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Familienpolitik: Union verbittet sich SPD-Kritik am Betreuungsgeld
DPA

Ein Jahr nach Einführung des Betreuungsgeldes wachsen die Zweifel an der Prämie. In der SPD sympathisiert mancher mit einer Abschaffung - sehr zum Ärger der Union.

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Durchatmen 30.07.2014, 19:57
90. Überleben vor der Alleinverdiener-Ehe

Zitat von gazettenberg
Wie hat die Menschheit nur überlebt in den zehntausend Jahren vor Erfindung der Alleinverdienerehe, als es (so wie heute wieder) völlig normal war, dass beide Elternteile gearbeitet haben?
Indem beide Ehegatten arbeiteten, aber in Arbeitsteilung: Die Frau im Hof, im Laden, in der Küche, im Bauerngarten und der Mann in der Werkstatt, auf den Feldern und Wiesen. Meist die Mutter war aber in Greif-, Hör- und Sichtweite der Säuglinge und Kleinkinder. Mit dem Aufkommen der Industrialisierung zerbrach diese Einheit und damit wurde die Betreuung der Kinder schwieriger. Die Arbeitsteilung wurde deshalb strikter: Der Mann verdiente das Geld außerhalb des Hauses oder Hofes und die Mutter versorgte allein Haushalt und Kinder. Diese Arbeitsteilung war sinnvoll und war im Interesse der Versorgung vor allem der Kleinkinder. In deren Interesse wäre diese Arbeitsteilung nach wie vor geboten, vor allem bei gut verdienenden Vätern, weil die Mutter nicht zu einem Hinzuverdienst genötigt ist. .
Nun ziehen es die Frauen aber vor, vor allem die gut ausgebildeten, ihre Kinder in fremde Hände zu geben, meist zu Betreuerinnen, die ihrer eigenen hohen Ausbildung ermangeln. Dass ihre Kinder aus biologischen Gründen lieber ihre Mutter hätten und dies für die Kinder besser wäre, verdrängen sie einfach.

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pittiken 31.07.2014, 08:12
91.

Zitat von Durchatmen
Indem beide Ehegatten arbeiteten, aber in Arbeitsteilung: Die Frau im Hof, im Laden, in der Küche, im Bauerngarten und der Mann in der Werkstatt, auf den Feldern und Wiesen. Meist die Mutter war aber in Greif-, Hör- und Sichtweite der Säuglinge und Kleinkinder.
Bei der Landwirtschaft hat auch die Mama mit auf dem Feld gearbeitet, Traktor, Mähdrescher und dergleichen Dinge waren noch gar nicht erfunden bzw. für die meisten Familie einfach zu teuer. Die Kinder wurden meisten von älteren Geschwister, sofern diese nicht auch schon auf dem Felde mitarbeiten mussen, sonst von der nicht mehr könnenden Oma/Tante der Sippe betreut.

Zitat von Durchatmen
Mit dem Aufkommen der Industrialisierung zerbrach diese Einheit und damit wurde die Betreuung der Kinder schwieriger. Die Arbeitsteilung wurde deshalb strikter: Der Mann verdiente das Geld außerhalb des Hauses oder Hofes und die Mutter versorgte allein Haushalt und Kinder.
Das Vieh musste trotzdem weiterhin versorgt werden und der Garten bestellt, da hatte Mamma gar keine Zeit, sich um die Kinder zu kümmern, das hat weiterhin die Oma/die Tante und die älteren Geschwister übernommen. Übrigens ist es heute noch so, dass erst das Vieh versorgt wird und dann die eigenen Kinder dran sind. Da hat sich überhaupt nichts geändert. Eine Magd, die die Viebesorgung übernimmt können sich die wenigstens Familienbetriebe leisten.


Zitat von Durchatmen
IDiese Arbeitsteilung war sinnvoll und war im Interesse der Versorgung vor allem der Kleinkinder. In deren Interesse wäre diese Arbeitsteilung nach wie vor geboten, vor allem bei gut verdienenden Vätern, weil die Mutter nicht zu einem Hinzuverdienst genötigt ist. . Nun ziehen es die Frauen aber vor, vor allem die gut ausgebildeten, ihre Kinder in fremde Hände zu geben, meist zu Betreuerinnen, die ihrer eigenen hohen Ausbildung ermangeln.
Das die Frau auf eigenen finanziellen Beinen steht ist gerade in der heutigen Zeit überlebensnotwendig, außer der Frau ist es egal, dass sie dann bei Scheitern der Beziehung nur Hartz IV bezieht.

Wenn der Papa das will, dass das Kind nicht Fremdbetreut wird bis zum 3. Lebensjahr, dann soll er doch diesen Part übernehmen, und zwar mit allen Konsequenzen.

Zitat von Durchatmen
IDass ihre Kinder aus biologischen Gründen lieber ihre Mutter hätten und dies für die Kinder besser wäre, verdrängen sie einfach.
Bis auf das Stillen kann der Vater alles genauso gut wie die Mama. Und da die wenigstens Kleinkinder noch mit 1 Jahr gestillt werden, ist alles Blubberei von Männern, die nicht wollen, dass die Frau eigentständig ist.

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loop 31.07.2014, 09:07
92. Wir leben nicht mehr im Mittelalter..

..liebe Provinzmütter geht arbeiten und lasst euch nicht vom Mann aushalten. Die Zeiten sind vorbei. Ich finde das Babyjahr gut. Nach Ablauf der 12 Monate sollte man aber auch wieder zurück in den Berufsalltag finden und nicht die Arbeitslosenstatistik sinnlos nach oben treiben. Kinder, die zuhause von Mutti groß gezogen werden und keine Kita oder Tagesmutter kennen, werden auch in einem anderen Sozialgefüge groß. Spricht für diese Ellenbogengesellschaft, die wir eh schon haben...ganz zu schweigen vom Bildungsstand. Also wann beginnt die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft endlich mal fortschrittlich zu denken? Dieses Land braucht definitiv Kinder, aber auch sozial Fähige, die im späteren Berufsalltag gefestigt sein sollen!

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oldsiamsir 31.07.2014, 16:08
93. Zusammenhang?

Zitat von gazettenberg
Zu den 150 Euro kommt ja noch die kostenlose Kranken- und Pflegeversicherung für die Mutter, geschenkte Rentenpunkte für jedes Jahr zu Hause und das Ehegattensplitting. Im Ergebnis liegt man also eher bei 1000 Euro pro Monat und nicht bloß bei 150.
Ist ja interessant. Ist denn der Kita-Besuch an die Doppelverdienerschaft gekoppelt? Haben Eltern von Kleinkindern in der Kita keinen Anspruch auf die kostenlose Mitversicherung, wenn nur einer berufstätig ist oder keinen Anspruch auf Rentenpunkte? Und kann es nicht auch sein, wenn es tatsächlich Doppelverdiener sind, dass dadurch nur ein anderer jüngerer oder älterer Mensch von einem Arbeitsplatz verdrängt wird? Nicht jeder ist Akademiker und gerade bei "bildungsfernen Schichten" ist die Verdrängungsthese durchaus gerechtfertigt. Das Ehegattensplitting gehört sowieso nicht in diese Diskussion, weil die damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten nichts mit Kindern zu tun haben.

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loop 31.07.2014, 23:36
94. Akademiker hin her...

...als wenn das der Punkt wäre. Wenn ich sowas schon lese... nur weil man Akademiker ist heißt das nicht, dass man Unmengen an Geld verdient. Zum Teil nimmt sich das Gehalt nicht mehr viel zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern. Was soll das in so einer Debatte. Geringverdiener zahlen auch entsprechend weniger Kitagebühren. Ich verstehe nicht, warum sich manche Leute Kinder anschaffen, wenn sie nicht gewillt sind, ein paar Gebühren für die Kinderbetreuung auszugeben. Und si d wir doch mal ehrlich. So viel ist es nicht im Vergleich zu anderen Ländern. Schauen Sie doch zum Beispiel mal in die Schweiz. Und wenn Sie die Kinder mit Herdprämie zuhause groß ziehen (und nicht arbeiten gehen), haben Sie nicht weniger Kosten für Nahrung und Pflege. In diesem Land muss keiner hungern, wenn man es nicht will! Das alles ist Gejammere auf höchstem Niveau!

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schattenrose 12.07.2015, 14:18
95. Frühkindliche Bildung/Förderung gibt es nicht!!!

Wer solche Argumente nennt, für die Betreuung von UNTER 3- jährigen, der sollte sich mal ein paar anerkannte Lehrbücher zum Thema frühkindlicher Bildung durchlesen! Keine Betreuungsform kann die Bedürfnisse unserer Kleinsten so befriedigen, wie es die Mutter daheim vermag. Es schadet unseren Kindern, sie in dieser frühkindlichen Phase in die Kita zu geben, denn Bildung fruchtet erst mit erreichen der Kindergartenreife im Alter von 3 Jahren. Vorher wird ein Fundament an psychischer Reife gelegt. Ist dieses Fundament wackelig kann der Turm an Bildung und Persönlichkeit in Schieflage geraten oder sogar umkippen. U3 Kinder brauchen Elterliche Liebe und das Gefühl von Stabilität und Sicherheit um ein Urvertrauen zu Erlangen. Die Inkompetenz im Familienministerium ist erschreckend.

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