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Ex-SPD-Chef vor der Europawahl: Schulzakkord in Moll
Sebastian Gollnow / dpa

Martin Schulz ist gescheitert, als Parteichef wie als Kanzlerkandidat. Trotzdem hat er Fans an der SPD-Basis. Im Wahlkampf tourt er unermüdlich durch Deutschland - Europa ist sein Herzensthema. Aber er leidet.

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kraut&ruebe 26.04.2019, 09:50
10. Fremdschämen

Die Leute gehen wahrscheinlich mit derselben Motivation zu diesen Veranstaltungen, wie sie sich z.B. Promi-Big Brother oder ähnliche Versager-Formate anschauen. Wohliges Fremdschämen ist angesagt, da fühlt man sich in der eigenen Haut gleich viel besser.

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sternfeldthommy 26.04.2019, 09:54
11.

ich kann mich den beiden Foristen von Beitrag 1 und 3 nur anschließen.
Martin Schulz ist im tiefen Kern, ein anständiger Kerl und einer der größten Europäer nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Es wäre geradezu unverantwortlich auf diesen hochkompetenten Mann zu verzichten, gerade für die SPD. Ich habe ihn damals gewählt und ich würde ich direkt nochmal wählen

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JensJacob 26.04.2019, 10:04
12. Fans...

möchte mal wissen was das für Fans sind. Es wundert mich sehr das man diese Zeitungsente (!) ganz oben hinstellt, wenn doch eigentlich diese Schlagzeile "Linken-Abgeordneten Andrej Hunko mit Venezuelas Staatschef Maduro" weiter oben stehen sollte? 'Wäre es ein AFD Politiker...na ja den Rest schenke ich mir. Es ist sehr schade das man sich heute nur noch durch politische Gesinnung lesen muss und eigentlich gar keine neutrale Berichterstattung mehr finden kann.

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nikaja 26.04.2019, 10:08
13. fuer die, die am europaeischen Fressnapf stehen

gibt es viel zu gewinnen und wenn man abgeknipst wird, ebenso viel zu verlieren.
Das wissen die, die die Werbetrommel ruehren. M. Schulz hat ja auch nicht schlecht profitiert von seinen Bruesseller Jahren. Fuer die Normalos ist EU ein viel zu abstraktes Gebilde, als das es von Interesse waere. "Die hart arbeitenden Menschen" fuehlen sich von den Absahnern in Bruessel sowieso verschaukelt, das ist in DE wie in FR nicht anders.
Wenn dieses Konstrukt ueberleben soll, muss erstmal eine Debatte gefuehrt werden, wohin die Fahrt gehen soll.

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rainer-rau 26.04.2019, 10:09
14. Martin Schulz

fehlt das Gier-Gen und die kriminelle Energie, um gegen die tatsächlichen Machthaber etwas bewirken zu können. Der auf Stuttgart, München, Ingolstadt, Leverkusen und Ludwigshafen aufgeteilte Regierungssitz der echten Bestimmer funktioniert perfekt. Scheuer, Linnemann, Amthor usw., also Leute mit Volksnähe und echter Lebenserfahrung haben da eher eine Chance.

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TheFunk 26.04.2019, 10:09
15. Steinmeier hätte seine

(mir unerklärliche) Beliebtheit als Außenminister nutzen und nochmal Kanzler werden sollen.
Martin Schulz wäre ein ausgezeichneter Bundespräsident gewesen.

Er hat das Amt des Fraktionsvorsitzenden nach der Wahl viel zu schnell an Andrea Nähe abgegeben. Und Den Parteivorsitz ebenso. 100%! Das wirft man nicht weg.

Ich halte ihn für charakterlich integer. Schade!

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alkman 26.04.2019, 10:10
16. Undankbarkeit der SPD

Ich verstehe nicht, warum sich Schulz als möglicher Außenminister hat abservieren lassen. Sicher, er hatte zuvor ausgeschlossen, unter oder neben Merkel zu dienen, aber nach dem Jamaika-Aus hat er sich von Steinmeier gegen seine eigentliche Überzeugung in die Pflicht nehmen lassen. Dann hat er für die SPD das Außen- und Finanzministerium herausgeholt, womit die SPD bezogen auf das Wahlergebnis weit überrepräsentiert ist. Dann hat es ihm aber beim ersten Gegenwind aus der Partei trotz 100%-Ergebnis als Parteivorsitzender an Stehvermögen gefehlt. Wenn es mit "rechten Dingen" zugegangen wäre, wäre Schulz heute Außenminister, wäre Vorsitzender des Weltsicherheitsrates in New York und Herr Maas säße immer noch in Berlin im Justizministerium.

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n.a.i.s 26.04.2019, 10:10
17. Was die SPD macht ist inzwischen egal,

und zwar aus vielerlei Gründen. Zunächst mal der Umgang mit ihren Vorsitzenden. Zum einen verschleißt mit großen Abstand keine Partei so schnell wie die SPD ihre Vorsitzenden, und zwar nach dem Prinzip: Laut gemeckert ohne besserere Vorschläge ist trotzdem Politik. Insofern empfehle ich Hr. Schulz, seine Prominenz und praktisches Wissen ebenso in zählbaren Erfolg umzumünzen wie Hr. Gabriel.
Zum anderen trifft die SPD ständig völlig falsche Personalentscheidungen. Erstens hätte Schulz davon abgehalten werden müssen, seine von allen Seiten anerkannte europapolitische Expertise zu Gunsten eines relativ aussichtslosen Wahlkampfes in Deutschland abzugeben. Diese Bank hat die SPD jetzt nicht mehr.
Zum anderen ist die Wahl von Frau Barley als Spitzenkandidatin eine artifizielle Kopfgeburt. Mit keinerlei bislang bekannten europäischen Ambitionen und Kenntnissen und erklärter Maßen ohne Führungsanspruch ausgestattet ist Frau Barleys Kandidatur der Beweis, dass die SPD dieses Feld Europa derzeit nicht bespielen kann oder will. Es ist also ein Zeichen der eigenen Bedeutungslosigkeit.
Und dass Schulz jetzt gebremst wird, damit er Barley nicht überstrahlt, ist schlimmer noch ein Zeichen der Inkompetenz der SPD Führung.

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firstpedi 26.04.2019, 10:11
18. Mitleid

wem Mitleid gebührt. Nicht Martin Schulz. Der ist in und mit der EU reich geworden. Und es gab eine Anschlussverwendung mit Dienstwagen. Dabei hätte er es belassen sollen. Der Martin Schulz der CDU heißt übrigens Elmar Brok. Die CDU hat sich seiner allerdings auf elegantere Tour entledigt, ohne den Umweg über Parteivorsitz usw.

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rainer-rau 26.04.2019, 10:13
19. Anpassung

Zitat von christejan
guter Kommentar, kann ich mich nur anschließen. Ich habe noch nie die SPD gewählt, erst recht nicht die Schwarzen. Vor Jahrzehnten schon, war mir das alles zu einseitig, von allen großen und mittleren Volksparteien. Keine Ahnung warum immer noch alle zur Wahl latschen um das kleinste Übel zu wählen. Den Schulz allerdings finde ich gut. Seine Integrität ist nicht gespielt, sie ist, glaube ich, authentisch. Dennoch kann man die Sozialen nicht mehr wählen. 2 Wortbrüche massiver Art bei den letzten BT-Wahlken an der Wählerbasis sind m.E. nicht verzeihbar. Diese Partei kennt sich nicht, schon lange nicht mehr. Sie weiß weder was sie will, noch zu leisten in der Lage ist.
an unvorhersehbar veränderte Situationen als Wortbruch zu bezeichnen, ist schon sehr oberflächlich gedacht, da liefert die CDU ganz andere Beispiele. Aber egal, die etablierten Parteien sind alle am Ende.

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