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Ex-Premierminister: Blair will mit Anti-Einwanderer-Kurs Brexit verhindern
REUTERS

Der Streit über Zuwanderung hatte großen Einfluss auf das Brexit-Votum der Briten. Ex-Premierminister Tony Blair empfiehlt nun, die Regeln zu verschärfen - um auf den EU-Austritt verzichten zu können.

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kladderadatsch 10.09.2017, 11:51
20. Zerfall der EU abwenden

Es ist naiv und arrogant zu meinen, die anderen müssen sich der eigenen Meinung anpassen. Laut unseren Verwandten in London hat die linke Blair-Regierung damals eine extrem lockere Einwanderungspolitik betreiben. Nun hat Blair erkannt, dass er seine Bevölkerung überfordert hat und will Schlimmeres verhindern. Genauso sollte sich die EU an ihren Mitgliedern orientieren, einen Kompromiss anstreben, und nicht versuchen, die mit einer anderen politischen Meinung auszugrenzen.

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DerBlicker 10.09.2017, 11:51
21. wenn dem nur so wäre

Zitat von ditor
Komplett frei ist die Freizügigkeit auch nicht, insbesondere was das Einwandern in Sozialsysteme betrifft. Wird in D gern vergessen. Und natürlich wäre es sinnvoll Regelungen nachzubessern die sich nach ein paar Jahren Praxiserfahrung als suboptimal erwiesen haben.
Nein, es geht Blair leider wie auch den anderen britischen Politikern weiter nur um Rosinenpickerei. UK hat als eins der wenigen Länder nach der EU Osterweiterung 2004 nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die EU Einwanderung zu beschränken. Deutschland hat übrigens das Maximum von 10 Jahren ausgeschöpft, so dass erst seit 2014 Osteuropäer in Deutschland uneingeschränkt arbeiten können. Aber UK wollte besonders clever sein und sich mit seiner Öffnung die besten Arbeiternehmer aus Osteuropa holen. Nun will oder braucht man die nicht mehr, und will einfach einseitig die Regelung ändern.

Genau so geht es nicht. Man muss zu Regeln in guten wie in schlechten Zeiten stehen.

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peter.di 10.09.2017, 11:54
22. "Streit über Zuwanderung hatte großen Einfluss auf das Brexit-Votum"

Anders fomuliert, Merkels Flüchtlingspolitik und der Pull Faktor ihres "unbegrenzt" hat den entscheidenden Ausschlag für den Brexit gegeben. Und Blair versucht die Sache noch irgendwie zu retten.

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Hilfe2011 10.09.2017, 11:55
23. Ein Kriegsverbrecher

Kommt aus dem Mauseloch gekrochen. Schlimm das er in Den Haag noch nicht angeklagt ist.

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zimond 10.09.2017, 11:58
24. Die einfache Mehrheit war der Fehler

Eine derartig wichtige Entscheidung mit enormen Ausmaßen hätte niemals mit einer einfachen Mehrheit entschieden werden dürfen. 48% sind keine Minderheit sondern nahezu die Hälfte der Briten die sich von der anderen nur unwesentlich größeren Hälfte in die Scheiße ziehen lassen musste. Solche Entschlüsse sollten nur mit 2/3 Mehrheiten besiegelt werden dürfen, so wie bei uns zB Grundgesetzänderungen

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peter.di 10.09.2017, 11:59
25.

Zitat von viwaldi
Die Brexit Befürworter beharren als eines der letzten Argumente, so auch hier im Artikel, immer wieder darauf, dass das Referendum eine demokratische Entscheidung war. War es das wirklich? Formal könnte man sagen ja. Aber was für eine lausiges Referendum war das? Die Leave Kampagne konnte gar keinen Plan vorlegen, bis heute ist man sich nicht einig über Hard- oder Soft - Brexit. Es hat keinen gesellschaftlichen Diskurs gegeben, was das wirklich bedeutet. Es wurde mit Lügen eine Propagandaschlacht geführt - selbst Herr Johnson musste zugeben, dass seine Zahlen zum NHS erstunken und erlogen waren. Eine echtes Referendum hätte den Wählern einen alternativen Plan aufzeigen müssen. Und wie lächerlich ist dieses Argument, wenn man bedenkt, dass im Parlament Konservative sitzen, die gegen den Austritt sind, - aber dafür stimmen, weil es die Partei so will. Die Parteiinteressen (und die Machtbesessenheit von Frau May) werden vor die Landesinteressen gestellt. Demokratisch wäre, jetzt einen Plan auszuarbeiten, und diesen dann der Bevölkerung zur Abstimmung erneut vorzulegen. Eine substantielle demokratische Entscheidung kann doch nur im Lichte der Erkenntnis fair getroffen werden. Populistische Propagandaschlachten von Zeitungsmogulen als Grundlage für Volksbefragungen zuzulassen, - das klingt nicht sehr nach reifer Demokratie.
"War es das wirklich?"

Ja das war es wirklich. Genau wie z.B. die Referenden über die EU Verfassung in den Niederlanden und Frankreich und das Referendum über dem Euro in Schweden. Nennt sich direkte Demokratie.

Wie gut oder schlecht die Argumente sind ist erstens Ansichtssache und zweitens ist das bei Parlamentswahlen nicht anders.

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Mogel 10.09.2017, 12:02
26. B. Liar

Sie unterschlagen, dass Tony Blair ein Mensch grössten Verrufes ist, der sein Volk im Interesse von Mord und Totschlag belogen hat. Und ausserdem ist der meschugge. Um Vergebung von seinen Sünden zu erreichen, trat er nach seinem Rauswurf aus der Politik der Katholischen Kirche bei und bezahlte Ablass, getarnt als Spende. Johann Tetzel hätte seine wahre Freude an dem gehabt.

Er ist typisch für die Verlogenheit der EU-Befürworter.

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Clausibel 10.09.2017, 12:02
27. Im Prinzip hat er recht ...

Im Prinzip hat er recht, aber es genügt nicht, dass die Briten ihre Einwanderungs-Gesetze verschärfen. Dazu müssten auch die entsprechenden EU-Verträge nachträglich geändert werden.

Und das wird nicht passieren, solange die osteuropäischen EU-Staaten von diesen Regelungen massiv profitieren. Die lösen dadurch nämlich nicht nur ihre Arbeitslosen- und Zigeunerprobleme, sondern kurbeln mit den Geldern, die ihre im Ausland arbeitenden Bürger nach Hause überweisen, auch ihre Wirtschaft an.

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kahabe 10.09.2017, 12:02
28. Wirksame Kündigung im März 2019

Von den Briten (Engländern) schriftlich eingereicht. Muss man dem NeoLib mal auseinanderpusseln. Eine Rücknahme geht nur mit der einmütigen Zustimmung aller EU-Mitglieder. Da findet sich doch bestimmt eine Gegenstimme. Nein, diesmal nicht die des Vereinigten Königsreiches. Könnte man fromm werden und beten, das es nicht zu einem BREXIT-Vertrag kommt... Und nicht nur Charles de Gaulle freut sich darob!

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MiniDragon 10.09.2017, 12:03
29. Danke

Zitat von viwaldi
Aber was für eine lausiges Referendum war das? Die Leave Kampagne konnte gar keinen Plan vorlegen, bis heute ist man sich nicht einig über Hard- oder Soft - Brexit. Es hat keinen gesellschaftlichen Diskurs gegeben, was das wirklich bedeutet. Es wurde mit Lügen eine Propagandaschlacht geführt - selbst Herr Johnson musste zugeben, dass seine Zahlen zum NHS erstunken und erlogen waren. Eine echtes Referendum hätte den Wählern einen alternativen Plan aufzeigen müssen. Und wie lächerlich ist dieses Argument, wenn man bedenkt, dass im Parlament Konservative sitzen, die gegen den Austritt sind, - aber dafür stimmen, weil es die Partei so will. Die Parteiinteressen (und die Machtbesessenheit von Frau May) werden vor die Landesinteressen gestellt. Demokratisch wäre, jetzt einen Plan auszuarbeiten, und diesen dann der Bevölkerung zur Abstimmung erneut vorzulegen. Eine substantielle demokratische Entscheidung kann doch nur im Lichte der Erkenntnis fair getroffen werden. Populistische Propagandaschlachten von Zeitungsmogulen als Grundlage für Volksbefragungen zuzulassen, - das klingt nicht sehr nach reifer Demokratie.
Sie begründen sehr gut, warum es fair wäre, die Briten nochmals abstimmen zu lassen.
Und wenn sie sich dann noch immer für den Brexit entscheiden, dann sollten sie auch die Konsequenzen ertragen können.

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