Forum: Politik
Falls der Brexit verschoben wird: Juncker schließt britische Teilnahme an Europawahl
AFP

Der Brexit wirft so viele Zeitpläne durcheinander, dass die Briten sogar noch an der Europawahl teilnehmen könnten, meint Kommissionspräsident Juncker. Es wäre aber ein "Treppenwitz der Geschichte".

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sven2016 19.02.2019, 12:20
10. @123: genau so sehe ich das auch.

Beginn der finalen Übergangszeit am 29. März, wie vorgesehen. Damit ist für die EU das Kapitel UK abgeschlossen.

Auch in zwei weiteren Jahren sind keine Ergebnissen und Problemlösungen der britischen Regierung zu erwarten.

Weshalb also das Leiden verlängern?

Ad-hoc-Zwischenlösungen für lokale Nöte schließt das doch nicht aus.

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maxxy123 19.02.2019, 12:24
11. Die Idee ist gut,

Zitat von knok
Wie wäre es, gleichzeitig mit der Europawahl ein zweites Referendum durchzuführen, in welchem dann die Optionen hard, soft und no Brexit gewählt werden können. Je nach Ausgang dieser Abstimmung könnten dann die britischen Stimmen gezählt werden oder auch nicht. Angesichts der veränderten Ausgangslage im Unterhaus und in den Verhandlungen, sowie einer veränderten globalen Lage, wäre das wohl noch die demokratisch sinnvollste Lösung.
aber im Referendum kann es nur ein ja o. nein geben, sonst wäre ja ein Ergebnis unter 50% möglich, was dann? Auch nur dann sollte es eine Verschiebung geben!

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cyberdrop 19.02.2019, 12:25
12.

Das EU Parlament ist ja zwar kein richtiges Parlament, aber müssten die neu gewählten Britischen Abgeordneten dann nicht bis zum Ende der "Legislatur"-Periode im Parlament bleiben, selbst wenn GB dann schon ausgetreten ist?

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motzkistenbewohner 19.02.2019, 12:30
14. Nochmal für alle

die EU hat auch eine gewisse Verantwortung für das Wohlergehen der Mitglieder, auch wenn es sehr vielen Foristen nicht passt, die EU basiert auf Solidarität und gegenseitigem Wohlwollen. Die EU lässt keinen im Regen stehen, auch wenn es unverschämte Pappnasen sind. Natürlich treibt das absurde Spectaculum curiosum in GB jedem Normaldenkendem die blanke Schadenfreude und die feiste Häme ins Gesicht, so auch mir. Aber JCJ verhält sich so wie man sich an der Unfallstelle verhält, wo der Mopedrocker ohne einem richtigen Helm gegen den Baum gefahren ist; man wird helfen obwohl man ihn für einen Idioten hält.

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spon_2999637 19.02.2019, 12:34
15.

Zitat von knok
Wie wäre es, gleichzeitig mit der Europawahl ein zweites Referendum durchzuführen, in welchem dann die Optionen hard, soft und no Brexit gewählt werden können. Je nach Ausgang dieser Abstimmung ...
Sagen wir mal grob: 32%, 33%, 34% - Reihenfolge egal. Und dann?

Eine Wahl aus 3 Optionen ohne Quorum und Qualifizierende Mehrheit (>50%, >2/3 etc.) ist Unsinn.

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Martin H. 19.02.2019, 12:41
16. Europawahl als getarntes, zweites Referendum

Zitat von ghdstz
Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entwicklung ist zwar nicht allzu groß, aber sie hätte einen gewissen Charme. Die Briten könnten sozusagen ein zweites Referendum bekommen, obwohl die beiden hilflosen Parteien es ihnen zur Zeit krampfhaft vorenthalten wollen. Wenn der Brexit in den Herbst verschoben wird und in UK für die Europawahl eine überparteiliche "Britains for Europe"-Initiative antritt, dann wird sich ja herausstellen ob die Mehrheit der Briten wirklich den Brexit will und den machtpolitischen Hickhack ihrer traditionellen Parteien gut findet.
Ja, ich gebe Ihnen Recht. Die Teilnahme an der Europawahl wäre gewissermaßen eine Art zweites Referendum durch die Hintertür. Ich räume diesem Fall aber auch wenig Chancen ein. Selbst, wenn es so kommt, müsste sich entweder Labour zu einem Soft-Brexit oder No-Brexit bekennen oder es müsste eine breite, pro-europäische, überparteiliche Initiative geben. Nur so, könnte der Wähler-Wille noch einmal indirekt abgelesen werden. Interessant wäre, wie die Hard-Brexiteers mit der Europawahl umgehen, wenn tatsächlich ein breites, pro-europäische, Bündnis zur Europawahl in GB antritt. Die Hard-Brexiteers werden sich überlegen müssen, ob sie die Europawahl boykottieren oder sich den Treppenwitz gefallen lassen müssen und für die Europawahl werben, um den Hard-Brexit zu verteidigen. Sollte in GB zur Europawahl jedenfalls eine deutliche Mehrheit der Wähler ein pro-europäisches, Soft- oder No-Brexit-bekennendes Bündnis wählen, dann wird es für May und ihre Tory-Hardliner sehr eng. Ich glaube, schon deshalb wird May alles versuchen, um möglichst pünktlich am 29. März mit oder ohne Deal aus der EU auszutreten. Koste es, was es wolle.

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koch-51 19.02.2019, 12:46
17. Besser keine britische Europawahl

Erst verschieben ohne konkretes Datum, dann "einschlafen lassen" oder, wenn die Umfragen es hergeben, durch ein zweites Referendum annullieren. Mit den 7 Labourabgeordneten, die jetzt die "Independants" bilden, haben die open-society- Organisationen, die bei einer Demonstration für "Remain" im Oktober 700 000 Demonstranten auf Londons Straßen gebracht haben, erstmals eine parlamentarische Stimme. Zudem sind sie mit dem finanziellen und medialen Hintergrund in der Lage, eine erneute Kampagne gegen den Brexit zu initiieren. Mit Umunna haben sie eine populäre Führungsfigur und wenn es George Soros, wie er im Juni in Paris ankündigte, gelingt, dutzende von Toryabgeordneten auf die Remainseite herüber zu ziehen, kann es gelingen, den Brexit zunächst auszusetzen und dann zu annullieren. Es ist natürlich die Frage, ob es zielführend ist, die Briten bei der Europawahl mitwählen zu lassen, denn das Ergebnis wäre wohl unerfreulich.

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alternativlos 19.02.2019, 12:53
18. Spielt es ein Rolle?

Gemessen an den Veränderungsprozessen zwischen den Wirtschaftsakteuren und deren durch die unterschiedlichen Anwaltskanzleien jetzt durchgespielten Szenarien wohl kaum. Ihre offenen Rechnungen wird dem Staat noch teuer zu stehen kommen.

Die Arbeitsplätze dürften sich an den unterschiedlichen Randbedingungen auch relativ schnell ihr neues Pareto-Optimum finden, so dass das wirtschaftliche Leben weitergehen wird. Gewiss zu einem höheren Preis als innerhalb der Gemeinschaft, aber auch dafür stehen genügend Währungsinstrumente zur Verfügung. Interessant dürfte es für die Spekulanten werden, welche Kursänderungsrisiken zukünftig einer größeren Sensitivität unterliegen.

Dieses Rattenrennen wird aber ganz woanders entschieden...

Politisch ist dieses natürlich ein Armutszeugnis für eine ganze Politelite und ihre Ghostwriter, die ihre Ideologien über die Wirtschaft und noch viel schlimmer über die der familiären Bindungen zwischen den Völkern gestellt haben.

Aber auch morgen wird die Sonne aufgehen.

Weiterhin Alles Gute

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Schartin Mulz 19.02.2019, 12:53
19. Wenn der Brexit bis zur Wahl nicht über die Bühne ist,

dann wäre GB logischerweise dabei.
Wäre zwar, falls der Brexit danach doch noch umgesetzt wird, etwas sinnfrei, aber auch keine Katastrophe.
Dafür jetzt wahlweise die Briten oder die EU zu beschimpfen, bringt uns ja nicht direkt weiter.

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