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Familienpolitik: Union verbittet sich SPD-Kritik am Betreuungsgeld
DPA

Ein Jahr nach Einführung des Betreuungsgeldes wachsen die Zweifel an der Prämie. In der SPD sympathisiert mancher mit einer Abschaffung - sehr zum Ärger der Union.

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maxxi12 29.07.2014, 11:18
70. Hinderungsgrund ?

Zitat von Durchatmen
Ich meine nicht, dass Linke und Grüne aus den "bildungsfernen" Bevölkerungsschichten stammen, sondern frage mich, ob dies sein kann und frage mich vor allem, wie gerade Grüne und Linke dazu kommen, den sog. einfachen leuten zu mißtrauen bei einer.....
Ich kann Ihnen weiterhin nicht uneingeschränkt zustimmen.
Ein Kleinst- oder Kleinkind verweilt schließlich nicht 24 Stunden in der Krippe oder im Kindergarten ! Insoweit bleibt doch täglich und an den Wochenenden genügend Zeit zum Kind eine "enge kontinuierliche Beziehung" zu hegen und zu pflegen - sofern dem Kind überhaupt direkt Zeit ( gewollt ) gewidmet wird und es nicht bloß in "Tonnen" von Spielzeug oder vor den Fernseher gesetzt wird. Der tägliche Besuch der Kindereinrichtung ist doch nicht Ausdruck der "Verweigerung" einer solchen Beziehung. Vielmehr bietet er für das Kind lebenswichtige, über die Mutter-Kind -Beziehung hinausreichende Erfahrungen, Kenntnisse und frühzeitige soziale Beziehungen.

Wir hatten und haben zu unserem Kind keineswegs eine weniger enge Bindung und Beziehung, weil es einst Krippe und Kindergarten besuchte. Im Gegenteil - und, unsere Tochter und ihr mann haben zu ihren Söhnen ( beide Besucher von Kindereinrichtungen ) eine ebenso enge emotionale Bindung.

Die Gefahren für seelische Schäden sind heute doch andere:
Reizüberflutung, Vorleben egoistischer Verhaltensweisen, Verherrlichung von Gewalt und Brutalität, Verwerfen gesellschaftlicher Werte überhaupt, kulturelle Anspruchslosigkeit, etc. etc.

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WippenderGang 29.07.2014, 11:37
71. Geborgenheit

Zitat von goodcharlotte
Bin kein Kinderpsychologe, aber, Kinder, die Schreikraempfe bekommen, wenn sie die Mutter kurz nichz sehen, sind doch schon ungut "unsicher gebunden" und bräuchten dringend den Kontakt zu Gleichaltrigen. Wie sollen sie diesen Mangel an normalem Umgang mit anderen Menschen in der Schule aufholen? Ich finde Ihre Haltung menschenverachtend.
Das stimmt, Sie sind kein Kinderpsychologe, das liest man sofort. Kinder, die dann Schreikrämpfe bekommen, wenn sie "abgegeben werden", verkraften die Trennung nicht. Sie weinen, gerade bis zum zweiten (mitunter bis zum dritten) Lebensjahr. Da auch noch einen draufzusetzen und den Kontakt "erzwingen zu wollen", das zeigt eben, wie rücksichtslos es gegenüber Kleinkindern zugehen kann.
Und noch etwas: Meine Haltung ist nicht menschenverachtend, denn sie nimmt auf das Kind Rücksicht, gibt ihm Wärme und das Entscheidende: Geborgenheit.

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WippenderGang 29.07.2014, 11:43
72.

Zitat von goodcharlotte
Bislang hat mir gegenueber niemand diesen Toepfchenzwangmythos bestaetigen koennen.
Deswegen gab es das nicht, oder was?
Kleiner Tipp: Einfach nur Beitrag 66 lesen (pittiken), da geht es um das Töpfchen, pünktlich nach dem Essen, das noch niemandem geschadet hat.
Das ist genau die Denke, mit der ich nichts zu tun haben will und mit der unsere Kinder nichts zu tun haben sollten.

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WippenderGang 29.07.2014, 12:02
73.

Zitat von pittiken
Sie haben aber vom menschen Rhytmus keine Ahnung. Die meisten Menschen gehen nach dem Essen auf das Klo. Warum ist das denn bei kleinen Kindern auf einmal verpönt.
Habe ich das geschrieben? Wer nach dem Essen muss, muss eben. Wer nicht, der nicht. Merken Sie was? Es geht um den Zwang, kollektiv "groß zu müssen".
Aber das kapiert hier keine(r). Umso wichtiger ist es, Kleinkinder davor zu schützen.
Allerdings, das möchte ich auf jeden Fall noch sagen, geht es heute in den meisten Kitas liebevoll zu. Die Erzieherinnen geben sich Mühe und wenn ein Kind mit allem klar kommt, ist es ok. Wenn nicht, dann ist es eben noch zu früh. Und dann sollte es auch sozial Schwachen möglich sein, ihre Kinder daheim zu haben. Nur darum geht es.

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labolg 29.07.2014, 12:12
74. Betreuungsgeld

Falsche Reaktionen zum Betreuungsgeld: Die Daten zur Studie sind vor der Einführung des Betreuungsgeldes erhoben worden und außerdem sind aufgrund fehlerhafter Berechnung zu hohe Prozentwerte angegeben.
Ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge "learned helpnessless" und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten. Mangelnde primäre (besonders 0 - 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung. [Auch Migrantenkinder müssen das basale Denken in der jeweiligen Muttersprache beginnen zu lernen].
(Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5 - 6 Jahren (Gründe: Zunahme Krippe/Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014, ISBN 978-3-9814303-9-4]

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Durchatmen 29.07.2014, 12:31
75. zu Nr.70 von maxxi12

Wenn ich mich noch einmal melde, so als Zeichen der Höflichkeit gegenüber einem sachlichen Diskutanten.
In der Sache bleiben die Differenzen leider. Wenn Sie selbst Ihre Kinder in der Krippe hatten und Ihre Kinder Ihre Enkel, fällt es eben schwer, sich einzugestehen, dass dies vielleicht auch in Ihrem Falle, aber auf jeden Fall in vielen anderen Fällen für die Säuglinge und Kleinkinder nicht gerade förderlich sein muß. Bitte beachten Sie, dass die Tagesmütter oder Pflegerinnen in den Einrichtuingen ja nicht unbedingt liebevollere Personnen sind, als es die Mutter wäre. Ich höre von meinen Altersgenossen, also den Großeltern, überwiegend dieselben Feststellungen, die meine Frau und ich machen: die kleinen Kinder sind sichtbar traurig und suchen nach ihren Eltern, wenn sie von der Tagesmutter meist müde und überanstrengt durch die große Zahl von Altersgenossen und deren umtriebiges Gebaren aus Krippe oder Kita heimkommen. Das geht bis zur Unleidlichkeit und erschütterndem Weinen. Da die Eltern dieselbe Meinung vertreten, wie Sie, hüten sich die Großeltern, dies so genau zu sagen oder ihren eigenen Kindern Vorhaltungen zu machen: Das ginge nicht an. Es ändert aber nichts an den Feststellungen und der Meinung der psychologischen Wissenschaftler, was die Notwendigkeit ausreichender zeitlicher Betreuung durch eine konstante Bezugsperson angeht.

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pittiken 29.07.2014, 12:44
76.

Zitat von WippenderGang
Das stimmt, Sie sind kein Kinderpsychologe, das liest man sofort. Kinder, die dann Schreikrämpfe bekommen, wenn sie "abgegeben werden", verkraften die Trennung nicht. Sie weinen, gerade bis zum zweiten (mitunter bis .....
Das Abgeben geschieht ja nicht von jetzt auf gleich, sondern es wird eine Eingewöhnungsphase verabredet, die sehr unterschiedlich lang dauert, je nach Kindesveranlagung. Und da begreifen die lieben Kleinen ganz schnell, huch, Mama ist jetzt nicht da, aber viele neue Kumpels und auch die Krippentante. Also im Regen stehen die lieben Kleinen nicht.

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pittiken 29.07.2014, 12:54
77.

Zitat von WippenderGang
Habe ich das geschrieben? Wer nach dem Essen muss, muss eben. Wer nicht, der nicht. Merken Sie was? Es geht um den Zwang, kollektiv "groß zu müssen".
Das Kind wird auf das Töpfchen gesetzt, nach einer kurzen Zeit wieder runtergenommen und bekommt dann die Windel an. Oder bilden Sie sich ein, dass die Krippenerzieherin dann bei den Kindern, die nichts gemacht haben, diesen einen Einlauf verpasst und die Kanüle zum Urinlassen verabreicht wird?
Zitat von WippenderGang
Aber das kapiert hier keine(r). Umso wichtiger ist es, Kleinkinder davor zu schützen.
Vor was wollen Sie Kleinkinder schützen? Vor dem Sauberwerden?
Zitat von WippenderGang
Allerdings, das möchte ich auf jeden Fall noch sagen, geht es heute in den meisten Kitas liebevoll zu. Die Erzieherinnen geben sich Mühe und wenn ein Kind mit allem klar kommt, ist es ok. Wenn nicht, dann ist es eben noch zu früh. Und dann sollte es auch sozial Schwachen möglich sein, ihre Kinder daheim zu haben. Nur darum geht es.
Sie haben gerade noch mal die Kurve gekriegt.

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Racer77 29.07.2014, 13:42
78. SPD will gegen den Koalitionsvertrag handeln?

Wenn die SPD gegen den Koalitionsvertrag verstoßen möchte, dann sollte man doch bitte noch einmal genau bei SPD-Themen schauen. Da hoffe ich doch, dass an deren Themen "doppelte Staatsbürgerschaft", nur geringe Ausweitung der sicheren Herkunftsländer im Ayslrecht und Mindestlohn überarbeitet wird...

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WippenderGang 29.07.2014, 15:31
79.

Zitat von pittiken
Das Kind wird auf das Töpfchen gesetzt, nach einer kurzen Zeit wieder runtergenommen und bekommt dann die Windel an. Sie haben gerade noch mal die Kurve gekriegt.
Finden Sie, dass ich hier die Kurve gekriegt habe oder musste? Ist finde nicht, dass ich das musste. Ganz im Gegenteil.
Und dass viele in den Kitas gut arbeiten, stand für mich immer fest. Gerade die Kindergärtnerinnen, die gut arbeiten, verstehen es sehr gut und begrüßen es, wenn Kinder bis zum 3. Lebensjahr zu Hause bleiben.

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