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Fall Skripal: London und Moskau liefern sich bei UN-Sitzung heftigen Schlagabtausch
DPA

Seit dem Giftanschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter sind die britisch-russischen Beziehungen zerrüttet. Bei einer extra einberufenen UN-Sitzung blafften sich Vertreter beider Länder an.

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gesell7890 06.04.2018, 08:12
20. Briten,

Ihr müßt nicht rumblaffen. Einfach die Beweise auf den Tisch - fertig. Habt Ihr die nicht, solltet Ihr nach einer Entschuldigung besser die Klappe halten. Denn: Ihr habt sie nicht. Sonst müßtet Ihr ja nicht so rumblaffen. Und Maas trabt Euch immer noch blind hinterher! Ein Lehrstück in Politik und Unfähigkeit.

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andre1972 06.04.2018, 08:17
21. Eins der gefährlichsten Gifte ...

... wurde hier lt. GB verwendet und wenn man den Experten glaubt, ist es innerhalb von 2 bis 3 Minuten tödlich und die Opfer haben kaum Chance zu überleben, vor allem nicht ohne Schäden.
Zum Thema Wirkung - vielleicht habe ich etwas nicht verstanden, aber die Skripals waren noch in 2 Restaurants/Pubs und einem Einkaufszentrum und haben sich weit genug bewegt, um Kontakt mit weit über 100 Leuten zu haben, die auch mit dem Gift in Berührung gekommen sind.
Meine Frage: Sind die weit über 100 Leute auch an der Türe des Wohnhaus in Berührung gekommen oder wie haben sich die Skripals in so kurzer Zeit so weit bewegt?

Dann freue ich mich, dass es zumindest der Tochter schon offiziell besser geht.
Aber die Frage, wie dass den bei einem der stärksten Gifte entgegen allen Expertenmeinungen den seien kann stellt sich nicht nur mir, oder?

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Pixopax 06.04.2018, 08:21
22. Wie üblich kennt nur die oberste Spitze die Wahrheit

Solche Dinge wurden in Russland schon immer ausschließlich den direkt beteiligten zur Kenntnis gebracht. Putin, der Chef des FSB und der Attentäter wissen es. Sonst niemand. Von daher sind die Aufregung in Russland verständlich, die Politiker und Botschafter wissen es nicht besser, und können sich nicht vorstellen, dass ihr großer Führer zu so etwas imstande wäre, will er doch nur das Beste für das Land.

Schaut man sich die Vergangenheit Russlands in Sachen Chemie- und Biowaffen an entdeckt man erstaunliche Parallelen: Auch die UDSSR stritt bis zuletzt ein Biowaffenprogramm ab, obwohl Überläufer es dem Westen in allen Details offengelegt hatten (Ken Alibek z.B.). Zehntausende arbeiteten daran, ganze abgesperrte Städte wurden errichtet mit Anlagen die ausreichten genug Viren und Bakterien zu erzeugen um die gesamte Menschheit mit genveränderten Pockenviren und Pestbakterien zu ermorden. Niemals gab man etwas zu, auch nicht wenn man ihnen die Beweise unter die Nase legte.
Das Argument? "Sie haben keine Beweise". Damals wie heute.
Auch heute streitet Russland ein Chemiewaffenprogramm ab, obwohl es Kontrolleuren in 3 Anlagen keinen Zutritt gewährt, Anlagen die in der UDSSR u. a. der Herstellung von Novichok dienten. Ein Stoff, der offiziell nie entwickelt wurde, obwohl auch hier 3 Überläufer das Gegenteil nachgewiesen haben.

Russland ist nicht mehr zu trauen, das hat es endgültig bewiesen. Diese Show die da abgezogen wird ist einfach nur lächerlich und unwürdig.

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Pixopax 06.04.2018, 08:25
23.

Zitat von frankfurtbeat
letztendlich ist es schon mehr als eigenartig wie mit Russland umgegangen wird. Während westliche Länder mit Geld Oppositionen stärken, regime changes vorbereiten, Kriege anhand von fake news "einläuten", ganze Regionen ins Chaos stürzen .......
Sie sind eindeutig falsch informiert bzw. lesen zuviel RT & Sputnik.
a) Die Fake News die hier überall herumwabert kommt aus Russland, die haben extra eine Firma dafür gegründet, in Moskau.
b) Patriots sind Abwehrwaffen

c) Nur weil Teile einer Bevölkerung gerne woanders hin wollen kann man noch lange nicht das Land anektieren. Oder soll die Türkei demnächst sich Teile Berlins einverleiben, weil dort so viele Türken wohnen die lieber von Erdogan regiert werden wollen? Wo kämen wir da hin wenn das legal wäre?

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bruno_67 06.04.2018, 08:33
24.

Zitat von CancunMM
...... Klar will die Öffentlichkeit Beweise sehen, aber ich denke mal das wurde den entsprechenden Stellen der Staaten, die die Botschafter auswiesen auch gemacht.
Das Sie das denken sei Ihnen belassen. Diese Vermutung bezüglich nicht offenbarter "Beweise" ist aber letztlich völlig irrelevant. Wenn die Briten mit dem Finger auf Russland zeigen, müssen Sie irgendwann ihre Vorwürfe auch belegen. Gestern vor der UN hätten sie ja ihre nicht offenbarter "Beweise" vorlegen können - ist aber nicht geschehen. Peinlich.

Bezüglich dem Wirken von Geheimdiensten möchte ich nur mal an den Plutonium Skandal von 1995 erinnern:
"Mit einer spektakulären Operation schockten die deutschen Sicherheitsbehörden im letzten August die Welt: Sie verhafteten in München drei Gauner, die russisches Plutonium verkaufen wollten - den Stoff, aus dem die Atombombe ist. Doch die Aktion „Hades“ war in Wahrheit ein großangelegter Schwindel, Moskau unter Druck zu setzen - inszeniert vom Bundesnachrichtendienst in Pullach. "
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9181696.html

Daher sollten wir mit einseitigen Schuldzuweisungen zurückhaltend sein.

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rkinfo 06.04.2018, 08:35
25. Juristische Beweise ... Rußland würde eh Putin nicht an GB überstellen

Zitat von derspiegeldesspiegel
Jetzt mal ehrlich. Welchen Job gibt es auf der Welt, der ein höheres Risiko birgt getötet zu werden wie ein Doppel-Agent? Mal abgesehen, dass man nie weiss für wen Doppel-Agenten gerade wirklich arbeitet, sind solche Tötungsdelikte die einzigen, die.......
Dass die Russen mit hoher Wahrscheinlichkeit hinter dem Anschlag - und weiteren ?! - stecken ist doch ausreichend genug ? Schließlich würde es eh kein Strafverfahren gegen Putin geben.
Juristisch betrachtet macht es für Russland Sinn die Sache abzustreiten und nicht Belege der eigenen Unschuld, wie GC-MS Footprints ihrer Stoffe zu liefern.
Den Ex-Agenten Sergei Wiktorowitsch Skripal (geb. 1951)mit Nowitschok zu killen wäre unauffällig als 'natürlicher Tod' durchgegangen. Lediglich die 'Komplikation' per Julia und die Parkbank haben die Kriminalisten mißtrauisch werden lassen.
Wie 'Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW)' besagt sind die Chemiewaffen insgesamt illegal und schon gar nicht zulässig als Angriffswaffen in anderen Ländern.
Die 'hohe Wahrscheinlichkeit' reicht für politische Einschätzungen, wobei Übrigens, auch wikipedia.org/wiki/Ockhams_Rasiermesser spricht klar für GB und gegen russische VT's ;-)

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martin_rockyradler 06.04.2018, 08:37
26. Hetze gegen Russland

Meiner Meinung war es der britische Geheimdienst selbst. Beweise braucht man ja heutzutage nicht mehr ;-) Hier soll Russland eindeutig geschwächt werden. Dann frage ich mich wieso man aus einer Tötung eines Doppelagenten so ein Staatsdrama macht? Hallo - er war ein Spion der die Seiten gewechselt hat, da kann man davon ausgehen das "ggf. Tod durch Vergiftung" im Arbeitsvertrag steht? Wenn mal der Mossad jemanden beiseite schafft regt sich doch auch keiner auf > Also was soll der ganze Kindergarten??

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rosinci 06.04.2018, 08:40
27. Wenn einige

Etwas vermeintlich wissen, ist es dann eine verschwörung? Die westliche welt würde gerne an der Beweisflut teilnehmen. Aktuell sehr auffällig springer bild hält sich seit paar tagen sehr zurück...

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dirk.resuehr 06.04.2018, 08:43
28. Dame, König ,As...

Das altbekannte Spiel des KGB. Leugnen, Ablenken, auf Andere zeigen, Beweise einfordern. Sich selbst als toleranten, liberalen und suprerdemokratischebn Staat verbalisieren. All das kennen wir seit Jahrzehnten! Das Land der totalen Wahrheitsliebe, Ehrlichkeit, Menschlichkeit und Offenheit ist ja bekannt., Die russische Einstellung auch: Alle sind blöd, außer uns!

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Entsetzen 06.04.2018, 08:44
29. Auch wenn die 5. Kolonne Putins

die Meinungsführerschaft im SPON hat, gibt es für den seriös und logisch denkenden Menschen bei dieser Tat nur zwei mögliche Drahtzieher. Russland oder Großbritannien. Terroristen scheiden mangels Bekennung, die die ja zwanghaft benötigen, aus. Großbritannien könnte vom Brexit ablenken wollen, Russland in bekannter Weise Rache genommen haben. Bei einer logischen Abwägung der Wahrscheinlichkeit liegt Russland als de-facto-Diktatur weit vorn. Die menschenverachtenden Machenschaften des russischen Geheimdienstes sind zur Genüge bekannt. Und Putin benötigte bei der letzten Wahl für die Wahlbeteiligung einen außenpolitischen Feind.

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