Forum: Politik
Ex-Premier David Cameron: Der Mann, der den Briten den Brexit einbrockte
Martinez Monsivais/ AP

David Cameron war Erneuerer, Überflieger, Wahlgewinner - dann ließ der britische Premier das Volk über die EU-Mitgliedschaft abstimmen. Was macht der Hauptschuldige am Brexit-Schlamassel heute?

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noalk 23.04.2019, 14:09
20. Cameron soll's also bgewesen sein

Ich denke, das ist die falsche Sicht suf die Dinge. Die Briten selbst waren es. Cameon initiierte die Abstimmung sicherlich in der - vermeintlichen, wie sich dann herausstellte - Gewissheit, das Wahlvolk würde schon für den Verbleib in der EU votieren. Richtig versiebt haben es wohl die, die zuhause geblieben sind. Man stelle sich vor, die Abstimmung hätte das gegenteilige Ergebnis geliefert: Niemand würde heute auf Cameron eindreschen. Aber so ist es eben: Auch heutzutage hat der Überbringer der schlechten Nachricht immer noch schlechte Karten ...

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Esib 23.04.2019, 14:09
21. Witzig

Zitat von
Was macht der Hauptschuldige am Brexit-Schlamassel heute?
Tja, was soll der schon machen. Der fühlt sich immer noch auf dem hohen Ross, denn der Hauptschuldige dafür, dass der Brexit zum Brexit-Schlamassel wurde, ist für mich die EU, die an den Britten ein Exempel statuieren will, um weitere Austritte zu vermeiden. Wäre schön, wenn sich der Spiegel die Sache einmal objektiv ansehen würde und anschließend nach dem Motto "Sagen, was ist" handeln würde

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delta120 23.04.2019, 14:10
22. Das Volk stimmte für den Brexit

Die Britten stimmten mit Mehrheit für den Brexit. Cameron die Schuld dafür zu geben ist falsch; es sind die Probleme des dritten Weges die Kleingeredet und vor allem von der EU Führung missachtet wurden.

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quark2@mailinator.com 23.04.2019, 14:12
23.

Na das ist mir dann aber doch bischen zu einfach. Der Cameron ist doch nicht schuld. Der Mann hat ausnahmsweise mal das gemacht, was Politiker machen sollen. Nämlich ihr Volk vertreten. Und das ein signifikanter Teil der Briten (und der Deutschen, Franzosen, Niederländer, Ungarn, Italiener, etc.) sehr unzufrieden mit dem Zustand und der Entwicklung der EU waren, das war doch nicht seine Schuld. Er wollte nun wissen, wie es wirklich aussieht. Und er hat sich sehr darum bemüht, von der EU eine gewisse Anpassung ihrer Politik zu bekommen, so daß die EU kompatibel mit den Wünschen der Briten bleibt. Die EU hat entschieden, ihm nicht entgegenkommen zu wollen (legitim, aber aus meiner Sicht damals politisch dumm). Cameron ist nicht allein schuld daran, daß die Wähler so entschieden haben, wie es dann gekommen ist.

Nun sagen all die Super-Demokraten hier ja so gern, daß man in solchen Fragen das (dumme ?) Volk nicht fragen darf, denn es wäre ja gar nicht kompetent. Also wie stelle ich mir das da mit der Demokratie vor ? Die Leute wollen die D-Mark behalten, die Politik führt den Euro ein und 20 Jahre später rettet der Steuerzahler die Griechen, bzw. die Aktionäre der Banken, die sich da verzockt haben. Die Leute wählen rot/grün, weil sie Sozialstaat und Friedenspolitik wollen und die Politik macht Agenda2010 und legalisiert Auslandseinsätze. Usw. Das soll Demokratie sein ? Tut mir leid, aber da geh ich nicht mit. Wenn man immer und immer wieder in Grundsatzfragen das Gegenteil von dem macht, was die Mehrzahl der Bürger will, dann ist das einfach nicht mehr legitimiert. Man kann mal in Einzelfällen vom Wunsch der Menschen abweichen, aber das kann nicht der Dauerzustand sein. Es war legitim, daß Cameron sein Volk befragt hat. Er trägt eine Mitschuld an der schlechten Aufklärung. Insbesondere lag das Problem wohl darin, daß die Menschen den Politikern nicht mehr glauben. Daran haben viele Generationen von Politikern ihren Anteil. Cameron ist mMn. nicht der Hauptschuldige. Wenn es da eine Einzelperson gäbe, wäre es für mich Junckers, bzw. seine Vorgänger. Aber ich sehe den Hauptschuldigen im Typus der Politiker die wir seit etwa 1990 haben. Leute mit den falschen Kompetenzen, den falschen Zielen und mangelhafter Integrität. Da ist Cameron nur einer unter vielen.

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gldek 23.04.2019, 14:14
24. Danke für die Aufklärung

Dachte immer es hätte eine demokratische Abstimmung über den Brexit gegeben.

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tinnytim 23.04.2019, 14:14
25. Nicht stichhaltiges Argument

Zitat von brathbrandt
Angela Merkel! Hätte sie nicht unverantwortlich, unabgesprochen und vermutlich auch unrechtlich die Grenzen für alle geöfnnet, wäre der Brexit Europa erspart worden. Man kann Cameron nicht vorwerfen, dass er die Möglichkeit eines solchen Irrsinns nicht vorausgesehen hat.
Angela Merkel konnte nichts öffnen was vorher nie geschlossen war. Soviel zu der immer wieder wiederholten Lüge.
Und glauben Sie eigentlich, dass irgendein eingefleischter, Commonwealth-Nationalist vor der Flüchtlingskrise 2015 gegen einen Brexit war und erst danach dafür. Ich denke nicht.

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mostly_harmless 23.04.2019, 14:15
26.

Zitat von Rechtsrum
Wir können froh sein, dass so ein Schlamassel bei uns nicht passieren kann. Niemals würde die Blockeliten eine demokratische Entscheidung ans Volk geben oder selbst demokratisch handeln. Hier im Land werden Demokraten inzwischen als Nazis verunglimpft und ideologisch faschistoide Bewegungen sind die"demokratischen Kräfte". Nein, Cameron ist einer der letzten echten Demokraten in Europa.
Und jetzt mal aus der rechten Filterblase zurück in die reale Welt: ALLE relevanten Parteien in diesem Land - abgesehen von CDU und CSU - sind für einen bundesweiten Volksentscheid. Seit Jahrzehnten ist das so.
Und NIRGENDWO in diesem Demokraten als Nazis verunglimpft. Was hier passiert ist, dass Faschos, die behaupten Konservative zu sein, als das bezeichnet werden, was sie sind.

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alex300 23.04.2019, 14:15
27. Äh???

Cameron soll schuldig am Brexit sein???
Nicht Brussel mit seiner kleinkarierten ausufernden Bürokratie?
Nicht Frau Merkel mit ihrer "Willkommen-Politik"?
Nicht die ganze herablassende EU-Politik???
Gerade Cameron? Der sein Volk endlich gefragt hatte, was die Leute von der EU halten?
Aber hallo. Das heißt echte DEMOKRATIE!
Nicht die perverse "D...kratie", wie die EU es gerne hätte.

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order66 23.04.2019, 14:17
28.

Betont wird, das Volk habe entschiede. Zum einen aufgrund einer gezielten Fehlinformation seitens Boris der Lügner und Friends, zum anderen nicht mittels einer qualifizierter Mehrheit. Insoweit wäre ich dankbar wenn die völkische Fraktion hier einfach mal still ist und versucht den Artikel zu lesen und, Achtung jetzt wird es schwierig, zu verstehen! Btw. Merkel ist nicht schuld......

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Le Commissaire 23.04.2019, 14:17
29. seltsames Demokratieverständnis

Der Artikel offenbart ein sehr merkwürdiges Demokratieverständnis. Es ist solch abgehobenes Elitengehabe, dass den Journalismus von der Mehrheit der Bevölkerung entfremdet und den Aufstieg der AfD mit(!)verursacht hat.

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