Forum: Politik
Fall Jagsch: Die letzten Bastionen der NPD
Jens Meyer/AP

Im Schatten der AfD verliert die NPD zunehmend an Bedeutung. Die Wahl eines Funktionärs der Rechtsextremen zum Ortsvorsteher erinnert nun daran: Die Partei ist noch da - und mancherorts noch immer tief verwurzelt.

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SusiWombat 11.09.2019, 07:36
1.

Tja, die AfD ist salonfähig - das verdankt sie zu einem Großteil den Seehofers dieser Welt. Wie könnte Fremdenfeindlichkeit nicht in Ordnung sein, wenn etablierte Parteien wie die CSU die Abschiebethemen federführend besetzen? Und natürlich rückt die NPD im gleichen Zug auch ein bisschen Richtung Normalität. Und dass die NPD nie weg war, weiß man ja in diesem hessischen Ort seit vielen Jahren, der Mann ist ja nicht vom Himmel gefallen. Und Anhänger in allen Rängen hat diese Partei sicher auch, sonst wären nicht 2 Verbotsverfahren gescheitert.

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ruediger99 11.09.2019, 08:31
2.

Huch liegt Hessen jetzt im Osten? Nach den letzten Diskussionen hier bei Spiegel–online wurde suggeriert, dass so etwas nur im Osten möglich ist. Eventuell kommen jetzt mal ein paar von ihrem hohen Ross runter und erkennen endlich mal an das rechtsextreme Parteien ein Problem ist das alle Bundesländer angeht!

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Rostocker64 11.09.2019, 08:58
3. Irritiert

Ich möchte mir gar nicht vorstellen wenn diese Wahl so in Merseburg oder Penzlin statt gefunden hätte. Das mediale Rauschen im Blätterwald wäre einem Orkan gleich gekommen. Aber die jahrelange Berichterstattung hat längst verfangen, dass der Osten generell braun zu sein hat, daher auch die geringe Resonanz in diesem Forum. Es kann nicht sein was nicht sein darf.Ich bezweifle übrigens sehr stark, dass die nun angestrebte Neuwahl auf Eigeninitiative vor Ort entstanden ist, die Hackordnung innerhalb der großen Volksparteien funktioniert (noch).

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spadoni 11.09.2019, 09:00
4. Seitdem

hauptsächlich im Osten, rechtsaussen wie Kalbitz, Höcke, Urban etc. toleriert, unterstützt und SOGAR gewählt werden, sehe ich keinen grossen Unterschied zwischen der NPD und der AfD.

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eisbaer68 11.09.2019, 09:08
5. Verrückt!

Als es letztens um die Wahlergebnisse im Osten ging wurde ja mächtig auf die Menschen im Osten eingedroschen. Eine gewisse Überheblichkeit und Arroganz der Wessis war nicht zu verkennen. Dazu fällt mir ein: In welchem Parlament saß eigentlich die DVU für mehrere Jahre (Bremen)? Wo gibt es eigentlich den größten AfD Ortsverband (BW)? Wo gibt es einen Ortsvorsteher von der NPD? Wo gab es eigentlich Brandanschläge bevor es in Rostock Laage gebrannt hat (z.B. 1984 in Duisburg)? Welche Gemeinsamkeit weisen viele der ersten Führungsriege der AfD auf (alle im s.g. Westen sozialisiert)? Das könnte man sicher so weiterführen, bringt aber nichts. Offensichtlich scheint das Problem nicht einfach mit Ost oder West begründbar zu sein. Das Problem liegt ganz wo anders, meiner Meinung nach. Die politischen Eliten sollten sich mal gründlich in Frage stellen.

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muellerthomas 11.09.2019, 09:09
6.

Zitat von ruediger99
Huch liegt Hessen jetzt im Osten? Nach den letzten Diskussionen hier bei Spiegel–online wurde suggeriert, dass so etwas nur im Osten möglich ist. Eventuell kommen jetzt mal ein paar von ihrem hohen Ross runter und erkennen endlich mal an das rechtsextreme Parteien ein Problem ist das alle Bundesländer angeht!
https://de.statista.com/infografik/15213/rechte-gewalt-in-den-bundeslaendern/

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brandmauerwest77 11.09.2019, 09:10
7. Die

NPD hatte nie ein bürgerliches Image, es war immer klar, was und wohin
die wollen. Gefährlich ist die AFD, weil es Ihr scheinbar immer noch
erfolgreich gelingt, sich als bürgerlich zu verkaufen, obwohl eigentlich
schon längst offensichtlich ist, wohin die Reise gehen soll. Sie ist inzwischen
ganz klar rechtsradikal, nur scheint das so mancher Wähler noch nicht realisiert
zu haben, bzw. scheint es vielen Ihrer Wähler egal zu sein. Die Regierung in Berlin
sollte jetzt langsam in die Gänge kommen und ein Zeichen senden, dass der Staat
nicht mehr gewillt ist, diesem Treiben tatenlos zuzusehen. Wozu haben wir einen
Verfassungsschutz , wenn er nicht eingreift, obwohl glasklare Fakten auf dem Tisch
liegen ?

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mlnw 11.09.2019, 09:27
8.

Zitat von Rostocker64
Ich möchte mir gar nicht vorstellen wenn diese Wahl so in Merseburg oder Penzlin statt gefunden hätte. Das mediale Rauschen im Blätterwald wäre einem Orkan gleich gekommen. Aber die jahrelange Berichterstattung hat längst verfangen, dass der Osten generell braun zu sein hat, daher auch die geringe Resonanz in diesem Forum. Es kann nicht sein was nicht sein darf.Ich bezweifle übrigens sehr stark, dass die nun angestrebte Neuwahl auf Eigeninitiative vor Ort entstanden ist, die Hackordnung innerhalb der großen Volksparteien funktioniert (noch).
Rechte, Rassismus, Hassprediger gibts über all auf der Welt. Die Frage ist eher der Umgang. Da hat der Osten eher Nachholbedarf, siehe Beitrag 6.

Toleranz ist da fehl am Platz, relativieren ist genauso falsch!!!

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mostly_harmless 11.09.2019, 09:30
9.

Zitat von ruediger99
Huch liegt Hessen jetzt im Osten? Nach den letzten Diskussionen hier bei Spiegel–online wurde suggeriert, dass so etwas nur im Osten möglich ist. Eventuell kommen jetzt mal ein paar von ihrem hohen Ross runter und erkennen endlich mal an das rechtsextreme Parteien ein Problem ist das alle Bundesländer angeht!
In Hessen liegen die Ergebnisse der NPD in den letzten 20 Jahren zwischen 0.2% und 1.2%. Es gibt also in Hessen NULL Probleme mit der NPD. Im Osten hingegen gewinnen Rechtsradikale Direktmandate, es gibt also Wahlkreise mit einer relativen MEHRHEIT für Faschos im Osten. Wenn Sie da keinen prinzipiellen Unterschied sehen, ist das allein Ihr Problem.

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