-Regierung hat sich nur einer getraut, sich gegen die allmächtigen Vorsitzenden Kohl und Merkel aufzulehnen und das war Heiner Geißler, der 1995 die CDU als "führerkultische Partei" bezeichnete. Die Kritik an Merkel, die in den letzten Wochen und Monaten abgetaucht ist, praktisch in der Koalitionspolitik nicht mehr existent ist, mag berechtigt sein. Aber es war die gesamte CDU, die die letzten 30 Jahre CDU-Regierung mitgetragen hat. Die die politische Lethargie, den Stillstand gefördert hat. Jetzt kommen die Aasgeier, voller Hoffnung, dass Merkel nicht mehr zurück schlagen kann. Jetzt taucht Merz wieder auf, jetzt traut sich sogar Koch wieder aus seinem Loch. Ausgerechnet Koch. Wer schon vergessen hat, was für eine Karriere er in der Ära Kohl hingelegt hat, lese einmal in Wikipedia nach

https://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Koch

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brandmauerwest77 29.10.2019, 17:46
4. Da

haben Merz und Koch ausnahmsweise mal zu 100% recht. Merkel ist
in einer schwierigen Lage und Phase einfach abgetaucht. Gerade jetzt
braucht das Land aber Orientierung durch eine starke Führung. Wer,
wenn nicht Merkel muss diese Aufgabe stemmen. Stattdessen hat
man eher das Gefühl, dass Ihre Regierung vor sich hin taumelt und sich
treiben lässt, statt die Zügel selbst in die Hand zu nehmen.

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g.raymond 29.10.2019, 17:48
5. Merz und Koch sind Lachnummern

Ich dachte, dass Merz sich im Wahlkampf für die CDU in Thüringen engagieren wollte. Entweder das hat nichts gebracht oder er hat es gar nicht erst versucht. Nichts ist komischer als sich jetzt noch einen Sündenbock in Gestalt von Merkel zu suchen, die während der Wahlkampfzeit in Thüringen aussenpolitisch hochaktiv war. Und Koch kommt aus dem öffentlichen Nichtvorhandensein wie ein Jack ouf the box, in die er hoffentlich bald wieder verschwinden wird.

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eulenspiegel2014 29.10.2019, 17:48
6. Alte Wunden

Jetzt wittern die ehemals Geschlagenen ihr Stunde und sinnen auf Rache an Merkel. Das ist alles ein bisschen billig und erinnert an die SPD. Merz als alter Ehrgeizling kann es nicht lassen, auch wenn sein Sympathiewert unterirdisch ist und er noch nie gezeigt hat, ob er etwas kann.

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doctoronsen 29.10.2019, 17:54
7. Wegducken, Absahnen, Nachtreten

Merz und Koch, da kommen die zwei Richtigen aus der Deckung. Haben sie sich nicht fein aus dem Staub gemacht, als es mal schwierig wurde, und die politische Karriere nicht mehr steil ging, sondern horizontal? Um sogleich ihr Netzwerk zu aktivieren und sich feine Topjobs andienen zu lassen, die sie bekommen haben, weil das Wahlvolk ihnen all die Jahre zuvor vertraut und ermöglicht hat, Spezialwissen und -kontakte aufzubauen? Und jetzt treten sie nach gegen die politischen (Ex-)Freunde, die weiter die Kärrnerarbeit des Politalltags geleistet haben, die zu 99 Prozent langweilig und nervtötend ist und nicht jeden Tag mit Goldrand in der Bild gewürdigt wird? Wenn diese zwei Charaktere aus dem Plusquamperfekt die Zukunft der CDU darstellen sollen, dann Prost Mahlzeit.

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ulrich.schlagwein 29.10.2019, 17:54
8. An der Zeit

Die Kanzler Amtszeit auf 8 Jahre zu begrenzen. Demnaechst wohl folgende Kommentare zu erwarten: 1.) es geht es doch besser als allen anderen, 2.) ich habe Euch doch alle lieb. Aber keine Plaene oder Strategien, die auf die Zukunft ausgerichtet sind. Von Standpunkten ganz zu schweigen. Das Implodieren der GK war vorherzusehen. Daumen druecken fuer Neuwahlen, wenn der Chef - Charakter dafuer reicht.

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Ichbines2 29.10.2019, 17:55
9. gaaaanz ruhig!!!!

Ich hab mal bei Wikipedia nachgeschaut unter dem Namen Roland Koch und da steht nun folgendes:
"Vom 1. März 2011 an war er Vorstandsmitglied und vom 1. Juli 2011 bis zum 8. August 2014 Vorstandsvorsitzender des deutschen Baukonzerns Bilfinger.[1][2] Seit November 2017 ist er Professor of Management Practice in Regulated Environments an der Frankfurt School of Finance & Management.[3]" (ich glaube damals gelesen zu haben, dass damals die Aktie von Bilfinger total einbrach und manche ihm wohl Unfähigkeit vorwarfen) und weiter:
"Spendenaffäre
→ Hauptartikel: CDU-Spendenaffäre
Im Zusammenhang mit der Spendenaffäre der Bundes-CDU wurde auch eine Affäre der hessischen CDU bekannt. Unter anderem hatten der ehemalige Innenminister Manfred Kanther und der frühere CDU-Landesschatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein mehrere illegale Parteispenden als angebliches Vermächtnis von verstorbenen Juden verbucht.
Roland Koch erklärte, diese Vorgänge seien ihm nicht bekannt gewesen, und er versprach die „brutalstmögliche Aufklärung“. Auf einer Pressekonferenz am 10. Januar 2000 verschwieg er trotz mehrfacher Nachfrage die Rückdatierung eines Kreditvertrags über 2 Mio. D-Mark, der Geldflüsse in der Parteibuchhaltung rechtfertigen sollte.
Unterstützt durch die CDU und die FDP Hessen verblieb Koch trotz diverser Rücktrittsforderungen im Amt. Der damalige Chef der Staatskanzlei, Franz Josef Jung, trat hingegen zurück, was von Beobachtern als Bauernopfer interpretiert wurde.[4] Die Opposition im hessischen Landtag kritisierte auch insbesondere, dass Kochs Wahlkampf 1998/1999 teilweise durch die schwarzen Kassen finanziert worden war, und klagte erfolglos für eine Annullierung der Wahl.[5]"
Sollte er, wenn das alles wahr ist nicht einfach gaaaanz ruhig und zurückhaltend sein?

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