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Ex-SPD-Chef: Sigmar Gabriel fordert Mindestrente für Geringverdiener
DPA

Die Große Koalition brütet über einem Konzept, um die Renten langjährig Versicherter aufzustocken. Sigmar Gabriel plädiert im SPIEGEL bereits für ein einfaches Modell - vor allem mit Blick auf den Osten.

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karlo1952 10.11.2018, 09:47
20. Ich habe nichts gegen eine Erhöhung der Mindestrente,

allerdings muss aber schon noch ein Unterschied erkennbar sein, ob jemand 200 ? oder 500 ? monatlich einbezahlt hat. Wenn sich das in der Rente dann nur noch mit 100 ? monatlich mehr auszahlt, fragt sich der oder die, wieso er soviel eingezahlt hat, und die Unzufriedenheit schiebt sich uns nach oben. Jede Erhöhung der Mindestrente auf einen bestimmten Betrag muss deshalb auch eine Erhöhung der sonstigen Renten um denselben Betrag mit sich bringen. Dadurch verringert sich dann auch prozentuale Unterschied, was für die übrigen Rentner wohl genug Entgegenkommen darstellt, wenn man von so etwas überhaupt sprechen kann.

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bfhk 10.11.2018, 09:47
21. Alles schön und gut..

Ich bin es langsam satt die kruden Ideen und Thesen eines Staates mit hart erarbeiteten Geld zu bezahlen. Nach allen Abzügen und KV bleiben 50% vom brutto. Ca 3000Euro Dann holt sich die Kormune noch 680 Euro (!) für den Kitaplatz meiner Tochter ab. 1000 Euro gehen fürs Haus weg, und 1000 Euro für 3 Personen ( Autos , Essen, Trinken ,Schxxxen ...) sind nicht die Welt.

Deutschland braucht Fachkräfte, aber als junger Ingenieur ist man mit einem Gehalt für eine brauchbares Mittelschichtleben grenzwertig belastet.

28,92 Millionen Personen gehen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung
Nach, und 55Mio Personen sind Kinder ( Zukunft einer Volkswirtschaft) , Rentener ,Beamte , Arbeitslose, usw.

Also kommen knappe 40% für die Kosten des Renten- , Einkommens- und Sozialsystems auf. Ok die Firmen leisten auch noch SV Beiträge

Aber echt... merkt ihr noch was

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a.knieling 10.11.2018, 09:48
22. Mindestlohn - Mindestrente

Mindestlohn - Mindestrente da gibt es einen deutlichen Zusammenhang. Beide Grundthemen dürfen schon deshalb voneinander nicht isoliert betrachtet werden. Bei dem Thema Mindestlohn hatte sich die SPD geziert wie eine alte Jungfer, die die alte Etikette pflegt. Erst als der gesellschaftliche Druck immer größer wurde, knickte die SPD ein und ist verantwortlich für ein Gesetz, was so löcherig ist wie ein Schweizer Käse. Der Mindestlohn war dann auch so bemessen, dass die meisten Aufstocker weiterhin Hartz IV - Leistungen bezogen.

Nunmehr wirbt Gabriel für die Mindestrente. Der Gedanke ist richtig und bedeutet eine Anpassung des Gesetzes an die Wirklichkeit. Warum sich die meisten der Genossen dagegen wehren, ist kaum ersichtlich - in diesem Kontext muss auch darüber nachgedacht werden, ob nicht auch die sogenannten 1-Euro-Jobber mit einbezogen werden sollten. Auch sie leisten eine Arbeit, die dem Allgemeinwohl zugutekommt. Das Feld der Neustrukturierung ist groß. Die SPD, die einst die asoziale Hartz-IV-Gesetze eingeführt hat, muss neben befreienden Korrekturen ihre Kompetenz offenlegen.

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charly11 10.11.2018, 09:52
23. Das Renten- und Sizialversicherungssystem muss auf den "Kopf"

gestellt werden. Damit ist gemeint : Vergrößerungen der Zahlungsverpflichteten: Alle, aber auch wirklich Alle müssen in die Sozialversicherung einzahlen, auch Beamte, Ärzte, Rechtsanwälte, Apotheker etc.) Unternehmer und auch Kapitaleinkünfte sind heranzuziehen. Dann noch Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen (wieso zahlt ein Einkommenmillionär den gleichen Beirag wie jemand, der 60.000 im Jahr verdient ?)... und schwupp haben wir kein Finanzierungsproblem für die Sozilaversicherungen.
Das Problem, was Beamte und die anderen o.a. Berufsgruppen angeht: Da müsste man die Frösche fragen, ob der Teich trockengelegt werden kann, die Antwort ist sicher eindeutig. Ironie OFF!

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schwabenmaul 10.11.2018, 09:53
24. Ein Versuch war schon mal da.

Als die Von der Leyen Sozialministerin war,hatte sie einen Vorschlag gemacht (und wollte diesen auch umsetzen), dass alle Kleinselbständige (ich glaube die monatliche Einkommensgrenze war bei 2500.- bis 3000.- €) in die RV zwangsversichert sein sollten, damit sie dem Staat später nicht auf die Tasche fallen.Es ging um ca. 450 000 Kleinselbständige.Es wurde damals von einem monatlichen Beitrag von 350.- bis 400.- € diskutiert.
DER Aufschrei beim BDS (Bund der Selbständigen) war so groß, dass sich der Wirtschaftsrat der CDU/CSU-Fraktion eingeschaltet hat und die Sache wurde gekippt.Die Begründung des BDS war, dass dieser Beitrag die Existens der Kleinunternehmen gefährden würde.
Also was soll man von dieser Sache halten ?

Schwabenmaul

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brille000 10.11.2018, 09:59
25. Dummschwätzerei

Derartige Ideen sind soviel wert wie ein Kropf. Das Sozialversicherungssystem taugt nichts. Jeder, der Geld verdient, ob nun privat, selbständig oder als Arbeitnehmer, muss vom ersten Euro an in die Sozialkassen einzahlen. Und jeder, ob nun Rentner oder Milliardär bekommt dann daraus auch etwas. Aber daran traut sich auch ein Gabriel nicht zu kratzen und so lange wird sich da auch nichts ändern.

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karlo1952 10.11.2018, 10:04
26. @18. Das ist typische Sozidenke, wer wenig arbeitet

muss später mehr Rente bekommen. So ein Quatsch. Sie übersehen dabei völlig, dass dass die spätere höhere Rente eben auch ein Motivationsfaktor ist mehr im Leben im Beruf zu leisten. Aber das war je bei Sozialisten nie ein Denkansatz, sondern eher, nehmen wir es von den Reichen.

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pakeha52 10.11.2018, 10:10
27. Mütter ...

... von mehreren Kindern werden bei dieser 'Idee' kaum 40 Jahre (in der Wirtschaft) arbeiten, also immer noch benachteiligt sein ! Ich plädiere für eine generelle Mindestens von Euro 1000 (wie z.B. in Neuseeland) ! Das wäre sozial, und würde die SPD wieder beliebter machen !

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01099 10.11.2018, 10:12
28. Grandioser Denkfehler - wie immer

Zitat von karlo1952
Wenn sich das in der Rente dann nur noch mit 100 ? monatlich mehr auszahlt, fragt sich der oder die, wieso er soviel eingezahlt hat, und die Unzufriedenheit schiebt sich uns nach oben.
Die Rente wird solidarisch gezahlt! Man zahlt nicht für sich, sondern für jeden seiner Mitbürger ein. Warum begreift das niemand? Ihrer Logik folgend, dürfte ein Säugling mit lebensbedrohlichem Herzfehler überhaupt nicht operiert werden, da er nie in eine Krankenkasse eingezahlt hat. Ja, das Beispiel ist aus der Krankenkasse, aber die funktioniert genau so solidarisch wie die Rente.

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Kokolemles 10.11.2018, 10:16
29. Das ist doch wieder ein Betrug an den Prekär beschäftigten.

Wer bekommt denn heute noch einen Rentenversicherungsverlauf von über 40 Jahren zusammen? Die Lage auf dem Arbeitmarkt lässt doch so was garnicht mehr zu. Wer sich von befristetes Arbeitverhältnis zur langfristigen Arbeitslosigkeit mit ggf Hartz IV Bezug über mehrere Jahre um dann vielleicht einen Minijob über weitere Jahre zu haben um dann wieder arbeitlos zu sein undann ist er über 50 Jahre, bekommt niemals diese 40 Jahre zusammen. In diesen Fall nicht mal 20 Jahre. Nein dieses Konzept tagt nur für die Mülltonne. Esmuss eine Mindestrente wie in den Niederllanden von 1100€ her, die ohne wenn und Aber mit Erreichen des Rentenalters gezahlt wird. Alles andere ist nur Augenwischerei.

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