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Familienpolitik: Politiker fordern Abschaffung des Betreuungsgeldes
DPA

Die CSU setzte das Betreuungsgeld vor einem Jahr gegen großen Widerstand durch. Doch jetzt fühlen sich Politiker von SPD und Grünen durch eine Studie bestätigt - und fordern eine Streichung der Zahlungen.

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gazettenberg 30.07.2014, 11:32
150.

Zitat von Racer77
Das Betreuungsgeld ist nämlich nichts anderes als eine Weiterführung des Elterngelds in sehr viel geringerem Umfang.
Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem aktuellen Lohn, ist also vor allem an Berufstätige gerichtet. Wenn beide Eltern je 7 Monate Elternzeit nehmen, können sie danach wieder weitgehend problemlos in den Beruf einsteigen. Das Elterngeld ist also nicht darauf angelegt, Frauen dauerhaft aus der Arbeitswelt fortzuhalten.

Es ist also das genaue Gegenteil des (für den Steuerzahler sehr viel teureren) Betreuungsgeldes, dessen einzige Auszahlungsvoraussetzung die Nichtinanspruchnahme einer öffentlichen KiTa oder eines öffentlich geförderten Tagesmutterplatzes ist. Man kann also sehr genau sehen, welcher politische Gedanke dahinter steht.

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dtsa 30.07.2014, 12:37
151.

[QUOTE=gazettenberg;16271798]Selbst wenn die Betreuungsgeldbezieher bereits Multimillionäre sind. QUOTE]

Betreuungsgeldbezieher sind keine Multimillionäre. Multimillionäre haben keinen Anspruch auf Betreuungsgeld.

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gazettenberg 30.07.2014, 14:11
152.

Zitat von dtsa
Multimillionäre haben keinen Anspruch auf Betreuungsgeld.
Das ist falsch. Maßgeblich ist lediglich das Einkommen im Vorjahr gemäß § 2 Abs. 5 EStG (und selbst dabei gibt es sehr hohe Freibeträge). Wieviele Millionen Vermögen Sie haben, ist hingegen völlig unerheblich und hat keinen Einfluss auf den Anspruch.

Selbst mit einem Milliardenvermögen und einer eigenen Nanny zur Betreuung Ihres Nachwuchses können Sie völlig legal Betreuungsgeld beantragen, solange Sie ihr Kind nicht in einen öffentlichen Kindergarten geben.

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pittiken 30.07.2014, 15:12
153.

[QUOTE=dtsa;16276858] Zitat von gazettenberg
Selbst wenn die Betreuungsgeldbezieher bereits Multimillionäre sind. QUOTE] Betreuungsgeldbezieher sind keine Multimillionäre. Multimillionäre haben keinen Anspruch auf Betreuungsgeld.
Aber sicherlich. Sie verwechseln hier wohl Betreuungseld mit dem Elterngeld, was einkommensabhängig und mit 1.800 Euro gedeckelt ist.

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pittiken 30.07.2014, 15:39
154.

[QUOTE=dtsa;16276858] Zitat von gazettenberg
Selbst wenn die Betreuungsgeldbezieher bereits Multimillionäre sind. QUOTE] Betreuungsgeldbezieher sind keine Multimillionäre. Multimillionäre haben keinen Anspruch auf Betreuungsgeld.
Entschuldigung, wer weniger als 500.000 zu versteuerndem Einkommen (bei Paaren), wer weniger als 250.000 zu versteuerndem Einkommen bei Alleinstehenden hat, bekommt Betreuungsgeld. Nach Vermögen wird nicht gefragt.

Also wenn Sie den Jackpot mit 26 Millionen knacken, können Sie ruhig Ihr Betreuungsgeld weiter beziehen, Sie dürfen nur keine staatlichen oder staatlich geförderten Kindereinrichtungen nutzen.

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loop 31.07.2014, 02:10
155. Niemand braucht sich in diesem Land zu wundern

..dass es immer weniger fähigen Nachwuchs gibt! Der Großteil in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft tut viel dafür, dass es A) weniger und B) unfähigen Nachwuchs in Zukunft geben wird. Und das wissen fast alle. Die Investition in den Kitaausbau und Personal ist nicht nur enorm wichtig für den qualitativen Fortbestand dieses Landes, sondern auch für jeden Einzelnen. Frauen gehören darüber hinaus nicht faul an den Herd, sondern sollten sich in dieser Wirtschaft beteiligen. Wir leben schließlich nicht mehr im Mittelalter. Die Herdprämie sorgt nachweislich nur noch weiter dafür, dass dieses Land weiter auseinander klafft. Und wenn wir den Tatsachen ins Auge sehen sind Herdprämienbefürworter meist die Damen aus den südlichen Provinzen, die nicht arbeiten gehen wollen und egoistische junge Leute, die mit Kinderplanung zum Teil (noch) nichts anfangen können und Menschen, die sich bereits aufgegeben haben und Stütze beziehen. So wird das nix mit dem Ankurbeln von Nachwuchs in diesem Land, der später auch noch sozial fähig und am besten beruflich gefestigt sein soll.

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