Forum: Politik
Ex-SPD-Chef: Schulz startet eigene Europa-Kampagne
Wolfgang Rattay/ REUTERS

Die SPD hat ihn fallenlassen, doch Martin Schulz lässt nicht locker: Der Ex-SPD-Chef wirbt nun mit einem neuen Verein für Europa - "explizit nicht parteipolitisch".

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ichliebeeuchdochalle 09.05.2019, 09:06
10.

Zitat von entsetzt04.09.2015
Wer nicht wählt darf sich nicht beschweren. Jetzt werden für weitere fünf Jahre die Richtlinien bestimmt. Speziell junge Leute sollten wählen gehen
Bitte flechten Sie ein, daß 90% der EU-Politik nicht vom EU-Parlament sondern von Kommission und den Regierungen der Mitgliedsstaaten gemacht wird. Das EU-Parlament ist nicht das Gegenstück zum deutschen Bundestag.

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ghdh 09.05.2019, 09:11
11. Ich auch

Ich mag Europa auch und die EU. Aber Vieles läuft derzeit nicht gut in den Institutionen der EU, nicht ohne Grund will Großbritannien austreten und viele lehnen die derzeitige EU-Politik ab. Und Schulz mit seinen intoleranten und besserwisserischen Belehrungen hat viel dazu beigetragen, den Unmut gegen die EU zu schüren und die EU-Staaten gegeneinander aufzubringen.

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charly05061945 09.05.2019, 09:18
12. Schulz

Da Herr Schulz in Deutschland wohl überwiegend nicht unbedingt als Sympathieträger gilt (Spesenaffäre, Kumpelversorgung, Juncker-Kungelei) ist es fraglich ob er mit diesem Verein Europa hilft oder sich lieber im Hintergrund halten sollte.

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mirage122 09.05.2019, 09:26
13. Ein absoluter Fachmann

Martin Schulz weiß, wovon er spricht. Er ist nicht nur ein ausgemachter Fachmann, sondern er liebt Europa und steht bedingungslos hinter der europäischen Idee. Leider wurde er bei der letzten Bundestagswahl hoffnungslos verbraten und dann eben auch von seiner Partei fallen gelassen. Ich weiß nicht, ob ich Herrn Feldenkirchen durch die Tantiemen aus seinem Buchverkauf unbedingt unterstützen werde, aber dem Aufruf von Martin Schulz werde ich auf jedem Fall folgen; denn in Hamburg finden genau am 23.5. auch die Wahlen zur Bezirksversammlung statt. Da lohnt sich der Weg dann schon,

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Bernhard.R 09.05.2019, 09:29
14. Schlicht ungeeignet

Schulz hatte seine Chance am 08.05.2014 in der Fernsehdiskussion mit JCJ um den Job als Kommissionspräsident. Als es um die Niedrigbesteuerung der international tätigen Unternehmen in Lux ging, hat er dem Steuerarchitekten nicht die Maske vom Gesicht gerissen und dadurch zugelassen, daß Juncker gewählt wurde.
Die zweite Chance hatte er nach der letzten Bundestagswahl als Oppositionsführer. "Nein" zur erneuten GrKo. Schulz ist umgefallen, um Merkel die Regierung zu erleichtern. Sie wollte keine Minderheitsregierung.
Sien Auftritt wird die Euro-Skeptiker nicht überzeugen.

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ichliebeeuchdochalle 09.05.2019, 09:45
15.

Zitat von ghdh
... nicht ohne Grund will Großbritannien austreten
Grund: Dummheit der Hälfte der Briten ... 1. Sie wissen nichts über die EU ... nach dem Brexit-Votum war die häufigste Suchanfrage im Internet danach, was ist die EU und wie funktioniert sie. 2. Sie fallen auf die Brexit-Politiker herein, die bei einem Austritt profitieren, sprich viele Millionen Pfund Gewinn machen. 3. Sie fallen auf die Boulevard-Medien herein. 4. Sie fallen darauf herein, daß britische Politiker und Medien sie über das Wesen der EU nach Strich und Faden belügen.

So, die anderen 122 Gründe spare ich mal aufzuzählen, weil es dann den Rahmen sprengt.

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josho 09.05.2019, 10:22
16. Die "Idee Europa" war schon immer....

.....faszinierend, allein es fehlt an der erfolgreichen Umsetzung. Da kann man noch so viel aufrufen, betteln und beschwören: Die Populisten werden einen grandiosen Sieg einfahren, was daran liegt, dass die Probleme, die Europa hat, entweder an maßgeblicher Stelle nicht gesehen werden oder nicht gesehen werden wollen. Die Durchführung der Reformen (Stichwort: "Einstimmigkeitsprinzip"), die seit Jahren angemahnt werden: Vollständige Fehlanzeige! Es gibt noch nicht einmal ansatzweise konkrete Anstöße hierzu. Wenn die Herren Weber und Timmermanns in Fernsehsendungen übereinstimmend beklagen, dass der Bäckermeister um die Ecke mehr Steuern bezahlen muss als Milliardenkonzerne, die in Europa gigantische Geschäfte machen, aber keinerlei Lösung anbieten, wie das geändert werden kann - ja dann muss man sich nicht wundern, dass alle Appelle, zur Wahl zu gehen oder "proeuropäisch" zu wählen, nicht mehr verfangen. Dieses Spiel ist zu Ende. Europas Protagonisten haben kläglich versagt! Es ist ein Jammer.

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offonline 09.05.2019, 10:24
17. Ich persönlich halte von diesem Zirkus EUROPA nicht wirklich viel

denn ich weiß überhaupt nicht, wer dort die Strippen zieht und wer für was verantwortlich ist.
Das Europaparlament scheint jedenfalls nicht wirklich wichtig zu sein, denn im Fernsehen rennen immer nur der Ratspräsident, oder der Kommissionspräsident, oder die EU Aussenbeauftragte, oder der Brexit Sonderbeauftragte rum??
Ich habe noch niemals bei wichtigen Anlässen einen der 96 Abgeordneten gesehen, die für Deutschland im Europaparlament sitzen??
Wahrscheinlich sitzen die Parlamentarier da nur rum um irgendwelche "Pöstchen" zu haben zu besetzen, oder zu kreieren!
Es macht den Eindruck, daß EUROPA nur eine zwischengeschaltete Behörden-/Verwaltungsschicht ist?

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4711_please 09.05.2019, 10:26
18. Wahlbeteiligung

Es würde schon mehr Beteiligung bringen, wenn die Wahlämter nicht so schnarchig wären. So wurden z.B. die Wahlunterlagen trotz Kommunikation meines Freundes nicht an seine Arbeirsadresse außerhalb der EU verschickt. Er kann an der Wahl nicht teilnehmen. Habe auch selbst schon Probleme mit dem Amt gehabt. Schätze 10% derjenigen, die sich nicht beteiligen, tun das nicht freiwillig, sondern weil die Wahlbürokratie nicht funktioniert.

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Ezechiel 09.05.2019, 10:43
19. Nur bedingt richtig.

"81 Prozent der Deutschen finden Europa gut", sagt der ehemalige SPD-Vorsitzende.
Das stimmt nur, wenn es nicht zusätzlich mehr kostet. Diese Erfahrung habe ich auch hier im Forum machen müssen, als Herr Oettinger die Bundesregierung zu Steuererhöhungen aufforderte, weil in den Kassen der EU nach dem Ausscheiden GBs Geld fehlt, das ersetzt werden muss. Gefühlt 80 % der Foristen waren strikt dagegen. Aber ohne Umverteilung von den wohlhabenden Staat zu den ärmeren Ländern, wird die EU nicht zusammenhalten.

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