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Ex-Premier Kan über Fukushima-Katastrophe: "Die Frage war, ob Japan untergeht"
REUTERS

Der Atomunfall von Fukushima hätte noch viel schlimmer ausgehen können, nur Zufälle bewahrten Japan vor einem Kollaps, sagt der damalige Premier Naoto Kan. Er erwog sogar, die Mega-Metropole Tokio zu evakuieren.

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KaWeGoe 09.10.2015, 14:02
130. Fast richtig

Zitat von fritzyoski
Ein ganz einfache Lehre, man sollte Atomkraftwerke nicht in Gebieten die olft von Naturkatastrophen heimgesucht werden bauen. Haette Japan diese fundamentale Weisheit befolgt waere auch nichts passiert. Das gilt natuerlich auch fuer diverse andere Standorte ausserhalb Japans.
Man sollte gar keine AKWs bauen und bestehende umgehend schließen.

Denn die Gefahr geht nicht nur von Naturkatastrophen aus, sondern z.B. auch von Terroristen oder frustrierten Mitarbeitern.

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anton014 09.10.2015, 14:02
131. Na ja, die Atombombe war auch nicht Schuld an Hiroshima und Nagasaki

Zitat von rmuekno
nicht das Kraftwerk war Schuld sondern der Tsunami. Der Fehler war das Kraftwerk gegen besseres Wissen nicht ausreichend gegen Tsunamis zu schützen, was möglich gewesen wäre durch entsprechend hohe Mauern, wie es auch andere Orte getan haben und keine Schäden durch den Tsuname gehabt haben. Es gab genug Anzeichen dass Tsunamis in der Stärke vorkommen können und schon vorgekommen sind. Jetzt der Atomkraft die Schuld zu geben st schlichtweg falsch.
Es waren die Menschen. Menschen, die vorher bereits umfangreiche Menschenversuche durchgeführt hatten, um die Wirksamkeit der Atombombe nachzuweisen.

Im Ergebnis macht das keinen Unterschied.

Wenn wir nach Ihrer Aussage leben würden, sollten wir alle strenggläubige Mohammedaner werden. Denn da hat Allah alles so gewollt und voraus bestimmt. Schön das dann die Verantwortung bei jemand liegt, den man sowieso nicht beeinflussen kann.

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holy10 09.10.2015, 14:05
132. Naja so ganz stimmt das nicht

Zitat von lalito
Eine Schande ist das Ausblenden der tatsächlich damals vorhandenen Möglichkeit einer umfangreichen Verseuchung der nördlichen Hemisphäre durch mehrere beinah trockengefallene Abklingbecken. Die siedeten eine ganze Weile vor sich hin und waren nachgewiesenermaßen kurz vor dem Abfackeln. Nur durch die Wiederherstellung der Stromversorgung der Kühlvorrichtungen (durch die wahren stillen Helden) können Dummschwätzer seitdem von GermanAngst fabulieren, rumrelativieren und ihr sonstiges Lobbyisten-Lamento hier abkübeln. Frau Dr. Merkel ist Physikerin, weiß das alles und hat den Sack zugemacht - den macht hier in der dichtbesiedelten Region auch niemand mehr auf, alternativlos.
"Frau Dr. Merkel ist Physikerin,..."

Promiviert hat sie im Bereich der Theoretischen Chemie und auch ihre Diplomarbeit hat sie im Bereich physikalische Chemie geschrieben. Von daher ist sie wohl eher in der Chemie zu hause als in der Physik.
Warum ist ihr die Gefahr eines möglichen GAUs wohl erst nach Fukushima bewußt geworden? Mit Naturwissenschaft hat das nichst zu tun.

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tempus fugit 09.10.2015, 14:07
133. Warum liefern...

Zitat von michel357
Sie wissen offenbar nicht, welche Flächen dafür nötig wären. Allein um - rein rechnerisch - 100% des deutschen Strombedarfs (NICHT Primärenergiebedarfs!) von ca. 600 TWh/a zu decken, müssten Sie eine Fläche halb so groß wie Bayern flächendeckend mit Windkraftanlagen bei üblichen Abständen zueinander zupfalstern. Und für 100% aus Solarstrom - rein rechnerisch - wäre es eine komplett zugebaute Fläche von der Hälfte Schlesig-Holsteins. Und da wären wir wie gesagt erst rein rechnerisch beim Strombedarf, ohne Reserven, ohne Speicherung und ohne Mehranlagen wegen regionaler Schwankungen z.B. des Windes. Der Primärenergiebedarf liegt dagegen bei 13.077 PJ/a oder umgerechnet 3.633 TWh/a, also mehr als des sechsfache davon. Für 100% Windkraft müsste man also - rein rechnerisch - dreimal Bayern flächendeckend zupflastern und für 100% Solarkraft - rein rechnerisch - dreimal komplett Schleswig-Holstein. Und da sind wie gesagt noch keinerlei Reserven, Mehranlagen für Speicherbedarf und regionale Schwankungen dabei. Dafür kann man etwa nochmal soviele Anlagen rechnen, womit die Fläche Deutschland bereits überschritten wäre!!! Realistisch? Wohl eher nicht! --- Ach ja: Mit jederzeit zuverlässig liefernden Kernkraftwerken bräuchte man dafür nur eine Fläche von rund 100km², also also einem Quadrat von nur rund 10km. Kleiner Unterschied also...
...dann in Japan seit 4,5 Jahren kein einziger Atommeiler
keine einzige kWh mehr von 54 10 qkm. grossen Flächen?

Ach so - damit die nicht in die Luft fliegen, müssen die
mit der Leistung von 2-3 AKW gefüttert werden...

Ach so - PV funktioniert nur von Freiflächen, das was auf
Haus- und Industriedachflächen liegt und heute 5% des
deutschen Strombefdarfs deckt, zählt nicht?

Was es sonst noch an EE-TGechnik gibt, das hat eine
von Ihren Atomfreunden als nichtgexistent aufgezält, vor geraumer Zeit.

• Solarthermieanlagen in der Wüste
• Salzspeicher in der Wüste
• HGÜ-Leitungen von Afrika nach Europa
• zusätzlich notwendige 3.500 km Stromtrassen kreuz und quer durch Deutschland
• Druckluftspeicherkraftwerke
• Geothermie-Kraftwerke
• Osmosekraftwerke
• Gezeitenkraftwerke
• zusätzliche Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland
• Pumpspeicherkraftwerke in Norwegen
• Wasserstoffspeicherung
• HGÜ-Netze kreuz und quer durch die Nordsee
• Häuserdämmung zur Einsparung von 40% Wärmeenergie
• Millionen von Elektrofahrzeugbatterien zur Netzstabilisierung

Mal gespannt, wenn Tesla/Musk mit seinen Haushaltsakkus kommt, da läuft dann eine neue Runde!

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karl-felix 09.10.2015, 14:07
134. Nun

Zitat von Sahee
1)Seit dem Ausstieg arbeiten unsese Kohlenkraftwerke auf hochtouren und Atomkraft wird fleißig aus dem Ausland importiert, gebracht hat der Ausstieg nichts. Außer schlechtere Luft, Abhängigkeit und Schadensersatzforderungen. 2)Mal ein Denkansatz: Mit was soll denn das Elektroauto fahren? 3)Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt, das schlimmste was hier passieren kann ist eine große Windböe oder kleine Überschwemmungen an Flüssen. Der Atomausstieg war also kurzsichtig und kontraproduktiv (Braunkohle als Ersatz).
1) Die KKW halten sich nur notdürftig mit Stromexporten ins Ausland am Leben .
Die Abschaltung der 9 Atzommeiler hat kein Deutscher bemerkt. Die waren so überflüssig wie ein Kropf.

2) Mir gefiel der Artikel in der Zeit : Elektroauto inklusive .

Den "zusätzlich gewonnene Solarstrom können die Bewohner nutzen für den Betrieb eines Elektroautos. Dies hat der Bauherr angeschafft, für die Mieter fallen monatliche Leasingkosten an . Die elektrische Überschussenergie aus der Photovoltaikanlage reicht nach Abzug der im Haus verbrauchten Energie für eine Fahrleistung von ca. 7000 bis 19500 Kilometer pro Jahr. Das Fahren des Autos ist umsonst . "

Nur s o als Denkansatz: Für Berlin müsste das reichen .

3) Nein . Nach dem Stresstest der EU ist kein einziges der deutschen Atomkraftwerke sicher.
Gundremmingen ist und bleibt ein Totalschaden . Keine der Industrienationen dieser Welt beherrscht die Atomspaltung, bei Schwellen - oder Entwicklungsländern wie Nordkorea , Iran oder Ägypten bin ich überfragt.

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tempus fugit 09.10.2015, 14:15
135. Explizit...

Zitat von michel357
Welche "Vernichtung" des Japanischen Staats bitte? Wie hätte dies denn nach Ihrer Meinung genau funktionieren sollen? Bitte explizite Fakten.
...intelligente Frage

Kriegsähnliche Zustände, wie sie auch in DE herrschen
würden, sollte das hier in DE oder Westeuropa eintreffen:

http//www.anti-atom.org/index.php/risiken-und-gefahren/386-max-planck-forscher-gau-risko-200-mal-hoeher-als-bislang-geschaetzt

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/deutscher-katastrophenschutz-fuer-unfall-wie-fukushima-nicht-geruestet-a-821977.html...

Da werden dann Millionen - möglicherweise verstrahlt - dorthin, wo man keine 'verstrahlten' Menschen haben will.

Was Sie hier ablassen, ist eine Beleidigung jeglicher menschlicher Vernunft und totaler Mangel an Emphathie!

Die Netiquette verbietet andere Bezeichnungen!

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Cathetel 09.10.2015, 14:20
136.

Zitat von Wittgenstein
Er hat ein Interesse,so zu reden - er hat Japan vor dem Untergang bewahrt,will er uns sagen.- Hätte er 50 Mio Menschen evakuieren müssen,wär es zur Panik gekommen -ach ja? Tatsächlich hatte Fukushima nur die allerbilligsten Sicherungen-alles teure hat man sich erspart.- Davon sagt er aber nichts-denn dafür war er verantwortlich.
Das wäre ja so, als wenn der Verkehrsminister die Verantwortung für die VW-Abgasaffäre hätte...

Wenn dann steckt eine große Gruppe an Entscheidungsträgern hinter den Ursachen.

Oder besser eine Gruppe bezahlter Politiker der japanischen Atomlobby.

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holy10 09.10.2015, 14:22
137. Verharmlosung?

Zitat von Alfons Emsig
Richtig ist, dass vor allem in der deutschen Berichterstattung bei der Dreifachkatastrophe vom März 2011 von Anfang an das größte Augenmerk auf den Reaktorunfällen lag und noch immer liegt. Wahr ist aber auch, dass die Japaner sich mit Erdbeben und zu einem gewissen Grad auch Tsunamis arrangiert haben - als Naturereignisse, gegen die man sich nur sehr eingeschränkt schützen kann. Niemand weiß das besser als die Japaner. Die Reaktorkatastrophe bildet jedoch noch einmal eine ganz neue Dimension, nämlich die der vom Menschen verursachten Katastrophe. Diese trifft das Selbstverständnis der technikverliebten, gedankenlos Elektrizität konsumierenden Japaner sehr viel heftiger und nachhaltiger als die Naturkatastrophen, welche es dort schon immer gegeben hat.
"Wahr ist aber auch, dass die Japaner sich mit Erdbeben und zu einem gewissen Grad auch Tsunamis arrangiert haben....
...als die Naturkatastrophen, welche es dort schon immer gegeben hat."

Sie verschweigen allerdings das sowohl das Beben als auch der Tsunami die stärksten in Japan seit Jahrhunderten waren. Wir sind auch an jährliche Hochwasser gewöhnt, aber beim Jahunderthochwasser an der Elbe oder der Oder standen auch alle Kopf. Wenn die Natur ihre Kräfte zeigt, wird dem Menschen erst klar wie klein und unbedeutend er ist. Gerade die selbsternannten Klimaschützer sollten mal einsehen, dass sie den Klimawandel nicht aufhalten können.

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ir² 09.10.2015, 14:32
138.

Kan: In meinen früheren Ämtern als Gesundheitsminister und Finanzminister konnte ich mich stets auf den Rat von Fachleuten verlassen. Doch als ich unmittelbar nach dem Unfall den Chef der Atomaufsichtsbehörde zur Lage befragte, kapierte ich nicht, was er sagte. Da habe ich ihn gefragt: Sind Sie Nuklearexperte? Seine Antwort: Nein, ich habe Wirtschaft studiert. Schon bei der personellen Besetzung der Behörde war man davon ausgegangen, dass ein Atomunfall prinzipiell ausgeschlossen sei.

Wie ist es möglich, dass ein Minister oder Premier Minister nicht weiß welche Qualifikation ein Chef einer Aufsichtsbehörde hat?? Oder wollte man es gar nicht wissen? Trittin hat ja auch einen Gartenbauarchitekten zum Behördenchef in Sachen Reaktorsicherheit gemacht; man umgibt sich eben lieber mit Ja-Sagern als mit Experten....

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tempus fugit 09.10.2015, 14:34
139. Man braucht...

Zitat von swandue
Man konnte sich in Japan nicht vorstellen, was dann passiert ist. Was können wir uns in Deutschland nicht .......
...keine Grossflugzeuge, man braucht auch keine Terroristen! Menschliche Dummheit, Unzulänglichkeit, Hybris, Geiz reichen überreichlich!

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