Forum: Politik
Ex-US-Geheimdienstchef über den IS: "Wir waren zu dumm"
AP

Ohne den Irakkrieg würde es den "Islamischen Staat" heute nicht geben - das gibt der damalige Chef der Special Forces Mike Flynn zu. Hier erklärt er, wie der IS sich professionalisierte und warum er ihren Chef Baghdadi laufen ließ.

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werner-brösel 29.11.2015, 12:48
110. ...und noch eines...

die `rote Linie` die Obama seinerzeit gezogen hat, ist passe. Das Vakuum, das er dann hinterlassen hat, hat Putin jetzt gefüllt. Im Irak läuft nichts mehr gegen ihn. Ausserhalb des Iraks muß endlich Erdogans Unterstützung für Daesh offen angeprangert werden. Das Hofieren durch Merkel und die EU, wegen ein paar Flüchtlinge weniger, muß aufhören. Ein lokaler Diktator darf die NATO nicht für seine hemispärischen Ansprüche missbrauchen. Es besteht sonst die Gefahr einer infernalischen Eskalation binnen Stunden.

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alice-b 29.11.2015, 12:50
111. Also...

das ist doch die Folge der Amerikanischen Ideologie, die sich auch in ihrem eigenen Justizsystem wiederfindet, "Auge um Auge, Zahn um Zahn."

Europa wird den Preis zahlen, denn Europa hat direkte Landverbindungen zum Nahen Osten, offene Grenzen, ect.

Die USA ist abgeschottet, im Westen und Osten durch den Atlantik, im Norden durch Kanada mit einer strengen Einreisekontrolle und im Süden zu Mexiko durch einen perfiden Zaun.

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mar-kosch 29.11.2015, 12:50
112.

Zitat von Sal.Paradies
Ich hätte nicht gedacht, von einem US-General eine solche Aussage zu hören! Immerhin war Flynn gegenüber W.Bush noch moderat in seiner Aussage und überlässt der "Zukunft" die Meinung über den damaligen "Befehlshaber" Bush. Er hätte auch sagen können, dass J.W.Bush eines Tages als derjenige in die Geschichte eingeht, der den Nahen Osten in Brand gesteckt hat! Und im Nachhinein könnte man, wenn man denn wollte, erkennen, "warum" Deutschland bisher von Anschlägen verschont wurde. Hätte Schröder dem US-Krieger Bush nicht die Rote Karte gezeigt, hätten auch die Deutschen ihr Deja Vu ala England+Frankreich. Heute wird Merkel froh sein, dass nicht sie damals nicht das sagen hatte. Denn sie wäre J.W.Bush gefolgt, mit all seinen späteren Folgen. Egal was man von Schräder halten mag, "hier" hat er absolut richtig entschieden..... ;-)
Das glaube ich kaum. Denn die Stimmung und die Mehrheiten in der Koalition und auch in der Bevölkerung realistisch abzuschätzen und danach zu entscheiden, kann wohl niemand besser als Merkel. Das wirft man ihr schon seit Jahren als "Unentschlossenheit" vor. Hier hat Schröder, weil alles andere offensichtlich politischer Selbstmord gewesen wäre, einmal nicht seine "Kopf-durch-die-Wand-Politik betrieben.

Das heißt nicht, dass viele Regierungen in Europa, die sich nicht aktiv beteiligt haben, nicht unter dem Druck Washingtons kleine Geheimdeals gemacht hätten (z.B. Gewährung von Überflugrechten, Unterstützung von Enführungen und Folter von Terrorverdächtigen). Andere Regierungen sind darüber gestürzt. Schröder/Fischer waren schon Geschichte, als das Schlimmste ans Licht kam. Einzig Steinmeier hat sich gehalten.

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matijas 29.11.2015, 12:51
113. allerdings

Zitat von nic
Wurde auch Zeit, dass mal jemand das Thema so klar und eindeutig anspricht.
Der hat immerhin nicht zu befürchten, im Forum als USA-Basher und Putin-Versteher beschimpft zu werden, der von Moskau Schreiberlohn bekommt.

Wenn einer wie er am Angriffs-Krieg die Kritik hat, dass dieser nicht zum erwünschten Erfolg geführt hat - ja was soll man davon halten?

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Beat Adler 29.11.2015, 12:53
114. Schon wieder dieser Unsinn: Da es die Taliban noch gar nicht gab, konnten sie die Soviets in Afghanistan auch nicht bekaempfen.

Zitat von eckawol
Der derzeitige Umgang mit der Lösung des IS-Problems, die faktische Bevormundung durch Russland und China im Sicherheitsrat, das Ignorieren der Entwicklung des afghanischen Taliban, damals im Kampf gegen den Besatzer UdSSR, zeigt, dass die "splendid isolation" in US-Regierung heute regiert mit entsprechenden Folgen.
Schon wieder dieser Unsinn: Da es die Taliban noch gar nicht gab, konnten sie die Soviets in Afghanistan auch nicht bekaempfen.

Die Taliban sind auch nicht aus den Mujahedin hervorgegangen, denn die beiden Gruppierungen sind sich bis heute spinnefeind.

Wer bevormundet Russland und China im Sicherheitsrat der UNO? Als Russland und China 4 Mal das Veto gegen Syrienresolutionen eingelegt hatten, wurde nichts getan. Von Bevoermundung keine Spur.
mfG Beat

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Janis_J 29.11.2015, 12:58
115. Krieg und Frieden

Im ersten Irakkrieg ging es sowohl für Saddam als auch für die USA ums Erdöl. Der zweite Irakkrieg hat eher von der Gier der Militärindustrie gerührt, dessen Lobbyist Cheney damals der Vize-Präsident der USA war. Ich vermute, dass es damals immer noch "Überkapazitäten" aller Art als eine Folge des kalten Krieges gegeben hat.

Den gleichen Effekt der Überkapazitäten und mangelnde Ideen und Willen diese abzubauen gibt es in den letzten Jahren in Russland. Das hat zur Annexion der Krim und zum Krieg im Donbass geführt.

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karljosef 29.11.2015, 12:59
116. Das sehe ich anders!

Zitat von Beat Adler
Nachwuchs fuer den Terrorismus rekrutiert sich NICHT aus "menschenunwuerdigem" Leben. Die islamistisch inspirierten Terroristen sind nicht arm, benachteiligt, unterdrueckt oder sozial benachteiligt. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die meisten sind gehirngewaschene Studenten und Bessergestellte. Wer sich die Benachteilgten in den Laendern mit mehrheitlich muslimischer Bevoelkerung oder in Laendern, wo eine starke Minderheit Muslime sind, vorstellt, sieht, dass aus dieser Schicht sich kaum bis gar keine Terroristen rekrutieren lassen. Sie haben genug mit dem eigenen Ueberleben zu tun. Sie haben keine Zeit ihr Gehirn von Aufwieglern waschen zu lassen. mfG Beat
Es wurde doch z.B. x mal in den Medien bewiesen, dass z.B. die Rekruten aus Deutschland mit Sicherheit keine Studenten waren, sondern eben Leute aus wirtschaftlich prekären Verhältnissen.

Sie wissen doch, dass man auch Kinder rekrutiert, die wohl kaum Bessergestellte sind.

Dass Bin Laden und andere führende Kräfte sehr reich waren/sind, ist mir durchaus bewusst, dass aber die Terroristen, also diejenigen mit Sprengstoff am Körper von Paris auch aus sozialen Randlagen aus Brüssel kamen, ist doch bekannt.

Es kann doch nicht sein, dass die führenden (reichen) Kräfte auch beim IS und verwandten Bewegungen sich grundsätzlich bei lebensgefährlichen Einsätzen im Hintergrund halten, die Leute an der Front, die ihr Leben auf's Spiel setzen oder sogar bewusst opfern, aber zum Prekariat gehören?

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Beat Adler 29.11.2015, 12:59
117. Alle Golfstaaten verteilen Geld an die EINHEIMISCHE Bevoelkerung.

Zitat von ihawk
Dieser Mann hat überhaupt nichts begriffen und was so nett wie eine Erkenntnis klingt ist schlimmste Propaganda - Kuwait wird zum Feindbild aufgebaut (!) Kuwait ist den US Falken immer schon ein Dorn im Auge, da Kuwait das Einkommen aus der Oilförderung an die Bevölkerung verteilt.
Alle Golfstaaten verteilen Geld an die EINHEIMISCHE Bevoelkerung. Solange jemand die Nationalitaet hat, ob in Kuwait oder in einem der anderen 5 Golfstaaten, er wird vom Herrscherhaus gepampert. Die einzige Bedingung ist volljaehrig, d.h. ueber 21, und maennlich.

Die Herrscherhaeusern sind ueberzeugt sich mit dieser Massnahme die Macht zu sichern.
mfG Beat

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ted-g 29.11.2015, 13:00
118. Schlussfolgerungen und Taten

Ich denke, wenn es weiterhin nur Ansütze gibt, wie die Araber einbinden, indem "...sie müssen das Gesicht der Operation sein..." und letztendlich nur die westlichen Kräfte sagen wo es lang geht ist der falsche Weg. Ehrlich wäre es, die Antreiber des Irakkrieges und des Afghanistanfeldzuges vor ein internationales Gericht zu stellen. Ohne das zur Verantwortungziehen der Bushfamilie kommt man aus dem Dilemma nicht raus, schließlich konterkariert das ansonsten die Theorie von Recht und Gerechtigkeit, die Basis unseres Handelns sein sollte! Anderenfalls geht es weiter und alle Bemühungen sehen nur nach Vertuschung anderer Interessen aus.

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matson 29.11.2015, 13:01
119. späte Einsicht

Zitat: " Es war ein Fehler Sadam, Gadafi zu eliminiere". Einen scheint er vergessen zu Haben. Oder doch bewusst nicht genannt?
Nämlich Assad. Aber das wird auch noch kommen. Dieselben werden irgendwann sagen " es war ein Fehler Assad loszuwerden".

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