Forum: Politik
Familienpolitik: Warum Deutschland keine Lust auf Kinder hat

Berlin*zahlt Elterngeld und erfindet Vätermonate - trotzdem ist der Effekt nahe Null: Deutsche Paare sind kaum zu überzeugen, mehr Kinder zu bekommen. Denn Arbeit und Familie sind in diesem Land nur schwer vereinbar. Wie schaffen andere Länder das?*

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Hoschi101 28.07.2011, 14:36
290. Familienpolitik,,,

... ist ein ehrlicher Dieb, ein Oxymoron. Der Glaube, dass Politik die Familienplanung des einzelnen beeinflussen kann, hat schon was von Hybris. Nach 30 Jahren Gendergedöns und Auslachens allen Bürgerlichens kommt nun eben die Rechnung. Schwul ist cool. Verwirklicht Euch selbst. Familie ist Mist. Wer setzt denn mit solcher Ideologie im Kopf noch Kinder in die Welt. Dazu kommt noch die ständige Panikmache über die angeblich immer gefährlichere Welt. Kinder bedeuten eben auch Verzicht, wie hier schon oft festgestellt.
Aber wie auch immer, wenn es soweit ist, schreit ein jeder wieder nach dem Staat, der es richten soll. Soviel also zur vielgepriesenen Nachhaltigkeit.

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ahstax 28.07.2011, 14:36
291. Warum? Darum!

Bedauerlicherweise sehen seit Jahrzehnten die regierenden Politiker nicht, worauf es zukünftig ankommt. Familien, Bildung, soziale Absicherung sind die Bereiche, in denen immer wieder der Rotstift angesetzt wird, während andere "Baustellen", deren Sinn nicht abschließend geklärt ist, 12Milliarden kosten sollen, die größtenteils von der öffenltichen Hand getragen werden.

Eltern, die ihre Kinder zur (teuren) Kita bringen (für die Kita arbeiten oder für ein Mehr an Lebensqualität?), und die Kinder verspätet nach Kita-Schluss abholt, muss mit "Strafen" rechnen.

Schulklassen werden immer größer. Lehrer schlechter. Studiengebühren werden beschlossen. Atomkraftwerke subventioniert, auch wenn es Brennelementesteuer heißt.

Und da fragt man sich wirklich?

Tiere pflanzen sich in Gefangenschaft dann fort, wenn die künstlichen Umgebungsbedingungen Mindestanforderungen entsprechen. Das ist physiologisch implementiert.
Der Mensch hat den Verstand (meistens), um festzustellen, ob die Bedingungen für Nachwuchs günstig sind.

Zusammengefasst:
sie sind es nicht.

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troy_69 28.07.2011, 14:36
292. Wie immer wird etwas wesentliches übersehen...

Immer mehr Männer haben kein Interesse mehr Vater zu werden.

Viele Söhne haben in den letzten 20-30 Jahren live miterleben dürfen wie ihre Väter aussortiert und zu rechtlosen Zahlknechten und Bittstellern degradiert wurden.

Viele dieser jungen Männer werden die Fehler Ihrer Väter nicht wiederholen. Leider bedeutet aber die einzig wirksame Gegenwehr gegen unseren feministischen Unrechtsstaat gar nicht erst Vater zu werden.

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aceofspade 28.07.2011, 14:36
293. Kinderlos im Alter

Zitat von sysop
Berlin*zahlt Elterngeld und erfindet Vätermonate - trotzdem ist der Effekt nahe Null: Deutsche Paare sind kaum zu überzeugen, mehr Kinder zu bekommen. Denn Arbeit und Familie sind in diesem Land nur schwer vereinbar. Wie schaffen andere Länder das?*
Ungenauigkeit im Artikel:

"Amerika zahlt kein Kindergeld".

Nur bedingt richtig. "Dependents", Kinder, sind steuerlich abzugsfaehig. $ 3,650/Nase. Uebrigens, auch die Frau ist abzugsfaehig.

Geringverdiener kriegen dazu noch einen Child Credit.

Wenn die Deutschen das nicht auf die Reihe kriegen mit den Kindern, schicke ich ihnen gerne meine zur Ausbildung. Vielleicht werden sie ja dann dort ansaessig und fuettern die kinderlosen Rentner durch.

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EismannHSV 28.07.2011, 14:36
294. ganz einfach

- Väter werden in Deutschland als reine Melkkühe gesehen.
- Kinderbetreuung ist schwer zu bekommen und sehr teuer.
- durch Lohndumping ( Zeitarbeit ) bzw. ständing befristeter Arbeitsverträge weiß doch kaum einer noch ob und wo er nächsten Monat arbeit hat, wie will man da eine Familie gründen. Oder man hat erst einen sicheren Arbeitsplatz wenn die bilogische Uhr schon fast ausgetickt hat.
- Schonmal nach 3-4 Zimmer Wohnungen gesucht? mit Kindern?

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Seifen 28.07.2011, 14:37
295. Die Zahlen der Spiegelredaktion sind doch falsch,

denn die ach so kluge Familienministerin und Supermutter der Nation, Frau von der Laien, hat doch aus ihrem Ministerium schon mal ganz etwas anderes gesagt. Oder ist sie etwas nicht in der Lage, die zahlen ihres Ministeriums auf Plausibilität zu prüfen? Wie dem auch sei, mit solchen Leuten in politischer Verantwortung ist es eben so, wie es in diesem Lande ist.

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Umbriel 28.07.2011, 14:38
296. Der richtige Zeitpunkt

Wunsch und Wirklichkeit:

Die Wertebilder werden zunehmend durch die Projektionen der Medien geprägt.

Das Idealbild des Familienlebens mit Kindern spielt darin durchaus eine wichtige Rolle.

Im Prinzip werden sehr hohe und idealisierte Standards gesetzt, die vielbeschworene "Vereinbarkeit von Familie und Beruf", das harmonische Miteinander, das Zeit haben für die Kinder, die Unterstützung der Kinder bei Hausaufgaben und Schule, das Schützen vor Gefahren.

Kinderzimmer sollen groß, hell, freundlich sein, das Leben am besten nah der kulturellen Zentren, aber dennoch in ländlicher Umgebung. Ein Garten für Spiel, Spass und Kindergeburtstag ist quasi unverzichtbar zur Abgrenzung vom Präkariat.

Wer an der Realisierung dieses idealisierten Familienbildes scheitert, ja, bei diesen Eltern stimmt etwas nicht, sie werden als "benachteiligt" bezeichnet und sind es dann auch tatsächlich, denn sie haben nicht viel zu melden sondern sich zu bessern.

Die allgemeinen Annahmen über die Voraussetzungen für ein gelungenes Familienleben sind sehr hoch und scheinen vielen schwer erfüllbar, allzuviele fühlen sich damit schlicht überfordert.

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Dam 28.07.2011, 14:38
297. Ein Drache

Zitat von Thorbjoern
Und dann sind natürlich alle Umgebungsgeräusche sofort leise bzw. gar nicht mehr hörbar. Schon klar: Sie haben anscheinend noch nie mit einem Hörgeschädigten zu tun gehabt. Tipp: Lesen Sie mal in der Wikipedia unter nach.
Bei uns in der Umgebung gibt es viele Kinder, es ist ein reines Kinderparadies...wäre da nicht ein Drache...eine Alte Frau die mit den Kindern schimpft, weil sie zu laut sind.
Als ich sie mal auf der Strasse gesehen habe, wollte sie Geld tauschen - da war sie zuckersüß.

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winnie78 28.07.2011, 14:39
298. Bevölkerungswachstum

Zitat: Also müssen wir umdenken oder uns mit Bevölkerungsschwund abfinden - muss ja nicht schlecht sein.

GENAU. Typisch deutsch, immer nur zu meckern und mäkeln. Unsere Probleme sind woanders zu suchen als bei der Verweigerung vom Kinderbekommen. Wir haben hierzulande eine totale Überbevölkerung, man vergleiche nur mal die Bevölkerungsdichte von D mit der von Frankreich, Spanien, auch USA. Überall Strassen, Autos, größere und kleinere Städte und Ballungsräume. Kaum mehr Ruhe, kaum mehr Entspannung, kaum mehr Naturerlebnisse.

Dazu eine Wirtschaft, die gekennzeichnet von Abwanderung von Arbeitsplätzen und Automatisierung ist. Heute sind schon Millionen entweder gar nicht mehr in dieser unterzubringen (Arbeitslose) oder nur noch zum Teil (Minijobs, Teilzeit, 2. und 3.Studium, etc.). Also verhalten sich heutige Generationen völlig richtig, wenn sie sich dem Kinderbekommen verweigern. Da hilft eben auch keine Propaganda.

Müsste auch kein Problem für unsere Sozialkassen sein. Die Produktivität steigt permanent, wir werden ja nicht ärmer. Nur haben wir bis heute kein Konzept gefunden, welches breitere Teile der Gesellschaft von der Erhöhung der Produktivität profitieren lassen. Immernoch wird die 40-Stunden-und mehr-Propaganda betrieben, dabei ist heute ein 20-Stunden-Löhner mit Sicherheit effektiver als ein 60-Stünder von 1970. Aber selbst mit 40 Stunden Arbeit insgesamt deutlich weniger kaufkräftig als damals.

Ich kann mir ein D mit 60,70 Mio. Einwohner sehr gut vorstellen. Lieber 60 Mio. kluge Menschen, die endlich mal gesamtgesellschaftlich vernünftig handeln als 80 Mio. Spinner und Systemgläubige bis zum Tode.

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Genderama 28.07.2011, 14:39
299. 100% Zustimmung

Zitat von slim_shady
"Arbeit und Familie sind in diesem Land nur schwer vereinbar." Jaja, da fehlt aber noch mindestens eine riesige Komponente: Die Arroganz und Wahrnehmungsresistenz der Behörden und Gerichte, wenn es darum geht, ob der Vater bei Trennungskindern auch ein Mitsprache- oder nur die gottverdammte Pflicht zur Unterhaltsüberweisung hat. Bei dieser weltfremden Politik kann ich jedem Jungen/Mann nur raten, seine Entscheidung für ein Kind noch mindestens 3x zu überdenken. Unglaublich, was in diesem Staat möglich ist. Leider.
100% Zustimmung, so sieht es leider aus. In Frankreich wird eine Mutter, die den Umgang des Kindes mit dem Vater mutwillig unterbindet, weg geknastet.

Sowas sollte es auch hier geben.



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