Forum: Politik
Ex-Premier David Cameron: Der Mann, der den Briten den Brexit einbrockte
Martinez Monsivais/ AP

David Cameron war Erneuerer, Überflieger, Wahlgewinner - dann ließ der britische Premier das Volk über die EU-Mitgliedschaft abstimmen. Was macht der Hauptschuldige am Brexit-Schlamassel heute?

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Sendungsverfolger 23.04.2019, 16:58
110. Prototyp

Zitat von Esib
Wie jetzt, muss man schon "Schutzgeld" zahlen, wenn man nicht in der EU sein will. :-) Sie können mir sicherlich auch sagen, wieviel die Schweiz und Norwegen wofür zahlen, oder?
Man könnte es auch selbst googlen, oder? Aber ist einfacher, Sprüche auf Bussen zu lesen, ne?

Dieser Forist hier ist das Paradebeispiel schlechthin. Deswegen ist David Cameron auch in meinen Augen "unschuldig". ;-)

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DerBlicker 23.04.2019, 17:01
111. noch so ein Quatsch

Zitat von blue_surfer77
Neben dem mann, der den briten den brexit einbrockte, gibt es auch die frau, die den briten den brexit einbrockte: Angela Merkel. Wir wissen, wie knapp das abstimmungsergebnis war. die entscheidenden Brexit Stimmen lieferte Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik. Nicht totschweigen bitte, liebe Journalisten. und nicht grundlos zensieren ...
Für die britische Politik sind nur britische Politiker und Wähler verantwortlich und sonst niemand. UK hat eh kaum Flüchtlinge aufgenommen, was bitte hat da Frau Merkel mit zu tun?

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ondrana 23.04.2019, 17:04
112.

Zitat von ramuz
.. die "Maus abgerutscht" vom F aufs W ? Anders lässt sich Ihr Sermon mit den vielen Ablenkungsversuchen und Lügen nicht erklären. Also nochmal gaaaaaaaanz langsam für Sie zum Mitlesen ( verstehen tun Sie es ja doch nicht, bei dieser AfD-Borniertheit ): Frau Merkel hat nicht dir geringste Schuld am Brexit, sie hielt und hält den Briten heute noch die Türe offen. Frau Merkel hat niemals irgendwo rechtswidrig eine Grenze geöffnet, und selbst das hätte das UK nie interessiert, weil es nie zu Schengen gehörte und deshalb die vom UK mit verursachten Flüchtlinge ( sagt Ihnen Kolonien etwas? Oder sagt Ihnen Irak-Krieg irgendwas? Nein, ich denke, nicht.... trotzdem, den Versuch war's wert ) niemals hätte aufnehmen müssen? Nun mal eine ernsthafte Frage: was sagt Ihnen denn sonst noch alles .. nichts?
Frau Merkel hat natürlich faktisch nichts mit dem Brexit zu tun, aber wie es eben bei den Rechtspopulisten so ist, wurden die Fakten von UKIP und Konsorten so verdreht, dass Merkels Politik der Grenzöffnung wunderbar verwendet werden konnte, um die Anti-EU-Sentiments noch weiter zu verstärken.
Man nahm Bildern der Flüchtlinge und untertitelte sie mit: "Willst du das? Raus aus der EU jetzt!"
Vor allem die Bilder aus Calais waren da dankbares Futter für den britischen "Gammon", der nicht einmal weiß, was Schengen bedeutet, aber sich selbstverständlich dazu eine Meinung gebildet hat.
Zudem wurde tüchtig damit verschreckt, dass die Türkei nun ja bald EU-Mitglied sein würde.

Wie üblich war den rechten Populisten keine Lüge zu dreckig, keine Tatsache zu verdreht und keine seriöse Studie zu "elitär", um dem einfachen Volk einen Riesenbären aufzubinden.

Natürlich fiel das auf fruchtbaren Boden. Wo Nichtwissen herrscht, lässt sich leichter etwas einpflanzen als da, wo Informationen vorhanden sind. Das mangelnde Wissen über die EU in Großbritannien verschlägt einem die Sprache. Da gibt es Studierende Anfang/Mitte 20, die nicht einmal wissen, dass es Wahlen zum EU-Parlament gibt.

Und das Narrativ, dass einem etwas weggenommen werden soll, dass alle anderen mehr bekommen als wir, dass man uns schon die ganze Zeit betrogen hat, verfängt halt überall in Europa.

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stelzerdd 23.04.2019, 17:07
113. blue_surfer77 Heute, 16:30 102. die Frau, die den Briten den Brexit..

Zitat von blue_surfer77
Neben dem mann, der den briten den brexit einbrockte, gibt es auch die frau, die den briten den brexit einbrockte: Angela Merkel. Wir wissen, wie knapp das abstimmungsergebnis war. die entscheidenden Brexit Stimmen lieferte Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik. Nicht totschweigen bitte, liebe Journalisten. und nicht grundlos zensieren ...
Auch durch ständiges Wiederholen von AfD-Lügen werden diese nicht zur Wahrheit.

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vera gehlkiel 23.04.2019, 17:08
114. @latrodectus67

Zitat von latrodectus67
Den Brexiters von Farage und Co ging es darum eine "Souveränität" die für konservative Träumer des UK seit Jahrzehnten ein Wunsch ist. Die träumen von einem Empire dass es a) nicht mehr gibt und b) nicht mehr funktionieren würde selbst wenn es eines gäbe, vgl 16. September 1992, Black Wednesday, nicht sehr imperial wie das UK da rauskam. Cameron ist ein berechnender Politiker, ihm ging es darum UKIP und Co innenpolitisch zu schlagen. Diese Polen, Rumänen und Bulgaren sind das Äquivalent der Iren im UK. Sie werden auch über "Paddies" ständig niederträchtige Witze in Großbritannien hören. Viele Bürger in Großbritannien sehen auf die herab, ja. Aber raus wollen sie sie nicht, denn die machen die Drecksarbeit für die sich genau diese "feinen Bürger einer Dienstleistungsgesellschaft" zu schade sind, ein wenig wie die Mitbürger türkischer Herkunft bei uns behandelt werden. Und bis Sommer/Herbst ging Camerons Plan auf. Die Stimmung kippte, das können sie in den britischen Zeitungen verfolgen, als das Calais Lager immer mehr in die Schlagzeilen geriet und die Bilder der Mengen an Flüchtlingen gezeigt wurden. Es war nicht nur Angela Merkel 2015, es waren alle Parteien im Bundestag und praktisch alle Medien in Deutschland. Frau Merkel aber war und ist die Ikone einer "Bewegung" derer am besten mit ihrem "Wir schaffen das" erinnert wird. Und diese außenpolitisch absolut grottig arrogant kommunizierte deutsche Bewegung, ohne Rücksprache mit der EU, war einer der Sargnägel für die Remainers und für Camerons Spiel. Und die Nachbeben sehen sie sogar heute noch in Ungarn, Tschechien und Polen. Wen Sie wählen ist mir wurscht.
Ich tue Farage bestimmt keine größere Ehre an als ihn für ein ferngesteuertes U-Boot von Steve Bannon und reichen Investoren, denen es um die Verhinderung einer EU -weiten Steuer- und Finanzbehoerde geht, zu halten. Farage ist mit seinem bizarren Auftreten das sozusagen idealtypische menschliche Aushängeschild für gesteuerten Rechtspopulismus. Seine Gegner finden ihn so absurd, dass sie ihn nicht ernst nehmen, und die Befürwortung speist sich genau aus diesem Bild abseits des Gewohnten. Wer sich unbedingt für ausgegrenzt halten will, entwickelt zu Figuren wie Farage, oder natürlich auch Gauland Le Pen oder Wilders, eine sublime Anhaenglichkeit. Das Prinzip nennt man glaube ich in der Unterhaltungsbranche "Sidekick". Kommt schon in jedem John-Wayne-Western mit nervtötender Zuverlässigkeit vor. Und der Sidekick, der auf einmal in die Hauptrolle schlüpft, ist ja womöglich noch besser. Jedenfalls situativ bedingt. Und weiter gedacht wird ja sowieso nicht, in der populistischen "Alles Jetzt" -Blase. Und soll auch gar nicht werden. Tja, leicht zu kapieren...für jede/n ausser Cameron.

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john.neidhardt 23.04.2019, 17:17
115. Verständnis für Demokratie?

Zitat von c124048
Zitat: "Was macht der Hauptschuldige am Brexit-Schlamassel heute?" Puh.... Ihm die Hauptschuld zuzuschreiben.... Da muss man schon ein sehr merkwürdiges Verständnis/Verhältnis zur Demokratie haben. Nur weil hier "bei uns" die Politik dem Volk keine Volksentscheide zutraut, heisst das nicht, dass sie per se schlecht sind !
Sie schreiben: "Nur weil hier "bei uns" die Politik dem Volk keine Volksentscheide zutraut, heisst das nicht, dass sie per se schlecht sind !"
Das ist schlichtweg falsch. Was soll die Bemerkung "die Politik" traut dem Volk keine Volksentscheide zu"
Tatsache ist, dass die Alliierten nach dem zweiten Weltkrieg eine Verfassung wollten, diese aber nicht möglich war. Daher haben wir ein Basis-Gesetz, das sich "Grundgesetz" nennt. Die Regelungen darin waren von den Aliierten so gewollt.
Somit kann sich niemand hinstellen, und "die Politik" pauschal angreifen und bepöbeln.
Ausserdem sei daran erinnert, aus welchen Gründen die Aliierten keine "Volksentscheide" wollten und somit diese Variante verhinderten.
Wenn Sie Volksentscheide wollen, dann stehen Sie auf und werden Sie politisch aktiv und setzen Sie sich persönlich für eine Änderung des Grundgesetzes ein.
Ich bestehe darauf, dass das Grundgesetz so bleibt.
Es schützt uns vor Hetzern.

Und Sie schreiben:
""Puh.... Ihm die Hauptschuld zuzuschreiben.... Da muss man schon ein sehr merkwürdiges Verständnis/Verhältnis zur Demokratie haben.""

Ihm kann man sehr wohl die Hauptschuld zuweisen.
Nehmen wir Ihr Beispiel für ""das Volk"".
Er hatte doch gehetzt.
Er hatte doch Falschbehauptungen verbreitet.
Er hat doch "das Volk" aufgewiegelt.
Und dass "das Volk" diese Sprüche als Wahrheit auffasste, war dieser Wut-Züngelei zu verdanken.
DANACH hat dann "das Volk" in einer Abstimmung dem Cameron zugestimmt und ihn in der Abstimmung bejubelt und ist seinen Argumenten gefolgt. Den Argumenten gefolgt, die er hinausschrie.

Die Hetzer sind seit jeher schon Brandstifter. Es sind Brandstifter, die nie selber das Feuer legten. Sondern andere aufhetzte, andere wütend machen, anderen das Feuerzeug in die Hand zwingen und dann fordern: LOS - ZÜND AN!

Und jedesmal ist es so, dass diese eigentlichen Brandstifter sich nach der Volkswut hinstellen, dann betonen, dass sie selber ja nicht das Feuerzeug helten. "Ich war das nicht ! Das Volk wollte es so!"
Falsch...... er hat mit total falschen Behauptungen "das Volk" aufgewiegelt.
Den Hetzer jetzt freizusprechen und sich hinzustellen und zu sagen, es sei ja Demokratie, weil "das Volk" es so wollte, das ist ein schiefes Bild.
Diese Art der "Brandstifter" sind zum Beispiel heutzutage die AfD und die Reichsbürger und die Rechtsradikalen und die Verschwörungstheoretiker, die die Tatsachen solange verdrehen, bis sie den Hetzern passen. Diese rt der Brandstifter sind die Gefährder unserer Demokratie.
Schon mal weitergedacht?

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e-matt 23.04.2019, 17:19
116. Volksabstimmung als höchste Form der Demokratie?

Ich bin schon erstaunt, welche unreflektierten Meinungen hier im Forum vertreten werden. Ein Land ist erst dann wirklich demokratisch, wenn das Volk jegliche politische Entscheidungen selbst treffen kann? Das sollte man sich mal vorstellen. Wie soll so etwas funktionieren? Und wollen wir das wirklich? Sollen dann wirklich alle Entscheidungen per Referendum treffen? Also angefangen von der Regionalpolitik und der Frage, ob ein Blumenbeet im Park angelegt werden soll, bis zu weltpolitische Fragen der Bündnistreue im Verteidigungsfall? Wer entscheidet denn dann, was per Volksabstimmung entschieden werden soll? Politiker? Oder das Volk? Haben wir nicht gerade aus dem Brexit-Drama gelernt, dass einige Fragen viel zu komplex sind, um sie von einem normalgebildeten Bürger beantworten lassen zu können? Sind Volksabstimmungen nicht ein perfektes Instrument für Populisten? Ansonsten sollten wir mal abstimmen, ob nicht jeder Arbeitgeber eine Lohnerhöhung von 10% erhalten sollte. Meiner Meinung nach, wählen und bezahlen wir Politiker um komplizierte Entscheidungen zu treffen. Wem diese Art der Einflussnahmen zu wenig ist, dem empfehle ich selbst politisch aktiv zu werden - oder gleich Berufspolitiker zu werden. Das seht jedem Bürger in Deutschland, im Gegensatz zu gefühlt 90% aller anderen Länder, völlig frei.

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Sendungsverfolger 23.04.2019, 17:29
117. Ja, denn...

Zitat von blue_surfer77
Neben dem mann, der den briten den brexit einbrockte, gibt es auch die frau, die den briten den brexit einbrockte: Angela Merkel. Wir wissen, wie knapp das abstimmungsergebnis war. die entscheidenden Brexit Stimmen lieferte Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik. Nicht totschweigen bitte, liebe Journalisten. und nicht grundlos zensieren ...
Ich gehe mal davon aus, dass Sie jeden einelnen Britischen Wähler befragt haben, warum er für den Brexit gestimmt hat. Nicht? Warum wissen dann "wir", was die "enscheidenden" Stimmen waren? (Abgesehen davon, dass es rein mathematisch keine "entscheidenden" Stimmen gibt, wenn der Rest variabel ist)

Oder haben "wir" jetzt nur mal was behauptet, weil "wir" keine Flüchtlinge mögen? Oder weil das andere so mal behauptet haben und "wir" plappern das jetzt nach?

Und Journalisten können nicht "zensieren", das können per Definition nur staatliche Organe. Aber wenn Sie gefleht oder drum gebettelt haben, dass Ihre ... eigene ... Meinung hier von anderen wahrgenommen werden kann, wurde Ihr Anliegen erfüllt

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kleinstaatengegner 23.04.2019, 17:35
118. Solange sich die britische Bevölkerung

mit er anstehenden Geburt in der Königsfamilie beschäftigt und das Parlament sich gedanklich noch in den Osterferien befindet; ist aus GB zum Brexit eh nichts Neues zu erwarten. Die Forderung eines zweiten Referendums verstummt geschwind, seit die neuesten Umfrageergebnisse zur EU-Wahl eine Mehrheit für die Brexiteers zeigen. Kein britischer Parlamentsabgeordneter wird öffentlich für den Verbleib in der EU eintreten, um anschließend sein Mandat zu verlieren. Es bleibt also, bis Oktober 2019, alles beim alten. Ein Parlament, das sich nicht einigen kann und eine PM ohne Mehrheit. ( Hallo ramuz, mit dem Komma halte ich es wie Gertrude Stein. Ihr Lehrer soll mal gesagt haben:" ich wäre froh, wenn sie überhaupt mal eins setzen würden."
Ich hoffe, Sie sehen es mir nach. Ansonsten muss der Zeremonienmeister der EU tätig werden. Was für eine nette Kritik. )

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Sendungsverfolger 23.04.2019, 17:52
119. Dünnes Eis

Zitat von john.neidhardt
... Und jedesmal ist es so, dass diese eigentlichen Brandstifter sich nach der Volkswut hinstellen, dann betonen, dass sie selber ja nicht das Feuerzeug helten. "Ich war das nicht ! Das Volk wollte es so!" Falsch...... er hat mit total falschen Behauptungen "das Volk" aufgewiegelt. ...
Solange Sie "das Volk" nicht von seiner Verantwortung freistellen, bin ich (in Teilen) bei Ihnen. Aber Volksverführung gelingt immer nur dort, wo auch ein fruchbarer Boden bereit steht. Und die rollende Welle kam auch nicht immer vorherrschend aus der regierenden Politik. Zu keiner Zeit und auch nicht in der deutschen Geschichte. Darüber sollten Sie auch mal nachdenken.

Cameron war ein politischer Idiot. Aber Aufwiegler waren andere.

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