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Familienpolitik: Politiker fordern Abschaffung des Betreuungsgeldes
DPA

Die CSU setzte das Betreuungsgeld vor einem Jahr gegen großen Widerstand durch. Doch jetzt fühlen sich Politiker von SPD und Grünen durch eine Studie bestätigt - und fordern eine Streichung der Zahlungen.

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Kain2K 29.07.2014, 11:48
130. Überschrift is' nicht!

Zitat: "In ihr heißt es, das Betreuungsgeld stelle besonders für sozial benachteiligte Familien einen Anreiz dar, kein staatliches Angebot frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung zu nutzen."

Was ein Blödsinn. Warum müssen Kinder jetzt schon von früh auf dazu gezwungen werden sich zu bilden? Die Kindheit ist die kürzeste Zeit des Lebens, kann man die Kinder diese Zeit nicht genießen lassen?

Ich kann alle die Eltern verstehen die das Betreuungsgeld in Anspruch nehmen weil sie sich lieber selbst um Ihre Kinder kümmern. Kinder brauchen vor allem zwei Dinge: Das die Eltern sich um sie kümmern, und Kontakt zu gleichaltrigen. Für beides braucht es keine Kitas. Kitas sollten für das genutzt werden für das sie ursprünglich geschaffen wurden, dazu das Eltern die aus finanziellen Gründen Arbeiten müssen das auch können. Nicht dafür das die Kinder schon mit 3 Jahren anfangen sich auf die Schule vorzubereiten. Dieser Bildungswahn in diesem Sch***land ist völlig außer Kontrolle geraten. Last die Kinder doch einfach mal Kinder sein, dazu gehört auch sich im Dreck zu suhlen und ab und an mal die Köpfe einzuschlagen und mit Schrammen nachhause zu kommen, und dazu gehört eben auch das die Kinder keinen Bock auf lernen haben.

Erziehung ist Sache der Eltern, und nicht der Kitas, Schulen und schon gar nicht des Staates.

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pittiken 29.07.2014, 12:03
131.

Zitat von bekkawei
Die Kita ist ein Angebot an Eltern, um die, durch die Kinder entstandene finanzielle Mehrbelastung, abzufedern.
Eine Kita ist ein Angebot an Eltern, dass diese weiterhin ihren Lebensunterhalt bestreiten können, und die Betreuung des Kindes/der Kinder gewährleistet ist.

Und warum soll dieses Angebot nicht auch Eltern zustehen, die diese Aufgabe selbst uebernehmen?
Kommen Sie nicht wieder mit "Oper und Schwimmbad". Ich muss weder in die Oper gehen noch ins Schwimmbad, um mein Leben auf die Reihe zu kriegen.[/QUOTE]

Der Staat bietet eine Dienstleistung an, die ich annehmen kann oder nicht. Für die Nichtannahme muss ich keine Geldleistung erhalten.

Mein kleines Kind MUSS ich aber versorgen.[/QUOTE]

Wollen Sie jetzt zum Ausdruck bringen, dass Sie nur ein Kind in die Welt setzen, weil sie das Betreuungsgeld beanspruchen wollen?

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Immanuel_Goldstein 29.07.2014, 13:08
132.

Zitat von bekkawei
Die Kita ist ein Angebot an Eltern, um die, durch die Kinder entstandene finanzielle Mehrbelastung, abzufedern.
Unsinn. Es handelt sich um ein freiwilliges Angebot, um Kinder während der Arbeitszeit der Eltern gut zu betreuen.

Zitat von bekkawei
Und warum soll dieses Angebot nicht auch Eltern zustehen, die diese Aufgabe selbst uebernehmen?
Sie müssen es ja gar nicht selbst übernehmen, denn die Herdprämie bekommen sie auch dann, wenn sie trotzdem arbeiten und das Kind privat unterbringen. Kontrolliert wird es auch nicht. Dass diese Kinder von der Mutter versorgt würden, ist also ein Ammenmärchen.

Zitat von bekkawei
Kommen Sie nicht wieder mit "Oper und Schwimmbad". Ich muss weder in die Oper gehen noch ins Schwimmbad, um mein Leben auf die Reihe zu kriegen. Mein kleines Kind MUSS ich aber versorgen.
Niemand muss ins Schwimmbad, aber auch niemand muss sein Kind in einer Kita versorgen lassen.
Dann sollte man die Herdprämie also auch für Kindergärten und weiterführende Schulen bekommen, wenn man die nicht nutzt? Schließlich herrscht Schulpflicht, aber außer Grund- und Hauptschule muss man gar nichts wahrnehmen. Damit steht der Realschul- und der Gymnasialprämie nichts im Wege für alle diejenigen, die sie nicht nutzen. Gleiches gilt natürlich auch für die Hochschulen, denn der Staat braucht zwar Akademiker, aber wer es nicht werden will, der sollte eine Prämie erhalten, weil er dem Staat so viel Geld spart. Ist es nicht so?

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elikey01 29.07.2014, 17:24
133. Gesellschaftliche Realitäten von heute

Zitat von zizarazou
Natürlich nimmt der Staat Einfluss. Er schafft durch die Bereitstellung von Leistungen Anreize in die eine oder andere Richtung. In diesem Falle schafft er durch den Ausbau und die Förderung von Kita-Plätzen den Anreiz an Frauen, schnell wieder arbeiten zu gehen, und nimmt dadurch Einfluss. Das ist die Intention dahinter. Vielleicht lesen Sie zu Ihrer eigenen Erhellung und unserer Entlastung einfach einmal die jeweiligen Gesetzesbegründungen. P.S.: Sind Sie auch gazettenberg? Oder kopieren Sie gegenseitig Ihre Beiträge?
Na, wenn da jemand die Frau und Mutter nicht bevorzugt dazu zwingen möchte, zu Hause zu bleiben, um sie in der Abhängigkeit zu halten.

Auf die Idee, dass bestausgebildete Frauen nicht auf eigene Erwerbstätigkeit zur unabhängigen Existenzsicherung, beruflichen Anerkennung und die Möglichkeit, Altersvorsorge aufzubauen, verzichten wollen, kommt dgl. Denkweise natürlich nicht.
Von Alleinerziehenden, die verantwortungsbewusst die Existenz selbst sichern wollen, gar nicht zu reden.

Wenn diesen Frauen keine Möglichkeit adäquater Betreuung geboten wird (ab dem vollendeten 1. Lebensjahr des Kindes), haben und werden weiterhin viele auf Mutterschaft verzichten. Sie wissen, dass sie sich in ihren Ausbildung womöglich umsonst diszipliniert haben, wenn sie nicht nach einem Jahr wieder einsteigen können.
Im Idealfall teilen sich Vater und Mutter die Erz.Arbeit auf und beide arbeiten dafür einige Jahre in einem geeigneten TZ-Modell.
Doch auch dafür ist ergänzend zusätzliche Betreuung erforderlich.

Doch niemand wird bestreiten, dass unsere Gesellschaft Kinder braucht.

Diejenigen, die in prekäre Kreise hineingeboren werden und leider viel zu oft das gesellschaftlich chancenlose Erbe von Müttern/Vätern antreten, die ohne Verantwortung Nachwuchs in die Welt setzen, sind darum nur zu bedauern.
Denn dazu gibt es schon zu viele "Erziehungsberechtigte", die ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe bekommen und mit Kind/ern total überfordert sind.

Und dort, wo das traditionelle Bild von vorvorgestern vorherrscht, weil Mutter z.B. ohnehin bildungsfern, womöglich kaum der deutschen Sprache mächtig, die Rolle der Hausfrau "Absoluta" wahrzunehmen hat, nimmt das Familienoberhaupt dann eben einen staatl. Obolus gerne mit.
Wenn man die Statisken anschaut, wonach welche gesellschaftl. Gruppe den höchsten Anteil an Nichtausgebildeten ohne Schulabschluss aufweisen, die bereits generationsübergreifend in die Hartz-Karriere einsteigen, drängt die Erkenntnis auf, dass die inhäusige Betreuung nicht zwingend zu einer positiven kindlichen Entwicklung beitrug.

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gazettenberg 29.07.2014, 20:05
134.

Zitat von bekkawei
Also unterm Strich sehen Sie das eigentlich höchste Recht, die Pflicht und vor allem größte Freude der Eltern, nämlich ihr eigenes Kind zu erziehen und zu betreuen als Aufgabe des Sozialstaats an.
Sie schreiben wirr.

Aufgabe des Sozialstaates ist es, für seine Bürger eine staatliche Infrastruktur zu schaffen. Die besteht aus Polizei, Feuerwehr, Schwimmbädern, Straßen, etc. 100 Prozent der Büger nutzen diese Infrastruktur täglich. Ein paar Oberschlaue meinen, zusätzlich einen Anspruch auf eine Entschädigung zu haben, weil sie nicht jeden Tag 100 Prozent der Infrastruktur nutzen. Ich nenne sowas Schnorrerei. Politisch sanktioniert von einer Partei, die sich damit weder christlich, noch sozial verhält und doch beides im Namen trägt.

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gazettenberg 29.07.2014, 20:10
135.

Zitat von Adrenalina
Ein Betreuungsgeld von gerade mal 100 € ist reine Symbolpolitik und den bürokratischen Aufwand nicht wert. Eine Motivation, Kleinstkinder nicht in eine Krippe zu geben, ist das bestimmt nicht.
Zusätzlich zum Betreuungsgeld gibt es ja auch noch eine kostenlose Kranken- und Pflegeversicherung für die zu Hause bleibende Mutter, geschenkte Rentenpunkte für jedes Erziehungsjahr und das Ehegattensplitting.

Summa sumarum bekommt die "Herd-Mami" also jeden Monat zwischen 500 und 1000 Euro Geld und geldwerte Leistungen von der Allgemeinheit geschenkt - ganz ohne Gegenleistung: Geld, das berufstätige Eltern nicht bekommen, sondern das sie für die Betreuungsgeldbezieher zusätzlich über Steuern erarbeiten müssen. Selbst wenn die Betreuungsgeldbezieher bereits Multimillionäre sind. Anders gesagt: Die Krankenschwester finanziert der Chefarztgattin das süße Leben.

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Racer77 29.07.2014, 20:24
136.

Zitat von gazettenberg
Zusätzlich zum Betreuungsgeld gibt es ja auch noch eine kostenlose Kranken- und Pflegeversicherung für die zu Hause bleibende Mutter, geschenkte Rentenpunkte für jedes Erziehungsjahr und das Ehegattensplitting. Summa sumarum bekommt die "Herd-Mami" also jeden Monat zwischen 500 und 1000 Euro Geld und geldwerte Leistungen von der Allgemeinheit geschenkt - ganz ohne Gegenleistung: Geld, das berufstätige Eltern nicht bekommen, sondern das sie für die Betreuungsgeldbezieher zusätzlich über Steuern erarbeiten müssen. Selbst wenn die Betreuungsgeldbezieher bereits Multimillionäre sind. Anders gesagt: Die Krankenschwester finanziert der Chefarztgattin das süße Leben.
Jetzt werden die Argumente aber echt von sehr weit her geholt. Und wenn es ca. 500-1000 Euro pro Monat sind, die die "Herd-Mami" (aus meiner Sicht eine klare Beleidigung) bekommt, dann ist das doch nicht mehr als der Betrag, der dem monatlichen Zuschuss für jedes einzelne Krippenkind entspricht. Dann zu der Polemik mit dem Chefarzt: Ich möchte mal den Chefarzt sehen, der in der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Und in der PKV wird jedes Familienmitglied einzeln versichert. Dazu kommt dann wohl noch, dass der Chefarzt alleine trotz Ehegattensplitting wahrscheinlich mehr Steuern zahlt als viele Doppelverdiener, die ihr Kind in die staatlich extrem subventionierte Betreuung geben.

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gazettenberg 29.07.2014, 20:34
137.

Zitat von bekkawei
Die Kita ist ein Angebot an Eltern, um die, durch die Kinder entstandene finanzielle Mehrbelastung, abzufedern. Und warum soll dieses Angebot nicht auch Eltern zustehen, die diese Aufgabe selbst uebernehmen?
Selbstverständlich steht das KiTa-Angebot allen Eltern zu. Daran besteht doch überhaupt kein Zweifel.

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gazettenberg 29.07.2014, 20:39
138.

Zitat von Racer77
Jetzt werden die Argumente aber echt von sehr weit her geholt. Und wenn es ca. 500-1000 Euro pro Monat sind, die die "Herd-Mami" (aus meiner Sicht eine klare Beleidigung) bekommt, dann ist das doch nicht mehr als der Betrag, der dem monatlichen Zuschuss für jedes einzelne Krippenkind entspricht.
Da die berufstätigen Eltern den Krippenplatz über ihre eigenen Steuern finanzieren, kostet er die Gesellschaft genau gar nichts. Woher sollte das Steuergeld für den Krippenplatz denn wohl sonst kommen, wenn nicht von den berufstätigen Eltern?

Doch wohl kaum von der Herd-Mutti, denn die zahlt keine Steuern, sondern bekommt nur Geld vom Staat.

Halten wir also fest: Berufstätige Eltern finanzieren ihren Krippenplatz und obendrein noch das Lebensmodell von Muttis, die lieber zu Hause bleiben und nicht den Lebensunterhalt für ihre Kinder erarbeiten möchten. Und das nennt die CSU dann gerecht.

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kika2012 30.07.2014, 07:09
139. @bekkawei

"Kinder unter 2 Jahren koennen noch nicht "miteinander" spielen. Die spielen nebeneinander her. Und den ist es vollkommen egal, ob noch andere Kinder da sind, oder nicht. "
Unfug, wo haben Sie das denn her? Mein Sohn freut sich wie Bolle, wenn er seine Freunde bei der TM sieht, da wird gemeinsam gespielt, gegessen etc. und er hat so viel gelernt von den anderen Kindern, das haette ich ihm zuhause nicht bieten koennen.

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