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Ex-SPD-Chef: Sigmar Gabriel stellt Große Koalition in Frage
DPA

Was wird aus der SPD? Im SPIEGEL rät der frühere Parteichef Sigmar Gabriel den Sozialdemokraten, notfalls aus der Großen Koalition auszusteigen. Und zu seiner eigenen Zukunft äußert er sich auch.

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cave100 08.02.2019, 13:45
70. immer das gleiche.....

Es macht, offs.hier vielen Spaß die SPD so richtig mies zu machen. Dabei wird immer wieder vergessen, dass die einzigen possitiven Ergebnisse der Merkel Zeit von der SPD durchgesetzt wurden. Rente mit 45 Arbeitsjahren und, gegen sehr großen Wiederstand der CDU/CSU, endlich den Mindestlohn. Und wo bitte macht die SPD Wahlkampf mit Klassenkampfparolen? Vielleicht mal die Vorurteile gegen die SPD überdenken.

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KingTut 08.02.2019, 13:46
71. Glücklos

Was soll man davon halten, wenn ein gescheiterter SPD-Vorsitzender seiner Partei Ratschläge erteilt? Auch als Außenminister fand ich ihn nicht so toll. Mir ist noch sehr gut die Szene in Erinnerung, wo sich Herr Gabriel über die türkische Regierung öffentlich beklagte. Sie habe mit ihren Beleidigungen die Grenze des Zumutbaren erreicht, nur um kurz darauf einem der Hauptverantwortlichen, Herrn Cavusoglu, in Goslar Tee zu servieren und ihn als Freund zu bezeichnen. Da fehlen einem die Worte. Gabriel hat in der Türkeipolitik ein miserables Urteilsvermögen offenbart. Daher kann ich nicht nachvollziehen, warum man ihn immer wieder aus der Versenkung ausgräbt. Dann lieber den Schröder, der redet wenigstens Klartext.

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Dengar 08.02.2019, 13:46
72. Adjutanten

Wer dreimal Merkel in den Sattel gehievt hat (und daran trägt auch Gabriel eine wesentliche Mitschuld), dem traut man nichts mehr zu. Weder als Koalitionär, noch als Opposition. Spätestens nach der ersten Merkelgroko, als die FDP sich plötzlich im Stimmenrausch befand, hätte man mal einen Blick in die Vergangenheit riskieren sollen, auf Zeiten der ersten Groko, die einen Höhenflug der NPD provozierte.

Aber nein, man musste denselben Fehler sogar noch zweimal wiederholen und hat als Resultat jetzt mit zementierten Extremen auf beiden Seiten zu kämpfen. Kein Wunder, bei einer zur Unkenntlichkeot amalgamoerten Mitte, die eine erratische Kanzlerin einsame Entscheidungen treffen lässt und ansonsten um sich selbst kreist.

Fazit: Unglaubwürdig durch eigenes Verschulden, egal wie die SPD sich jetzt auch entscheidet. Jetzt tragt die Konsequenzen eurer Irrlichterei bitte schön wenigstens mannhaft.

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vera gehlkiel 08.02.2019, 13:48
73. @elshi

Welcher Wähler genau wollte denn die GroKo nicht?! Und überhaupt: diese wurde bekanntlich ja nur "Alternativlos" durch die Feigheit von Christian Lindner. Ihre teilweise Stagnation schon von allem Beginn an liegt jedoch nicht an der SPD, die derzeit über ihren Protagonisten Hubertus Heil schon wieder etwas höchst Vernünftiges und sogar ökonomisch Sinnvolles in der zukunftsaffinen Haupt-Stossrichtung "Soziale Gerechtigkeit" in einen bundesweiten Diskurs einbringt. Sondern liegt ihrer Wurzel nach an dem prinzipiellen Richtungsstreit im wertkonservativen bis marktradikalen Lager. Wäre also rein logisch gesehen ganz eindeutig lokalisierbar innerhalb der Spannbreite von ziemlich rechter CSU bis relativ liberaler CDU. "Ungefragt akzeptieren" ist zudem, wo sich die Konstellation, die das Jetzige heraufbeschwor, doch ziemlich zeitnah nach dem Auszählen der Stimmen einer nicht ganz läppschen Bundestagswahl ergab, irgendwie schon abgefahren, so als Botschaft mitten aus unserer offenen Gesellschaft. Wie oft soll denn nach ihrem Dafürhalten so ungefähr gewählt werden? Oder soll man das künftig lieber direkt als Abstimmungsbeifang während des jährlichen Dschungelcamp mitlaufen lassen?! Man bedenke: würde durch Neuwahlen irgend etwas besser?! Wurde etwa wenigstens Lindner mittlerweile aufgrund seiner eklatanten und egoistischen Pflichtvergessenheit kaltgestellt?! Mitnichten! Für mich wirkt das ewige SPD-Bashing etwas so, als hätten die Leute, die es betreiben, durchweg eher viel zuwenig Sorgen, nicht zuviel, und erst recht nicht wirklich ernsthafte. Für wen es um etwas geht, der redet jedenfalls über die Politik nicht genauso notorisch "cool" als Halbwissender, wie über den leidigen Fussball. Darin liegt für mich persönlich wirklich ein ziemliches "Trauerspiel". Vor allem unter dem Aspekt, was wir damit unseren kommenden Erstwählerinnen für ein Niveau präsentieren.

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ceroc 08.02.2019, 13:50
74. Plötzlich mutig ohne Amt

Die SPD ist erledigt weil sie wiederholt ihr Stammwähler gewechselt hat.
Aktuell sind sie eine allinone Partei in billig Version.
Gabriel ist bestimmt der bessere Politiker als beide Spitzen zusammen.
Aber er hat den Untergang selbst eingeleitet und den Martin erfunden.

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biesi61 08.02.2019, 13:50
75. "Das Land wartet doch geradezu auf einen Aufbruch."

Das stimmt! Der von Merkel und Schäuble über alles ausgebreitete Mehltau lähmt inzwischen jegliche Bewegung! Die "schwaze Null" lässt die Verkehrsinfrastruktur verrotten, falsche Gesetze verhindern den Ausbau des Glasfasernetzes, Lobbyisten konservieren überlebte Industriestrukturen, gleich mehrere Zukunftstechnologien finden inzwischen ohne Deutschland statt. So wie rot-grün in ihrer ersten Legislaturperiode den Aufbruch aus der Kohl-Lähmung brachte (die historischen Fehler wie Hartz IV kamen erst später), brauchen wir den nächsten Aufbruch in die Zukunft. Leider sehe ich im aktuellen politischen Spitzenpersonal niemanden, der das überzeugend vermitteln könnte. Deshalb muss jetzt dringend die nächste Generation "Verantwortung übernehmen und nicht auf Erlösung durch irgendwelche Heilsbringer hoffen." Auch da hat Gabriel recht. Und das gilt nicht nur für die SPD sondern noch viel mehr für die CDU/CSU (und auch für die FDP und die Linke)!

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Schimanski 08.02.2019, 13:54
76. @69 Beat

Zitat von Beat Adler
Naechste Wahlen in D: 6 Parteien erreichen alle 10% oder mehr. CDU/CSU, SPD, AfD, Linke, Gruene, FDP alle ueber 10%. Die Bildung einer Regierung wird 2 Jahre dauern oder gar nie fertig werden. Das ist schlecht fuer Deutschland und die Rest EU der 27. Viele werden der GroKo nachtrauern;-) mfG Beat
Kein Problem,
einfach 4 der 6 abschaffen und schon ist viel gewonnen.
Der Wähler muss sich nicht mehr zwischen all dem Einheitsbrei entscheiden müssen.
Die Parteien brauchen nicht mehr so lange rumsuchen um einen Koaltionspartner zu finden
Steuern werden gespart, da weniger Alimentierung zukünftiger Politversager.
Der Bundestag wird schlanker.
Man lässt Schauspieler und Industriegrößen als Kandidaten für Wahlen zu.

Hat Charme ;-)

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three-horses 08.02.2019, 13:55
77. Verwaltung auf Null.

Zitat von Rassek
Selten so einen Unsinn gelesen. Da erzählt der Blinde von den Farben. Sie wollen einen ca 55 jährigen Bauarbeiter mit Gebrechen umschulen damit er bis 70 arbeiten kann um dann die verdiente Rente zu beklommen. Da fällt mir nix mehr ein....
"einen ca 55 jährigen Bauarbeiter mit Gebrechen umschulen damit er bis 70 arbeiten kann"...warum nicht, man wird es wahrscheinlich machen müssen, Verwaltung "lite" kann jeder machen. Ein Beamte weniger ist auch "ein Beamte weniger". Der Klatsche Effekt.

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LeBigMacke 08.02.2019, 13:57
78. Das glaub' ich erst wenn ich's seh!

Ausstieg aus der großen Koalition also. Das kennt man doch schon irgendwoher, z.B. aus dem Vorfeld der letzten Bundestagswahl. Aber am Ende war man dann doch wieder zu ängstlich/gierig um endlich Schluss mit diesem antidemokratischen Gebilde zu machen. SPD und Union 'sollten' inhaltlich eigentlich zu verschieden sein, um die erstbeste Option für eine Koalition zu sein. Dass sich beide Parteien über die Groko immer weiter annähern, sollte eigentlich die Alarmglocken schrillen lassen - zumal dies mit Sicherheit einer der Hauptgründe für den Absturz der SPD ist. Wer will schon die hässliche Schwester der CDU wählen (nein, ich meine hier nicht die CSU), wenn's mit "Mutti" auch ganz unkompliziert geht.

Abgrenzung ist hier das Stichwort und seit Schröder derart effektiv Politik gegen die eigene Klientel und zugunsten der Union gemacht hat, gibt sich die SPD als Fußabtreter für Merkel zufrieden. Rot/Rot/Grün und damit eine Koalition mit der Linken sollte die erste Option für die SPD sein und nicht dieses Agglomerat aus den zwei (ehemals?) stärksten Parteien ohne nennenswerte Opposition. Aber ne, mit der Linken müsste man ja auch mal was soziales umsetzen, anstatt dem alternativlosen Umstand der Groko die Schuld zu geben, weil das ja ach so bequem ist.

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betonklotz 08.02.2019, 13:59
79. Was würde sich dadurch denn ändern?

Zitat von Beat Adler
Naechste Wahlen in D: 6 Parteien erreichen alle 10% oder mehr. CDU/CSU, SPD, AfD, Linke, Gruene, FDP alle ueber 10%. Die Bildung einer Regierung wird 2 Jahre dauern oder gar nie fertig werden. Das ist schlecht fuer Deutschland und die Rest EU der 27. Viele werden der GroKo nachtrauern;-) mfG Beat
Ob nun eine Groko unter Merkel oder gar keine Regierung wegen nichtzustandekommens, gemacht wird in beiden Fällen das selbe: bestenfalls nichts!

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