Forum: Politik
Ex-US-Geheimdienstchef über den IS: "Wir waren zu dumm"
AP

Ohne den Irakkrieg würde es den "Islamischen Staat" heute nicht geben - das gibt der damalige Chef der Special Forces Mike Flynn zu. Hier erklärt er, wie der IS sich professionalisierte und warum er ihren Chef Baghdadi laufen ließ.

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friedensengel 29.11.2015, 14:45
190. Soweit so gut....

Mit seiner Einschätzung zu Irak und Libyen hat er natürlich recht.
Aus meiner Sicht begann diese katastrophale Politik der USA und Entourage schon früher.
Hätten die Amerikaner nicht die Taliban im sowj. Afghanistan - Krieg unterstützt und Al Quadia mit Verbündeten aus Saudi Arabien ins Leben gerufen, hätten wir diese Probleme heute auch nicht.
Ohne amerikanische und saudische Unterstützung wäre Al Qaida garnicht erst erstarkt, die Twin Towers in NY würden wohl noch stehen und die Welt hätte einiges an Leid weniger erfahren.

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werner-brösel 29.11.2015, 14:46
191. Viele Foristen ..

sprechen den Menschen im Nahen und Mittleren Osten per se Demokratiewunsch und -fähigkeit ab.
Dies ist ein fataler Fehler. Wo zieht es die Flüchtlinge denn am Ende ihrer Odyssee hin? Nach Europa. In den Westen. Es hat auch nach 45 nicht wenige gegeben, die uns diese Wünsche und Fähigkeiten abgesprochen haben. Wir hatten Glück, daß die sich nicht durchgesetzt haben, sondern `Der Westen`

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thomas haupenthal 29.11.2015, 14:47
192. Bush...

...Cheney, Rumsfeld und Powell gehoeren nach Den Haag, ohne wenn und aber. Saddam Hussein war ein grosses Stinktier, aber der Krieg gegen den Irak war ein voelkerrechtswidriger Angriffskrieg, also genau das, wofuer gewisse Leute in Nuernberg angeklagt und verurteilt wurden.Und der Irakkrieg war schlímmer als ein Verbrechen, er war eine Dummheit, fuer die alle Beteiligten jetzt teuer bezahlen.Der einzige Trost ist nur, dass man im Umgang mit Diktatoren nur scheitern kann: Entweder laesst man sie da, wo sie sind, bei Strafe der moralischenû Diskreditierung oder man schraubt den Deckel von der Buechse ab, mit allen Folgen...

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Liberalitärer 29.11.2015, 14:49
193. Kritik

Zitat von independenceclass
Dieser General sollte über das Präsidentenamt nachdenken. Aber dafür fehlt ihm das Geld - nur die Reichen werden Berufspolitiker. Einer der wenigen, die die richtigen Schlüsse ziehen kann - davon bräuchten Sie USA mehr statt kursichtigen Patrioten.
Davon leben wir in einer freien Gesellschaft. Wir überlegen uns, wie man Dinge und Abläufe besser gestalten kann. Das nennt man konstruktive Kritik. Gut und man lebt auch davon, dass was das Gegenüber sagt als richtig vorauszusetzen und von daraus zu kritisieren. Das nennt man Kritik.

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si-ar 29.11.2015, 14:49
194.

Zitat von mar-kosch
Ja, das sähen wir gerne so. Tatsächlich saß Putin aber noch nie so fest im Sattel wie jetzt. Dass es seinem Volk schlecht geht, das ist ihm doch egal solange es ihm hilft. Und der Westen kommt auch scon wieder angekrochen. Nein, Putin ist der Gewinner der letzten Jahre, und das konnte nur passieren, weil der Westen so gespalten ist.
Da muss aber noch viel passieren, bis es den Russen wieder so schlecht geht wie unter Jelzin.
Ich möchte nicht in Russland leben, doch anscheinend sind die Russen mit Putin zufrieden, auch wenn das Vielen hier nicht passt.
Mir geht dieser missionarische Eifer des Westens gehörig auf die Nerven. Wir wollen der ganzen Welt unsere Lebensweise überstülpen, egal ob das zur Mentalität passt oder nicht.
Ich habs da eher mit Brandt, Wandel durch Annäherung.
Und ja, auch wir können was von anderen lernen.

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Beat Adler 29.11.2015, 14:50
195. Finanzierung des Islamischen Staates

Zitat von 90-grad
die den IS unterstützen? Das sind alles dubiose Privat- Charitative-Organisationen, die islamistischen "Yuppies" ihr mörderisches Hobby in Milliardenhöhe finanzieren? Und selbst mit global, flächendeckender Überwachung durch unseren "Grossen Bruder" und seine gefühlten 17 Intelligence Agencies schlüpfen die seit Jahren durchs engmaschige Netz? Die Einsichten von Flynn haben Sie wohl zutiefst getroffen!? Übrigens, den Horror, der die ganze Welt betrifft haben wir bereits, und das mit den USA, SA, Türkei und sonstigen Vasallen.
Finanzierung des Islamischen Staates

http://www.spiegel.de/wirtschaft/islamischer-staat-so-finanziert-sich-der-is-a-1063522.html

und

http://www.nzz.ch/international/naher-osten-und-nordafrika/wie-das-kalifat-seinen-terror-finanziert-1.18648113

Was ist an den beiden Beitraegen des SPON und der NZZ falsch?
mfG Beat

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gandhiforever 29.11.2015, 14:51
196. Was heisst hier

Was heisst hier "Wir waren zu dumm"?

Wenn Flynn ehrlich waere, dann wuerde er zugeben, dass Geheimdienstler zu dumm sind, um wirksam gegen ISlamisten (oder andere Terroristen) vorgehen zu koennen.

Man sieht es ganz deutlich an den Franzosen. Nach den Anschlaegen in Paris teilen sie uns Einzelheiten mit, die ihnen schon vorher bekannt waren, die sehr wohl haetten zur Verhinderung beitragen koennen.

Ich sehe auch den Grund, warum diese Dienste immer mehr Informationen ueber alle Buerger sammeln wollen als Beweis, dass sie dumm, zu dumm sind, mit den jetzt verfuegbaren Informationen zu den richtigen Erkenntnissen zu kommen.

Es soll der Eindruck erweckt werden, als ob die Informationen nicht ausreichten, und das ist pure Irrefuehrung. Noch mehr ohne aktuellen Grund gesammelte Informationen fuehren bei diesen Diensten nur zu noch mehr Verwirrung. Quantitaet kann niemals Qualitaet ersetzen.

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syracusa 29.11.2015, 14:53
197.

Zitat von Das Pferd
das ist durchaus richtig. Aber keine Antwort auf die Frage, ob Saddam auf Dauer Stabilität garantiert hätte.
Es gab unter Saddam niemals Stabilität. Wer die Friedhofsruhe im Hinterhof eines Massenmörders mit wünschenswerter Stabilität verwechselt, sollte sich aus politischen Diskussionen heraus halten.

Die Nichteinmischungsdoktrin, auf die neuerdings das putinistische Russland genau so drängt wie die zahlreicher werdenden rechtspopulistischen bis rechtsextremen Strömungen, diente schon immer alleine dem Schutz der Diktatoren und Gewaltherrscher. Die ist als Relikt des Kalten Kriegs zurecht im Mülleimer der Geschichte gelandet.

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yvowald@freenet.de 29.11.2015, 14:53
198. Ein Teufelskreis

Der US-Administration war immer nur daran gelegen, den Militär-Industrie-Komplex funktionsfähig zu erhalten, also Waffen, Munition und Rüstungsgüter zu produzieren und auch "zu verwerten", zu verwenden.
Präsident Obama wollte diesen Teufelskreis zwar immer durchbrechen, aber dies ist ihm nicht konsequent gelungen.
Wenn also die US-Streitkräfte jetzt auch in Syrien einmarschieren, werden die Wünsche des Industrie-Militär-Komplexes aufs Neue erfüllt.
Und wieder werden diejenigen angestachelt, die mit ihren Familien unter dem Bombenterror zu leiden haben - Menschen in den arabischen Staaten eben.
Ein Teufelskreis!

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si-ar 29.11.2015, 14:56
199.

Zitat von thewestisthebest
vielleicht liegt das manische bedürfnis der deutschen schuld zu suchen und schuld festzumachen in der eigenen nie wieder gutzumachenden schuld begründet, die man sogerne auch auf andere abladen und etwas kleiner machen würde. wie dem auch sei. afghanistan, irak und libyen sind nur aus heutiger sicht als mißerfolge einzustufen, hätte es mit der demokratisierung geklappt würde man nicht von fehler sprechen sondern von erfolg. die ereignisse bestimmten ob man heute von erfolg oder fehler redet. ein fehler ist nicht in der absicht zu suchen demokratie und freiheit bringen zu wollen sondern eher in der umsetzung und unzureichenden einschätzung der lage sowie in der offensichtlichen unkenntnis in bezug auf die ideologische sogwirkung des radiaklen islamismus.
Unsinn.
Vielleicht sind wir aufgrund unserer unsäglichen Verbrechen einfach stärker sensibilisiert.
Sie sind wohl eher der Meinung, dass wir selbst zu den größten Verbrechen nichts mehr sagen dürfen, da wir selbst solche begangen haben.
Eigentlich müssten dann alle Völker die Klappe halten, denn praktisch jedes hat in seiner Geschichte tiefschwarze Phasen.

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