Forum: Politik
Ex-Parteichef Matthias Platzeck über SPD: "Wir befinden uns in einer existenziellen K
Michael Kappeler/DPA

Matthias Platzeck prophezeit dem zukünftigen Führungsduo der SPD eine "fast erdrückende Verantwortung". "Unsere Vorhaben sind ok, aber...". In Umfragen liegt die Partei bei weniger als 15 Prozent.

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Ein_denkender_Querulant 11.08.2019, 13:57
1. Existenzielle Krise?

Der SPD würde ganz sicher der Besuch des Seminars: "Wie reitet man ein totes Pferd" helfen, ganz sicher. ...

Schade, die SPD wird mir fehlen, aufgewachsen in Zeiten von Brandt, Schmidt und Wehner. Wenn ich dagegen 100 Jahre SPD Politik bewerte, dann hat es seinen Grund, warum sich die SPD dem unausweichlichem Ende nähert. Es gibt einfach zuviel Korruktion, Die Verflechtungen mit der Energiewirtschaft insbesondere in NWR ist unerträglich, der Zynismus zum Thema wirtschaftliche Aufspaltung der Gesellschaft ebenso.

Die SPD ist meiner Meinung nach obsolet.

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steinbock8 11.08.2019, 14:02
2. Jeder

hat der SPD gesagt die Groko ist ein Fehler. Jeder weiß das die SPD keine eigenständige Politik mehr macht. Die alte Tante SPD gibt es nicht mehr. Die SPDler können nicht die Genossen der Bosse sein. Jetzt braucht die SPD keiner mehr. Nur Gerede ohne richtige Perspektive ersaetzt keine echte sozialdemokratische Politik. Wer nur nach Posten und Poestchen schaut schafft keine Kehrtwende.

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wolfgangselig 11.08.2019, 14:11
3. Platzeck irrt

Platzeck irrt. Nicht die Vermittlung ist das Problem, sondern das Programm. Ein Blick über die Grenze nach Dänemark hilft. Das mag man bedauern, aber das ist die Realität. Entweder Volkspartei wie die dänischen Sozis oder Minderheitenpartei mit Randgruppenthemen. Beides ist moralisch okay, aber Volkspartei mit Randgruppenthemen geht mathematisch nicht. Auch wenn es sich die Führung wünscht.

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tomxxx 11.08.2019, 14:14
4. Herz und Verstand in Einklang bringen...

diese Aufgabe könnte man ja vielleicht mal von Seiten des Verstandes aus versuchen und nicht immer vom Herz?

Aber nein... das Problem der SPD ist ja nie das Programm, sondern immer nur das "verkaufen des Programms", anders formuliert: wir sind schon gut, nur der doofe Wähler kapiert das nie!!!!

Wie wäre es mal, gezielt nach den eigenen Fehlern suchen? Und dabei nicht der eigenen selbstgefälligen Kakophonie folgen? Ach ich vergass... ist nicht notwendig, weil eigentlich ist die SPD gut, nur der Wähler kapiert es nie!

Erdrückende Verantwortung...? naja... es ist nur noch die Verantwortung für eine 10 bis 15 % Partei...

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steuerzahler1972 11.08.2019, 14:21
5. Mit Herz und Verstand

Da wünscht sich also ein führender Politiker eine SPD Führung mit Herz und Verstand? Für eine Partei, die kein Herz mehr für ihre ehemaligen Wähler hat und zu wenig Verstand, um die Probleme Deutschlands im Sinne der eigenen Bevölkerung zu lösen? Mal Hand aufs Herz, wer aus der SPD soll das denn sein? Wenn es dieses Personal hier gäbe, dann wäre es doch nicht die "wird sind die 10% Partei"! Selbst auf kommunaler Ebene suchen sich die Ortsverbände ja schon die Bürgermeisterkanditaten aus Parteilosen zusammen! Warum? Weil das Personal der SPD schlecht ist. Das trifft allerdings nicht nur auf die SPD zu. Das sehe ich bei den anderen Parteien genauso. In die Politik geht doch nur der, der in der freien Wirtschaft einen schlechteren Deal machen würde oder als verdeckter Lobbyist an seiner Zukunft bastelt. Schade, wir bräuchten eigentlich Menschen, die an das eigene Land, die Zukunft der eigenen Bevölkerung denken und sich in den Dienst dieser Sache stellen. Heute haben wir Leute, die es sonst zu nichts bringen würden oder Rattenfänger, die für ihre Ideologie links- und rechtsaußen die BRD missbrauchen, bzw. opfern. Die SPD ist dann wieder wählbar, wenn sie als SPD der 60er Jahre wiederaufersteht. Wer jetzt meint, dass die alten Lösungen nicht mehr greifen, der sollte mal zusammen zählen, wo die SPD heute stände, wenn die Linke unnötig wären!
Grüße von einem ehemaligen SPD Wähler aus einer Familie, die über Generationen die SPD gewählt hat. Heute macht das keiner mehr von uns. Die Parteien Deutschlands haben sich das Land zur Beute gemacht. Es gibt keine Partei mehr, der es um das Land, die Bevölkerung geht.

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HH1960 11.08.2019, 14:22
6. Das Programm ist ok?

Das Programm ist m.E. nicht ok! Das was die SPD in der GroKo umsetzt, ist ein herumdoktern am erheblich angeschlagenen System.

Ein wenig an der Stellschraube hier, ein wenig dort drehen, reicht doch nicht. Die Konservativen warten mit Veränderungen generell bis es gar nicht mehr anders geht und richtig teuer wird.

Von einer attraktiven SPD erwarte ich weitaus mehr! Wer stellt die richtigen und unbequemen Fragen? Wer stellt das System in Teilbereichen, die gar nicht funktionieren, radikal in Frage? Wer hat den Mut radikal über eine Dekade zu denken? Da sehe ich kaum jemanden. Vielleicht noch Kevin Kühnert, der es wagt unbequem zu sein.

Die 12%-15% auf Bundesebene hat die SPD sich durch Mutlosigkeit redlich verdient.

Ähnlich läuft es in Hamburg, wo die SPD die Verkehrswende durch Zögerlichkeit auch nicht hinbekommt und bei der Europa-und Bezirkswahlen deutlich hinter den Grünen gelegen hat. Auch hier vollkommen verdient.

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liberaleroekonom 11.08.2019, 14:24
7. NEIN Herr Platzeck, Programm und Vorhaben der SPD sind leider nicht ok

Wichtig sind für mich weniger die Personen, die die Politik vermitteln, sondern insgesamt eine vernünftige Politik für die Bürgerinnen und Bürger zu machen. Und genau da versagt die SPD in letzter Zeit auf ganzer Linie durch katastrophale handwerkliche Fehler. Ich denke dabei beispielsweise an diverse Willkürgrenzen:
1. Respektrente NUR bei 35 Versicherungsjahren; alle die weniger haben können mit ihren Rentenpunkte nichts anfangen und landen wohl in der Grundsicherung. Hier bietet inzwischen sogar die FDP mit ihrer Basisrente (immer z.B. 20 Prozent des Rentenanspruchs zusätzlich zur Grundsicherung gewähren) den weitaus gerechteren und zielgerichteteren Ansatz zu Bekämpfung der Altersarmut von Rentnern.
2. Vollständiger Soli-Abbau NUR für Nichtreiche, die weniger als 16.956 Euro Einkommensteuer zahlen. Dass der verfassungsrechtlich bereits jetzt höchst umstrittene Soli (spätestens ab 2020 mit Auslaufen des Solidarpakts II nicht mehr zu rechtfertigen), damit quasi zur Reichensteuer umfunktioniert wird und damit höchstwahrscheinlich endgültig verfassungswidrig wird, interessiert die SPD nicht.
3. Wohneigentum NUR maximal die selbstbewohnte Wohnung. Wer sich für seine Kinder oder zur Altersvorsorge eine weitere Wohnung angeschafft hat und diese vermietet, betreibt aus Sicht des Herrn Kühnert kein legitimes Geschäftsmodell. Und die gesamte SPD-Führung klatscht dazu für diesen angeblich sinnvollen Denkanstoß im Umgang mit Eigentum Beifall.

Ich könnte jetzt noch mit Themen wie ungerechte Doppelverbeitragung bei Betriebsrenten oder Abschaffung der Abgeltungssteuer bei Kapitaleinkünften weitermachen, bei denen die SPD ebenfalls eine extrem unglückliche Figur abgibt. Sinnvolle Lösungen dazu von der SPD gibt es leider nicht. Das ist das eigentliche Problem der SPD - und nicht die Personen, die diese Politik vermitteln sollen. Das Personalproblem der SPD kommt hier nur verschärfend dazu.

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pitt1968 11.08.2019, 14:24
8. Der CDU

wird es ähnlich ergehen, wenn Angie in zwei Jahren von der Bildfläche verschwindet. Alle potentiellen Nachfolger mit Charisma wurden von ihr "weggelobt", um in der Vergangenheit und Gegenwart jedwede Konkurrenz zu verhindern.
Wie die SPD mit Schröder, hat auch die CDU mit Merkel eine "Gottfigur" geschaffen, deren Abgang dann zur totalen Leere führt, wenn eine Partei nur mit einer Person identifizierbar ist.

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sfk15021958 11.08.2019, 14:27
9. Die Abwendung des Wahlvolks...

..von den etablierten Parteien SPD bzw. CDU/CSU beruht auf Existenzängsten der Wähler. Vielleicht zeigt das subtilere Gefühl der Wähler eher an, was in Zukunft noch alles auf uns zukommt. Die Geldmittel und ihre Verfügbarkeit wird nicht durch Dukatenesel geregelt, sondern muss erarbeitet und durch Steuern und Abgaben bezahlt werden. Komisch daran ist leider nur, dass über manche Ausgaben diskutiert und gefeilscht wird, andere klaglos und kritiklos beglichen werden. Dass dieses Geld irgendwo wirklich fehlt, wird geflissentlich nicht angesprochen (verschwiegen!). In der BRD fehlt eine offene und ungeschminkte Diskussion über Fakten, die in der Zukunft uns noch auf die Füße fallen (z.B.: Pensionslasten).

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