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Fall Skripal: Russland kündigt Vergeltung für Ausweisungen an
AFP

Nato- und EU-Partner haben Dutzende russische Diplomaten wegen des Giftangriffs auf den Ex-Spion Sergej Skripal ausgewiesen. Moskaus Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.

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heikonservation 26.03.2018, 17:05
1. Wie war das nochmal?

Also ein ehemaliger Doppelagent und seine Tochter kommen in Kontakt mit einem Nervengift, welches nicht als Kampfmittel zugelassen ist und das seine Tochter wie auch immer aus Russland nach GB transportiert hat. In der ganzen Geschichte wird gar nicht hinterfragt, ob der ehemalige Agent und seine Tochter vielleicht Handel mit dem Stoff treiben wollten (Agenten übermitteln nämlich u.A. genau solche Stoffe, bzw. die Infos darüber), und die Sache vielleicht aus dem Ruder gelaufen ist. Statt dessen wird Putin pauschal von der Völkergemeinschaft geächtet und persönlich dafür verantwortlich gemacht, ohne dass es irgendwelche schlüssigen Beweise für eine Mitwisser- oder Täterschaft gibt.

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zardoz77 26.03.2018, 17:22
2. Ohja

Zitat von heikonservation
Also ein ehemaliger Doppelagent und seine Tochter kommen in Kontakt mit einem Nervengift, welches nicht als Kampfmittel zugelassen ist und das seine Tochter wie auch immer aus Russland nach GB transportiert hat. In der ganzen Geschichte wird gar nicht hinterfragt, ob der ehemalige Agent und seine Tochter vielleicht Handel mit dem Stoff treiben wollten (Agenten übermitteln nämlich u.A. genau solche Stoffe, bzw. die Infos darüber), und die Sache vielleicht aus dem Ruder gelaufen ist. Statt dessen wird Putin pauschal von der Völkergemeinschaft geächtet und persönlich dafür verantwortlich gemacht, ohne dass es irgendwelche schlüssigen Beweise für eine Mitwisser- oder Täterschaft gibt.
Ohja, völlig an den Haaren herbeigezogen, dass Putin damit was zu tun haben könnte. Vor allem da er 2010 seine "leicht kritische" Haltung zu Verrätern schon kundgetan hattte. Abgesehen davon war das sicher nicht der erste Fall eines krummen Mordes, der einen Putinkritiker getroffen hat. Man zählt inzwischen weit über 100 davon in den letzten Jahren.

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muellerthomas 26.03.2018, 17:23
3.

Zitat von heikonservation
Also ein ehemaliger Doppelagent und seine Tochter kommen in Kontakt mit einem Nervengift, welches nicht als Kampfmittel zugelassen ist und das seine Tochter wie auch immer aus Russland nach GB transportiert hat. In der ganzen Geschichte wird gar nicht hinterfragt, ob der ehemalige Agent und seine Tochter vielleicht Handel mit dem Stoff treiben wollten (Agenten übermitteln nämlich u.A. genau solche Stoffe, bzw. die Infos darüber), und die Sache vielleicht aus dem Ruder gelaufen ist. Statt dessen wird Putin pauschal von der Völkergemeinschaft geächtet und persönlich dafür verantwortlich gemacht, ohne dass es irgendwelche schlüssigen Beweise für eine Mitwisser- oder Täterschaft gibt.
Ne genau, Putin war es ja nie. Gehörten Sie auch zu denen, die hier im Februar 2014 vehement bestritten haben, dass die grünen Männchen auf der Krim russische Soldaten sind? Und Sie glauben sicher auch, dass wirklich russische Soldaten Kampfurlaub in der Ostukraine machen? MH17 war natürlich auch keine russische Buk, entgegen aller Beweise? Immer wird der Friedensengel Putin völlig zu Unrecht verdächtigt.

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scharfekante 26.03.2018, 17:23
4. Voreilig und dumm

Das Verhalten unserer Regierungen kann man nur als voreilig, dumm und gefährlich bezeichnen. Und das alles, nachdem den beiden orangefarbenen Angebern aus USA und GB ein IQ von unter 60 und die Reife von 11jährigen bescheinigt wurde.
Inzwischen musste der Ober-Schreihals Boris Johnson einräumen, dass auch das von Salisbury nur etwa 10 km entfernte britische Chemiewaffen-Labor in Porton Down (natürlich zu Abwehrzwecken) ebenfalls die Chemikalie Novitschok (wie wird die überhaupt auf Russisch geschrieben?) besitzt und die Behauptung, das bei dem Unglück beteiligte Gift stamme nicht von dort sondern aus dem tausende KM entfernten Russland sich alleine daraus ableitet, dass der Leiter des britischen Labors Stein und Bein schwört, dass unter seiner Leitung dort die Kontrollen sehr streng sind .....

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Rechtsanwalt Abogado 26.03.2018, 17:24
5. Gefährdungshaftung

Das in Großbritannien freigesetzte Gift hat eine große Anzahl von Menschen ebenfalls vergiftet oder in hohem Maße gefährdet, Polizisten, Ärzte, medizinisches Personal etc.

Kein verantwortlicher Politiker kann über diese Gefährdungslage des öffentlichen Lebens hinwegsehen. Aufgrund der Indizienlage ist Russland verpflichtet, aktiv an der Aufklärung mitzuwirken.

Der sogenannte Strengbeweis, der für die Zuweisung einer individuellen Schuld notwendig wäre, wird aller Voraussicht nach sowieso nicht zu führen sein.

Die Unschuldsvermutung besteht nur im Verhältnis zwischen einem Individuum und einem starken und mächtigen Justizsystem. Da soll das Individuum geschützt werden.

Russland ist nicht dieses schwache Individuum, sondern ein starker Staat, der meint, sich mit Missachtung aller Mindestregeln im Zusammenleben der Völker betätigen zu dürfen.

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bayerns_bester 26.03.2018, 17:25
6.

Zitat von heikonservation
Also ein ehemaliger Doppelagent und seine Tochter kommen in Kontakt mit einem Nervengift, welches nicht als Kampfmittel zugelassen ist und das seine Tochter wie auch immer aus Russland nach GB transportiert hat. In der ganzen Geschichte wird gar nicht hinterfragt, ob der ehemalige Agent und seine Tochter vielleicht Handel mit dem Stoff treiben wollten (Agenten übermitteln nämlich u.A. genau solche Stoffe, bzw. die Infos darüber), und die Sache vielleicht aus dem Ruder gelaufen ist. Statt dessen wird Putin pauschal von der Völkergemeinschaft geächtet und persönlich dafür verantwortlich gemacht, ohne dass es irgendwelche schlüssigen Beweise für eine Mitwisser- oder Täterschaft gibt.
Es ist immer wieder dasselbe: Nur weil dem Forum (damit schließe ich mich ein) keine "schlüssigen Beweise" vorliegen wird geschlussfolgert, dass es dann natürlich auch keine solchen gibt. Kann man natürlich behaupten. Zwingend logisch ist dieser Rückschluss keinesfalls.

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cyoulater 26.03.2018, 17:38
7. @heikonservation

Zitat von heikonservation
Also ein ehemaliger Doppelagent und seine Tochter kommen in Kontakt mit einem Nervengift, welches nicht als Kampfmittel zugelassen ist und das seine Tochter wie auch immer aus Russland nach GB transportiert hat. In der ganzen Geschichte wird gar nicht hinterfragt, ob der ehemalige Agent und seine Tochter vielleicht Handel mit dem Stoff treiben wollten (Agenten übermitteln nämlich u.A. genau solche Stoffe, bzw. die Infos darüber), und die Sache vielleicht aus dem Ruder gelaufen ist. Statt dessen wird Putin pauschal von der Völkergemeinschaft geächtet und persönlich dafür verantwortlich gemacht, ohne dass es irgendwelche schlüssigen Beweise für eine Mitwisser- oder Täterschaft gibt.
Sie wissen jetzt aber schon, WAS das für ein Zeug war, ja? Das kann man sich sicherlich nicht in Russland mal eben rasch an der Ecke besorgen, um es einzutüten und zum Verkauf nach GB zu schmuggeln. (Und falls aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotze doch: Dann hätte Russland und sein Geheimdienst ein echtes Problem an der Backe und müsste Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um zur Aufklärung beizutragen...)

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spon-facebook-10000012354 26.03.2018, 17:41
8. Grüne Männchen

Der Nachteil dieser an sich sehr erfolgreichen Strategie ist die möglicherweise vorschnelle Verurteilung bei komplizierten Aktionen im Bereich der Geheimdienste: Bei einem Hybridkrieg wird anstelle einer offenen militärischen Invasion eine Kombination aus geheimdienstlichen Operationen, Unterstützung von Aufständischen, Desinformation und anderen Methoden verwendet, um den Gegner anzugreifen. Entscheidend ist, dass der Aggressor diese Handlungen gegenüber der örtlichen und internationalen Gemeinschaft glaubhaft abstreitet. Russlands anfängliche Leugnung einer Beteiligung schuf Verwirrung und sorgte dafür, dass die Ukraine und westliche Verbündete nicht vollständig sicher waren, ob es sich um russische Truppen handelte. Diese als „Maskirowka“ bekannte Täuschungs- und Verschleierungsstrategie gab den russischen Truppen genug Zeit, um die Kontrolle über die Halbinsel zu übernehmen. Der Nachteil zeigt erst im Laufe der Zeit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Grüne_Männchen

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leto_xx 26.03.2018, 17:41
9. „Wem nutzt es?“,

das ist doch die Frage aller Fragen. Ich glaube nicht, dass es um die Russlandwahl ging, auch nicht um die Fussball-WM. Die sind doch viel zu unwichtig. Erste war eh von Putin gewonnen und Zweiteres ist spätestens einen Monat nach Beendigung in der Versenkung verschwunden.
Also worum geht es wirklich? Wirtschaftliche Interessen z.B. „North Stream 2“? Gründe schaffen für das Verschärfen von Sanktionen?
Zumindest wird es immer schwerer mit westlichen Werten zu argumentieren, wenn das Prinzip der „Unschuldsvermutung“ von fast der gesamten westlichen Wertegemeinschaft (inklusive Deutschland) derart derangiert wird. Erst wird bestarft, dann werden Beweise gesucht. ... Hat z.B. im Irak mit den Massenvernichtungswaffen auch super funktioniert.

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