Forum: Politik
Ex-Präsident Janukowytsch: Der Getriebene
Dmitri Beliakov/ DER SPIEGEL

Drei Jahre nach seiner Flucht aus Kiew zeigt sich der ukrainische Ex-Präsident Wiktor Janukowytsch als gebrochener Mann. Er präsentiert Ausreden für sein politisches Scheitern, an die er selbst nicht zu glauben scheint.

Seite 1 von 5
irene74 26.02.2017, 10:30
1.

Traurig!Als Mann ohne Land merkt er jetzt, das ihn niemand braucht, auch nicht sein " Kumpel" Putin. Die Erkenntniss das er noch nie ein großer Mann war, nur ein Handlanger, schmerzt doppelt. Welch eine Verschwendung von Lebenszeit, sein Volk in die bessere Zukunft zu führen, ohne sich zu bereichern, währe sinnvoller gewesen.

Beitrag melden
Bernd.Brincken 26.02.2017, 10:41
2. Aufklärung

Verwirrt mag der Mann ja sein, aber zur Erhellung der Zusammenhänge trägt dieser Artikel auch nicht gerade bei.
Der SPIEGEL selbst hatte vor Jahren die Abfolge der Ereignisse _vor_ dem Maidan-Aufstand minutiös dokumentiert. Es wurde deutlich, dass Janukowitsch über einige Zeit hinweg Russland und die EU gegeneinander ausspielte, oder es versuchte. Es ist also mitnichten so, dass er die russische Position in dieser Sache damals repräsentierte, oder dies heute tut.
Dies wird aber durch den Standort Moskau im Artikel implizit unterstellt. Wer sein Wissen über Russland nur aus Medien wie dem Spiegel hat, muss glauben, "da herrscht eine Diktatur, wer also in Moskau sitzt, der vertritt auch Kreml-Positionen".
Das ist grundsätzlich und auch im Falle Janukowitsch: Quatsch.

Beitrag melden
motzkopf 26.02.2017, 10:43
3.

Ich bin poritiv überrascht, dass solch ein sensitiver, erzählerischer Artikel mal nicht in der "Plus"-Abteilung gelandet ist.

Beitrag melden
Ottokar 26.02.2017, 10:45
4. In 50 x Jahren werden wir vielleicht erfahren

welche Mächte den Mann benutzt und hintergangen haben. Traurig für jede Person so zu enden.

Beitrag melden
rwinter77 26.02.2017, 10:49
5. Unentschlossen

Das Interview verbreitet den Eindruck eines unentschlossen, wankelmütigen Mannes, zu dem die Schaukelpartie zwischen EU und Russland passt. Aber immerhin hat dieser Mann zweimal die Präsidentschaft gewonnen. Einige Punkte im Bericht stützen die These, dass es beim Maidan auch und nicht nur nebenbei um eine Außeinandersetzung zwischen den Oligarchen das Landes gehandelt hat - Fyrtasch auf Seiten des Maidan, Achmetow als Stütze des "Regimes". BTW, der fast Mitleid erregende Eindruck, den das Interview vermittelt, passt nicht zu der Darstellung des skrupellosen, hochkorrupten Machtmenschen von 2013/14.

Beitrag melden
thecrow123 26.02.2017, 11:07
6. passt ins Bild

Dass Putin für den Mann nicht viel übrig hat und sicher auch früher nicht hatte, erscheint hier ziemlich logisch. Dass auf der anderen Seite ein solcher Präsident prädestiniert für die russische Einflussnahme in der Ukraine war, ist ebenso logisch. Alles weitere ergibt sich da quasi von selbst.

Beitrag melden
smokiebrandy 26.02.2017, 11:15
7. ... bei der Bewertung Janukowytschs...

...sollte man vielleicht auch dem Umstand Rechnung tragen, dass es in der Zeit seiner Präsidentschaft nicht zum massiven Einsatz von Militär und Sicherheitskräften gegen Ukrainer kam.Die Morde auf dem Maidan wurden bis heute von der neuen Regierung nicht hinreichend aufgeklärt . Wer steckte wirklich hinter der Eskalation?
Dagegen befindet sich die Ukraine heute in einem Bürgerkrieg, in dem jede Gruppierung die genug Geld für Söldner und Waffen hat , ihr eienes Süppchen kocht.
Schuld an diesem Krieg trägt mit Sicherheit nicht Janukowytsch. Nach drei Jahren sollte man vieleicht auch von internationaler Seite den Sturz der gewählten Regierung mit Gewalt als das benennen was es wirklich war...ein bewaffneter Putsch unter Bruch des geltenden Rechtes .
Die schmeichelnde Bezeichnung Maidan verunglimpft die Leute, welche friedlich und ohne Gewalt wochenlang auf demokratischem Wege eine Veränderung herbeiführen wollten und dies auch fast geschafft hatten

Beitrag melden
ach 26.02.2017, 11:18
8. Man muß ihn ja nicht mögen

Man darf ihn aber trotzdem nur so absetzen, wie es die ukrainische Verfassung vorsieht.

Aber was sind schon rechtssstaatliche Prinzipien, wenn es um geostrategische Spielchen geht?

Beitrag melden
joG 26.02.2017, 11:20
9. Ich mochte ihn nie.....

.....aber er wurde ehrlicher Weise Opfer einer ungeheuerlichen Verantwortungslosugkeit der EU. Sie hatte ihn unter Druck Gesetze einen Handelsvertrag zu nehmen mit einer wesentlichen militärischen Bestimmung (In Titel 2, Artikel 7, wenn ich mich rechtverinnere), die Putin keine falls akzeptieren wollte. Aber die Eu und vor allem Deutschland hatten verhindert, dass man die notwendigen Schritte unternommen hatte um die Ukraine vor Russland zu schützen.

Beitrag melden
Seite 1 von 5
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!