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Exil in Russland: Ukraines Ex-Premier rechnet mit Merkel und EU ab
DPA

Nach dem Maidan-Aufstand floh Nikolai Asarow, damals Premier der Ukraine, nach Moskau. Im Exil träumt er von der Rückkehr an die Macht. Jetzt spricht er zum ersten Mal mit einem westlichen Medium - und erhebt schwere Vorwürfe gegen die EU.

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karend 12.03.2015, 20:12
1. Geld

Brüssel und Berlin hätten vor einem Jahr wirklich die Füße still halten sollen. Stattdessen lockten sie mit Zahlungen und befeuerten die Situation noch.

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zynik 12.03.2015, 20:21
2. Ist das eine Abrechnung oder eine berechtigte Frage?

"Kanzlerin Merkel solle sich fragen, ob sie wirklich auf die richtigen Leute in Kiew setze. "Obwohl die Ukraine vor dem Staatsbankrott steht, haben Poroschenko und Jazenjuk nun angekündigt, eine Armee mit 250.000 Soldaten zu schaffen - ohne zu verstehen, dass dazu mehr als die doppelte Anzahl an gut ausgebildeten Offizieren, an Kasernen und Waffen nötig sind. Wer soll das bezahlen?", fragt Asarow. Die Bundeswehr zählt 180.000 Soldaten, die polnische Armee 120.000. "

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Teddi 12.03.2015, 20:26
3. Das ist doch nur

weiteres Moskauer Propaganda-Gefasel, das nimmt man doch nicht ernst. Der Mann ist sauer, er hat eine tolle Position verloren, kann ich verstehen. Ansonsten kann ich nichts verstehen oder glauben, was er da sagt. Von Friedfertigkeit kann ich auch nichts erkennen.

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karl-wanninger 12.03.2015, 20:28
4.

Der Mann lebt von Putins Gnaden in Moskau, vorher war er an der mehr als korrupten Regierung Janukowytsch beteiligt, was also erwartet der SPIEGEL von seinen Ansichten? Muss man nicht weiter ernst nehmen.

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naturalscience 12.03.2015, 20:35
5. Nichts Neues

Insgesamt bringt der Artikel keine neuen Erkenntnis.
Nur zeigt sich immermehr daß die EU-Bürokratie mit iHrem Erweiterungswahn sich inzwischen immermehr verselbstständigt.
Erinnert an den Vorstand eines Großunternehmens, der durch ständige Aquisitionen seine eigene Bedeutung und Machtposition vergrößern möchte und dabei den ganzen Laden an die Wand fährt.

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ditor 12.03.2015, 20:37
6. Eher nicht so helle

Zitat von umweltfreak
wenn er Recht hat, hat er Recht. Seine Schilderungen erinnern mich an die DDR nach Oktober 1990. Ihr brachen auch saemtliche Maerkte weg.
Die Märkte brechen so oder so weg, wenn man im Wettbewerb nicht mithalten kann. Wer nur den Zeitpunkt wo alles umkippt sehen will, der ist eher nicht so ein heller Kopf. Wer aus Solidarität zweitklasiges Zeug abnimmt wird früher oder später mitgerissen.

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capote 12.03.2015, 20:43
7. Traumtänzer

Die Ex-Machthaber, die sich die Macht haben einfach entwinden lassen, will niemand mehr haben. Russland und Putin nicht und die russische Etnie in der Ukraine auch nicht.

Er kann froh sein, dass er noch ein Gnadenbrot in Russland trotz Versagens bekommt, aber das war es dann auch.

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denkdochmal 12.03.2015, 20:48
8. Hat er nicht einen köstlichen Humor?

Inzwischen haben alle mitbekommen, daß es der Ukraine schlecht ging und heute noch schlechter geht. Das ist schlimm und ihr muß geholfen werden.
Der gute Herr aber muß sich fragen lassen, warum hat er nicht ein donnerndes "Yes we..." durch die Ukraine schallen lassen, als er noch an der Macht war.
Er hätte die Möglichkeit gehabt - und ein darbendes Volk wäre ihm gefolgt - wenn er sachkundig und glaubwürdig den Ukrainern einen Plan der Genesung vorgelegt hätte. Statt dessen sitzt er verbittert in seiner Klause, beschimpft andere und kommt nicht auf die Idee sein völliges Versagen auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Aber Rachegefühle! Unter solchen Dummköpfen leidet ein großer Teil der Welt.

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egoneiermann 12.03.2015, 20:54
9.

Ich frage mich nur, warum ist der nach Moskau geflohen? Er ist schon Monate vorher aus dem Amt zurückgetreten und hat damit unnötig zur Zuspitzung der Situation beigetragen, weil Janukowitsch keinen Nachfolger mehr durchsetzen konnte. Er war also kein Regierungsmitglied und musste nicht befürchten, für die Toten auf dem Maidan verantwortlich gemacht zu werden.
Was er da so erzählt ist an Kaltherzigkeit kaum zu überbieten. Schuld ist nur die EU, weil die nur böses will, während Russland gerne Geld gab. Im Prinzip müsste er einfach sagen, er und Janukowytsch war einfach nicht fähig die Ukraine zu regieren und die gesellschaftlichen Differenzen zu mindern. Aber das war nie Ziel dieser Regierung, erschreckend daher dass er wirklich der Meinung ist, er können noch was für die Zukunft der Ukraine (aus Moskau heraus) beitragen.

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