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Familienpolitik: Union verbittet sich SPD-Kritik am Betreuungsgeld
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Ein Jahr nach Einführung des Betreuungsgeldes wachsen die Zweifel an der Prämie. In der SPD sympathisiert mancher mit einer Abschaffung - sehr zum Ärger der Union.

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regensommer 28.07.2014, 17:14
1.

Es regiert der Koalitionsvertrag und nicht die Vernunft. Braucht es noch Politiker oder eher Sachbearbeiter?

Ein Vertrag, entstanden aus Machtgier und Gabriel in der Hauptsache zu verdanken. Er will ja schließlich auch mal Kanzler werden.

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Jaerven 28.07.2014, 17:22
2. So etwas

gab es in Skandinavien schon ml- und es wurde schnell wieder ad acta gelegt. Weil absoluter Unsinn- in jeder Beziehung.

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Checkker 28.07.2014, 17:23
3. Die

Kritik ist alleine schon deshalb unangebracht, weil die Union genau darauf zielt, was vermutet wird. Ein gerüttet Maß an Dummheit im Volk kann dem Regieren nur förderlich sein. Insofern sollte die SPD ihre Haltung noch einmal bedenken. Falls sie so weiterstichelt, bekommt sie noch mündige Bürger und die wissen dann, warum die SPD abgewählt gehört. Im Grunde sollte die SPD der CSU dankbar sein, dass diese dafür sorgt, dass ein Drittel der Bevölkerung dumm bleibt durch Betreuungsgeld.

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micsei 28.07.2014, 17:27
4. Das Ergebnis politischer Zugeständnisse an übergroße Egos

Ist das Betreuungsgeld nicht auch dem Ego von Seehofer geschuldet, so wie demnächst die Maut. Kaum jemand mag es, aber man konnte sich nicht dagegen wehren? Und den Mist schleppen wir dann jahrelang mit uns rum.

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koala1909 28.07.2014, 17:29
5. Kein Unsinn

Selbst, wenn es Familien gibt, in denen es Kinder gibt, die wegen des Betreuungsgeldes nicht in eine KiTa oder ähnliches gehen obwohl es ihnen gut tun würde, ist das Betreuungsgeld nicht schlecht. Es wird an Familien gezahlt, die sich dezidiert dafür entscheiden, die eigenen Kinder daheim zu erziehen. Das perverse an der Kritik am Betreuungsgeld ist ja u.a., dass man sich mittlerweile rechtfertigen muss, wenn die eigenen Kinder eben nicht in eine KiTa gehen, am besten am Tag nach der Geburt. Angeblich kann man als Kind nur da glücklich sein und in der Familie aufzuwachsen und vielleicht "erst" mit drei Jahren in einen KiGa zu gehen ist ganz schlimm.
Die Idiologie der 68er sieht eben nicht vor, dass Kinder bei Mama oder Papa aufwachsen. Die Familie an sich gehört abgeschafft. Das ist es, was hinter der Politik von SPD, Grünen und der Linken steckt. Nichts anderes. Mütter, die eben nicht direkt nach der Geburt wieder arbeiten gehen, werden als Heimchen am Herd verspottet und wenn man ihnen ein bisschen unter die Arme greifen will von Seiten des Staates, ist es die "Herdprämie".
Es kann nicht sein, dass der Staat zig Millionen in die Hand nimmt, um Kinder zu betreuen und die Familien, die das dem Staat sozusagen abnehmen, werden allein gelassen. Das ist nicht das, was ich mir unter Wahlfreiheit vorstelle. Durch die OGS ist der Einfluss der Eltern sowieso schon beschnitten und geht es nach den 68ern, sollten die Kinder am besten sofort aus den Familien in eine KiTa "eingezogen" werden und am besten da allein erzogen werden.
Und diese Aussage mit den Migrantenkindern ist auch sehr pauschal. Familien, die nicht wollen, dass ihre Kinder in Deutschland sozialisiert werden, werden das auch nicht machen lassen, wenn es "umsonst" ist. Und man kann auch andere Reize setzen, um solche Familien anzusprechen.
Ich finde es insgesamt gut, dass die viele Arbeit, die Mütter und Väter leisten, die ihre Kinder daheim erziehen wollen, unterstützt werden. Dass das offensichtlich nicht mehr in die Gesellschaft passt, in der die Familie immer mehr zum Auslaufmodell wird, finde ich schlimm.

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zypern 28.07.2014, 17:29
6. koalition

also erstens hat die cdu/csu die wahl gewonnen und zweitens gibt es einen koalitionsvertrag, dem die parteien spd/cdu/csu zugestimmt haben, sonst könnte sich der minderheitspartner spd garnicht so sehr
in den vordergrund stellen. wenn ihr das ddr modell
wolltet, hättet ihr dem koalitionsvertrag nicht zustimmen sollen, aber dann wärs halt nichts mit mitregieren geworden. punkt.

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thunderstorm305 28.07.2014, 17:31
7.

Hier geht es nicht um die Kita, sondern um die Krippe. Das ist gedacht für Kleinkinder bis drei Jahren. M.E. aber in dieser Zeit ist die Betreuung durch die eigenen Eltern besser als mittels Erzieher. Und wer mit Kindergärtnerinnen über frühkindliche Bildung spricht, der bekommt immer als Antwort, man solle Kleinkinder nicht überfordern.

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Jan B. 28.07.2014, 17:33
8.

Ich glaube immernoch, dass das Betreuungsgeld aus einem ganz anderen Grund eingeführt wurde. 2007 versprach die CDU-geführte Regierung vollmundig, dass ab 2014 jedes Kind ein Recht auf einen Kita-Platz habe. Nun stellte man Ende 2012, Anfang 2013 fest, dass kein einziges Bundesland genug Kita-Plätze geschweige denn ausgebildete Betreuer 2014 zur Verfügung stellen kann. Und jetzt raten Sie mal, welche Partei(en) in den Bundesländern am Regieren waren, wo es am wenigsten Plätze gab. Genau, die CDU/CSU. Besonders Bayern lag glaube ich mit 41 % Abdeckung weit hinten.
Nun kam die Befürchtung auf, dass die Eltern die keinen Kita-Platz bekommen würden, dagegen gerichtlich vorgehen, was den Staat Ansehen und natürlich viel Geld gekostet hätte. Also überlegte sich die CSU (von der ging nämlich die Idee mit dem Betreuungsgeld aus), dass man doch den Eltern einen Anreiz bieten könnte, ihre Kinder nicht in die Kitas zu schicken oder zumindest erst später.

Ansonsten ist dieses Betreuungsgeld totaler Stumpfsinn. Klar wissen Eltern, das für ihre Kinder gut ist (meistens zumindest), aber genau so wichtig ist soziale Interaktion mit anderen Kindern. Ich war glaube ich ab dem 2. oder 3. Lebensjahr in der Kindergrippe und danach im Kindergarten, geschadet hat es mir sicherlich nicht.

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Wheredoyouwanttogotoday? 28.07.2014, 17:35
9. Möchte Fr Hasselfeld Unterschichtkinder dumm halten?

Was für eine Farce. Natürlich können Profis alles besser. Führerschein machen Sie in der Fahrschule, Mathe im Mathematikunterricht und Englisch hoffentlich bei Mutterschprachler/innen.

Eine breit angelegte geduldige kluge Erziehung, sprachlich, körperlich, psychisch, sportlich, künstlerisch etc. erfolgt am besten von Pädagogikprofis für Kinder.

Wie kommt Frau Hasselfeld nur auf die Idee, dass zwei Eltern das alles abdecken könnten? Die Gesellschaft zeigt doch ganz klar: sie können es nicht.

Und sie müssen es natürlich auch nicht. Die Vorbilder Skandinavien, Niederlande etc. zeigen doch schon so lange es Pisa und Zufriedenhetserhebungen gibt, dass dort die frühkindliche professionelle Erziehung - neben den Eltern - das Beste für die Kinder ist. Jede Studie, jeder Spielplatzbesuch, jeder Besuch von Eltern mit Kindern zeigt das.

Ich vermute fast, es ist einfach nur nicht gewollt, dass alle Kinder die gleichen Chancen haben.

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