Forum: Politik
Existenzkampf - was tun gegen Kinderarmut?

Sie haben kein eigenes Bett, bekommen nie Taschengeld, gehen ohne Pausenbrot zur Schule. 2,5 Millionen Kinder in Deutschland wachsen in Armut auf. Was kann schnell und effizient gegen Kinderarmut getan werden? Ein aktueller Artikel zum Thema:

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Der_Franke 13.12.2007, 14:16
600. Sysop kann Thread eigentlich schliessen

Der sysop kann diesen Thread eigentlich schliessen, da ich aus der neuesten OECD-Studie erkennen kann, daß eine 4-köpfige Familie durch die Hartz-Gesetze faktisch finanziell kaum Einbußen hat. Die Transferleistungsquote sank gerade um 1 Prozent (von 63 auf 62). Bei Singles schaut es da wesentlicher düsterer aus. Statt Kinderarmut haben wir also Singlearmut.

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Heimwerker-Ass 18.12.2007, 12:58
601.

Zitat von the_flying_horse
Und diese Eltern kümmern sich oft nicht um ihre Kinder, weil sie (die Eltern) kein Interesse daran haben - TV, Alkohol und Zigaretten sind wichtiger. Diese arme Unterschicht ist oft völlig verwahrlost und hat sich aufgegeben. Was meinen sie wohl, wenn man denen mehr Geld gibt, ob das bei den Kindern ankommt? 100%ig nie! Das wird versoffen und verqualmt - sorry, aber das ist die Realität. Diesen Kindern kann man mit Geld an die Eltern nicht helfen.
Gestern wurde in "fakt" ein solcher Fall gezeigt.Ein dreijahriger Junge in Halle war von seinen Eltern vom Kindergarten abgemeldet worden,weil diese sich die 25 Euro Essenszuschuss nicht mehr leisten konnten.

Das eingesparte Geld wurde naemlich ((unter anderem) fuer einen neuen Flachbild-Fernseher gebraucht,den nach Meinung der Eltern "alle" haetten.Den schon vorhandenen Fernseher bekam der Junge in sein Zimmer gestellt.Fernsehen statt Kindergarten-da braucht man sich nicht zu wundern,dass diesem Jungen "motorische Defizite" bescheinigt werden.

Von den 208 Euro,die die Eltern fuer Max vom Staat bekommen,ist fuer den Jungen gerade mal ein Drittel eingeplant."Der Rest geht für andere Dinge drauf: Fernseher, Mietschulden, Zigaretten"

http://www.mdr.de/fakt/5099689.html

Nichtsdestoweniger meint Max' Mutter:"Er solle später eine Lehre machen, Arbeit finden, es mal besser haben" Ob dafuer ein Fernseher im Kinderzimmer statt des Kindergartenbesuchs eine geeignete Vorbereitung fuer dieses Kind ist?

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Alexander Trabos 31.08.2009, 20:58
602.

Zitat von sysop
Sie haben kein eigenes Bett, bekommen nie Taschengeld, gehen ohne Pausenbrot zur Schule. 2,5 Millionen Kinder in Deutschland wachsen in Armut auf. Was kann schnell und effizient gegen Kinderarmut getan werden? Ein aktueller Artikel zum Thema:
Den Eltern raten, Arbeit zu suchen.

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tomstone1967 31.08.2009, 21:48
603. Das alles ist so einfach nicht....

Ich z.B. könnte mit meiner Frau derzeit überhaupt kein Kind in die Welt setzen, da wir dann sofort pleite wären.
Und es ist nicht so, als wenn ich nicht genug verdienen würde.
Nur, die Lebenshaltungskosten fressen uns auf. Unsere Wohnung 35qm im sozialen Brennpunkt einer Kleinstadt kostet mich jeden Monat 550€. Ich habe, auch Dank Ökosteuer, jeden Monat Benzinkosten von mindestens 260€ um zur Arbeit zu gelangen.
Vergesst es. Mit öffentlichen müsste ich 4mal umsteigen und wäre 2h statt 35Minuten für eine Fahrt unterwegs. Vorrausgesetzt die Anschlüsse passen. Und vorrausgesetzt um 4Uhr würde überhaupt ein Bus fahren.
Wer sich also für die künstliche Verteuerung von Lebenshaltungskosten, wie die Grünen, einsetzt, der sollte lieber mal selber tanken gehen.
Armut von Kindern ist längst nicht mehr ein "Vorrecht" der wirklich Armen.

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pssst... 01.09.2009, 00:52
604.

Zitat von sysop
Sie haben kein eigenes Bett, bekommen nie Taschengeld, gehen ohne Pausenbrot zur Schule. 2,5 Millionen Kinder in Deutschland wachsen in Armut auf. Was kann schnell und effizient gegen Kinderarmut getan werden? Ein aktueller Artikel zum Thema:
HartzIV erhöhen ,aber flott !

SPD nicht wählen, die haben HartzIV erfunden.

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britta 01.09.2009, 06:55
605. Arbeit suchen

Zitat von Alexander Trabos
Den Eltern raten, Arbeit zu suchen.
ja, am besten im Niedriglohnsektor.

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Christian Wernecke 01.09.2009, 08:24
606. ... was tun gegen Kinderarmut?

Ich denke, es gibt nicht wenige Eltern, die man daran erinnern sollte, dass es neben dem eigenen Selbstverwirklichungstripp auch noch Menschen gibt, um die man sich kümmern sollte. Dazu gehört, dass man sich bei Alkohol- und Zigarettenkonsum vielleicht mal fragen sollte, ob das Geld bei den eigenen Kindern nicht besser aufgehoben wäre. Mit Sicherheit müsste kein Kind in Deutschland zu einer öffentlichen Küche zum Mittagessen gehen, wenn die Eltern auf ihre jeweiligen Vergnügungen ein wenig mehr verzichten würden.

Auch sollten sich manche Scheidungspaare mal überlegen, was sie da tun. Kinderarmut ist nicht selten die Folge von Trennungen, die viel zu schnell und nur im Hinblick auf das eigene Wohlbefinden erfolgen, sicher aber nicht zum Wohle und im Interesse der Kinder.

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kdshp 01.09.2009, 18:11
607.

Zitat von sysop
Sie haben kein eigenes Bett, bekommen nie Taschengeld, gehen ohne Pausenbrot zur Schule. 2,5 Millionen Kinder in Deutschland wachsen in Armut auf. Was kann schnell und effizient gegen Kinderarmut getan werden? Ein aktueller Artikel zum Thema:
Hallo,

also wenns ums schnelle geht dann kann da nur was passieren wenn wir links wählen. Mit der mitte aus SPD und recht der CDU/FDP wird hier gar nichts passieren und vorallem nicht schnell.

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Balagan 10.01.2010, 19:59
608.

Zitat von Der_Franke
Das war es eigentlich schon immer... seit Jahrtausenden. Der Versuch der klassenlosen Gesellschaft ist aber eben gescheitert, weil die Form der klassenlosen Gesellschaft bisher immer auf Basis eine Diktatur erfolgte. Wie dies schematisch abläuft können wir am besten zur Zeit in Venezuela beobachten. Die Welt wird nie gerecht werden, weil jeder Gerechtigkeit eben ein bischen anders definiert. Sie finden die Regelsätze zu ungerecht und andere finden es ungerecht, wenn ihnen die Hälfte Ihres Erwerbseinkommens weggenommen wird.
Gerechtigkeit ist für die meisten Deutschen so definiert,
dass sie selbst keine Pflichten haben und andere dafür mehr.

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philmus 10.01.2010, 20:11
609.

Zitat von Christian Wernecke
Dazu gehört, dass man sich bei Alkohol- und Zigarettenkonsum vielleicht mal fragen sollte, ob das Geld bei den eigenen Kindern nicht besser aufgehoben wäre.
Vielleicht mal die Klischees weglassen?
Zitat von
Auch sollten sich manche Scheidungspaare mal überlegen, was sie da tun. Kinderarmut ist nicht selten die Folge von Trennungen, die viel zu schnell und nur im Hinblick auf das eigene Wohlbefinden erfolgen, sicher aber nicht zum Wohle und im Interesse der Kinder.
Es soll ja Eltern geben, die sich trennen, um auch ihren Kindern jahrelange Streitereien zu ersparen. Aber solche Töne sind in Ihrer Antimoderne-Arie wohl nicht vorgesehen.

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