Forum: Politik
Familiendebatte in den Parteien: "Geld macht keine Babys"
DPA

Deutschland hat den Baby-Blues. Die Republik debattiert, weshalb junge Menschen trotz Milliarden-Hilfen nicht fürs Kinderkriegen zu begeistern sind. Zehn Jungpolitiker aus allen Parteien erklären, warum sie den Unsinn in der Familienpolitik satt haben.

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fatherted98 06.02.2013, 15:05
1. Mit ein wenig...

...gesundem Menschenverstand kann man sich das auch selbst erschließen. Wenn flächendeckend Kindergärten da wären, die von 6 - 20 uhr offen wären, wenn es für Schichtarbeiter auch Kindergärten gäbe die 24 Stunden offen wären, wenn Schulbetreuung wirkliche Betreuung wäre und die Eltern, die für ihr Geld malochen gehen müssen um nicht in H4 zu fallen, wüßten, dass sie ihre Kinder gut und sicher unterbringen können...und zwar kostenfrei...dann würde sich auch viele Familien überlegen mehr oder überhaupt Kinder in die Welt zu setzen....ach ja...und ein Mindestlohn gehört auch mit zum Paket, damit man weiß wie man die Kids auch satt bekommt.

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csmart48 06.02.2013, 15:07
2. optional

Ist doch ganz einfach. Welche Familie hat schon lust auf Kinder in Zeiten wo man morgen gekündigt werden kann. Ist nicht jeder Beamter, im öffentlichen Dienst oder in der Metallindustrie. Die Niedriglohnjobs werden immer mehr. Ich bekomme im Handel 1300 € Netto. Wie soll ich davon ein Kind ernähren ? Dann lieber ohne, anstatt arm mit Kind.

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shardan 06.02.2013, 15:17
3. Wer nicht mit goldenem Gebiss geboren ist....

... für den ist ein Kind das Gelübde auf ewige Armut. Traurig, leider ist es bei uns so. Die Mittelschicht, die einst Kinder in die Welt gestzt hat, bricht immer stärker weg, übrig bleibt eine große Unterschicht - die sich Kinder schwer leisten kann - und eine reiche Oberschicht, die sich Kinder nicht leisten will, schließlich bekommt man sie nicht passend zur Farbe des Rücksitzbezuges im neuen Porsche. Ja ich weiss, das klingt zynisch - die Betrachtungen unserer Regierung, die Familienförderung systematisch zum Vorteilsinstrument der Besserverdienenden ausgebaut hat, sind allerdings kaum weniger zynisch. Jede Menge Steuervorteile - wer wenig verdient, hat davon kaum einen Cent, um nur ein Beispiel zu nennen. Es wird nicht mit ein paar Kita-Plätzen und Umverteilen von Geld vone iner sinnlosen Maßnahme in eine noch mehr oder ein bisschen weniger sinnlose Maßnahme getan sein. Ein grundlegendes Umdenken tut not. Das fängt an dem Punkt an, dass das Einkommen eines Verdieners ausreichen sollte, eine Familie zu ernähren. Das beide Partner arbeiten müssen (!), um Wohnung etc zu bezahlen, ist keineswegs selten und dürfte ein guter Grund sein, sich gegen Kinder zu entscheiden.

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deus-Lo-vult 06.02.2013, 15:17
4. ...

Zitat von csmart48
Ist doch ganz einfach. Welche Familie hat schon lust auf Kinder in Zeiten wo man morgen gekündigt werden kann. Ist nicht jeder Beamter, im öffentlichen Dienst oder in der Metallindustrie. Die Niedriglohnjobs werden immer mehr. Ich bekomme im Handel 1300 € Netto. Wie soll ich davon ein Kind ernähren ? Dann lieber ohne, anstatt arm mit Kind.
Ich habe Kinder, kann Ihre Argumente aber vollkommen nachvollziehen und verstehen. Und wie Sie, denken viele Menschen. Zu Recht!

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meckus 06.02.2013, 15:18
5. Nicht reräsentativ

Na da haben wir ja mal wieder einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Bevölkerung befragt. Oder vielleicht doch nicht?
Vielleicht wäre ja doch mal eine Analyse hilfreich warum frau/man sich gegen, oder eben nicht für Kinder entscheidet.
Und bitte nicht nur bei den Hochqualifizierten und Akademikern sonder ganz gemäß dem Bevölkerungsquerschnitts.
Da würde dann nämlich ganz klar heauskommen dass:
Solange es atraktiver ist, in welcher Hinsicht auch immer (mehr Geld verdiene, mehr Freiheiten, keine Verpflichtungen, erfolgreicher im Beruf etc.), keine Kinder zu haben werdne auch weniger Kinder das sein!
So einfach kann eine Antwort sein.
Und was attraktiver ist ist natürlich individuell.
Einen zündenden Vorschlag hätte ich aber doch:
Für jedes Kind 5 Jahre früher in Rente und schon ist das Problem Geburtenrate gelöst.
Wie wir alledings alle wissen bleibt in einem geschlossen System die Summe aller Problem gleich und somit schaffen wir dann eben das Problem der Finanzierung. Oder vielleicht doch nicht?

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panzerknacker51 06.02.2013, 15:19
6. Das reicht nicht

Zitat von fatherted98
...gesundem Menschenverstand kann man sich das auch selbst erschließen. Wenn flächendeckend Kindergärten da wären, die von 6 - 20 uhr offen wären, wenn es für Schichtarbeiter auch Kindergärten gäbe die 24 Stunden offen wären, wenn Schulbetreuung .....
Da können Sie Geld und kostenlosen Service anbieten soviel Sie wollen. Solange die Langzeitperspektive für die nächste Generation durch knappe Arbeitsplätze und Staatsverschuldung geprägt ist, wäre es wohl kaum zumutbar, Kinder in die Welt zu setzen. Die würden sich nämlich später schön für ihre "Existenz" bedanken ...

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ao@ao-design.com 06.02.2013, 15:19
7. Geld macht Babys - und wie!

Und wie Geld Babys macht - evtl nicht in der Form von direktem Geld, aber sicher in der Form von cleveren Angeboten. Sicher nicht mit der Perspektive schlechter gestellt zu sein als ein normaler Arbeitnehmer/in, der/die eine normale Karriere macht - so ist aber leider in diesem Lande, regiert von der Partei mit dem großen C im Namen!

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kobalt55 06.02.2013, 15:19
8.

Allen Beispielen ist eines gemeinsam...Es sind alles Ich-Menschen....nicht bereit in irgendeiner Form zurück zu
stecken.Da haben ihre Eltern ne Menge falsch gemacht!!!

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boeseHelene 06.02.2013, 15:19
9.

Zitat von sysop
Deutschland hat den Baby-Blues. Die Republik debattiert, weshalb junge Menschen trotz Milliarden-Hilfen nicht fürs Kinderkriegen zu begeistern sind. Zehn Jungpolitiker aus allen Parteien erklären, warum sie den Unsinn in der Familienpolitik satt haben.
ich hätte nie gedachte, dass ich aktuell einem FDP Politiker recht geben würde aber Oliver Luksic hat recht, wer Kinder bekommen möchte wird welche bekommen und alle anderen werden sich mit Geld nicht davon überzeugen lassen. Die Milliarden die man momentan an die Eltern auszahlt wären in der Kinderbetreuung und der Bildung viel besser aufgehoben.

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