Forum: Politik
Familienpolitik: Spart Euch die Bevormundung!

Familienpolitiker sollen nicht ihre Rollenklischees verteidigen, sondern kinderfreundliche Bedingungen schaffen – damit haben sie in Deutschland genug zu tun. Ein Plädoyer für mehr Pragmatismus und weniger Bevormundung.

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Rainer Helmbrecht 17.06.2007, 10:40
1. Familie im Dienst der Kapitalbeschaffung;o).

Zitat von sysop
Familienpolitiker sollen nicht ihre Rollenklischees verteidigen, sondern kinderfreundliche Bedingungen schaffen – damit haben sie in Deutschland genug zu tun. Ein Plädoyer für mehr Pragmatismus und weniger Bevormundung......
Zu erst hat die Politik den Sinn von Familie karikiert, Kinderarmut geschaffen und nun "heilt" sie die selbst geschaffenen Probleme. Beispiel: Kinderarmut.

So etwas hat es in Familien alter Prägung nicht gegeben. Da gab es Familien, die arm waren und deren Kinder waren das ebenfalls. Die Lösung der modernen Politiker bestand nicht darin, den Familien ein auskömmliches Einkommen zu schaffen, sondern man zerstörte den Zusammenhalt in der Familie. Die Kinder haben einen eigenen Anspruch. Warum, weil die Wirtschaft das Taschengeld dieser Kinder haben will.

Kinder können nicht mit ihren eigenen Eltern auskommen, Lösung: die Kinder kommen ins betreute Wohnen, da lernen sie zwar nicht sich zu integrieren, können das auch nicht ein paar Jahre später an die eigenen Kinder weiter geben, aber jeder eigenständige Haushalt hat Anspruch auf Unterstützung und diese Unterstützung geht dann in die Wirtschaft;o).

Die Bevormundung muss Wirtschaftsverträglich sein. Mit dem Geld dieser Unterstützung subventionieren wir die Wirtschaft. Wie wir alle wissen, ist Subvention das schlechteste, was man der Wirtschaft geben kann, das erspart ihr nämlich die Konkurrenz. Jeder Bürger bekommt zu spüren, dass die Konkurrenz weltweit ist, nur nicht für dt. Firmen, die machen ihre Gesetze durch Lobbyismus selber.

Mit freundlichen Grüßen,

Rainer

Nichts wird so leicht für Übertreibung gehalten wie die Schilderung der reinen Wahrheit.
(Joseph Conrad, ukrainisch-brit. Schriftsteller, 1857-1924)

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schwangereskamel 17.06.2007, 10:46
2. Betreuungsgutscheine

Vielleicht sollten alle Steuerzahler, der Logik des Familienministeriums folgend, ihre Steuern nur noch zweckgebunden auszahlen. Nur so kann schliesslich sichergestellt werden, dass das Geld nicht für Agrarsubventionen und Rüstungsmaßnahmen ausgegeben wird.

SK

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Polarwölfin 17.06.2007, 11:13
3. Richtig so!

Zitat von sysop
Familienpolitiker sollen nicht ihre Rollenklischees verteidigen, sondern kinderfreundliche Bedingungen schaffen – damit haben sie in Deutschland genug zu tun. Ein Plädoyer für mehr Pragmatismus und weniger Bevormundung.
Ich habe selten einen Artikel mit so viel Vergnügen gelesen.

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Silvia 17.06.2007, 11:14
4. Alles Erziehungsmerkbefreite anscheinend

Es ist in der Tat interessant, was Politiker glauben, was für die Kinder gut wäre und was nicht und welche absurden Ideen mittlerweile auftauchen. Jeder verteidigt anscheinend seine Vorurteile, als ob Deutschland voller unfähiger, egoistischer Idioten wäre, die von Kinderaufzucht soviel verstehen wie die Kuh vom Fahrradfahren.

Dass es um die Kinder geht und nicht irgendwelches populistisches Geschwätz, kann man angesichts solcher absurden Vorschläge wie Betreuungsgutscheine kaum glauben.

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elias.faethe 17.06.2007, 11:55
5. Der Fisch stinkt vom Kopf her

In einigen - doch - bekannten Ländern, vor gar nicht allzu langer Zeit wurde einem als 6. Kind die Ehre zu teil, das Staatsoberhaupt als Taufpaten zu haben, oder die Mutter bekam eine goldenes Abzeichen. Nun möchte ich mich nicht gegen die Verteufelung der beiden größten Gespenster der BRD auflehnen - obwohl so schlimm kann sie auch nicht sein, Autobahnen baut man ja schließlich auch wieder und in bestimmten Bundesländern ist die Anzahl der Krippenplätze vorbildlich ;-) - aber in den beiden bekannten Ländern, gab es von Oben herab eine klare Befürwortung die unkompliziert, mit einfachen Zeichen, umgesetzt wurde.

Die aktuelle Diskussion führt wohl eher dazu, dass die Meinung einiger: "Meine Nachbarin hat doch nur deswegen 3 Kinder, damit sie mehr Unterstützung vom Staat bekommt." sich ändert zu: "Herr Müller geht nun in Teilzeit, um sich auch um seine Kinder zu kümmern - Anscheinend verdienen die Müllers nicht genug, dass sie vom Elterngeld abhängig sind." - Bravo!

Trotzdem sehe ich es als ein Zeichen in die richtige Richtung und bin, nach der Stärken von Frau von der Leyen durch die Umsetzung des Elterngeldes, davon überzeugt, dass weitere positive Zeichen folgen und die weniger gehaltvollen Argumente und absurden Ideen, z.B. Betreuungsgutscheine, vergessen werden.

Zu guter letzt werden die 50-70 Jährigen, die einem vor 20 Jahren das Ballspielen zur Mittagszeit verboten haben, trotz einer älterwerdenden Gesellschaft, weniger, und eventuell haben die 68ern nicht alles von damals vergessen, so dass die Gesellschaft allgemein kinderfreundlicher wird.

Daran mangelt es schließlich - und nicht an finanzieller Unterstützung.

Die Diskussion der Politiker ist ziemlich sinn- und hoffentlich folgenlos, außer dass einen das Gefühl beschleicht, sie verstünden von Pragmatismus so viel, wie Kühe vom Fahrradfahren.

Mit freundlichen Grüßen
Elias Faethe

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Werner Klemperer 17.06.2007, 12:00
6. und natürlich wollen auch ein paar Staatssekretäre mit vollversorgt werden

Zitat von Rainer Helmbrecht
Nichts wird so leicht für Übertreibung gehalten wie die Schilderung der reinen Wahrheit. (Joseph Conrad, ukrainisch-brit. Schriftsteller, 1857-1924)
... und jede Mutter (und Vater) hat ihre eigene, reine Wahrheit.
Das macht es den Populistikern so einfach.

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Helmut_Kauer 17.06.2007, 12:19
7. Abgeschrieben?! Danke!

Der Artikel gibt eigentlich das seit Jahren bestehende Programm der Ökologisch-Demokratischen Partei, ödp, fast wörtlich wieder. Zu finden unter http://www.oedp.de . Deshalb freuen wir uns und beglückwünschen den Autor.

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ZwölfeDesChaos 17.06.2007, 12:46
8. Facharbeitereinkommen ...

... dass nicht mehr ausreicht , um mehrere Kinder zu ernähren ... sagt mal Leute , wie deutlich muß eine Ursula von der Leyen/der Staat noch werden : man will keine Kinder von Facharbeitern mehr , weil , das sind heutzutage Unterschichtler ... nur akademischer Nachwuchs und der von sehr wohlhabenden Eltern ist gefragt ...
ZdC

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mangamami 17.06.2007, 15:24
9. Was wir brauchen sind Taten!

In einer Zeit, in der auf dem Arbeitsmarkt kein Bedarf an unqualifizierten und unflexiblen Arbeitskräften herrscht, und es für viele nicht die geringste Chance gibt, diese Vermittlungshemnisse abzubauen, sehen einige keine andere Möglichkeit als ihren vom Staat finanzierten Lebensunterhalt dadurch zu sichern, indem sie Kinder in die Welt setzen.
Wir brauchen Reformen, die hart arbeitende Familienväter und Mütter in Sachen Kinderbetreuung und Steuern entlasten und nicht bestrafen!
Wir brauchen aber auch Mindestlöhne, um Lohndumping entgegenzuwirken und Arbeit finanziell zumutbar zu machen! Familien in denen ein oder beide Partner einen guten Nettolohn erwirtschaften, sollten nach Abzügen wie Arbeitsaufwandskosten (beispielsweise Kosten die durch das Fahren und den Besitz eines Auto enstehen), Kosten für die Betreuung der Kinder (hohe Gebühren für Kindergarten und der Übermittagsbetreuung in Schulen) nicht weniger zum Leben übrigbehalten, als wenn sie von HartzIV Leben müßten!
Und was spricht eigentlich dagegen, wenn Mann oder Frau aufgrund eines guten Gattengehalts gerne zu Hause bei den Kindern bleiben möchte?
Wer diese Wahl hat, der soll auch ohne gesellschaftlich erzeugte Gewissensbisse diese Wahl treffen dürfen!

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