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Facebook-Datenskandal: Der Brexit - ein großer Betrug?
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Britische Behörden prüfen den Verdacht, dass das Referendum mit obskuren Geldmitteln und Hilfe der umstrittenen Datensammler von Cambridge Analytica gewonnen wurde. Auf Minister kommen unangenehme Fragen zu.

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DerHerrMustermann 26.03.2018, 14:14
1. Das wahre Problem

Immer, wenn jetzt darüber spekuliert wird, welche politischen Entscheidungen der letzten zwei Jahre böswillig durch Facebook beeinflusst wurden, ärgere ich mich nicht so sehr über das Propaganda-Vehikel "Facebook". In Wahrheit ist es doch schockierend, dass sich große Massen der Bevölkerung eines jeden beliebigen Landes durch dümmste und platteste Propaganda politisch manipulieren lässt. Briten wählen den Brexit, obwohl der in allen konkreten Alltagsdimensionen nur schädlich ist und der einzige Gewinn ein Mehr an nationalistischem Wohlgefühl ist. Trump wurde dank Twitter und Facebook zum Präsidenten gewählt von Leuten, für die Trump nichts, aber auch wirklich garnichts tun wird. Und hierzulande würde über die sozialen Medien die Hysterie vor einer Flüchtlingskatastrophe geschürt, auf deren Eintreten ich bis heute warte.

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wokri 26.03.2018, 14:16
2. Dank Hadoop kein technisches Problem

Massenhaften zu verarbeiten und dann entsprechende Nutzerprofile mit einer next Action zu verbinden findet schon seit einigen Jahren statt. Jedes call Center nutzt diese Systeme. Entscheidend ist die Datenbeschaffung, je mehr Daten umso so höher die predictive Vorhersage und umso besser die Möglichkeit in deny Tunnel zu schicken. Wenn das benutzt wurde erstmal nichts verwerfliches, wenn aber meine Daten genutzt wurden ohne meine Erlaubnis, dann ist das Strafbar! Och schärfere Regeln sieht die in 1 Monat in Kraft tretende Regelung DSGVO vor. Hier muss der Nutzung ausdrücklich zugestimmt werden.

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BoMbY 26.03.2018, 14:16
3. Jeden Tag eine neue Ausrede für den Exit vom Brexit ...

War zuletzt nicht Russland Schuld am Brexit? Und schaut vielleicht mal danach wem Cambridge Analytica eigentlich gehört ... sehr interessant ...

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joergzs 26.03.2018, 14:17
4. Außenminister Johnson

bezeichnete die Anschuldigungen als "durch und durch lächerlich". Das Brexit-Referendum sei "fair, anständig und legal" gewonnen worden.
Der Mann hat Humor, seine Einsparungen zu Gunsten des Gesundheitssystems hat die Abstimmung damals keine 24 Stunden überlebt.

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Kurt2.1 26.03.2018, 14:18
5.

Die Lügengeschichten der Brexiteers waren völlig offensichtlich ein Lügengebäude. Es ist egal, wer für Johnson und Co die Lügen mundgerecht zubereitet hat. Auf die konnte man nur reinfallen, wenn man entweder völlig unwissend, oder völlig uninteressiert war, wie die jungen Leute, die lieber an den Strand oder ins Konzert gingen, anstatt abzustimmen.
Jetzt sind sie draußen. Sie haben es so gewollt und ich bin sehr froh darüber.

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lequick 26.03.2018, 14:19
6.

Wenn das stimmt, kann man keiner Wahl im Westen seit 2015 glauben. Und nicht nur im Westen, sondern auch Afrika und teilweise Asien.
Für mich ist das ganze ein Verrat der demokratischen Werte. Cambridge Analytica und sämtliche Politiker die sich ihrer bedient haben gehören vors Gericht und zwar wegen Hochverrat.

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geschädigter5 26.03.2018, 14:19
7.

Da kann man ja nur die ganze Abstimmung wiederholen.

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Pless1 26.03.2018, 14:20
8. gekaufter Brexit?

Ich halte den Brexit für den bedeutendsten Fehler der britischen Politik nach Ende des zweiten Weltkrieges. Ob die Brexiteers hier unsauber gespielt haben? Mag sein. Aber ich glaube, dass niemand die genaue Wirkung des Targeting seriös bewerten kann. Auch dieser Whistleblower nicht. Aussagen wie die, ein Sieg der Brexit-Befürworter wäre ohne dieses Targeting "niemals möglich gewesen" sind reine Spekulation. Gerade die Befürworter des Brexit sind ja nicht gerade dafür bekannt, besonders online-affin zu sein. Beim Referendum hat wohl eher das alte, analoge UK gewonnen.

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chaiselongue 26.03.2018, 14:20
9. Alles Quatsch

Viele Menschen sind einfach dumm, aber ihre Meinung zählt und auch ihr Wahlzettel. So auch hier. Gewählt ist gewählt. Wer sich von falschen Informationen beeinflussen lässt hat Pech gehabt.

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