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Ex-US-Geheimdienstchef über den IS: "Wir waren zu dumm"
AP

Ohne den Irakkrieg würde es den "Islamischen Staat" heute nicht geben - das gibt der damalige Chef der Special Forces Mike Flynn zu. Hier erklärt er, wie der IS sich professionalisierte und warum er ihren Chef Baghdadi laufen ließ.

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90-grad 29.11.2015, 17:22
240. Entmachtet haben ihn aber

Zitat von bomber-harris
Jetzt wieder ins alte Amerika-Bashing zu verfallen ist etwas zu wohlfeil. Der IS hätte sich auch so gebildet, spätestens wenn Saddam Hussein gestorben oder entmachtet worden wäre.
die ehemaligen Freunde.

Das ist historischer Fakt!

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baerliner_73 29.11.2015, 17:22
241.

Zitat von bomber-harris
Jetzt wieder ins alte Amerika-Bashing zu verfallen ist etwas zu wohlfeil. Der IS hätte sich auch so gebildet, spätestens wenn Saddam Hussein gestorben oder entmachtet worden wäre.
Das ist eine Behauptung für die sie keinen Beweis haben.

Ich habe mir vor einer Weile mal die Frage gestellt, wieviele Menschen durch die Bush Lüge ihr Leben verloren haben. Die Schätzungen der Irak Kriegsopfer schwankt zwischen 150.000 und 1 Millionen. Das alleine finde ich schon recht menschenverachtend, die Opfer sind es nicht mal wert halbwegs genau geschätzt zu werden. Ich würde mich allerdings sehr wundern, wenn die Islamisten uns ohne diesen Angriff genauso hassen würden. In der Regel reagieren Menschen nicht sonderlich positiv darauf, wenn man sie mit Bomben zu schmeisst. Da können wir westliche Bomben per Definition als "gut" bezeichnen wie wir wollen!

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hefe21 29.11.2015, 17:28
242. Lumpenmantel der Ge-chichte

Och joo, die Geschichte soll´s wieder richten. Richten könnten aber auch Gerichte im Hier und Jetzt. Dazu müsste der Failed State der zeitgenössischen internationalen Gerichtsbarkeit, die Weltmacht USA, aber mitspielen. Wolfowitz und Perle fallen einem da als damalige Kriegstreiberprototypen im Hintergrund für den Platz vor Gerichtsschranken ganz spontan ein. Die befehlsgebenden Iraküberfallsköpfe Bush jr., Rumsfeld und Schweinchen "Dick" Cheney anzuklagen, hatte ja vor deren Demission 2008 ein US-Staatsanwalt angekündigt. Der dürfte dann aber einen Besuch von staatlichen Stellen bekommen haben. In der hierzulandigen Publizistik fallen einem auch sofort bräsig dümmlich grinsende Kriegshetzer ein, die auch heute noch dem langmütigen deutschen Michel morsche Moralkeulen um die Ohren hauen.

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kumi-ori 29.11.2015, 17:37
243.

Zitat von syracusa
Es gab unter Saddam niemals Stabilität. Wer die Friedhofsruhe im Hinterhof eines Massenmörders mit wünschenswerter Stabilität verwechselt, sollte sich aus politischen Diskussionen heraus halten. Die Nichteinmischungsdoktrin, auf die neuerdings das putinistische Russland genau so drängt wie die zahlreicher werdenden rechtspopulistischen bis rechtsextremen Strömungen, diente schon immer alleine dem Schutz der Diktatoren und Gewaltherrscher. Die ist als Relikt des Kalten Kriegs zurecht im Mülleimer der Geschichte gelandet.
Der Vorwurf ist ja nicht in erster Linie, dass Amerika im Irak einen Regierungswechsel herbeiführen wollte, sondern die Art, wie sie es getan haben.

Der Irak hatte entsprechend den Vorgaben der UNO abgerüstet und alle Bedingungen erfüllt. Gerade dies wurde von den USA ausgenutzt um das Land mit einem gigantischen Bombenteppich zu überziehen und de facto zu vernichten. Ausgerechnet (!) Dick Cheney behauptete immer wieder, Saddam sei ein Lügner und man könne ihm nicht trauen. Man kann Saddam sicher vieles vorwerfen, aber mir fällt kein nennenswertes Beispiel ein, bei dem er je gelogen hat. Hingegen hat die amerikanische Regierung den Krieg unter den wahrhaft lächerlichsten Vorwänden begonnen.

Die Konsequenz war, dass der Westen in der östlichen Welt auf Jahrzehnte desavouiert und lächerlich gemacht worden ist. Formal mag George Bush den Irakkrieg gewonnen haben, aber als Verhandlungspartner hat sich der Westen unmöglich gemacht und so die Ausbreitung des religiösen Fanatismus erst ermöglicht.

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kuac 29.11.2015, 17:44
244.

Ex-US-Geheimdienstchef über den IS: "Wir waren zu dumm"....
Soll heissen, Dummheit ist nicht strafbar!

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kumi-ori 29.11.2015, 17:45
245.

Zitat von werner-brösel
die `rote Linie` die Obama seinerzeit gezogen hat, ist passe. Das Vakuum, das er dann hinterlassen hat, hat Putin jetzt gefüllt. Im Irak läuft nichts mehr gegen ihn. Ausserhalb des Iraks muß endlich Erdogans Unterstützung für Daesh offen angeprangert werden. Das Hofieren durch Merkel und die EU, wegen ein paar Flüchtlinge weniger, muß aufhören. Ein lokaler Diktator darf die NATO nicht für seine hemispärischen Ansprüche missbrauchen. Es besteht sonst die Gefahr einer infernalischen Eskalation binnen Stunden.
Ich bitte Sie, Putins Aktionismus ist eher Theaterdonner und hat auf das Geschehen vor Ort sonst weiter keine Auswirkungen. Der Nahe Osten ist nicht die Ukraine, und wenn irgendein Land irgendwas aus der Luft bombardiert, dann interessiert das dort kaum jemanden. Außerdem wendet sich Putin in erster Linie nicht gegen den ISIS, sondern gegen jedwede Opposition gegen Assad.

Und ganz nebenbei: wenn überhaupt, dann tobt sich Putin in Syrien aus. Im Irak ist er so gut wie gar nicht in Erscheinung getreten.

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heiko1977 29.11.2015, 17:48
246.

Zitat von globaluser
aber eigentlich haben doch spätestens mit dem Einmarsch in den Irak, alle diese Entwicklung vorhergesehen. Alle mit gesundem Menschenverstand, also jetzt nicht Geheimdienstler oder Politiker.
Warum gehen Sie davon aus, dass diese Entwicklung von den Geheimdiensten und Militärs nicht erwünscht oder einkalkuliert war? Sowohl in Politik, Militär oder Geheimdienst sitzen alles andere als dumme Menschen. Es sind jedoch Menschen mit bestimmten Zielen für ihre Lobby oder eigene Ziele.Soviel Macht wie Geheimdienste heute haben hatten diese noch nie. Auch die Finanzlage der Geheimdienste und Militärs ist bis aufweiters gesichert.
Im übrigen von dieser Politik profitieren wir ebenso wie alle anderen Industriestaaten, der Militärgüter produziert und exportiert.

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heiko1977 29.11.2015, 17:53
247.

Zitat von salomohn
Die könnten z. B. sein, daß Regierungen global nicht gegeneinander sondern zusammen arbeiten. Dann ist die Verteilung der Ressourcen für alle möglich. Wieso soll mit Rohstoffen, die weltweit jeder braucht, Geld verdient werden?? Noch eine ganz einfache Frage: Würde ohne den offiziellen Handel mit Schusswaffen weniger geschossen werden?
Weil es eben nur eine begrenzte Menge dieser Rohstoffe existiert und wir in mehreren Fällen bereits an die Grenzen stoßen falls ein weiterer global Player hinzustößt und unser Konsumverhalten übernimmt. Bsp. China stellen Sie sich vor in China würde genauso Konsumiert wie bei uns, das ist die Horrorshow unserer Wirtschaft denn dadurch würden die Rohstoffe in kürzester Zeit verknappt werden.

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ssissirou 29.11.2015, 17:54
248. Da irren Sie!

Zitat von ana.mulhed.aftacher
"Vor langer, langer Zeit, als wir in Europa noch mit Tierfellen bekleidet herumrannten, waren arabische Staaten echte Hochkulturen, die Mathematik, Medizin und Literatur auf hohem Niveau kannten. Doch dann kam der Prophet mit seinen Lehren und hat dem ein Ende bereitet. Daran sind die Menschen vor Ort selbst schuld".
Der "Prophet" hat der Kultur und Wissenschaft kein Ende bereitet und hat es auch nicht versucht, im Gegenteil, ich erinnere nur an den Arzt Ibn Sina (Avicenna), den Philosophen Ibn Rochd (Averroes), Mathematiker wie Ibn Qurra ("befreundete Zahlen"), Al Battani ("Konzept der Null"), Al Hazen etc..

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ospudd 29.11.2015, 17:57
249. der irrtum hat kein ende

es ist erschreckend zu sagen: sie haben nichts dazu gelernt! und das koennen und wollen sie auch nicht, denn der krieg gegen den terrorismus, ist programm -arbeitsbeschaffung&profitmaximierung!

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